Chico Buarque

 3.7 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Budapest, Vergossene Milch und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Chico Buarque

Chico Buarque (geb. 1944 in Rio de Janeiro) ist der aufregendste Schriftsteller und berühmteste Sänger Brasiliens. Für die Musik gab er sein Architekturstudium auf. Seine Kunst war ihm besonders in der Militärdiktatur von 1964 bis 1985 Mittel, politisch aufzubegehren. Für seinen Roman »Budapest« erhielt Buarque den Prêmio Jabuti, den brasilianischen Man Booker Prize. Im S. Fischer Verlag sind ebenfalls seine Romane »Vergossene Milch« (2014) und »Mein deutscher Bruder« (2016) erschienen. Im September 2019 wird Chico Buarque für sein Gesamtwerk mit dem Prêmio Camões ausgezeichnet, die höchste literarische Auszeichnung der portugiesischsprachigen Welt.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Chico Buarque

Cover des Buches Budapest (ISBN:9783596164820)

Budapest

 (6)
Erschienen am 01.03.2010
Cover des Buches Vergossene Milch (ISBN:9783100463319)

Vergossene Milch

 (2)
Erschienen am 22.08.2013
Cover des Buches Mein deutscher Bruder (ISBN:9783100024602)

Mein deutscher Bruder

 (1)
Erschienen am 25.02.2016
Cover des Buches Der Gejagte (ISBN:9783499137891)

Der Gejagte

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Erschienen am 01.08.1999
Cover des Buches My German Brother (International Edition) (ISBN:9780374161200)

My German Brother (International Edition)

 (1)
Erschienen am 01.05.2018
Cover des Buches SPILT MILK (ISBN:9781848874893)

SPILT MILK

 (0)
Erschienen am 01.04.2013
Cover des Buches Benjamin (ISBN:9780747535027)

Benjamin

 (0)
Erschienen am 19.02.1998
Cover des Buches Turbulence (ISBN:9780747533573)

Turbulence

 (0)
Erschienen am 05.06.1997

Neue Rezensionen zu Chico Buarque

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Rezension zu "My German Brother (International Edition)" von Chico Buarque

Chico Buarque - My German Brother
miss_mesmerizedvor 2 Jahren

It is by coincidence that the Brazilian musician and author learns that his dad fathered a boy when he lived in Germany. Their house has always been full of books, his father a passionate historian and writer, horded them and, at times, forgot letters and other things in them. It is such a letter that Chico finds which indicates that his father had an affair with a certain Anne Ernst when he lived in Berlin as a journalist around 1930. Later, when the Nazi regime took over, he tried to bring his son to Brazil. Since father and son hardly talk to each other, it is not an option for Chico to ask him about the unknown half-brother, thus, Chico starts his research on his own.

Even though the book is classified as fiction, it is based on Chico Buarque’s life and the facts he reports about his father and German brother are actually true. Sérgio Buarque de Holanda spent some time in Berlin where Sergio Günther was born who later became a well-known artist in the German Democratic Republic. Unfortunately, the brothers never had the chance to meet.

I really appreciate Buarque’s tone of narration, especially at the beginning, the light-heartedness with which the young men move around town is well transferred into the language the author uses. Interesting to observe are the family structures. Even though the father’s main occupation is closely linked to language in all shapes and forms, the family members hardly find a way to communicate with each other and the most important things remain unsaid. A third aspect which struck me was the part in the novel which gives insight in the time of the military regime. Hardly do I know anything about the country’s history, therefore those glimpses are most fascinating.

Sometimes life itself invents the best stories. Even though some of it is fictional, I found Chico Buarque’s story about his mysterious brother most intriguing and a perfect example of how complicated families and our lives can be.

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Rezension zu "Mein deutscher Bruder" von Chico Buarque

Ein geniales Panorama
HEIDIZvor 4 Jahren

"Mein deutscher Bruder" erzählt die Geschichte des Brasilianers Chico Buarque, der heute ein weltberühmter Sänger ist - damals stand er am Beginn seiner Karriere und erfährt von dem Halbbruder in Berlin. Der Vater lebte Ende der 20er in der Stadt und hielt geheim, dass es noch einen Sohn gibt - in Rio.

 

Chico sucht seinen Halbbruder und wir dürfen es mit erleben, wie er Sergio Günther - ebenfalls Sänger - findet - damals Künstler in der DDR.

 

Wir dürfen miterleben - emotional tiefsinnig - aus der Sicht Chicos - sehr persönlich und sozusagen als Porträt der beiden Männer und als Panorama deutscher Geschichte, was Chico und Sergio erlebt haben ...

 

Daten zum Buch:
=============

 

·  Gebundene Ausgabe: 256 Seiten

·  Verlag: S. FISCHER; Auflage: 1 (25. Februar 2016)

·  Sprache: Deutsch

·  ISBN-10: 3100024605

·  ISBN-13: 978-3100024602

·  Originaltitel: O Irmao Alemao

·  Größe und/oder Gewicht: 13,3 x 2,5 x 21 cm

 

PREIS: 19,95 Euro

 

Mir hat dieses Buch extrem gut gefallen, einmal bezogen auf die Art und Weise des Schreibens und zum anderen wegen des tiefgründigen Inhalts.

 

Leseprobe:
========

 

Ich frage eine Dame, die mit ihrem Sonnenschirm vorbeikommt, nach der Uhrzeit, weil meine Uhr mittags um halb eins stehengeblieben ist, aber sie sieht mich voll Abscheu an. Reflexartig hebe ich die Hände zum Kopf, fühle ihn aber nicht, doch das liegt wohl daran, dass mir die Hände eingeschlafen sind. ...

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Rezension zu "Budapest" von Chico Buarque

Rezension zu "Budapest" von Chico Buarque
Laxvor 9 Jahren

„Budapest“ ist ein Roman über Sprachen, erfundene Identitäten und die Wirrungen, die sich daraus ergeben.

Jose Costa ist ein anonymer Verfasser von Texten, ein sogenannter Ghostwriter. Seine Klienten sind Poltiker, Künstler und prominente Hochstapler. Manche der von ihm verfassten Texte werden Riesenerfolge, doch niemals kann er dafür den Ruhm einheimsen. Den einzigen Applaus erhält er, wenn er sich mit seinen Kollegen zu einem Treffen der namenlosen Ghostwriter trifft. „Die Wörter stammten von mir, aber sie hatten ein anderes Gewicht.“ Sein Leben gerät durcheinander, als er mit der ungarischen Sprache in Form der rollschulaufenden Kriska in Berührung kommt. Von da an, kann schon bald nicht mehr Fiktion und Realität trennen und das Ende des Buches endet unerhört für einen anonymen Verfasser von Texten.
Das Buch von Chico Buarque heißt, Budapest, und auf dem Titel ist die Jesus- Statue von Rio de Janeiro abgebildet. Dies sind die beiden Metropolen zwischen denen der Protagonist reist lebt, und liebt und in denen sich sein Leben ent- und verwickelt. Buarque schildert die Schwierigkeiten, die mit dem Erwerb einer neuen Sprache einhergehen, falsch ausgesprochene Wörter, die andere zum Lachen verleiten. Doch eigentlich handelt das Buch von der eigenen Identität. Wird man jemand anders, wenn man eine neue Sprache annimmt, muss sich dann nicht auch die Persönlichkeit ändern? Und lebt man nicht auch die Leben, die man anderen auf den Leib schreibt? Wo beginnt das eigene Ich und wo fängt die Fiktion an?
Das Buch nimmt den Leser mit auf einer Fahrt, durch lange Sätze, eingestreute Beobachtungen, Nachrichten, die den Leser manchmal ebenso verwirren wie den Protagonisten.
Chico Buarque de Hollanda, geb. 1944 in Rio de Janeiro, ist Musiker und Schriftsteller. Seine Musik enthält oft sozialkritische Texte, die ihn in seiner Heimat berühmt gemacht haben. Budapest ist bisher sein dritter Roman, der veröffentlicht wurde. Er hat dafür den brasilianischen Prémio Jabuti- Preis erhalten.

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