Chico Buarque Budapest

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Inhaltsangabe zu „Budapest“ von Chico Buarque

Mit diesem Buch hat sich in Brasilien etwas Neues ereignet! In Rio de Janeiro schreibt er – in Budapest liebt er. Aber am liebsten versteckt sich der Ghostwriter José Costa hinter fremden Namen. Im Leben wie im Schreiben will er unerkannt bleiben. Eine Notlandung führt den Brasilianer nach Budapest. Dort verliebt er sich nicht nur in die Sprache, sondern auch in seine Lehrerin. Wird er sich dieses Mal zu erkennen geben? Wird er bleiben? Ein rasanter Funkenflug über das Leben zwischen den Sprachen und über die Obsession, in jeder Sprache ein anderer zu werden.

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  • Rezension zu "Budapest" von Chico Buarque

    Budapest
    Lax

    Lax

    01. July 2011 um 11:21

    „Budapest“ ist ein Roman über Sprachen, erfundene Identitäten und die Wirrungen, die sich daraus ergeben. Jose Costa ist ein anonymer Verfasser von Texten, ein sogenannter Ghostwriter. Seine Klienten sind Poltiker, Künstler und prominente Hochstapler. Manche der von ihm verfassten Texte werden Riesenerfolge, doch niemals kann er dafür den Ruhm einheimsen. Den einzigen Applaus erhält er, wenn er sich mit seinen Kollegen zu einem Treffen der namenlosen Ghostwriter trifft. „Die Wörter stammten von mir, aber sie hatten ein anderes Gewicht.“ Sein Leben gerät durcheinander, als er mit der ungarischen Sprache in Form der rollschulaufenden Kriska in Berührung kommt. Von da an, kann schon bald nicht mehr Fiktion und Realität trennen und das Ende des Buches endet unerhört für einen anonymen Verfasser von Texten. Das Buch von Chico Buarque heißt, Budapest, und auf dem Titel ist die Jesus- Statue von Rio de Janeiro abgebildet. Dies sind die beiden Metropolen zwischen denen der Protagonist reist lebt, und liebt und in denen sich sein Leben ent- und verwickelt. Buarque schildert die Schwierigkeiten, die mit dem Erwerb einer neuen Sprache einhergehen, falsch ausgesprochene Wörter, die andere zum Lachen verleiten. Doch eigentlich handelt das Buch von der eigenen Identität. Wird man jemand anders, wenn man eine neue Sprache annimmt, muss sich dann nicht auch die Persönlichkeit ändern? Und lebt man nicht auch die Leben, die man anderen auf den Leib schreibt? Wo beginnt das eigene Ich und wo fängt die Fiktion an? Das Buch nimmt den Leser mit auf einer Fahrt, durch lange Sätze, eingestreute Beobachtungen, Nachrichten, die den Leser manchmal ebenso verwirren wie den Protagonisten. Chico Buarque de Hollanda, geb. 1944 in Rio de Janeiro, ist Musiker und Schriftsteller. Seine Musik enthält oft sozialkritische Texte, die ihn in seiner Heimat berühmt gemacht haben. Budapest ist bisher sein dritter Roman, der veröffentlicht wurde. Er hat dafür den brasilianischen Prémio Jabuti- Preis erhalten.

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  • Rezension zu "Budapest" von Chico Buarque

    Budapest
    Nil

    Nil

    30. May 2010 um 18:13

    Ein Roman der Budapest heißt, aber mit dem Herzen in Rio de Janeiro spielt. Der Roman beginnt damit, dass José Costa, ein Brasilianer, in Budapest eine Notlandung hat. José Costa ist ein Ghostwriter, der die Sprachen und Wörter liebt. Er saugt alle neuen Laute und Wendungen auf. In Budapest ist er fasziniert von der Sprache. Es lässt ihn nicht los und er kehrt wenig später zurück. Diese Leidenschaft zum Wort wird dem Protagonisten José Costa auch zum Hindernis, den er liebt seine Frau in Rio, die ihn wiederum liebte wegen seiner Sprachgewandtheit. Die Arbeit als Ghostwriter frisst seine ganze Energie und seine wichtigsten Beziehungen leiden. Erst in Budapest wird er wieder Mensch und widmet sich ganz dem Ungarischen. Ein sehr ausdruckstarker Roman mit einem fast absatzlosen Text. Ein wahres literarisches Werk von Chico Buarque (= Francesco Buarque de Hollanda; ein sehr bekannter Sänger in Brasilien). Besonders die Übersetzung aus dem Portugiesischen von Karin von Schweder-Schreiner ist gut. Tipp: Etwa Zeit nehmen und es am Stück lesen. Eine wahre Freude.

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