Chil Rajchmann Ich bin der letzte Jude

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Inhaltsangabe zu „Ich bin der letzte Jude“ von Chil Rajchmann

Erst jetzt, 60 Jahre danach, können wir das erschütternde Zeugnis eines Todgeweihten lesen – aufgeschrieben für uns, die Nachgeborenen. Unverfälscht und authentisch erreicht uns diese Botschaft aus dem Zeitalter des Schreckens.

Wir kennen viele Berichte aus der Hölle der KZ. Sie alle sind nach dem Krieg geschrieben, oft mit großem zeitlichem Abstand, und überarbeitet. Dieser hier entstand direkt in der Zeit der Nazi-Herrschaft, auf der Flucht aus dem Vernichtungslager Treblinka, in das der 28-jährige Chil Rajchman 1942 eingeliefert wird. Entsetzt erkennt er das Ausmaß des Mordens und ist überzeugt: Das überlebt keiner von uns. Er hat nur noch einen Wunsch: Die Nachwelt muss erfahren, was man den Juden angetan hat, welcher Vernichtung sie zum Opfer gefallen sind. Ohne Pathos, dabei präzise und klar, schreibt er in diesem Text das Unglaubliche auf, was er gesehen hat. Rajchman beteiligt sich an dem legendären Aufstand der Häftlinge. Ihm gelingt die Flucht in die Wälder. Und woran er selbst nicht mehr geglaubt hatte, geschieht: Er überlebt.

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  • Rezension zu "Ich bin der letzte Jude" von Chil Rajchmann

    Ich bin der letzte Jude

    Clari

    06. November 2009 um 08:21

    Chil Rajchman Ich bin der letzte Jude Gebundene Ausgabe: 155 Seiten Verlag: Piper ISBN-10: 3492053351 ISBN-13: 978-3492053358 Zum Sterben verdammt Es bedarf starker Nerven, um diesen Bericht aus dem Todeslage Treblinka zu lesen. „ Abgeschlossen ist die Zeit, da die Tage lebendig, kostbar und unwiederbringlich einander jagten, und die Zukunft steht grau und massig vor uns wie ein unbezwingbares Hindernis. Für uns ist die Geschichte stehen geblieben.“ Diese archaischen Worte Primo Levis stehen am Beginn eines Zeugenberichts, der schlicht, nüchtern, präzise und kalt auflistet, was den Menschen im Todeslager Treblinka angetan worden ist. Der aus Polen stammende Jude Chil Rajchman ist einer der wenigen Menschen, die das Lager Treblinka überlebt haben. Er hat das Jahr 1942 - 1943 im Lager verbracht. Nach dem Häftlingsaufstand von 1943 und seiner sensationell gelungenen Flucht hat er unmittelbar über seine Erlebnisse klare und eindeutige Aufzeichnungen verfasst. Die meisten Berichte von Überlebenden sind Jahre nach dem Holocaust im Rückblick aufgezeichnet worden. Nicht so Chil Rajchmans Bezeugungen von einem Unrecht, das unfassbar und nicht vorstellbar in seinen Dimensionen ist. Niemand wird verstehen können, was in den Mördern und Henkern und was in den Opfern vor sich ging. Der Sadismus und die Grausamkeit der Mörder zeigt die Entartung des Menschen, der alle Errungenschaften der Zivilisation und des Menschseins aufgegeben hatte. Die fabrikmäßige „ Entsorgung “ jener, die aus der Gesellschaft laut Deklaration des Hitlerregimes ausgeschlossen wurden, weil sie der Gattung des Menschen als „nicht mehr zugehörig“ erklärt wurden, ist mit der uns zur Verfügung stehenden Sprache nicht zu beschreiben. Chil Rajchman hat es gewagt, und seine Berührung mit der Hölle wird zu einem überzeugenden und bleibenden Zeugnis dafür, wie sehr Menschen dem Bösen anheim fallen könnten. Niemand mag zu verstehen, und niemand vermag zu sagen, wie es zur Degeneration einer ganzen Gesellschaft kommen konnte, in der sich deren Mitglieder bar jeder Menschlichkeit zu Mördern, Sadisten und grausamen Vollstreckern des Aburteilens ganzer Ethnien und besonders der Juden hergeben konnten. Mehr kann man zu diesem Buch nicht sagen, denn es nimmt einem den Atem und raubt einem die Stimme! Zeitgleich in elf Ländern erscheint diese zeitgeschichtliche Dokumentation, die bisher nur der engsten Familie bekannt war.

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