Chimamanda Ngozi Adichie

 4.4 Sterne bei 288 Bewertungen
Autorin von Americanah, Blauer Hibiskus und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Chimamanda Ngozi Adichie

Für Rechte, Meinung und Freiheit: Chimamanda Ngozi Adichie wurde 1977 in Nigeria geboren. Mit 19 Jahren wanderte sie in die USA aus, studierte Kommunikations- und Politikwissenschaften und machte an der Yale University einen Master in Afrikanistik. Adichie gilt als eine der großen Stimmen der jungen Weltliteratur. Ihre Romane waren u.a. für den Booker-Preis nominiert und für „Die Hälfte der Sonne“ erhielt sie 2007 den Orange Prize for Fiction. Sie stand auf der Liste der „20 besten Schriftstellern unter 40“ des New Yorkers und ihr Roman „Americanah“ wurde zu einem der fünf besten Romane des Jahres 2013 gewählt. Außerdem wurde ihr für diesen Titel der Heartland Prize for Fiction verliehen. Die Autorin lebt heut in Lagos und in den USA.

Neue Bücher

Blauer Hibiskus

 (37)
Neu erschienen am 26.09.2018 als Hardcover bei FISCHER Taschenbuch.

Alle Bücher von Chimamanda Ngozi Adichie

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Americanah

Americanah

 (111)
Erschienen am 27.04.2016
Blauer Hibiskus

Blauer Hibiskus

 (37)
Erschienen am 26.09.2018
Die Hälfte der Sonne

Die Hälfte der Sonne

 (16)
Erschienen am 28.07.2016
Mehr Feminismus!

Mehr Feminismus!

 (15)
Erschienen am 22.09.2016
Liebe Ijeawele

Liebe Ijeawele

 (9)
Erschienen am 08.03.2017
Heimsuchungen

Heimsuchungen

 (4)
Erschienen am 28.07.2016
We Should All Be Feminists

We Should All Be Feminists

 (34)
Erschienen am 03.02.2015

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Neue Rezensionen zu Chimamanda Ngozi Adichie

Neu
BrittaRoeders avatar

Rezension zu "Americanah" von Chimamanda Ngozi Adichie

Modern, mit Tiefgang und unterhaltsam - was will man mehr?
BrittaRoedervor einem Monat

So viel steckt in diesem Roman ‚Americanah‘ der nigerianisch-stämmigen Autorin Chimamanda Ngozi Adichie:
eine Lovestory, ein wenig Familiendrama, ein authentischer Blick auf das Leben als Exilant sowohl in den USA als auch in Europa, ein kritischer Beitrag zur Rassendiskussion, gesellschaftspolitische Überlegungen zum modernen Nigeria.
Und all das zusammen genommen funktioniert ganz hervorragend, denn Adichie ist von der ersten bis zur letzten Seite eine sehr geschickte Erzäh lerin, die sich trotz der vielen Aspekte ihres Romans nie verzettelt. Im Gegenteil: äußerst geschickt zeigt sie wie sehr alles mit allem zwingend zusammengehört.
Im Zentrum stehen zwei junge Menschen: Ifemelu, eine junge Frau und ihr Geliebter Obinze. Beide gehören zur gebildeten Mittelschicht Nigerias, beide wollen ihre Zukunft gestalten und dabei nicht hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben, nicht abgehängt werden, weil die innenpolitischen und ökonomischen Verhältnisse im Heimatland es nicht zulassen. Also streben beide ins Ausland. Amerika ist das große Ziel.
Während Ifemelu tatsächlich in Amerika Fuß fasst, im Laufe der Zeit sogar die amerikanische Staatsbürgerschaft erhält, erlebt Obinze die volle Härte von Ablehnung und Abschiebung. Doch trotz dieser Demütigung findet auch er seinen Weg, nutzt den Wirtschaftsaufschwung in Nigeria und wird Teil der neuen reichen Schicht.
Adichie, die sich in ihrer Erzählperspektive mal Ifemalu mal Obinze annimmt, lässt ihre Leserschaft sehr glaubhaft Heimweh und Entfremdung ihrer beiden sehr modernen Protagonisten miterleben.
Americanah gehört zu den seltenen Romanen, die perfekt Unterhaltung mit Tiefgang vereinen. Klare Leseempfehlung!

Kommentare: 2
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Antigone8s avatar

Rezension zu "Blauer Hibiskus" von Chimamanda Ngozi Adichie

Ein Juwel zeitgenössischer Literatur
Antigone8vor 2 Monaten

Dieser Roman ist das Erstlingswerk der inzwischen keinesfalls mehr unbekannten Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie. Die Autorin wurde 1977 in Nigeria geboren und verleiht diesem von Unruhen und Umstürzen gebeutelten Land eine literarische Stimme.


Bei dem vorliegenden Werk handelt es sich gleichzeitig um eine Familienchronik aber auch um eine Chronik über die Vorgänge in Nigeria. Beide Geschichten sind eng miteinander verwoben und leiten den Leser über verschiedene Ezählebenen durch den Roman. Auf der einen Seite begleiten wir Kambili, die in einer wohlhabenden und fundamental christlichen Familie unter dem Kommando eines brutalen und despotischen Vaters lebt, auf der anderen Seite breitet die Autorin die gewalttätigen Vorgänge in Nigeria vor dem Leser aus.

Dabei kreiert Chimamanda Ngozi Adichie eine so dichte, bedrückende und flirrende Atmosphäre, dass es manchmal nur schwer auszuhalten ist weiterzulesen. Besonders die sanfte aber doch eindringliche Stimme von Kambili trägt maßgeblich dazu bei. Die Zerrissenheit innerhalb der Hauptprotagonistin, die Zerrissenheit innerhalb der Familie und die Zerrissenheit eines ganzen Landes gehen dabei fließend ineinander über und lassen den Leser teilweise ratlos zurück.

Zugegebenermaßen handelt es sich hier um keinen leichten Lesestoff. Die Intensität und Erzählgewalt dieses Romans ist aber ungemein beeindruckend und macht ihn zu einem Leseerlebnis erster Güte. 

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MaternaKuhns avatar

Rezension zu "Americanah" von Chimamanda Ngozi Adichie

Eigentlich 4,5 Sterne...
MaternaKuhnvor 3 Monaten

Diese Buch ist anders. Aber genau deshalb kam es ja in die Auswahl. Warum nicht einmal ein Buch aus einem ganz anderen Kulturkreis lesen. 
Die junge Autorin Chimamanda Ngozi Adichie ist Nigerianerin, hat viele Jahre ihres Lebens in den USA verbracht und pendelt auch heute noch zwischen den Welten. So trägt ihr Roman unverkennbar autobiografische Züge. Und bei diesem Lebenslauf ist sie eine, die - gesegnet mit einer herausragenden Wahrnehmung und verbalen Treffsicherheit - besser als manch anderer beurteilen kann, was es heisst, hier oder dort zu leben und zu lieben.
„Americanah" ist in Nigeria der liebevolle Spitzname für alle Nigerianer, die es nach Überwindung unendlicher Visum-Hürden ins gelobte Land USA geschafft haben, aber irgendwann nach Nigeria zurückgekehrt sind - die Überflieger, die Vorbilder. Die, die man uneingeschränkt bewundert. 
Doch der Weg bis zu dieser Rückkehr ist unendlich lang für Ifemelu, der Protagonistin des Romans. Für die goldene Zukunft lässt sie ihre Familie zurück, ihre Freunde und auch Obinze, die erste und vielleicht grösste Liebe ihres Lebens.
Die unendlichen Entbehrungen, Enttäuschungen und existentiellen Krisen in den ersten USA-Jahren Ifemelus sind eine der spannenden thematischen Ebenen des Buches. Keine Spur von „es geschafft haben“, sondern Armut, Verzweiflung, Entwurzelung und Depression sind die mehr als ernüchternden Erfahrungen, die sogar in der kurzfristigen Prostitution gipfeln.
Parallel scheitert der Versuch Obinzes, seiner Liebe in die USA zu folgen und er nimmt schliesslich mit einer Auswanderung nach England vorlieb, die bei ihm aber in der Illegalität, grenzenlosen Erniedrigung und schliesslich Deportation zurück nach Nigeria endet. Ifemelus Schicksal in den USA nimmt dagegen eine andere Wendung.
Geschickt nutzt die Autorin die Situation Ifemelus um thematisch weitere heisse Eisen anzupacken. 
Oberstes Anliegen ist ihr eine schonungslose Darstellung der Rolle der dunkelhäutigen Bevölkerung in den USA heute. Sowohl im prosaischen Fliesstext als auch in eingestreuten Blog-Beiträgen wird das Leben eines Farbigen und insbesondere einer farbigen Frau in all seinen Facetten spannend und flüssig lesbar pointiert. Hier kommt die analytische und kommunikative Begabung der Autorin voll zum Tragen.
Neben dem immer präsenten Rassismus ist auch die Rolle der Frau ganz unabhängig von der Hautfarbe ein Thema. Ifemelu verhält sich ein Stück weit genau so, wie man es - leider - einem Mann gesellschaftlich als „typisch Mann“ durchgehen lässt. Sie wählt Ihre Beziehungen aus nach dem, was ihr die meisten Vorteile verspricht. Mal können dies finanzielle, soziale oder karrierefördernden Gründe sein, mal ist es ganz banal sexuelle Attraktivität. Aber vielleicht ist es ja auch der Verlust ihrer großen Liebe Obinze, die tief in ihrem Innersten dieses Verhalten begünstigt? Und so entscheidet Sie sich nach mehr als 10 Jahren in den USA nach Nigeria zurückzukehren…. Als Americanah.
Auf Grund der thematischen Vielschichtigkeit, der treffenden Analysen und der vor allem in der ersten Hälfte des Buches farbenprächtigen und treffenden Formulierungen ist „Americanah“ unbedingt ein lesenswertes Buch. Manche Längen in den Dialogen sind der einzige Schwachpunkt und Grund für eine nicht maximal positive Rezension. Aber vielleicht sind auch solche Gespräche typisch nigerianisch?

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Chimamanda Ngozi Adichie wurde am 15. September 1977 in Enugu geboren.

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