Chimamanda Ngozi Adichie

 4.4 Sterne bei 309 Bewertungen
Autorin von Americanah, Blauer Hibiskus und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Chimamanda Ngozi Adichie

Für Rechte, Meinung und Freiheit: Chimamanda Ngozi Adichie wurde 1977 in Nigeria geboren. Mit 19 Jahren wanderte sie in die USA aus, studierte Kommunikations- und Politikwissenschaften und machte an der Yale University einen Master in Afrikanistik. Adichie gilt als eine der großen Stimmen der jungen Weltliteratur. Ihre Romane waren u.a. für den Booker-Preis nominiert und für „Die Hälfte der Sonne“ erhielt sie 2007 den Orange Prize for Fiction. Sie stand auf der Liste der „20 besten Schriftstellern unter 40“ des New Yorkers und ihr Roman „Americanah“ wurde zu einem der fünf besten Romane des Jahres 2013 gewählt. Außerdem wurde ihr für diesen Titel der Heartland Prize for Fiction verliehen. Die Autorin lebt heut in Lagos und in den USA.

Alle Bücher von Chimamanda Ngozi Adichie

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Americanah

Americanah

 (123)
Erschienen am 27.04.2016
Blauer Hibiskus

Blauer Hibiskus

 (39)
Erschienen am 26.09.2018
Die Hälfte der Sonne

Die Hälfte der Sonne

 (16)
Erschienen am 28.07.2016
Mehr Feminismus!

Mehr Feminismus!

 (17)
Erschienen am 22.09.2016
Liebe Ijeawele

Liebe Ijeawele

 (10)
Erschienen am 08.03.2017
Heimsuchungen

Heimsuchungen

 (4)
Erschienen am 28.07.2016
We Should All Be Feminists

We Should All Be Feminists

 (34)
Erschienen am 03.02.2015

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Neue Rezensionen zu Chimamanda Ngozi Adichie

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Rezension zu "Americanah" von Chimamanda Ngozi Adichie

Was bedeutet es, schwarz zu sein?
ika17vor 2 Monaten

Im Zentrum der Geschichte stehen Ifemelu und Obinze, zwei junge Menschen aus Nigeria. Sie wachsen gemeinsam auf, werden ein Paar. Und doch macht sich bei ihnen Unzufriedenheit breit. Beide fühlen sich in ihrer Heimat eingeengt, sei es durch Korruption, drohende Arbeitslosigkeit oder andere Missstände, die in diesem Land herrschen. Wie so viele ihrer Landsleute sehnen sie sich nach der großen weiten Welt, die ihnen alle Möglichkeiten schenkt. Ifemelu erhält im weiteren Verlauf ein Stipendium für die USA und wird so tatsächlich zu einer „Americanah“, während Obinze als illegaler Immigrant in Großbritannien strandet. So wurden aus ihrem gemeinsamen Traum zwei völlig unterschiedliche Leben. Später treffen sich die beiden in Nigeria wieder, wo Obinze inzwischen zu einem einflussreichen und wohlhabenden Mann geworden ist.

Ein großartiger Roman, der verschiedene Welten miteinander verbindet. Auch Adichie ist in Nigeria aufgewachsen und zog für ihr Studium nach Amerika.

Die Handlung wird immer wieder unterbrochen durch Artikel, die Ifemelu für ihren Blog schreibt. Erfahrungen, die sie als schwarze Person afrikanischer Herkunft in Amerika macht. Sehr authentisch beschreibt die Autorin dort, was es für sie bedeutet, schwarz zu sein.

Inhaltlich ein wichtiges Thema, das aktueller nicht sein könnte. Die Frage nach Identität, Rassismus und Heimat. Auch sprachlich wunderschön geschrieben. Für mich verbindet Adichie die oft unterschätzte nigerianische Literatur mit der, die wir aus den USA oder Deutschland gewohnt sind. Literarisch grandios!

Wie man es von Adichie gewohnt ist: ein Roman, der die Augen öffnet, schockiert, betroffen macht. Ein Roman, der bewegender nicht sein könnte. Absolute Leseempfehlung!

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Rezension zu "Dear Ijeawele, Or A Feminist Manifesto In Fifteen Suggestions" von Chimamanda Ngozi Adichie

Ein feministisches Manifest in 15 Schritten
Orishavor 5 Monaten

Kurz rezensiert:

"Teach her about difference. Make difference ordinary.
Make difference normal. Teach her not to attach value
to difference […]" [Adichie (2016), p.59]

Als Chimamanda Ngozi Adichie von einer Freundin gefragt wird, wie sie ihre Tochter zu einer Feministin erziehen könne, schreibt Adichie 15 Regeln nieder, die sie ihrer Freundin als Rat mitgibt.

15 Regeln, die ganz unterschiedlichen Charakter haben. Von der Gleichstellung zwischen Mann und Frau, die Adichie in allen Lebensbereichen einfordert, plädiert sie für einfache Regeln: Sei es die Förderung des Lesens, oder unser Umgang mit Sprache oder die Aufteilung der Kindererziehung, Adichie scheint für alle Lebenslagen einen Rat zu haben.

Zugegeben, als ich diese Buch in Händen hielt, konnte ich mir nicht vorstellen, dass Adichie mich überzeugen könnte. Zu oft wird Feminismus, für mich, zu vehement vertreten und überspannt den Bogen des Möglichen. Doch Adichie macht es geschickt. Kleine Ratschläge, die sie mit Beispielen aus ihrem Alltag untermauert, bieten einen differenzierten Blick auf Männer und Frauen. Ihre Worte sind dabei jedoch nie belehrend. Und das ist erfrischend. Gepaart mit einer einfachen, verständlichen Sprache, kann dieses Buch durchaus breite Massen ansprechen. Und ganz nebenher bekommt der Leser auch noch einen anderes Bild nigerianischer Kultur vermittelt.

Fazit: Ein kleines, wichtiges Buch. Für Männer und Frauen. Für jedermann. Lesenswert 

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Rezension zu "Americanah" von Chimamanda Ngozi Adichie

wenn Rasse plötzlich ein Thema wird
nonostarvor 5 Monaten

Das Buch startet damit, dass Ifemelu, eine Nigerianerin die in Amerika lebt, sich die Haare flechten lässt. Diese Szene taucht auch während des Buches immer wieder auf und bringt so den Bezug zur Gegenwart. Nachdem Ifemelu vor jahren nach Amerika kam um zu studieren, hat sie nun beschlossen, wieder zurück nach Nigeria zu gehen. Sie lies den großteil ihrer Familie sowie ihre große Liebe Obinze zurück und im Laufe des Buches erfahren wir ihre Lebensgeschichte bis zu diesem Punkt. Immer wieder gibt es auch Kapitel aus der Sicht von Obinze, der einen gänzlich anderen Weg eingeschlagen hat als sie. Gegen Ende des Buches treffen sie sich schließlich wieder und stehen vor der Entscheidung, ob sie die Zukunft gemeinsam verbringen wollen.


Der Schreibstil ist sehr flüssig, die afrikanischen Ausdrücke werden überwiegend am Ende des Buches erklärt/übersetzt. Die Sprache ist zwar nicht schwer zu verstehen, aber auch nicht zu einfach. Leider blieben mir die Charaktere des Buches durchweg fremd und unnahbar. Ich konnte mit allen nicht so richtig was anfangen. Die Geschichte zog sich in die Länge und plätscherte so dahin. Auch der ständige Wechsel zwischen Vergangeheit und Gegenwart war stellenweise etwas irritierend. Die Charaktere verschwammen manchmal zu einem Ganzen und mir fehlte ein wenig die Individualität der einzelnen Personen. Am besten haben mir tatsächlich noch die letzten beiden Abschnitte gefallen, nachdem Ifemelu wieder in Nigeria angekommen ist. Hier spürt man zum 1. Mal wie sich fühlt und die Charaktere erscheinen mir nicht mehr so blass.

Die Thematik um Rasse, Diskriminierung und Ausgrenzung klingt immer wieder an, jedoch nicht so, dass es mich wirklich berührt hätte. Obwohl ich die schlimmen Dinge lese, die Ifemelu und Obinze passiert sind und auch ihre Gefühle dabei beschrieben werden, bleibt für mich alles irgendwie neutral und es wirkt alles etwas zu gewollt für mich. Gewollt obszön, gewollt dramatisch. Es wird jedoch schön beschrieben, wie es sich anfühlt, plötzlich in einem frenden Land zu sein, wo einen niemand kennt und man plötzlich aufgrund seiner Hautfarbe angestarrt wird.

Alles in allem kann ich das Buch also nicht empfehlen.
Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch, denn leider muss ich sagen, dass ich ziemlich enttäuscht bin.

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Zusätzliche Informationen

Chimamanda Ngozi Adichie wurde am 15. September 1977 in Enugu geboren.

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