Chimamanda Ngozi Adichie Blauer Hibiskus

(28)

Lovelybooks Bewertung

  • 38 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 7 Rezensionen
(12)
(10)
(6)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Blauer Hibiskus“ von Chimamanda Ngozi Adichie

Chimamanda Ngozi Adichies Debut - ein Meilenstein junger Weltliteratur: Jetzt als Fischer Taschenbuch! Das Haus von Kambilis Familie liegt inmitten von Hibiskus, Tempelbäumen und hohen Mauern, die Welt dahinter ist das von politischen Unruhen geprägte Nigeria. Mit sanfter, eindringlicher Stimme erzählt die 15jährige Kambili von dem Jahr, in dem ihr Land im Terror versank, ihre Familie auseinanderfiel und ihre Kindheit zuende ging. Der erste vielgelobte Roman Adichies, verzweifelt schön und ganz gegenwartsnah.

Ruhig & unaufgeregt, dennoch sehr eindringlich & authentisch, erzählt die Protagonistin von Spannungen innerhalb der Familie und des Landes.

— alicepleasance

Sehr eindringliche und auch traurige Geschichte, dennoch bin ich froh, dass Kambili zum Schluss ihre Stimme wiedergefunden hat.

— Hopeandlive

Stöbern in Romane

Mein Leben als Hoffnungsträger

Anfangs eine leicht zu lesen wirkende Geschichte, entfaltet sie ihre Vielfalt und Tiefgründigkeit im Lauf des Buches

Buchraettin

Die Schatten von Ashdown House

Spannung gepaart mit Mystik = Lesegenuß pur

katikatharinenhof

Der verbotene Liebesbrief

Der etwas andere Roman von Lucinda Riley, aber mindestens genauso gut wie all ihre anderen Geschichten. ♥

BooksAndFilmsByPatch

Liebwies

Interessant, unterhaltsam und sarkastisch - die Schickeria der 20er und 30er Jahre in der österreichischen Kulturszene.

thelauraverse

Karolinas Töchter

Ein jüdisches Schicksal, das zu Herzen geht. Ein wertvoller Roman, von dem es ruhig mehr geben könnte

fredhel

Herrn Haiduks Laden der Wünsche

Das wahre Glück ist näher als man denkt

Jonas1704

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Bewegender Roman um die Krisen einer Familie in einer krisenbehafteten Welt

    Blauer Hibiskus

    Luthien_Tinuviel

    14. November 2017 um 18:37

    In drei Worten: bewegend, realistisch, genial.Chimamanda Ngozi Adichi ist mit "Blauer Hibiskus" ein sehr gelungenes Roman-Debüt gelungen, wie nicht nur die Buchpreisrenommierungen zeigen.Zum Inhalt:Kambichi ist die 15-jährige Tochter einer wohlhabenden, streng katholischen nigerianischen Familie. In Zeiten politischer Unruhen und Umstürze erzählt sie, wie ihre Familie nach und nach auseinander fiel durch persönliche Zerwürfnisse und wie sie selbst sich in dieser Zeit gewandelt hat.Vom Prolog an bewegt der Roman durch seine eindrücklichen Bilder von Kambichis Gefühlswelt und ihrem inneren Zerwürfnis zwischen Liebe zu ihrem  Vater und ihrer Offenheit für neue Gedanken.Der Roman liest sich wie eine Autobiografie, auch wenn Kambichi und ihre Familie (wohl) Fiktion sind.Man fühlt und leidet mit Kambichi mit, auch wenn gleichzeitig durch den ruhigen Schreibstil nie der Spannungsbogen überzogen wird.Ein sehr bewegender Roman für alle, die ein wenig in einen anderen Kulturkreis hineinschnuppern und die Dramen der nigerianischen Gesellschaft erfahren möchten.

    Mehr
  • Blauer Hibiskus | Rezension vivreavecdeslivres

    Blauer Hibiskus

    vivreavecdeslivres

    06. March 2017 um 20:58

    Dies ist Chimamanda Ngozi Adichie hochgelobtes Debut, welches von Nigeria, ihrem Heimatsland erzählt, und dies in der Stimme von Kambili. Kambili hat einen Plan für jeden Tag, der vor allem aus Lernen bestand. Kambili hat einen Plan für's Leben - er besteht aus 'Religion', 'Erfolg' und 'Lernen'. Kambili meint, dies sei ihr Plan. Auch wenn sie diesen regelmässig von ihrem Vater ausgehändigt bekommt. Sie erspäht darin auch ein erfülltes Leben, ihr erfülltes Leben.Dies hinterfragt sie nicht. Sie nimmt es einfach an. Es ist ihr egal, dass es sich nur minimal von dem Leben vieler anderen unterscheidet und nicht individuell ist. Es ist ihr egal, dass es sie nur augenscheinlich ausfüllt. Denn es ist ihr so wichtig, ihren Vater stolz zu machen, einmal in sein liebevolles, liebendes Gesicht zu blicken, als einen erzürnten, boshaften Ausdruck darauf zu erkennen. Doch diesen zweiten nimmt sie für den ersten in Kauf. Und so beginnt der Teufelskreis einer Familie, deren Familienvater alle bestimmt und in der niemand sich eine Freiheit nimmt, um zu reden, um zu hinterfragen, um zu lachen oder um seinem Herz zu folgen.Bis sie ihre Tante näher kennenlernt, ihre Cousinen und Cousins und deren Leben. Welches so froh, so bunt, so farbig ist. Ein Leben, in dem man nicht mit Ästen aus dem Garten geschlagen wird, wenn man nur die Zweitbeste der Klasse war. Nein, vielmehr ein Leben, in dem man laut auflachen kann, in welchem man sich finden und manchmal auch  verlieren darf. Kambili und ihr Bruder Jaja finden dort eine Art von Leben, die sie näher auskundschaften wollen. Und dann folgen Schicksalsschläge auf Schicksalsschläge.Doch trotzdem ist alles ganz real. Es hört sich, so zusammengefasst, fast wie nach einem Märchen an. Genauso wie die Beschreibungen nigerianischer Landschaften und Märkte, Gerüche, Essen, Gespräche. Chimamanda Ngozi Adichie hat einen Roman erschaffen, der sich leicht lesen lässt, und der einem doch so viel Lebensfreude und Lebenserfahrung vermittelt und für so viel steht. Man kann von dem Buch lernen, ohne dass man sich belehren lässt. Und genau das gefällt mir an Chimamanda Ngozi Adichies Büchern und an ihrem Schreibstil. Ja, sie sind feministisch, und zwar wirklich mit Abstand die feministischsten Bücher, die ich je gelesen haben. Aber eben kein Lehrbuchfeminismus, welcher oft komplett missbräuchlich die Botschaft rüberbringt - oder gerade eben nichtDie Charaktere, die sie erschaffen hat, sind einzigartig und vielschichtig. Wahnsinnig viele wachsen uns als Leser ans Herz, auch wenn sie naiv oder nicht sehr mutig sind. Sie sind alle so authentisch. Die Zeit schrieb über den Roman und die Autorin: 'Solange solche Romane erscheinen, ist das Leben für die Literatur nicht verloren.' Auch  wenn das zutiefst war ist, müsste man es umkehren. '...Literatur für's Leben' ist dieses Werk nämlich. Eindringlich, unvergesslich und in manchen Fällen vielleicht lebenverändernd. Und für jeden anders.  Es ist ein persönliches Erlebnis mit dem Buch, und eine solche Intimität hat noch selten eine Autorin in einem Buch für mich, mit einem Buch und mir, erschaffen.  www.wonderful-ne-books.blogspot.de

    Mehr
  • Rezension zu "Blauer Hibiskus" von Chimamanda Ngozi Adichie

    Blauer Hibiskus

    Aldawen

    07. August 2010 um 20:47

    Kambili und ihr älterer Bruder Jaja führen ein privilegiertes Leben in Nigeria, betrachtet man die materiellen Lebensumstände. Die Familie ist gut situiert, obwohl der Vater selbst aus einfachsten Verhältnissen kommt und sich mit Hilfe der Missionare Bildung als Sprungbrett für seinen ökonomischen Erfolg angeeignet hat, er besitzt inzwischen mehrere Fabriken und eine Zeitung. Daraus ist nicht nur eine bedingungslose, ja schon geradezu fanatische Hingabe an die Religion und ihre (tatsächlichen oder vermeintlichen, keine Ahnung, ich bin nicht katholisch) Regeln geworden, sondern auch ein unmenschlisches Anspruchsdenken an die Familie, vor allem die Kinder. Diese müssen immer als Klassenbeste nach Hause kommen, der zweite Platz wird schon bestraft. Das gilt auch für alles, was der Vater als Sünde betrachtet, und die Strafen sind durchaus körperlich schmerzhaft (von extremen Prügeln bis zu Verbrühungen). Die Kinder haben detaillierte Tagespläne mit „Lernzeit“ und „Familienzeit“ (in der aber natürlich nicht z. B. Ferngesehen, sondern Zeitung gelesen wird, höchstens mal ein Schachspiel mit dem Vater ist drin). Kein Wunder, daß in dem Haus auch nicht gelacht wird. Daher sind Jaja und Kambili natürlich höchst irritiert, als sie für eine Woche ihre Tante Ifeoma und deren drei Kinder besuchen, wo das Leben miteinander ein ganz anderes ist – inklusive diskutieren, lachen und singen. Auch der Großvater, der sich noch an die alten Igbo-Götter hält und Traditionen beachtet, wird ernstgenommen und geliebt. Jaja findet sich damit zwar schneller zurecht als Kambili, aber bei beiden wird innerer Prozeß angestoßen, der die einfache Rückkehr zum status quo ante bei der Heimkehr unmöglich macht. Vor allem liegt hier eine traurige Familiengeschichte vor, denn das Verhalten des Vaters ist in keinster Weise entschuldbar. Es ist zwar durchaus so, daß er seine Kinder auf eine gewisse Art liebt, aber eben nur, wenn sie seinem übersteigerten Ansprüchen an gottgefälliges Verhalten entsprechen. Die Mutter hat mehrere Fehlgeburten, es ist offensichtlich, daß diese (wenn nicht alle, so doch zum Teil) durch den prügelnden Vater verursacht sind, Holztische gehören nun mal nicht auf Menschen zerschlagen. Was den Charakter schwierig macht: Als Verleger beweist er dabei Zivilcourage. Er schützt seinen Chefredakteur, läßt diesen nach der Beseitigung der Zivilregierung durch Militärputsch kritische Leitartikel und für das Regime gefährliche Reportagen veröffentlichen und setzt viel Geld und Kontakte ein, ihn aus dem Gefängnis zu holen. Auch ist er seinen Angestellten gegenüber (finanziell) großzügig und unterstützt viele Sozialeinrichtungen. Die dadurch erzielten Sympathiepunkte wiegen aber sein Verhalten seiner Familie gegenüber nicht auf. Das Ende der Geschichte, soweit es die Familie betrifft, fand ich konsequent, anders hätte es mich auch irritiert. Sprachlich fand ich es passend umgesetzt. Kambili erzählt selbst, und auf Grund ihrer ganzen Erziehung, die sie sehr wortkarg und schüchtern gemacht hat, wird nicht mehr gesagt als unbedingt notwendig. Vieles bleibt daher nur angedeutet, wodurch aber der Kontrast zu den späteren Stellen, an denen sie anfängt Gefühle zu haben und zu zeigen, besonders deutlich wird. Am meisten hat mich „gestört“, daß mir insgesamt entschieden zu wenig Nigeria darin vorkam, es hätte in dieser Form auch an nahezu jedem anderen Ort der Welt spielen können. Die Familie hätte sich dann eben nicht von jollof, fufu und garri ernährt, sondern von anderen Dingen und statt Igbo hätte man eine andere Sprache gesprochen. So bleibt es im wesentlichen eine teils erschreckende Charakterstudie, aber nicht wesentlich mehr. Da hat mir ihr zweiter Roman "Die Hälfte des Himmels" deutlich besser gefallen.

    Mehr
  • Rezension zu "Blauer Hibiskus" von Chimamanda Ngozi Adichie

    Blauer Hibiskus

    Abunwasi

    30. July 2007 um 11:59

    Ein jugendliches Mädchen aus der nigerianischen Oberschicht befreit sich innerlich - mit Hilfe der armen, aber herzlichen Familie ihrer Tante - nach und nach aus der beengenden Welt ihres liebenden, engagierten, aber auch tyrannischen und gewalttätigen Vaters. Dabei hilft ihr auch ein junger katholischer Priester, der mit seinem männlichen, oft schweißbedeckten Traumkörper und seiner menschlichen Wärme die Hormone der 15Jährigen in Wallung bringt. Am Ende wird es reichlich melodramatisch, schmerzliche Trennungen, Giftmord und Opfertum inbegriffen, aber natürlich nicht ohne einen vagen optimistischen Ausblick. Und auch die Liebhaber exotischer Speisen und sonstiger Realien kommen - wie bei solchen Etnhic Novels üblich - voll auf ihre Kosten. Durch die sehr subjektive und intime Perspektivik, die handwerklich solide Handlungsführung und die zumindest teilweise wirklich interessante Firgurenzeichnung ist der Roman eine lohnende Lektüre. Auch wenn die Gegenüberstellungen teilweise etwas zu schematisch, die Ereignisse etwas überspitzt und die Sprache ein wenig schwülstig wirken. Geschenkt, immerhin handelt es sich um ein Debüt. Ich bin sehr gespannt auf Die Hälfte der Sonne, das ich mir schon bereitgelegt habe.

    Mehr
  • Rezension zu "Blauer Hibiskus" von Chimamanda Ngozi Adichie

    Blauer Hibiskus

    krimtango

    28. May 2007 um 13:30

    Das Buch stand 2006 auf der Ausswahlliste für den LiBeraturpreis.

  • Rezension zu "Blauer Hibiskus" von Chimamanda Ngozi Adichie

    Blauer Hibiskus

    miko

    10. May 2007 um 17:58

    Meine literarische Entdeckung dieses Jahr! Dem schmalzigen Titel zum Trotz ein klischeefreies, genau beobachtetes Porträt einer neurotischen Familie und vor allem das einer Vaterfigur, bei deren Schilderung der Leser zwischen Bewunderung, Mitleid und Grauen alles Denkbare empfindet. Erstaunlich distanziert geschrieben von einer kaum 20-jährigen Nigerianerin und für ein Erstlingswerk erstaunlich reif. Kein Wunder, dass sie als eine der großen Hoffnungen in der englischsprachigen Literatur gehandelt wird. Inzwischen gibt es einen neuen Roman von Chimamanda Ngozi Adichie, "Die Hälfte der Sonne", der schon auf meiner Merkliste steht.

    Mehr
  • Rezension zu "Blauer Hibiskus" von Chimamanda Ngozi Adichie

    Blauer Hibiskus

    Liisa

    05. May 2007 um 03:43

    Nach einigen kleineren Veröffentlichungen wie Gedichten und Kurzgeschichten, war »Blauer Hibiskus« der Debütroman der 1977 in Nigeria geborenen Chimamanda Ngozi Adichie. Mit ihr ist eine weitere literarische Stimme aus Nigeria auf die Weltbühne der Literatur getreten. Der Zufall wollte es, daß ihre Familie im selben Haus auf dem Universitätsgelände wohnte, in dem Jahrzehnte früher der wohl berühmteste nigerianische Schriftsteller Chinua Achebe lebte und vielleicht hat auch das Chimamanda Ngozi Adichie angespornt und ermutigt sich der Schriftstellerei zuzuwenden. In »Blauer Hibiskus« erzählt die 15jährige Kambili wie ihre »heile Welt« und Kindheit ein Ende fanden. Ihr Vater ist einer der angesehensten Männer bei den Igbo (auch bekannt als Ibo) und unterstützt die Opposition mit Geld. Er ist als Junge auf eine Missionsschule gegangen und vertritt und lebt einen strengen, man kann sagen fanatischen Katholizismus. Um diese Form des Katholizismus auch in der eigenen Familie durchzusetzen greift er zu drastischen Methoden, die letztlich in Gewalttaten gegen Frau und Kinder umschlagen. Dabei ist er sich keiner Schuld bewusst, weil er glaubt, auf diese Weise seine Familie vor der Hölle zu retten. Das rechtfertigt aus seiner Sicht offenbar alles. Für seine Frau und Kinder wird das Leben so aber schon hier auf Erden zu einer Art Hölle. Seine Schwester versucht wenigstens Kambili und ihren etwas älteren Bruder Jaja aus dem Einflussbereich des Vaters herauszuholen. Doch die politischen Spannungen in Nigeria nehmen immer weiter zu und die Situation in Kambilis Familie endet in einer Tragödie. »Blauer Hibiskus« ist ein beeindruckendes literarisches Debüt und Chimamanda Ngozi Adichie eröffnet den Lesern eine weitere Möglichkeit über die Literatur einen Blick auf Nigeria, seine Geschichte und Menschen zu werfen. Die Geschichte entwickelt sich langsam und ruhig, entwickelt aber ihren eigenen Sog und zeigt in welchen Spannungsfeldern die Nigerianer leben. Ein neue literarische Stimme aus Afrika, die man im Auge behalten sollte. Im Februar ist gerade ihr zweiter Roman in deutscher Übersetzung »Die Hälfte der Sonne« im Luchterhand Literaturverlag erschienen.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks