China Miéville

 4.1 Sterne bei 255 Bewertungen
Autor von Un Lon Dun, Das Gleismeer und weiteren Büchern.

Lebenslauf von China Miéville

China Tom Miéville

Alle Bücher von China Miéville

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Un Lon Dun

Un Lon Dun

 (25)
Erschienen am 12.02.2008
Das Gleismeer

Das Gleismeer

 (20)
Erschienen am 12.01.2015
Perdido Street Station / Die Falter

Perdido Street Station / Die Falter

 (20)
Erschienen am 07.07.2004
Perdido Street Station: Roman

Perdido Street Station: Roman

 (17)
Erschienen am 10.03.2014
Die Stadt und die Stadt

Die Stadt und die Stadt

 (16)
Erschienen am 01.08.2010
König Ratte

König Ratte

 (17)
Erschienen am 17.12.2002
Der Krake

Der Krake

 (15)
Erschienen am 01.01.2011
Der eiserne Rat

Der eiserne Rat

 (14)
Erschienen am 22.11.2005

Neue Rezensionen zu China Miéville

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Rezension zu "Perdido Street Station: Roman" von China Miéville

Steampunk-Horror-Politthriller
Nosferatuvor 2 Monaten

Ein Lieblingsbuch, wenn man es aushält, dass es alle Genre sprengt. Ein sprachlicher Genuss, wenn man richtig gut Englisch kann - allerdings kenne ich Anglistikstudenten, die es dann doch lieber auf deutsch gelesen haben.

Der Autor China Mieville ist ein linkspolitisch engagierter Gothic, der in Ägypten gelebt hat und einen Doktorgrad in Politologie hat. Er ist Fan von Fantasy-Rollenspielen und den Weird Tales. Perdido Street Station ist der erste Teil einer Trilogie, die in einer Welt spielt, die Steampunk und Horrorfantasy vereint mit einer Art bitterbösen Satire heutiger Politik und Wissenschaft. Dabei ersinnt er viele neuartige Spezies, experimentelle Lebensentwürfe und ... Worte. Mievielle spielt derart mit Sprache, dass ich froh war, das Buch auch auf deutsch gelesen zu haben, um überhaupt alles mitbekommen zu haben.

Es ist kaum möglich, den Inhalt anzureißen. Entweder würde ich zu viel oder zu wenig erzählen. Daher belasse ich es bei dem Hinweis, dass es Mieville in diesem - wie in allen anderen Büchern, die ich von ihm gelesen habe - gelingt, wunderbar vielschichtige Antihelden zu entwickeln, die wie in einer antiken Tragödie nolens volens ein Chaos entfesseln, in dem Mieville dann die oben beschriebenen kaum zusammenpassenden wollenden Zutaten virtuos dirigiert. Wer sich von dieser Rezension nicht abschrecken lässt, wird um die Perdido Street Station herum eine neue Welt entdecken. Viel Spaß dabei!

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Rezension zu "Dieser Volkszähler" von China Miéville

Ein bisschen anstrengend
anderfeldtvor einem Jahr

(beinahe) Spoiler-frei!

"Dieser Volkszähler" von China Miéville ist ein kurzer Roman. Er spielt in einer rätselhaften, dystopischen Zukunft, in der die Menschen nur noch wenig Technologie zu benutzen scheinen.

Protagonist der Geschichte ist ein Junge, der Sohn eines "Schlüsselmachers", der mit seinen Eltern in der Nähe des "Brückendorfs" in den Bergen lebt.

Die Schlüssel, die der Vater für seine Auftraggeber anfertigt, scheinen eher magischer Natur zu sein. Man kann mit ihnen Dinge tun.
Manchmal tötet der Vater auch Lebewesen  – oder sogar Menschen? – und wirft sie in ein Loch.

Der Junge verdächtigt seinen Vater, ein besonders schlimmes Verbrechen begangen zu haben und läuft weg.

Mehr möchte ich nicht verraten.

Die Erzählperspektive ändert sich immer wieder und auch die zeitlichen Ebenen ändern sich immer wieder. Mal berichtet der Erzähler rückblickend über Ereignisse aus seiner Kindheit, dann ist er wieder mitten drin.

Vieles wird nur angedeutet bei dieser Geschichte – warum diese Welt so ist, was der Vater wirklich macht, was er getan hat …

Ich habe nichts dagegen, im Unklaren gelassen zu werden, aber im Fall dieses Romans ist es dem Autor trotz vieler interessanter Gedanken nicht gelungen, mich richtig in die Geschichte "hineinzuziehen".
Die Ansätze blieben für mich "Ansätze", die bis zum Ende darauf warteten, mit einer spannenden Geschichte gefüllt zu werden.

Naja, vielleicht ist der nächste Roman wieder mehr nach meinem Geschmack.

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Rezension zu "The City & The City" von China Miéville

Für mich Mievielles bestes Werk
Sakukovor 2 Jahren

Polizei-Krimi trifft auf Urban Fantasy und weird Fiction.

Besel ist eine seltsame Stadt, die mit ihrem "Nachbarn" Ul Qoma geographisch einen Ort teilt. Unterschieden werden die Gebiete durch architektonische Besonderheiten, Farben, Kleidung, die komplette Gestik der Bewohner. Alle Dinge und Menschen nicht in der eigenen Stadt müssen rigoros übersehen werden, sonst läuft man Gefahr Breach auf sich zu ziehen, eine geheimnisvolle, übernatürliche Behörde, die dafür sorgt, das die Trennung der beiden Städte mit allen Mitteln gewahrt bleibt.
In dieser Umgebung ermittelt Tyador Borlú von der Beseler Polizei in dem Mord einer jungen Frau, die halbherzig versteckt neben einem Skatepark abgelegt wird. Schnell stellt sich heraus, dass es eine Bewohnerin aus Ul Qoma ist und somit eigentlich ein Fall für Breach sein sollte.
Allerdings glaubte die Ermordete an eine legendäre dritte Stadt zwischen den 2 Städten, eigentlich ein Kindermärchen und einige Extremistengruppen waren ihr deswegen nicht wohlgesonnen.

Dieses Buch macht wieder einmal das, was Mieville am besten kann: Eine komplexe, seltsame, aber gleichzeitig extrem glaubwürdige, realistisch wirkende Welt erschaffen. Nur ist es diesmal keine eigenständige Welt, die überlappenden Städte liegen irgendwo in Ost-Europa und sind in unsere moderne Welt eingebunden.

Ich fand dieses Buch eines der besten Werke des Autors. Er gibt dem Leser keine Einführung, man muss sich selbst in der seltsamen, ungewohnten Welt zurecht finden. Dabei lässt er einen gerade solange im Dunkeln tappen, bis die Neugierde übermächtig wird, um gleich darauf genau so viele Informationen preis zu geben, dass  man noch verwirrter ist als vorher. Das ist zugegebenerweise nicht jedermanns Sache, aber die Spannung bleibt so definitiv immer ganz weit oben und das entdecken und verstehen der neuen Welt ist für mich immer eins der Hauptattraktionen von Mievilles Büchern.

Der Krimi an sich ist sehr intrikat und komplex gestaltet. Es gibt viele Charaktere, die beteiligt sind, Helfer, Zeugen, Gegenspieler, Mitglieder der anderen Polizei. Alleine durch die ungewöhnlichen politischen und logistischen Zustände kommt schon neues Leben in das Krimi-Genre.
Hinzu kommt, das Mieville sehr mit den Erwartungshaltungen der Genres spielt und am Ende einige wirklich unerwartete Twists und Turns auf einen zukommen.

Außerdem ist die Sprache des Autors wie immer großartig: mit seiner akkuraten, hoch-leveligen und klaren Sprache ist das Buch eindeutig nichts für englisch-Anfänger.

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Zusätzliche Informationen

China Miéville wurde am 05. September 1972 in Norwich (Großbritannien) geboren.

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von 12 Lesern aktuell gelesen

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