China Miéville Das Gleismeer

(18)

Lovelybooks Bewertung

  • 17 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 10 Rezensionen
(8)
(7)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Gleismeer“ von China Miéville

Willkommen an Bord
Sham lebt in einer Welt, in der das freie Land zwischen den Städten eine gefährliche Wildnis ist. Nur die Züge verkehren auf einem dynamischen und sich ständig verändernden Schienennetz zwischen den Siedlungen. Als Sham auf einem der Züge, dem Medes, anheuert, beginnt das Abenteuer seines Lebens. Denn die Medes-Crew hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wesen zu jagen, die die Natur zu einer tödlichen Gefahr machen: Nager und Kleintiere von monsterartiger Größe. Sham ahnt nicht, auf was er sich einlässt …

Was für geniales und unglaubliches Abenteuer! Eine grandiose Welt, tolle Charaktere und ein ungewöhnlicher und begeisternder Stil! - HAMMER!

— Tatsu

Kreativ, originell und trotzdem/deshalb (?!) eine traditionelle, spannende Seefahrer-Abenteuergeschichte... mit MAULWÜRFEN...

— Stryke83

Ein außergewöhnliches Buch mit interessanter Story, das neben einigen Stärken aber auch Schwächen hat.

— -nicole-

Im Gleismeer unterwegs, war eine echte Erfahrung, eine tolle Geschichte!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Braucht ein bisschen, um in Schwung zu kommen, war dann aber sehr spannend und vor allem ungewöhnlich geschrieben.

— LunasLeseecke

Wer außerhalb der Städte im freien herumläuft, ist in großer Gefahr. Denn das Land, durchzogen von einem riesigen Gleisnetz, ist ...

— Splashbooks

Entführt in eine ganz neue Welt. Wirklich grandios!

— Annabel

Super! China Miéville ist wieder in Hochform (wie bei der "Bas Lag"-Trilogie). Spannend und voller Ideen.

— anderfeldt

Stöbern in Fantasy

Blutsbande

Starker Auftakt einer neuen High-Fantasy Reihe mit gut geschriebenen Kämpfen

AdamBlue

Amour Fantastique. Hüterin der Zeilen

Die Geschichte ist poetisch, sanft und zugleich spannend. Meiner Meinung nach sollte man das eBook um Lily und Frédéric unbedingt lesen.

NickyMohini

Tochter des dunklen Waldes

Wunderschön geschrieben, märchenhaft und magisch

SillyT

Karma Girl

Superhelden, Liebe, Geheimnisse. Was soll man mehr?

OneRedRose20

Die Hexe von Maine

Viel Magie und Hexerei, etwas Spannung und leider noch zu wenig Shifter Cops

kabig

Lord of Shadows - Die dunklen Mächte

Wieder einmal mehr hat Cassandra Clare mich nach Hause gebacht. Es ist grandios!!!

Bookalicious8

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine abenteuerliche Reise durch das geheimnisvolle Gleismeer

    Das Gleismeer

    -nicole-

    17. June 2016 um 17:48

    Das geheimnisvolle Meer der Schienen... Das Gleismeer ist eine von Schienen durchzogene Weite, das die weit voneinander entfernten Städte miteinander verbindet. Doch in dieser Leere existiert nicht nur das sich ständig verändernde Schienennetz, sondern auch riesige Kreaturen, die das Gleismeer zu einer lebensgefährlichen Zone gemacht haben. Nur die Züge durchqueren regelmäßig die gefährliche Wildnis. So auch die Medes, auf der der junge Sham anheuert. Die Medes-Crew macht überwiegend Jagd auf Riesenmaulwürfe, die sogenannten Moldywarps. Sham, der als Gehilfe des Arztes mitreist, ahnt noch nicht, was ihn auf dieser Fahrt alles erwarten wird. Als der Zug schließlich auf ein altes Wrack stößt und Sham sich in einem umgestoßenen Waggon umschauen soll, macht er eine interessante Entdeckung: Ein Gegenstand, der ein besonderes Geheimnis enthält. Sham lässt das schier Unglaubliche nicht mehr los und forscht nach. Ein Abenteuer mit ungewissen Ausgang wartet auf ihn..."Verkrüppeltes Strauchwerk, schwarz wie Eisen, flog vorüber, wie auch echter Eisenschrott aus versunkener alter Zeit. Über dieses Panorama, soweit das Auge reichte, zog sich ein fantastisches, schier endloses Geflecht aus Schienensträngen. Das Gleismeer." - Seite 15, eBookChina Miéville hat hier einen außergewöhnlichen Roman mit einem sehr speziellen Schauplatz geschaffen: Eine von tausenden Schienen durchzogene Weite, in deren Erde unheimliche Gefahren lauern - Das Gleismeer. Auch in diesem Buch hat der Autor wieder seinen ganz eigenen, speziellen Schreibstil angewandt: So muss man sich erst daran gewöhnen, das im gesamten Buch für das Wort "und" nur das Zeichen "&" verwendet wird. (Dieses wird interessanterweise in Kapitel 33 auch angesprochen). Anfangs weiß man nicht wohin die Geschichte eigentlich führt, doch dieses kristallisiert sich nach und nach ein wenig heraus. Besonders Shams Entdeckung auf dem Wrack gibt der Geschichte nochmal eine ganz interessante Wendung. Sehr erwähnenswert ist auch das Cover, das mit seiner tollen Gestaltung sofort ins Auge springt und perfekt zum Buch passt.Mein Fazit: Ein außergewöhnliches Buch, dass so seine Stärken und Schwächen hat. Beeindruckend ist, was für eine skurrile Welt der Autor hier geschaffen hat. Nachdem man sich an den sehr speziellen Schreibstil gewöhnt hat, liest sich die Geschichte ganz gut, manchmal sind allerdings bestimmte Namen und Fachausdrücke etwas verwirrend. Nachdem das erste Drittel etwas beschwerlich ist, nimmt die Story danach zwar etwas an Fahrt auf, doch leider bleibt sie etwas wirr. Auch wenn die Geschichte ist eine gute Mischung aus Science-Fiction, Fantasy und Steampunk enthält, hat mir eine klare Linie gefehlt. Gut, aber nicht ganz so stark wie andere Werke von ihm.

    Mehr
  • Ungewöhnliche Fantasy - eine bereichernde Leseerfahrung

    Das Gleismeer

    Sandra1978

    07. June 2016 um 17:05

    Rezension: „Das Gleismeer“ von China Mièvielle Inhalt: Ein ungewöhnlicher Roman,  mit einem Thema, das es so noch nicht gab: Eine Art postapokalyptische Welt. Die Welt der Menschen besteht aus Zügen: Quasi die gesamte Erdoberfläche ist mit Gleisen überzogen, und die Berufe haben sich zum großen Teil so entwickelt, dass sie auf fahrenden Zügen ausgeführt werden können – sei es Jäger, Pirat, Militär, Artefaktesammler, Arzt oder anderes. Außerhalb davon leben die Menschen in Refugien zwischen den Gleisen, die Inseln bilden, denn direkt auf der Erdoberfläche ist es nicht sicher: Riesenhafte, mutierte Tiere aller Art – seien es flugzeuggroße Maulwürfe, armlange Würmer oder kopfgroße Käfer – mit Appetit auf Menschenfleisch leben unter der Erde und in Tunneln, um jeden Mensch, der aus Versehen einen Fuß auf die blanke Erde zwischen den Gleisen oder Inseln setzt, binnen Minuten zu verschlingen. In dieser Welt lebt Sham – ein Jugendlicher, der bei Verwandten aufwächst, da er seine Eltern verloren hat, und nichts lieber täte, als Artefakter zu werden – Entdecken, sammeln, studieren und reparieren alter herumliegender Artefakte aus vorhergehenden Epochen, die zwischen den Gleisen und in alten Zugwracks noch zuhauf zu finden sind. Doch seine Verwandten stecken Ihnen in einen Zug der Maulwurfjäger, um dort Gehilfe des Zugarztes zu werden. Mehr schlecht als recht kämpft sich Sham durch unter seinen spottenden Kameraden und einer Kapitänin, die nichts anderes im Sinn zu haben scheint, als ihre persönliche Nemesis, den Monstermaulwurf Moldywarp zu fangen. Doch als Sham in einem Zugwrack eine Speicherkarte entdeckt und durch Zufall die Bilder darauf sieht, entdeckt er das Unfassbare: Ein einzelnes Gleis, das ins nirgendwo führt. Das undenkbare, nicht existierende Ende des Gleismeers. Fortan ist Sham von der Idee beseelt, den Bildern und der Geschichte, die Ihnen innewohnt, auf den Grund zu gehen, und beginnt seine abenteuerliche Reise erst richtig.   Beurteilung Wie ich eingangs sagte – ein sehr ungewöhnliches Buch in jeder Hinsicht. Postapokalyptischer Steampunk mit einer einmaligen Idee, verpackt in einen etwas seltsamen Schreibstil, an den man sich gewöhnen muss. Die herausragendsten Merkmale sind, dass der Autor jedes Mal statt dem Wort „und“ das Zeichen „&“ verwendet – am Anfang extrem nervig, bis man es irgendwann nicht mehr wahrnimmt, es wird übrigens auch im Buch direkt angesprochen. Der Autor ist hier der direkte Erzähler, aber auch das ist nur in den kurzen Switches zwischen den Handlungssträngen spürbar, in denen der Leser direkt angesprochen wird. Soviel zu den äußeren Umständen, an die man sich wie gesagt schnell gewöhnt. Die Story selbst nimmt einen recht unerwartet mit – mir ging es so, dass ich nach den ersten Seiten dachte „oh je, das wird anstrengend…“ und dann gemerkt habe, dass ich 200 Seiten weiter bin und das Buch nicht zur Seite legen kann. Sehr schnell schließt man den jungen Sham, die Hauptperson des Buchs, ins Herz, denn er ist ein typischer Halbwüchsiger, unschlüssig, neugierig, ungeduldig, wankelmütig, eben wie viele von uns in dem Alter, gleich der Lebensumstände. Die Welt, in der Sham lebt, ist faszinierend und extrem gut beschrieben, so dass man beim Lesen richtig Kopfkino bekommt. In jedem Kapitel entdeckt man neue Welten für sich. Bis zum Ende bleibt leider viel unerzählt und der Fantasie viel Spielraum, um sich den Rest auszumalen. Es scheint nicht unbedingt eine Fortsetzung geplant zu sein – was sehr schade ist, denn man fängt am Ende eigentlich gerade erst an, die Welt von Sham und seinen Freunden zu entdecken. Ein einzigartiger Roman, der einen um eine tolle Leseerfahrung bereichert.

    Mehr
  • Eine Reise durch eine andere Welt

    Das Gleismeer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. September 2015 um 16:06

    Ein gelungenes Cover, das mich gleich magisch angezogen hat, mit dem Zahnrad Flügel ein echter Hingucker. Dies war mein erstes Buch von Miéville und auch das erste aus dem Genre Steampunk. Ich kann euch schonmal so viel verraten: es hat mir richtig gut gefallen. Ich werde auch nicht zum letzten Mal ein Buch aus dem Genre lesen. Besonders gut hat mir die Aufmachung der Kapitel gefallen, jedes Kapitel beginnt mit einer Zeichnung von einer "Kreatur" aus der Geschichte. So bekommt man gleich einen Einblick in diese Welt, die sich auf den Gleisen abspielt und auch darunter ;-) Das einzige was mir an dem Buch nicht gefallen hat war die Schriftart, sie war sehr klein, es gab kaum Absätze und die Seiten waren dadurch sehr voll bedruckt, ich habe lieber ein paar Seiten mehr und dann dafür einen Moment wo sich die Augen entspannen können. Deswegen war es schwierig, mal eben zwischendurch ein paar Seiten zu lesen. Der Schreibstil ist fließend, bildlich und sehr detailreich. Die Charaktere werden wunderbar ausführlich beschrieben sodass vor dem geistigen Auge erscheinen, aber auch die Ereignisse werden sehr ausführlich beschrieben, sodass man gleich das Gefühl hat auf der Jagd nach den Maulwürfen auf dem Zug Medes mit dabei zu sein. Eine sehr spannende Geschichte mit interessanten Protagonisten und verrückten Maulwurf-Kreaturen, die einen in den Bann zieht. Die riesigen Überkreuzungen der Schienen die sich durch das Land ziehen und dann aussehen wie das Gleismeer haben es mir wirklich angetan obwohl überhaupt kein Fan von Zügen bin hat mich dieses Buch trotzdem überzeugt und gut unterhalten. Fazit: Eine tolle Geschichte, die hier und da ein paar kleine Schwächen hat, mich jedoch gut unterhalten hat. Es war spannend Sham auf seiner Reise zu folgen.

    Mehr
  • In den Wirren des Gleismeers

    Das Gleismeer

    LunasLeseecke

    07. June 2015 um 20:33

    Klappentext Willkommen an Bord Sham lebt in einer Welt, in der das freie Land zwischen den Städten eine gefährliche Wildnis ist. Nur die Züge verkehren auf einem dynamischen und sich ständig verändernden Schienennetz zwischen den Siedlungen. Als Sham auf einem der Züge, dem Medes, anheuert, beginnt das Abenteuer seines Lebens. Denn die Medes-Crew hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Wesen zu jagen, die die Natur zu einer tödlichen Gefahr machen: Nager und Kleintiere von monsterartiger Größe. Sham ahnt nicht, auf was er sich einlässt … Cover Das Cover des Buches gefällt mir gut. Es ist schön schlicht, großer Titel, & der mechanische Flügel gefällt mir sehr gut. Ich musste im ersten Moment etwas mehr an Steampunk denken, aber zu der Welt des Gleismeers passt es auch sehr gut. Über das Buch Sham ap Soorap heuert als Famulus des Schiffarztes auf der Medes an, einem Zug, der als Maulwurffänger durch das Gleismeer fährt. Der Kapitän des Schiffes verfolgt eine Philosophie, einen zahnfarbenen Maulwurf von ungeheurer Größe. Als sie auf ihrer Reise einen havarierten Zug untersuchen finden sie etwas, das vor allem Sham in eine neue Richtung lenkt. Die Geschichte wird aus der Perspektive eines Erzählers berichtet & verfolgt hauptsächlich Sham. Besonders ab der Hälfte des Buches schwenkt die Geschichte zwischen verschiedenen Perspektiven hin & her. Zwischen der eigentlichen Geschichte gibt es immer wieder kurze, relativ sachliche Abschnitte, die einen Einblick in die Welt des Gleismeers geben. Das Gleismeer an sich ist ein ziemlich interessantes Szenario für eine Geschichte. Riesenhafte Tiere wie Maulwürfe, die auch vor der Jagd nach Menschen nicht zurück schrecken, vergifteter Boden & geheimnisvolle Engel, die das Schienennetz instand halten. Mir hat die Atmosphäre gefallen, die das Buch & die Beschreibungen der Welt erzeugt haben. Die Charaktere haben mir insgesamt auch sehr gefallen. Sie waren sehr unterschiedlich, und hatten ihre eigenen Macken. Der junge Sham war ein sympathischer kleiner Kauz, am Anfang etwas planlos, aber dann zunehmend mit einer Mission. Er war sehr loyal, meist clever, und manchmal auch ein bisschen naiv. Er wirkte sehr natürlich. Von den anderen Charakteren mochte ich vor allem Kapitän Naphi, sie war manisch, total eingenommen von ihrer Philosophie, & dabei doch irgendwie ein guter Mensch. Die Story an sich fand ich nicht schlecht. Allerdings fehlte mir in der ersten Hälfte des Buches ein bisschen der rote Faden. Man hatte überhaupt keine Ahnung, in welche Richtung sich das ganze entwickelt & das hat mich ein bisschen gestört. Ab der Hälfte ist der rote Faden dann da & man weiß endlich, worum es geht. Und dann wird es auch wesentlich spannender. Das Ende hat mir zwar gefallen, aber ein Teil davon fand ich irgendwie unbefriedigend, & mir hat ein bisschen was gefehlt. Fazit “Das Gleismeer“ ist ein ungewöhnlicher Roman der seine starken und schwachen Momente hatte. Die Charaktere haben mir gefallen, die Story braucht etwas, um in Gang zu kommen, war aber dennoch sehr angenehm und ungewöhnlich zu lesen, nicht zuletzt weil es kein „und“ gab.

    Mehr
  • Das Gleismeer, rezensiert von Götz Piesbergen

    Das Gleismeer

    Splashbooks

    14. May 2015 um 08:57

    Jeder kennt "Moby Dick". Die Geschichte von Herman Melville geschrieben, ist ein zeitloser Klassiker. Mit "Das Gleismeer" liefert China Mièville dem Roman eine Hommage. Der Autor wurde 1972 in Norwich, England geboren. Mit 18 Jahren lehrte er für ein Jahr Englisch in Ägypten, wo er ein Interesse an der arabische Kultur und Politik entwickelte. Er studierte soziale Anthropologie am Clare College in Cambridge und machte seinen Abschluss 1994. Einen Master und Doktortitel in International Realations machte er am London School of Economics. Als Autor hat er sich das Ziel gesetzt, in jedem Genre zu schreiben, was man auch an seinen Werken merkt. In Deutschland ist von ihm unter anderem "Perdido Street Station" erschienen. Eisenbahnschienen durchziehen eine fremde Welt. Auf ihnen fahren verschiedene Loks, die verschieden angetrieben werden. Ihre Besatzung ist oft lange Zeit von zu Hause weg. Gleichzeitig ist das Land zwischen den Städten von wilden Tieren bevölkert, wie riesigen Maulwürfen. Und diese werden von besonderen Kapitänen gejagt. Sham ist ein Waisenjunge, der eines Tages bei dem Kapitän Naphi anheuert. Sie ist besessen von der Jagd auf Mocker Jack, dem Riesenmaulwurf mit dem goldenen Fell. Dies ist ihr Daseinszweck, ihr "Komplex", wie es im Fachjargon ihrer Zunft heißt. Doch schon bald ist dies nur Nebensache, als es um die Frage geht, was jenseits der Gleise liegt. China Mièville schreibt mit "Das Gleismeer" eine Hommage an "Moby Dick". Doch wenn man jetzt anhand dieser Aussage meint, die Handlung vorhersagen zu können, der hat das Buch nicht gelesen. Denn der Autor überträgt nur einige Grundmerkmale der Vorlage in seine Geschichte. Und darum herum fabuliert er eine wunderbare Story, mit einer lebendigen Welt. Und das ist wortwörtlich zu nehmen. Immer wieder streut er Dinge ein, die diese Realität, in der der Roman stattfindet, ebenso bizarr wie auch bekannt vorkommen lässt. Zum Beispiel die Tatsache, dass statt einem ausgeschriebenen "und", immer wieder das "&"-Zeichen benutzt wird. Die Begründung, die er dafür liefert, leuchtet innerhalb der Weltlogik ein.Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21808/das_gleismeer

    Mehr
  • Steampunk meets Moby Dick

    Das Gleismeer

    ForeverAngel

    10. April 2015 um 14:57

    Das Gleismeer ist mein erster Roman von China Miéville, weshalb es sich bei mir nicht dem Vergleich mit seinen Perdidi Street Station - Büchern stellen muss, von denen ich hinterher erfahren habe. Die Geschichte siedelt sich im Steampunk Genre an, vermischt mit Fantastischem und Science Fiction. Es ist eine sehr bunte, sehr eigene Mischung, die sicherlich nicht jedermans Sache ist. Grob gesagt, ist es eine Geschichte um ein großes Abenteuer, um eine Monsterjagd. Das Buch beginnt mit einem Prolog, der mitten in der eigentlichen Geschichte einsetzt: eine Gruppe von blutüberströmten, singenden Jungen. Im Weiteren soll erzählt werden, wie es dazu kam. Ein klassisches Element, allerdings etwas anders verwendet, als ich es kenne. Es erinnert anfangs ein bisschen an einen Filmdirektor, der Anweisungen an seinen Kameramann weitergibt. Überhaupt ist der Schreibstil sehr eigen, sehr gewöhnungsbedürftig. Es ist nicht nur die lockere und erfinderische Sprache, sondern beispielsweise auch die Angewohnheit, statt "und" das kaufmännische "&" zu schreiben. Sieht seltsam aus und stört auf den ersten Seiten gehörig den Lesefluss, später habe ich mich ein wenig daran gewöhnt.  Die Geschichte selbst erinnert an einen modernen Moby Dick. Ich will nicht zu viel verraten, aber wer Shams Abenteuer ließt, wird die Gemeinsamkeiten erkennen. Besonders angetan hat es mir die Idee des Gleismeeres selbst. Statt aus Wasser besteht es aus Sand, und es wimmelt vor gefährlichen Kreaturen, die von Menschen wie Sham gejagt werde. Statt von Schiffen wird es von Zügen bereist, dessen Gleisnetz sich verändern kann. Wäre es nicht so anstrengend zu lesen gewesen, hätte ich es sicherlich in einer Nacht verschlungen, denn die Grundidee dieser zerstörten, bizarren Welt hat mich vollkommen überzeugt. Auch die Figuren und ihre Ausarbeitung gefallen mir, weil sie so komplex und dadurch echt erscheinen.

    Mehr
  • Gleismeer

    Das Gleismeer

    rallus

    08. April 2015 um 10:36

    Eine Unendlichkeit von glitzernden Schienen, so weit das Auge blicken kann sieht es ein Meer von - Gleisen. Ja richtig, Eisenbahngleise, nebeneinander, in Weichen vereint, in Kurven, Rundungen, durch Tunnel. So weit das Auge blicken kann, wie ein glitzerndes Meer breitet es sich aus. Aufgebaut, um den Menschen ein Fortkommen zu ermöglichen, denn die Erde ist feindlich. "Mir kommt es oft vor, meinte Sham, als wäre jedes Land im Gleismeer voll von Räubern & Mördern, Orten, die man meiden sollte, & reißenden Tieren. Jedenfalls ist es das, was man zu hören kriegt." Wer sich jetzt über das & als verbindendes Zeichen wundert, der wird sich bei der Lektüre des Romanes Gleismeer, vom Meister der Fantasy, Science Fiction, Steampunk & aller anderen Nebenrichtungen alles in einem Buch vereint, China Mieville, noch mehr wundern. Nein das "&" ist kein avantgardistisches Mittel, um das Buch interessanter zu machen, Mieville liefert eine sinnvolle Erklärung: "Welches Zeichen wäre besser geeignet, um das Gleismeer zu symbolisieren, welches die Ländert trennt & verbindet, als “&“ per se? Führt das Gleismeer uns nicht hier-& dort- & dahin & so weiter & so fort? & welchen Zweck verkörperte im schwungvollen Strich der Feder besser die mäanderte Fahrt der Züge als “&”" Am Ende des Weges kommt man eben nicht genau dahin zurück, wo man anfing. Sham heuert auf Medes, einem Maulwurfsfänger, an, der die Gleismeere durchkreuzt & die teils haushohen Moldywarps jagt, die neben dem Meer durch die Erde pflügen. Kapitänin Naphi, mit einem künstlichen Arm ausgestattet, jagt den großen Mocker Jack. Spätestens hier werden Paralellen zu dem großen Abenteuerroman von Melville klar, dessen Namen sich von Mieville nur in einem Buchstaben unterscheidet.  Doch diese postapokalyptische, exotische Steampunk Erzählung ist mehr als ein Abenteuerroman, in dem auch Stevensons Schatzinsel oder Defoes Crusoe ihre Würdigung erfahren, sie sprengt die Rahmenbedingungen & entzieht sich jeder Zuordnung, wie jedes Buch von Mieville. Im weiteren Verlauf des Buches entdeckt Sham noch seine Liebe zu den Artefaktensammlern, lernt ein Geschwisterpaar mit einer rätselhaften Vergangenheit kennen & muss sich nun entscheiden, was sein größtes Abenteuer werden soll. & das werden im Verlauf des Buches noch sehr viele - die Kreativität & die fantastischen Bilder von Mieville sind wie immer grenzenlos. Schön sind die Zwischenkapitel, in denen ein Erzähler die Figuren durcheinanderwirbelt & Erklärungen der Welt liefert, eine Welt die ihre Wurzeln fast vergessen hat. "Das größte aller Rätsel, Holz ist der Stoff, der Bäume zu Bäumen macht. Ist auch der Stoff, aus dem die Schwellen sind – die querliegenden Balken zwischen den Schienen der Gleismeergleise. Nun kann ein Ding von seinem Wesen her nicht zweierlei sein. Wie den Widerspruch erklären?" Die Sprache im Roman erreicht nicht die Dringlichkeit & die atmosphärische Brillanz seiner früheren Romane, aber er ist immer noch einer der interessantesten, kreativsten & fantastischsten Erzähler der jüngeren SF/Fantasy Autoren. Ein Buch das auch & insbesondere für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet ist.  

    Mehr
  • Steampunkig!

    Das Gleismeer

    Annabel

    25. March 2015 um 21:30

    Sham ap Soorap, kurz: Sham, arbeitet auf einem Maulwurfsjäger als Lehrling eines Chirurgs, erfüllt jedoch eher Aufgaben, die ihn wie ein Mädchen für alles erscheinen lassen. Unter anderem spielt er Bote, hilft an Deck aus und besudelt sich mit Blut und Eingeweiden übergroßer Maulwürfe. Jene Maulwürfe sind unter anderem auch der Grund, weshalb kein Mensch, der bei gesundem Verstand ist, den nackten Boden betreten will, denn diese Dinger sind nicht nur riesig, sie sind auch unglaublich angriffslustig. Allgemein leben in Sham's Welt durchaus uns bekannte Tiere, doch sind sie übergroß und wollen alles und jeden fressen, wenn es in ihre Nähe kommt. Eine kleine Ausnahme bildet da Flause, eine kleine Tagfledermaus, die Sham zugeflogen ist. Es gibt sogar eine Art "Erzähler", der den Leser durch das Abenteuer führt und hin und wieder die ganze Stimmung etwas auflockert, die einem doch eher angestrengt vorkommt. Und als Sham und die Mitglieder der Medes das Wrack eines verunglückten Zugs entdecken, bringen sie eine wahnsinnige Kettenreaktion in Gang. Das Gleismeer erinnert im Großen und Ganzen sehr an die Geschichte von Kapitän Ahab und Moby Dick, denn auch der Kapitän der Medes jagt seiner Philosophie, einem weißen (Eigentlich gelben, aber psst!) Moldywarp, also Riesenmaulwurf hinterher. Ich will dieses Buch keinesfalls als Kopie abstempeln, denn das ist es auch nicht. Es ist eher wie eine sehr aufregende, überzeugende und fantastische Steampunkversion von Moby Dick. Außerdem ist Sham ein ganz anderer Held. Eigentlich ist er kein Held, zumindest noch nicht zu Beginn des Buches. Er ist eher zurückhaltend, ein bisschen unscheinbar und eigentlich bemitleidenswert in seiner Rolle auf dem Maulwurfsjäger. Der Autor schafft eine vollkommen neue Welt, ohne dass man sich fremd in ihr fühlt und sich auf irgendeine Weise erst einfinden muss. Diese fantastische, steampunkige Welt heißt den Leser quasi willkommen und lässt ihn nicht mehr los. Die Stimmung des ganzen Buches ist eisig, kühl, schmutzig aber auch sehr spannend und die Charaktere, wenn ich persönlich auch nicht alle mochte, sind ein sehr charmanter Anteil der Geschichte und machen sie noch viel authentischer.  Ein wirklich grandioses Buch, dessen Autor eine Schreibweise beherrscht, bei der eindeutig Suchtgefahr besteht. Es war mein erstes Buch (soweit ich denken kann), das derart viele Steampunk-Anteile besitzt und ich hab definitiv Blut geleckt. Hoffentlich bekomme ich bald wieder ein Buch des Autors in die Hände.

    Mehr
  • Moby Dick of the Future

    Das Gleismeer

    Abholfach

    23. March 2015 um 11:24

    http://abholfach.blogspot.de/2015/03/moby-dick-of-future.html

  • Zugwelten

    Das Gleismeer

    Babscha

    10. March 2015 um 22:47

    Die Weiten des Gleismeers. Weltumspannend, aber trocken. Und voller Gleise, kreuz und quer, auf denen Züge jeder vorstellbaren Mach- und Antriebsart verkehren. Mit Menschen darin, ebenfalls von jeder nur denkbaren Couleur. Kaufleute, Militär, Piraten, Abenteurer. Und mitten in diesem Meer Inseln und Archipele, auf denen sich die Menschen zusammendrängen. Tunlichst in sicherem Abstand zum Ozean. Denn der ist gefährlich, lebensgefährlich. Unter seiner tückischen Oberfläche hausen nämlich die grauenhaftesten und immer hungrigen Mutationen der ehedem possierlichen Tierwelt, genetisch pervertiert durch den Kontakt mit unvorstellbaren Mengen Müll und Artefakten aus vergangenen Zeiten, die sich dort angesammelt haben. Jeder Fußtritt neben die Gleise bedeutet da hurtiges Ableben. Die Glücksritter dieser ziemlich ungemütlichen Welt sind zum einen die Artefakter, mutige Individualisten, immer auf der Suche nach ausschlachtbaren verunglückten oder gekaperten Zügen oder irgendwelchen sonstigen Mitbringseln aus den Tiefen des Ozeans, die sich zu Geld machen lassen. Und dann die Maulwurfsfänger, gepanzerte Züge mit mutigen Kapitänen, die auslaufen zur Jagd auf die haus- bis straßenzuggroßen Bewohner der Unterwelt, die dann bei glücklichem Ausgang der Geschichte ebenfalls guten Ertrag bringen. Auf einem von ihnen, der Medes, heuert der Held des Buches, der halbwüchsige Waisenjunge Sham ap Soorap als Gehilfe des Bordarztes an. Auf der unter dem Kommando von Abacat Naphi, der so verkniffen-undurchschaubaren wie unbeugsamen Kapitänin stehenden Medes startet der Bursche in ein wahnwitziges Abenteuer, dessen Tragweite weder er noch der Leser auch nur im mindesten erahnen können. Miéville überzeugt mit seinem Roman auf ganzer Linie. Die Geschichte nimmt gemächlich Fahrt auf, beschleunigt und rast dann wie ein Maulwursfänger in wilder Verfolgungsjagd und hält die Spannung bis zuletzt. Die Beschreibungen seiner Welt und deren menschlicher wie tierischer Bewohner genauso wie die rasante Geschichte selbst bersten geradezu vom Ideenreichtum des Autors, der hiermit ganz klar an die Qualität seines epochalen Romans Perdido-Street heran reicht. Das ganze Ding ist mit soviel Herzblut und Verve und in der so unverkennbaren Schreibe des Autors verfasst, dass man ihm leichte Schwächen und Nachlässigkeiten bei der Ausfeilung seiner Chraktere gern verzeiht. Die Welten, die er dem Leser ausbreitet, sind entscheidend, nicht die Menschen. Und wie immer bei Miéville als klassenkämpferisch angehauchtem Menschen bilden auch hier wieder die Unrast der Bahnhöfe, der Gleise und rasenden Züge, das Ambiente des permanenten Aufbruchs, das Flair von Abschied und Ankunft, die von charakterlosen militärischen Machthabern und Ausbeutern dirigierten einfachen Menschen den tragenden Unterbau der story, die man sich mit einem Fingerschnipp genau so auf einem mit Wasser gefüllten Ozean vorstellen könnte. So hat er´s offensichtlich auch gewollt. Eine brutale, postapokalyptische Welt mit harten Gesellen, die uns hier vorgeführt wird, aber ganz bewusst im Stil eines ganz speziellen Märchens, nicht gedacht als einfache Dystopie. Denn das könnte jeder. Und natürlich lebt das ganze Buch auch wieder von der Genialität der Stammübersetzerin Miévilles, deren Wortkreationen einfach alles in den Schatten stellen und die ohnehin fantastische Sprachgewalt des Autors nochmal ins Deutsche potenziert. Man sieht, ich bin begeistert. Und werd´s auch bleiben.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks