China Miéville Der Krake

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Inhaltsangabe zu „Der Krake“ von China Miéville

Tief im Forschungstrakt des Natural History Museum lagert ein außergewöhnliches Ausstellungsstück - eins der Sorte, die man normalerweise im Leben nicht zu Gesicht bekommt: ein perfekt erhaltener Riesenkalmar. Doch was hat es zu bedeuten, dass dieses Geschöpf plötzlich spurlos verschwindet? Der Kurator Billy Harrow begibt sich Hals über Kopf auf die Suche durch ein London voller Kulte, die einander bekriegen, surrealer Magie, Verrat und Meuchelmördern. Möglicherweise ist die Riesenkrake, die er im Museum aufbewahrt hatte mehr als nur eine biologische Rarität. Denn manche behaupten, sie sei eine alte Gottheit ...

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Zeitkurier

Ein wirklich tolles Buch. Nur das Ende lässt mich ratlos zurück. Vorsicht, scheint auch wieder eine Triologie zu sein.

lexana

Superior

Spannende Dystopie mit überraschenden Wendungen und einer tollen Grundidee

Meine_Magische_Buchwelt

Scythe – Die Hüter des Todes

Sehr spannend, wahnsinnig gut.

IrisBuecher

Spin - Die Trilogie

Sehr langes, aber tolles Buch mit tiefgreifend, umfassender Geschichte. Für SciFi-Fans sehr zu empfehlen.

gynu

Weltasche

Von Seite 1 bis zum Schluss Liebe für jede Zeile <3

vk_tairen

SUBLEVEL 1: Zwischen Liebe und Leid

Hier erwarten den Leser definitiv überraschende Wendungen und keine vorhersehbare Handlung

Meine_Magische_Buchwelt

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  • Rezension zu "Der Krake" von China Miéville

    Der Krake
    Babscha

    Babscha

    Billy Harrow, die Hauptfigur der Geschichte, arbeitet als etablierter Spezialist für die Konservierung von Kalmaren im Londoner Natural History Museum. Attraktion der Ausstellung ist ein von ihm aufbereiteter Architeuthis, ein Riesentintenfisch von zehn Metern Länge. Dieser ist eines Tages mitsamt seinem Formalintank urplötzlich und spurlos verschwunden. Schon bald zeigt sich, dass sich nicht nur das Museum und die Polizei für dessen Verbleib interessieren, sondern das das Verschwinden auch ganz andere, schreckliche Interessengruppen auf den Plan ruft, die seiner mit allen Mitteln habhaft werden wollen. Auf seiner Suche wird Billy immer tiefer in einen Strudel unvorstellbarer, lebensgefährlicher Ereignisse gesogen, die nicht nur sein Leben, sondern das der gesamten Menschheit gefährden. Miéville entwirft in seinem gewohnt umfangreichen Werk ein apokalyptisches Szenario sondergleichen, das seine Handlung wieder einmal vollständig in die Stadtgrenzen Londons verlegt; dort scheint sich der Autor offensichtlich am wohlsten zu fühlen. Es entführt den Leser in einen mystischen, düsteren Moloch von Stadt, randvoll mit den diversesten Sekten und Göttern, mit Scharlatanen und Maschinenmenschen, korrupten Polizisten , Kopfgeldjägern, abgrundtief bösen Banden und Magiern, die ihre schwarze Kunst nur zu ihrem eigenen Vorteil einsetzen. Und die Stadt London selbst eine lebendige, atmende Wesenheit, die sich verbiegt und verbogen wird, in ständiger Interaktion mit den sie drangsalierenden Bewohnern, immer zum Zerreißen gespannt. Und in dieses Chaos hinein setzt der Autor einige wenige Aufrechte, die dem Guten zum Sieg verhelfen wollen. Miéville zeigt wie schon in seinen bisherigen Werken erneut seine ganze außergewöhnliche sprachliche Extravaganz mit schier unglaublichen Wortschöpfungen (Glanzleistung der Übersetzer!), und dies in einer Vielfalt und Kunstfertigkeit, dass es einem fast schon zu viel wird. Aber man weiß schließlich vorher, auf was man sich einlässt, wenn man sich ein Buch dieses Autors vornimmt. Und wie gehabt ordnet er auch hier letztlich Einzelpersonen wie Handlung der dramaturgischen Plattform und der eigentlichen Intention des Buches unter, nämlich eine Stadt, sein London in all seinen im Wortsinne phantastischen Facetten zu zeigen, als Knecht der hierin lebenden Menschen, die ohne sie dennoch nichts wären. Bei Miéville ist immer alles machbar, beeinflussbar und veränderbar, nichts ist statisch. Und gerade deshalb auch immer kalt und gefährlich. Absolut niemandem ist zu trauen, letztlich kämpft jeder nur für sein eigenes nacktes Überleben. Die zumeist unmotiviert und urplötzlich hervorbrechende Gewalt und Brutalität sind absolut typisch, Selbstzweck im Handlungsverlauf und Markenzeichen seiner „weird-fiction“. Hier sucht man vergebens nach Sympathen, nach irgendwelchen Lieblingen, auf die man sich bei der Lektüre einlassen könnte. Das Buch besticht durch seine überbordende Phantastik und Sprachgewalt, die ihresgleichen sucht, weniger durch die eigentliche Story, die streckenweise tatsächlich etwas hätte komprimiert werden können. Aber da lässt sich Miéville nie reinreden, seine Bücher sind eben immer episch angelegt. Auf so was muss man sich als Leser natürlich einlassen. Auch wenn es einen jedes Mal wieder erschöpft und irgendwie leicht desorientiert zurücklässt.

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  • Rezension zu "Der Krake" von China Miéville

    Der Krake
    Hauptstadtpirat

    Hauptstadtpirat

    21. October 2012 um 18:35

    Miéville hat mit diesem Buch wieder eine einzigartige Welt erschaffen; Dinge, die wir uns nur schwer vorstellen können und starke Charaktere mit unerwarteten Fähigkeiten. Der Kurator Billy Harrow wird von der Polizei um Mithilfe gebeten, als der Riesenkalmar aus dem Museum verschwindet. Dieser ist angeblich ein Gott, der die Apokalypse herbeiführen soll. Eine spannende Hetzjagd durch London beginnt. Wer sich erst einmal an Miévilles ungewöhnlichen Schreibstil sowie seinem absurden und ungewöhnlichen Erfindungsreichtum gewöhnt hat, kann sich von diesem Buch mitreißen lassen.

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  • Rezension zu "Der Krake" von China Miéville

    Der Krake
    Twinbee

    Twinbee

    03. May 2012 um 01:20

    So, habe es geschafft. Verrücktes Buch... leider zu verrückt, inhaltlich wie auch sprachlich. Da werden Worte gebildet, die einem Zufallszahlen äh buchstabengenerator entstammen könnten. Und mit diesen Worten zeichnet Mieville ein verworrenes chaotisches London in einer magischen Zeit. Eigentlich alle wichtigen Zutaten dabei - aber mir war es dann doch zu konfus (auch wenn die Idee, Tinte zu verhören und sich zu fragen, wie man sie bloß einschüchtern könnte, schon was hat :))

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  • Rezension zu "Der Krake" von China Miéville

    Der Krake
    metalmueller1807

    metalmueller1807

    10. February 2012 um 14:14

    Wenn ein Autor im Vorwort meine Helden William Hope Hodgson, H. G. Wells und Jules Vernes erwähnt, kann er eigentlich nur gewinnen! Und das tut er auch! Hier wird gekonnt Fantasy, Science Fiction und Horror vermischt. Und die Beschreibungen des Kraken lassen ständig Erinnerung an den Cthulu-Mythos von H. P. Lovecraft aufkommen. Sehr fantasievoll und spannend geschrieben!

  • Rezension zu "Der Krake" von China Miéville

    Der Krake
    Zebrafink

    Zebrafink

    27. October 2011 um 08:24

    Der Roman ist ein Apokalypsenroman im heutigen London. Am Anfang wird eine riesige Krake samt Glastank aus einem Museum gestohlen. Billy Harrow, ein Kurator aus dem Museum und Experte für Kraken soll der paranormalen Einheit der Polizei bei den Ermittlungen helfen. Doch wird er vorher von den Krakenisten entführt, einer Glaubensgemeinschaft, die den Kraken für ihren Gott hält. Aber auch andere Sekten sind hinter dem Kraken her. An forderster Front die Londonmatiker, die aus den Eingeweiden Londons das Ende der Welt gelesen haben und dies verhindern wollen. Aber auch das Tattoo, der seine eigenen Ziele verfolgt. So treffen unterschiedliche Gruppen mit ihren Apokalypsen aufeinander und bekämpfen sich. Und immer mitten drin Billy. Der Schreibstil ist im deutschen meist rexcht abgehackt, ansonsten ein gutes und spannendes Buch.

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  • Rezension zu "Der Krake" von China Miéville

    Der Krake
    Carol-Grayson

    Carol-Grayson

    02. October 2011 um 21:36

    Wow, eine Story mit Elementen aus Theologie, Esoterik, Fantasy und Steampunk. Die Mischung ist garantiert nicht langweilig, allerdings stellenweise schwer verdaulich. Gewöhnungsbedürftig der phrasenweise telegrammartige Schreibstil. Aber genau das sind die exakten Pinselstriche in dem düsteren Gemälde eines vor-apokalytischen Londons, das der Autor unterlegt mit fundierten Recherchen zeichnet. Ein London, in dem sich Sektierer, Götter und Kunsterer mit Magie bekämpfen wie frühere Straßengangs. Ein London, in dem selbst die Polizei eine ganz besondere Abteilung zur Bewältigung magisch begangener Verbrechen unterhält. Mitten zwischen die Fronten der Religonen, welche die Endzeit predigen, gerät der junge Kurator Billy Harrow des National History Museums, dem ein gigantisches (augenscheinlich göttliches) Ausstellungsstück abhanden gekommen ist und der zum Flüchtling und Wissenden wird. Denn er hat den "Gott", den verschwundenen Riesenkalmar, konserviert. Billy erkennt plötzlich seine Stadt und seine Zeit kaum wieder und wird von der Spezialeinheit wie auch von den Kunsterern gejagt. Doch er hat keine Ahnung, wo der Riesenkrake steckt und wer ihn gestohlen hat. Dennoch ist er von diesen Wesen seit vielen Jahren fasziniert und hat eine besondere Beziehung zu ihnen aufgebaut. "Der Krake" ist kein Buch, das man mal so eben weglegen kann. Dieses Werk kann man durchaus in die High Fantasy eingliedern, denn die Ausführungen, Sprachgegebenheiten und gut recherchierten Hintergründe lassen eine Variante unserer Zukunft vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen, wie sie surrealistischer kaum sein kann. Von minimalistischen Andeutungen bis zu opulenten Studien reicht das Spektrum des fast 700-Seiten starken abenteuerlichen Werkes. China Miéville könnte zu einem meiner Lieblingsautoren werden!

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