China Miéville Der eiserne Rat

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Inhaltsangabe zu „Der eiserne Rat“ von China Miéville

Es ist eine Zeit der Revolten und Revolutionen, der Konflikte und Intrigen. New Crobuzon wird von innen und außen auseinander gerissen. Krieg im düsteren Stadtstaat Tesh und Aufruhr auf den Straßen in der Heimat bringen die wimmelnde Metropole an den Rand des Zusammenbruchs. Inmitten des Tumults schürt eine geheimnisvolle maskierte Gestalt die Rebellion, während Verrat und Gewalt an unerwarteten Orten Einzug halten. Eine kleine Gruppe Abtrünniger entflieht der Stadt und überquert seltsame und fremde Kontinente auf der Suche nach einer verlorenen Hoffnung, einer unsterblichen Legende. Und in der blutigen Stunde der Gefahr flüstert man sich zu: Es ist die Zeit des Eisernen Rats.

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    Der eiserne Rat

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    Der eiserne Rat führt uns zurück in die Welt von Bas-Lag. Die Welt in der die Technik neben der Thaumaturgie und Magie ein gleichgestelltes Dasein führt. Eine Welt in der ein Vergehen mit Remade bestraft wird. Wahllose Kombinationen von Maschinenteilen, Extremitäten. Ein Verpflanzen des Körpers auf ein Pferd. Umgedreht. So dass man seinen Weg nur mit Mühe finden kann. Eine gnadenlose Welt. Eine brutale Welt, in der beiläufig gestorben wird. Wir befinden uns in der Stadt New Crobuzon. Die Stadt der Perdido Street Station. Die Stadt New Crobuzon ist in einem inneren und äußeren Streit zerrissen. Der Innere ist die Revolution die schwelt, der Äußere der Kampf gegen die Stadt Tesh. Die Tesh sind fremdartige Lebewesen, die Erscheinungen bringen, die die Farbe und das Leben verschlingen. Die Stadt New Crobuzon, die so viele Visionen und Schrecken beherbergt. Eine Vision ist eine Eisenbahnstrecke quer durch das verwüstete, verzauberte Land zu schaffen. Mit Hilfe von fReemade die angeheuert werden. Gestalten denen die Werkzeuge an den Körper gepflanzt sind um besser arbeiten zu können. Den Tross begleiten versklavte Menschen, Tiere, Huren und andere aus den Nächten geborene Kreaturen. Nachdem wieder einmal das Geld auf sich warten lässt und die Huren den Aufstand wagen, nicht mehr auf Pump arbeiten wollen, eskaliert die Situation. Der Eiserne Rat ist geboren und macht sich auf den Weg durch die Landschaft, flüchtet vor den Feinden - immer auf dem Weg. "Sie können nicht mehr umkehren. Du setzt Deinen Fuß auf einen Weg, und ab einem gewissen Punkt bestimmt dieser Weg, was Du tust. Sie müssen weiterfahren" China Miéville macht es uns diemal nicht so einfach wie in seinen vorherigen Büchern. Was heißt einfach, Miéville zu lesen erfordert Kraft. Zu überbordernd sind seine Sprache, seine Kreaturen, seine Kraft Albtraumbilder zu erschaffen, seine Ideen werden schon von den nächsten Seiten, Ereignissen übertroffen. Das Geschehen überschlägt sich, zu wenig Atem holen ist dem Leser vergönnt. Die Übersetzerin hat wieder einmal Unmögliches geleistet - viele Wörter sind einem unbekannt. 680 dicht gedrängte Seiten lang. Diese Seiten sind wie ein Sog, wie ein bewegtes Gemälde von Hieronymus Bosch, welches immer wieder eine tiefblutige, verstörende, nie gesehene Schlacht zeigt. Dazwischen sind Charaktere, die einfach in dem Gemälde untergehen. Judah Low, der von Cutter geliebt, bestiegen, verloren wird, der seinen Weg durch diese Welt, durch die Erwartungen findet. Der eigentlich Abseits steht, doch immer eine Lösung findet. Mag die Geschichte oder die Charaktere nicht ganz ausgereift sein oder verblassen; die Bilder die hier aufkommen, einen überschwemmen. lassen jede Kritik verstummen. Auch hat Miéville die politische, wütende, visuelle Kraft die einen mitreisst. Miéville schreibt teilweise wie von einer anderen Welt. Die Symbolik die sich mit dem Ende auftut, sucht man woanders vergebens, läßt einen sprachlos. 5 blutrote, beängstigende, fragende, bleierne, expressive Sterne.

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    • 2

    Babscha

    30. December 2013 um 19:48
  • Rezension zu "Der eiserne Rat" von China Miéville

    Der eiserne Rat

    Babscha

    09. March 2011 um 20:47

    Episch. Breit wie tief. Und fesselnd. Anders kann man es nicht bezeichnen, dieses fast 700seitige Steampunk-Werk , in dem uns der Autor nach seinem Kultroman „Perdido Street Station“ erneut auf den Kontinent Bas-Lag und in dessen Hauptstadt New Crobuzon entführt, einen riesigen düsteren Moloch, in dem sich neben normalen Menschen alle denkbaren Mutationen und außergewöhnliche Lebensformen tummeln. Wer in diesem Konglomerat aus Kriminalität, Intrigen, Schmutz und Unterdrückung langfristig überleben will, muss sich entweder auf die Künste der „Thaumaturgie“, eine Art funktioneller Zauberkraft, verstehen oder zumindest gut vernetzt und bewaffnet sein. Wie die Geschichte es will, liegt diese Stadt seit Langem in einem erbarmungslosen Krieg mit Tesh, einer gleichwertigen Metropole auf der anderen Seite des Kontinents, die in dem Zwist zunehmend die Oberhand zu gewinnen scheint und damit zur akuten Bedrohung wird. In dieser Situation bricht insgeheim eine bunt zusammen gewürfelte Truppe bestehend aus Menschen und anderen Daseinsformen zu einer gefährlichen Reise auf, um unter der Führung des charismatischen Judah Low den „Eisernen Rat“ zu finden, eine verschollene Legende, von dem niemand weiß, ob er tatsächlich existiert und wo er sein könnte. Und wie von Miéville als politisch ambitioniertem Menschen nicht anders zu erwarten, unterlegt er das Ganze gelungen mit einer klassenkämpferischen Rahmenhandlung, in der er den diktatorischen Machthabern der Stadt unter dem Schutz einer brutalen, allgegenwärtigen Miliz eine sich stetig vergrößernde und besser organisierende Schar aufrechter, freiheitsliebender Bürger gegenüber stellt, die sich mit den Mitteln der Propaganda, Infiltration und wo nötig mit offener Gewalt zu wehren weiß. Den Leser erwartet eine spannende, ideenreiche story abseits des Üblichen mit einer schier unglaublichen Phantastik, vielen interessanten, gut ausgearbeiteten Figuren und immer wieder unerwarteten Wendungen, die bis zum Schluss keinen Ausgang der Geschichte erahnen lassen. Trotz der Länge des Romans eine Empfehlung für Genreanhänger und eine Bestätigung der hohen visionären Kraft des Autors, der aus meiner Sicht in hiesigen Gefilden einen höheren Bekanntheitsgrad durchaus verdient hätte.

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  • Rezension zu "Der eiserne Rat" von China Miéville

    Der eiserne Rat

    tischo

    18. October 2009 um 10:49

    Eigentlich ein sehr gutes Buch. Fällt besonders durch die gute Schreibe und originelle Ideen auf. Teilweise recht düster, verwirrend und grausam.
    Nur drei Sterne, weil der Autor sich zu sehr in Politik und Intrigen verstrickt.

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