China Miéville Die Stadt und die Stadt

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Inhaltsangabe zu „Die Stadt und die Stadt“ von China Miéville

Zwei Städte " geeint und doch entzweit. Die Bewohner werden erzogen, einander nicht zu sehen. Das unerlaubte Betreten der jeweils andere Stadt zieht schwerste Strafen nach sich. Ein ganz alltägliches Szenario für Kommissar Borlú. Eines Tages wird in Borlús Stadt eine Frauenleiche gefunden. Der Mord stellt ihn vor ein Rätsel. Denn die Tote hätte niemals in seiner Stadt auftauchen dürfen. Offenbar hat der Mörder gegen die Regeln verstoßen: Er hat die Leiche von der einen Stadt in die andere geschafft, ohne Alarm auszulösen. Will Borlú den Fall lösen, bleibt ihm nur ein einziger Weg: Er muss allein in die verbotene Zwillingsstadt, um das Ungesehene sichtbar zu machen

Ein unheimlich interessantes Buch! Krimi meets Science-Fiction - sehr gut geschrieben.

— -nicole-

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Leuder ein wenig flach und schleppend geschrieben.

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  • Die Stadt und die Stadt - Außergewöhnlich und überraschend

    Die Stadt und die Stadt

    -nicole-

    03. June 2016 um 17:49

    Vom Sehen und Nichtsehen... Einst wurden die beiden Städte Beszel und Ul Qoma auf gleichem Grund und Boden gebaut. Doch seit jeher sind sie entzweit: Die Städte und deren Bewohner werden hermetisch voneinander abgeriegelt, Grenzübertritte ziehen hohe Strafen mit sich. Überwacht wird alles von einer geheimnisvolle Organisation, die im Hintergrund agiert. Die strengen Regeln sind für Inspektor Tyador Borlú von der Mordkommission Beszel Alltag. Doch ein neuer Fall gibt ihm Rätsel auf: Der Mord an einer jungen Frau, die in seiner Stadt gefunden wurde - wo sie eigentlich nie hätte sein dürfen. Denn sie stammt aus Ul Qoma. Wie hat der Mörder es ungesehen geschafft, sie über die streng abgeriegelten Grenzen zu schaffen? Bei seinen Ermittlungen entdeckt Borlú einige brisante Details über die Tote. Doch um Licht ins Dunkel zu bringen bleibt ihm nur eines übrig: Er muss in die verbotene Zwillingsstadt... "Schemen, Gestalten, von denen einige vielleicht schon vor Ort gewesen waren, doch trotzdem den Eindruck erweckten, als materialisierten sie sich in den Räumen zwischen den Rauchschwaden. Sie bewegten sich so schnell, dass man sie nicht genau erkennen konnte, bewegten sich mit Autorität und einer Aura unangreifbarer Macht, sodass mit einem Lidschlag das betroffene Areal unter Kontrolle und isoliert war." -Seite 84 eBook "Die Stadt und die Stadt" war mein erstes Buch von China Miéville. Der Klappentext hat mich schon im Vorfeld sehr neugierig gemacht: Die Geschichte zweier Städte, die seit undenkbaren Zeiten hermetisch voneinander abgeriegelt sind. Neben einem rätselhaften Mordfall, der immer mehr Fragen aufwirft, möchte man als Leser natürlich unbedingt wissen, was es mit einem bestimmten Mythos auf sich hat: Gibt es noch eine dritte, unsichtbare Stadt? Es wird spannend, das Buch hält einige Überraschungen bereit... "Das Dunkel war nicht leer. Das Dunkel war nicht lautlos." - Seite 274 eBook Mein Fazit: Ein sehr interessanter und außergewöhnlicher Roman! Das Besondere hier: Der Autor hat die beiden Städte und ihre mysteriöse Geschichte mitten in die reale Welt gebaut. Das ist ihm sehr gut gelungen. Bis ins kleinste Detail beschreibt China Miéville hier den Aufbau, die Politik und das Leben in den Städten. Zwar gibt es am Anfang immer mal wieder kleine Längen, doch danach nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Die Story ist packend, geheimnisvoll und eine gute Mischung aus etwas Science-Fiction, einem Hauch Fantasy und gutem Krimi. Sehr lesenswert! 4,5 Sternchen

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  • Rezension zu "Die Stadt und die Stadt" von China Miéville

    Die Stadt und die Stadt

    Die Buchprüferin

    23. October 2010 um 20:14

    Jeder von uns kennt das: Vom letzten Umzug ist diese eine Kiste stehen geblieben, und während wir anfangs noch drüber stolpern, uns ärgern und uns vornehmen, sie wegzuräumen, umgehen wir sie nach ein paar Wochen automatisch und elegant, im Bemühen, uns aus vage bewussten Gründen weiter ums Wegräumen zu drücken. Wir haben verlernt, sie zu sehen. In Die Stadt und die Stadt hat Miéville sich Gedanken darum gemacht, wie Menschen wahrnehmen und zu was die menschliche Wahrnehmung fähig ist. Denn in diesem Buch stehen zwei Städte auf ein und demselben Grund. Zwei Städte – Beszel und Ul Qoma – existieren auf praktisch demselben Raum, und doch nehmen die BewohnerInnen sich gegenseitig nicht wahr. Wer Besz ist, sieht und hört nichts von Ul Qoma, und umgekehrt. Von Kindheit auf Nichtwahrnehmung gedrillt, ist dieser Zustand für die beiden Städte normal, während das zu Besuch kommende Ausland – unsere Welt, samt Harry Potter, Terminator und Handy-Flatrate – Bauklötze staunt. Eines Tages dann geschieht etwas äußerst Beunruhigendes: Ein Mord, dessen Spuren den Beszel-Kommissar Borlú geradewegs nach Ul Qoma führen. Mit Sondergenehmigungen ausgestattet, ermittelt er in der fremden Stadt, die dort ist, wo er lebt, und doch ganz anderswo. Während ihm rechte Nationalisten, die strikt für absolute Trennung sind, und linke Unifikationisten, die mit kleineren Guerillaaktionen für die Vereinigung der Städte kämpfen, das Leben schwer machen, kommt er allmählich dahinter, dass die Ermordete dabei war, die Wahrheit über etwas aufzudecken, das für ihn immer nur ein Märchen war: die dritte Stadt, Orciny. Der Legende nach soll sie zwischen den beiden anderen Städten existieren. Im verzweifelten Versuch, der ebenfalls bedrohten Freundin der toten jungen Frau zu helfen, tut Borlú das Unmögliche, das, was allen BürgerInnen beider Städte strengstens verboten ist. Und damit gerät er zwischen alle Fronten. Im ersten Drittel dieses unglaublichen Buchs wäre ich immer wieder fast aus der Haut gefahren. Wie soll das gehen, dass man sich einfach nicht sieht, wie können diese Städte bloß gleicherorts existieren – das hat mich pausenlos beschäftigt. Doch irgendwann ließ das nach. Und ich versank in der spannenden, verzwickten Spurensuche des Kommissars. Miéville, der sich selbst der literarischen Richtung Weird Fiction zurechnet, beschäftigt sich viel mit realen politischen Situationen, und das merkt man seinem Buch auch an. Volksgruppen, die zusammengedrängt leben, aber damit keinen Frieden finden können, und deren Unmöglichkeit einer geeinten Existenz womöglich noch von außen geschürt wird – als aufmerksamer Beobachter hat der Autor Zustände wie diese in seine Geschichte hineinverwandelt. Und zwar brillant, wie ich finde. Deshalb lege ich diesen Außenseiterroman allen ans Herz, die sich für kritische Romane mit Krimihandlung erwärmen können. Die phantastische Komponente (das, was manche vielleicht als Fantasy oder SF bezeichnen würden) spielt als solche nur eine untergeordnete Rolle, hilft vielmehr dazu, den Wahnsinn gegenwärtiger Zustände im grellen Licht der Überzeichnung sichtbar zu machen. Und das, ohne plakativ zu werden; was für eine Kunst. Sicher war dieses Buch nicht das letzte, das ich von diesem ungewöhnlichen Autor gelesen habe.

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  • Rezension zu "Die Stadt und die Stadt" von China Miéville

    Die Stadt und die Stadt

    Babscha

    01. October 2010 um 23:17

    Etwas Besonderes, Einmaliges vereint und trennt zugleich die beiden Städte Beszel und Ul Qoma. Vor langer Zeit, keiner weiß genau wie und warum, haben sich diese auf identischem Grund und Boden erhoben und existieren seitdem neben- bzw. ineinander als hermetisch voneinander abgeschottete Stadtstaaten. Den jeweiligen Bewohnern ist es strengstens untersagt, auch nur Blickkontakt mit der anderen Seite aufzunehmen. Gleiches gilt für Besucher der Städte, die sich einer eingehenden Belehrung und Prüfung im „Nichtsehen“ unterziehen müssen. Selbst geringfügige Verstöße werden als Grenzbruch gewertet und führen zu sofortiger Ahndung durch eine mysteriöse, irgendwo zwischen den Städten angesiedelte Kraft mit unbeschränkter Machtbefugnis, die die strikte Einhaltung der Vorschriften gnadenlos überwacht. Eines Tages wird auf dem Gebiet von Beszel die Leiche einer jungen Frau gefunden. Die dortige Polizei, allen voran Inspektor Tyador Borlú, die ich-erzählende Hauptfigur des Buches, erkennt sehr bald, dass hier etwas Gravierendes nicht stimmt und die Tote nur von Ul Qoma herüber geschafft worden sein kann. Ein klarer Fall von Grenzbruch also. Und damit beginnt eine Geschichte, wie sie sich Borlú und seine wackeren Mitstreiter in ihren kühnsten Träumen wohl nicht hätten vorstellen können. Wie in seinen bisherigen Werken greift Miéville auch in seinem neuesten Buch wieder auf die Grundthematik einer düsteren, beklemmenden Metropole mit all ihren Auswüchsen und skurrilen Bewohnern verschiedenster Schattierungen als Basis für seine Kriminalgeschichte zurück. Die im 21. Jahrhundert spielende Handlung spart Miéville-typisch, zwischen den Zeilen also durchaus politisch motiviert, nicht an ernsten, aber auch ironischen Querverweisen und Denkanstößen zu realen Staatenverflechtungen, in die er seine beiden fiktiven Städte gekonnt einbettet. Wie immer ist der Autor akribisch bemüht, dem Leser auch die feinsten geographischen Verästelungen und Eigenheiten seiner Orte auf google-street-view-Niveau nahe zu bringen (also schon etwas zu viel des Guten), was aber zum Glück nur stellenweise etwas zu Lasten des Spannungsbogens geht. Neben dem alles überstrahlenden Borlú (eigentlich ist der Roman sein ganz persönliches Buch) bleiben die weiteren Hauptprotagonisten ebenfalls autortypisch teils etwas blass und unakzentuiert, dennoch nicht uninteressant oder gar langweilig. Wie gesellschaftliches und individuelles Leben in zwei sich faktisch überlagernden, aber getrennten Städten funktionieren kann, das erzählt Miéville hier ausgefeilt und mit so überbordender Fantasie, dass es richtig Spaß macht, einzutauchen und mit jedem guten wie schlechten Bürger und seiner immerwährenden schrecklichen Angst vor einem Grenzbruch unter den Augen von „Big Brother“ mit zu leiden. Erst im letzten Drittel des Buches nimmt die bis dahin ruhig und strukturiert erzählte Polizeigeschichte Fahrt auf, dann aber dermaßen, dass man das Buch bis zur überraschenden und stimmigen Auflösung nicht mehr aus der Hand legen möchte. Insgesamt eine intelligente, gelungene und ganz eigene Kriminalstory mit minimalen, in der Sternvergabe aber nicht sichtbaren Einschränkungen wegen einiger leichter Längen im Mittelteil.

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