China Miéville Dieser Volkszähler

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Inhaltsangabe zu „Dieser Volkszähler“ von China Miéville

Auf einem Berg oberhalb des Brückendorfes, in einem abgelegenen Haus, lebt ein Junge mit seinen Eltern. Der Vater ist Schlüsselmacher und wird weithin für seine Kunst gerühmt. Oft steigen die Leute den Berg hinauf und tragen ihr Anliegen vor. Von den Schlüsseln erzählt man sich, dass sie magische Kräfte haben, und niemals sieht der Junge die Kunden seines Vaters ein zweites Mal. Doch dann wird er Zeuge einer grausamen Tat und muss hinunter ins Dorf fliehen. Die Leute dort erwarten ihn bereits und wollen wissen, was geschehen ist. Außer Atem, mit blutigen Händen und zitternd vor Angst erzählt der Junge, seine Mutter habe seinen Vater erstochen. Sicher ist er sich aber nicht. Vielleicht war es auch der Vater, der die Mutter getötet hat … Einmal mehr lotet China Miéville die Grenzen der fantastischen Literatur aus. »Dieser Volkszähler« ist ein virtuos erzähltes, atmosphärisch dichtes Buch, das unsere Wahrnehmung der gegenwärtigen Welt verzerrt, um das zu enthüllen, was uns in ihr verborgen bleibt.

Ich bin ein großer Fan von China Miéville. Aber "Dieser Volkszähler" hat mich nicht mitgerissen.

— anderfeldt
anderfeldt

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    Dieser Volkszähler
    anderfeldt

    anderfeldt

    15. August 2017 um 19:34

    (beinahe) Spoiler-frei! "Dieser Volkszähler" von China Miéville ist ein kurzer Roman. Er spielt in einer rätselhaften, dystopischen Zukunft, in der die Menschen nur noch wenig Technologie zu benutzen scheinen. Protagonist der Geschichte ist ein Junge, der Sohn eines "Schlüsselmachers", der mit seinen Eltern in der Nähe des "Brückendorfs" in den Bergen lebt. Die Schlüssel, die der Vater für seine Auftraggeber anfertigt, scheinen eher magischer Natur zu sein. Man kann mit ihnen Dinge tun. Manchmal tötet der Vater auch Lebewesen  – oder sogar Menschen? – und wirft sie in ein Loch. Der Junge verdächtigt seinen Vater, ein besonders schlimmes Verbrechen begangen zu haben und läuft weg. Mehr möchte ich nicht verraten. Die Erzählperspektive ändert sich immer wieder und auch die zeitlichen Ebenen ändern sich immer wieder. Mal berichtet der Erzähler rückblickend über Ereignisse aus seiner Kindheit, dann ist er wieder mitten drin. Vieles wird nur angedeutet bei dieser Geschichte – warum diese Welt so ist, was der Vater wirklich macht, was er getan hat …Ich habe nichts dagegen, im Unklaren gelassen zu werden, aber im Fall dieses Romans ist es dem Autor trotz vieler interessanter Gedanken nicht gelungen, mich richtig in die Geschichte "hineinzuziehen". Die Ansätze blieben für mich "Ansätze", die bis zum Ende darauf warteten, mit einer spannenden Geschichte gefüllt zu werden. Naja, vielleicht ist der nächste Roman wieder mehr nach meinem Geschmack.

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  • Es bleibt nichts zurück

    Dieser Volkszähler
    Wuerfelheld

    Wuerfelheld

    17. March 2017 um 11:19

    China Mieville war mir durch „Die Stadt & die Stadt“ und „Das Gleismeer“ schon ein Begriff. Das waren etliche tolle Lesestunden. Somit war es aber auch klar das ich meine Nase zwischen die Buchdeckel seines neunen Werkes stecken wollte. Nun bin ich endlich dazu gekommen. KLAPPENTEXT Auf einem Berg oberhalb des Brückendorfes, in einem abgelegenen Haus, lebt ein Junge mit seinen Eltern. Der Vater ist Schlüsselmacher und wird weithin für seine Kunst gerühmt. Oft steigen die Leute den Berg hinauf und tragen ihr Anliegen vor. Von den Schlüsseln erzählt man sich, dass sie magische Kräfte haben, und niemals sieht der Junge die Kunden seines Vaters ein zweites Mal. Doch dann wird er Zeuge einer grausamen Tat und muss hinunter ins Dorf fliehen. Die Leute dort erwarten ihn bereits und wollen wissen, was geschehen ist. Außer Atem, mit blutigen Händen und zitternd vor Angst erzählt der Junge, seine Mutter habe seinen Vater erstochen. Sicher ist er sich aber nicht. Vielleicht war es auch der Vater, der die Mutter getötet hat … Einmal mehr lotet China Mieville die Grenzen der fantastischen Literatur aus. »Dieser Volkszähler« ist ein virtuos erzähltes, atmosphärisch dichtes Buch, das unsere Wahrnehmung der gegenwärtigen Welt verzerrt, um das zu enthüllen, was uns in ihr verborgen bleibt. ZUM BUCH An einem unbestimmten Tag, rennt ein Junge einen Berg in Richtung Dorf hinunter. Er schreit, er weint und ist nicht mehr zu beruhigen. Doch in dieser Schmerzsymphonie webt der Junge ein Familienschicksal ein, welches entsetzen entstehen lässt, schließlich soll der Vater, die Mutter erstochen haben – oder war es doch genau andersherum. Die Dörfler beschließen eine Abordnung auf den Berg zu senden und den Anschuldigungen auf den Grund zu gehen. Als diese Abordnung auf den Vater trifft, leugnet dieser alles. Im Gegenteil, der Vater erzählt der Dorfabordnung eine ganz andere Geschichte der Ereignisse. So soll seine Frau ihn und seinen Sohn verlassen haben. Ein Beweis dafür hält der Vater, in Form eines Briefes auch schon bereit. Die Dörfler sehen keinen Anlass den Vater zu misstrauen, schließlich sorgt er seit unsagbarer Zeit dafür, das die Dörfler, die hin und wieder auf den Berg reisen, dort in Ruhe ihr Schicksal klagen können und dann vom Vater, einen Schlüsselmacher, einen magischen Schlüssel erhalten welcher seine Arbeit gut macht, schließlich gab es noch nie Beschwerden. Das der Schlüsselmacher allerdings ein dunkles Geheimnis verbirgt, welches schon unzähligen Lebewesen das Leben gekostet hat ahnt zu diesem Zeitpunkt niemand aus dem Dorf und so überlässt man den Jungen sein Schicksal. Aber eines Tages scheint sich in Form eines Volkszählers jemand der Problematik anzunehmen und so scheint nicht nur das Geheimnis in Gefahr sondern auch eine Schicksalswendung im Leben des Jungen bevorzustehen. MEINE MEINUNG: Genauso streitbar wie der Autor für viele Phantastik Leser ist, so streitbar ist auch „Der Volkszähler“. Gekonnt führt Mieville den Leser durch seine Story, welcher er gestückelt bzw. nicht wirklich einem Weg folgend aufgebaut hat. Seine gewählten Charaktere fanden bei mir zwar den Weg ins Kopf Kino und bilden auch eine gewisse Silhouette, allerdings blieb es bei einer Hülle. Den Lebensinhalte habe ich dann doch vermisst. Sei es durch den Mangel an Darstellung oder durch eine teils nicht so gelungene Story Integration. Mir fehlt da was. Alles in allen ist das Buch mit kleinen Schwächen lesenswert – aber kein Muss.

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  • Ein Weg ohne Wiederkehr

    Dieser Volkszähler
    Babscha

    Babscha

    23. January 2017 um 21:44

    Uff. Was war das denn jetzt? Wirklich ein Miéville? Kaum zu glauben. Dafür steht das schmale kurze Buch mit seiner irgendwie verworrenen, verquasten, unfertigen Geschichte so ganz im Gegensatz zu den bisherigen überbordenden Werken des Autors. Die Geschichte spielt irgendwo in der Bergregion einer der typischen kargen, mittelalterlich angehauchten Welten im Nirgendwo. Hauptperson ist ein kleiner Junge, der mit seinen Eltern hoch oben auf dem Berg wohnt, wo es von unheimlichen Wesen, allen voran seine höchst eigenartigen Eltern, nur so wimmelt. Irgendwann rennt der Junge schreiend vom Berg in das unterhalb gelegene Dorf und berichtet, sein Vater habe seine Mutter umgebracht. Niemand will ihm glauben. Und dann geschehen viele unheimliche Dinge. Enttäuschung ist ein eher schwacher Begriff für mein Empfinden nach Zuklappen des Buches. Das ganze beschriebene Szenario bleibt von vorne bis hinten undurchsichtig und leider auch bis zum Ende unerklärt. Auf Einzelheiten einzugehen lohnt hier nicht mal. Man bleibt als Leser einfach ratlos zurück und fragt sich, was der Meister der weird fiction wohl mit diesem Buch bezweckt haben mag. Allein die unverändert geniale, wie immer beklemmende und düstere Weltenbeschreibung verhilft hier zum zweiten Stern. Bleibt einfach zu hoffen, dass Miéville mit seinem nächsten Werk wieder zu gewohnter Form zurückkehrt. Nichts für ungut, aber das war nichts.

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