China Miéville Iron Council

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Inhaltsangabe zu „Iron Council“ von China Miéville

New Crobuzon is being ripped apart from without and within. War with the shadowy city-state of Tesh and rioting on the streets at home are pushing the teeming metropolis to the brink. In the midst of this turmoil, a mysterious masked figure spurs strange rebellion, while treachery and violence incubate in unexpected places.

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  • Rezension zu "Iron Council" von China Miéville

    Iron Council
    Jerron

    Jerron

    22. September 2009 um 01:31

    Das dritte Buch aus der überaus abgefahrenen Welt Bas-Lag: Vor etwa 20 Jahren war eine größenwahnsinnige Gesellschaft dabei, eine Eisenbahnstrecke von New Crobuzon aus zum anderen Ende des Kontinentes zu bauen (wir kennen zwar den Weg nicht, aber bauen jetzt trotzdem einfach mal ne Bahnstrecke ins Blaue hinein... ). Nachdem ein Streik grausam niedergeknüppelt wurde, erhebt sich ein noch größerer Aufstand und die Arbeiter machen sich mit ihrem Zug selbständig: Auf einem immer wieder neu verlegten Stück Schienenstrang treten sie ihre Flucht an, stets verfolgt von der Miliz New Crobuzons. Als einziges erfolgreiches Beispiel eines geglückten Aufstandes gegen die übermächtige Staatsmacht ist dieser "Iron Council" genannte Zug fortan der Regierung ein Dorn im Auge und Ansporn und Vorbild für die gesamten Untergrundorganisationen und Widerstandsgruppen in New Crobuzon. Die Stadt befindet sich seit mehreren Jahren in einem ebenso grausamen wie sinnlosen Krieg gegen die räötselhafte Stadt Tesh, die sich unheimlichster Kriegswaffen bedient, um New Crobuzon schlichtweg auszulöschen. In New Crobuzons Bevölkerung schwelt es und Revolution liegt allenhalben in der Luft, nur noch ein Funke, eine Inspiration, scheint zu fehlen, den großen Aufstand auszulösen... Judah Low, ein Golemmeister, der damals mit dem Iron Council gefahren war, sich aber entschloss, nicht die Flucht quer durch den Kontinent anzutreten, sondern nach New Crobuzon zurückzukehren, macht sich auf, dieses legendäre Symbol des Widerstandes zu finden und zur Rückkehr nach hause zu bewegen, um die übermachtige Regierung zu stürzen. Das dritte Buch aus Bas-Lag und ich bin ziemlich enttäuscht... Miéville sprüht mal wieder vor Einfallsreichtum und erschafft eine überaus geniale Welt, leistet sich sogar den Luxus, ausgefallenste exotische weltenbastlerische Ideen in Halbsätzen anzudeuten und dann nicht mehr weiter drauf einzugehen, aber irgendwie scheint er vor lauter Weltenbastelei inzwischen verlernt zu haben, wie man eine Geschichte erzählt. Obwohl ich die zwei ersten Bas-Lag Bücher gelesen habe und hoch verehre, habe ich mich auf den ersten 100 Seiten dieses Buches andauernd gefragt, vovon der Kerl da eigentlich redet! Auf den zweiten hundert Seiten gibt es dann einen umfangreichen Flashback, bei dem einem dann halbwegs klar wird, was das ganze eigentlich soll. Dann schlägt man sich lange Zeit mit einer schleppenden Handlung herum, mit Protagonisten, deren Beweggründe reichlich unverständlich bleiben, Nebenfiguren, deren einziger Sinn darin besteht, früher oder später gestorben zu werden und einem oder zwei reichlich unbefriedigenden Showdowns, in denen er es doch tatsächlich wagt, so was wie deus ex machina zu verwenden!!! So bleibt die Faszination der Golems aus Leichen, Gas, Schatten, Licht und Zeit oder thaumaturgischer Stierschädel, abstruser magisch veränderter Verbrecher, durchgeknallter dämonenbeschwörender Stadtstreicher reichlich getrübt und man kann sich des Eindrucks einer effekthascherischen Nummernrevue nicht erwehren. China, hoffentlich schaffst du es in deinem nächsten Roman ja mal wieder, eine Geschichte zu erzählen.

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