Chloé Caldwell

 3,1 Sterne bei 29 Bewertungen

Lebenslauf

Chloé Caldwell ist Autorin von THE RED ZONE: A LOVE STORY, I’LL TELL YOU IN PERSON und LEGS GET LED ASTRAY. Ihre Texte sind in der NEW YORK TIMES erschienen, in BON APPÉTIT, THE CUT, LONGREADS, NYLON, HOBART, THE SUN, THE RUMPUS, VICE und diversen Anthologien. Sie lehrt Creative Writing und hält entsprechende Workshops ab. Chloé Caldwell lebt in Hudson, New York.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Chloé Caldwell

Cover des Buches Women (ISBN: 9783847902089)

Women

(28)
Erschienen am 25.04.2025

Neue Rezensionen zu Chloé Caldwell

Cover des Buches Women (ISBN: 9783847902089)
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Rezension zu "Women" von Chloé Caldwell

MrsMurphy
Selbsternannter "Klassiker der queeren Literatur" kann meiner Erwartungshaltung leider nicht entsprechen!

Chloé Caldwells Roman, nur rund 193 Seiten stark, ist im April 2025 beim @eichbornverlag erschienen und wurde von Simone Jakob ins Deutsche übersetzt. 

Entstanden ist der Roman bereits 2014, kursierte erst in der queeren Community, um dann vor drei, vier Jahren so richtig durch die Decke zu gehen, weil Hollywood Stars das Buch medienwirksam in die Kamera hielten. Inzwischen wird der Roman mit dem Label „Klassiker der queeren Literatur“ belegt. Ich habe lange überlegt, ob ich den Roman lesen soll, denn bei solch überirdischen Vorschusslorbeeren tue ich mich mit der unbefangenen Lektüre schwer. Meist sind meine Erwartungen zu hoch, um das Werk dann tatsächlich zu mögen. 

Tja, Spoiler: ist auch hier wieder passiert.

Um was geht’s? Die Ich-Erzählerin, die Autorin selbst, berichtet von den sehr intensiven Momenten mit ihrer ersten lesbischen Liebe Finn. Ich fand die Erzählung tatsächlich ein wenig belanglos. Treffen mit Finn, Diskussion mit Finn, Sex mit Finn. Handlung dazwischen suchte ich vergeblich. Das war mir tatsächlich zu wenig, „Sweetspot“ Finn trägt für mich keinen ganzen Roman, auch keinen mit nur 192 Seiten. 

Cover des Buches Women (ISBN: 9783847902089)
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Rezension zu "Women" von Chloé Caldwell

Libby196
I don't get the hype

Die Ich-Erzählerin berichtet von ihrer ersten lesbischen Affäre (heute würde man wohl Situationship sagen) mit einer fast 20 Jahre älteren, vergebenen Frau - Finn.

 So eine ähnliche Art der Beziehung (ob queer oder nicht) hatten wohl schon viele Menschen, deshalb war durchaus Identifikationspotenzial da, ich konnte mich mit dem Schreibstil der Autorin aber leider gar nicht anfreunden und inhaltlich blieb die Geschichte viel zu sehr an der Oberfläche.

 In recht losen Episoden, bei denen oft die Chronologie der Ereignisse unklar ist, erzählt die Protagonistin von den super intensiven Begegnungen mit Finn, die schon obsessiv werden, sehr hohen Höhen und sehr tiefen Tiefen, die das Ganze so ungesund machen.

 Ich weiß nicht, wie man Finn sympathisch finden kann, alles was sie sagt oder tut schreit Red Flag. Die Erzählerin ist zu dem Zeitpunkt mit 26/27 zwar auch nicht mehr ganz jung, dass eine Ende 40-jährige Frau sich so verhält ist aber maximal bedenklich. Sie lebt seit Jahren in einer festen Beziehung und lässt sich trotzdem mit der Erzählerin ein, lässt sie bei sich schlafen, sie gehen ständig in Bars, Cafés, besuchen sich bei der Arbeit - also im Prinzip eine Beziehung, ohne eine zu sein, während sie beide Frauen (die Erzählerin und ihre Freundin) verarscht, sich selbst aber als das Opfer der ganzen Sache sieht.

Der Erzählerin ist bewusst, dass das nicht gut enden kann, trotzdem schafft sie es nicht, sich aus der Abhängigkeit zu lösen (we've all been there). Und hier hätte Finn halt die Erwachsene (die sie ist) sein und einen klaren Schlussstrich ziehen müssen, statt die arme junge Frau permanent mit Mails und halbgaren Liebesbekundungen zu bombardieren.

 Ich konnte die im Vorwort erwähnte Leidenschaft zwischen den beiden Frauen auch absolut nicht spüren, man erfährt auch viel zu wenig über ihre Charaktere, um sie als eigenständige Personen greifbar zu machen. Die Erzählerin existiert nur für Finn, und wenn diese nicht da ist, dröhnt sie sich mit diversen Substanzen zu.

Meiner Meinung nach weniger lesbian Awakening als Warnung, sich von solch emotional nicht verfügbaren Leuten fernzuhalten.

Dass dieses Buch unter lesbischen Frauen angeblich "heimlich" weitergegeben wird und alle es mit ihren (Ex-)Partnerinnen, Freundinnen, Affären etc. lesen, fällt mir schwer zu glauben. Ich konnte keine bahnbrechenden Erkenntnisse mitnehmen.

Cover des Buches Women (ISBN: 9783847902089)
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Rezension zu "Women" von Chloé Caldwell

Melisa57
Die guten Rezessionen im Nachwort haben mich daran zweifeln lassen, ob ich nicht queer genug bin, um das Buch gut zu finden

Der Klapptext und auch das Vorwort waren so vielversprechend, aber ich wurde inhaltlich sowie sprachlich enttäuscht. 

 In dem Roman wurde eine toxische Beziehung sowie das Fremdgehen verherrlicht. Ich habe mir viel mehr Gefühlstiefe erhofft, aber es ging nur um die Oberflächliche Besessenheit der Autorin.  
Für mich war das keineswegs ein Buch über Sexualität oder Identität. Es ging ja nicht einmal darum, dass die Autorin versucht hat „rauszufinden“ ob sie denn nun Lesbisch ist und ob sie Männer überhaupt jemals wirklich geliebt hat. Aber genau das hat der Klapptext vermuten lassen. Die Autorin hat nur in einer kurzen Stelle erwähnt, dass ihr Exfreund fand, dass sie beim Sex mit ihm gelangweilt aussieht. Danach ging’s, im Bezug auf die Suche nach ihrer Identität & Sexualität, nur darum dass der Sex mit Finn ihr verdammt gut gefallen hat. Es hätte der Geschichte viel mehr Tiefe verliehen, wenn die Autorin auf ihre Gefühle eingegangen wäre statt uns zu erzählen wie sehr ihr der Sex mit Finn gefällt. Aber die Beziehung zwischen der Autorin und Finn war auch eigentlich nur eine Affäre ohne Tiefe.

Zum Nachwort: Nach den ganzen guten Rezessionen, die im Nachwort zitiert wurden, musste ich wirklich kurz überlegen, ob ich vlt nicht queer genug bin um das Buch gut zu finden. Frauen zu Daten fühlt sich für mich persönlich viel tiefer und ehrlicher an als Männer zu daten. Jedes Gefühl das ich fühle, wenn ich mit einer Frau zusammen bin, ist so viel intensiver als die ganzen Gefühle zusammen, die ich mit Männern empfunden habe. Deswegen kann ich auch verstehen, dass die Autorin die Beziehung zu Finn intensiv darstellen wollte, aber sie ist leider nie auf ihre Gefühle eingegangen und hat nur an der Oberfläche gekratzt und wahrscheinlich deshalb fand ich die Geschichte auch einfach nur toxisch und oberflächlich.

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