Chloe Benjamin

 4,2 Sterne bei 263 Bewertungen
Autorin von Die Unsterblichen, Die Unsterblichen und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Ein großartiges neues Talent aus den USA: Chloe Benjamin stammt ursprünglich aus San Francisco, zog für ihr Studium in literarischem Schreiben jedoch nach Wisconsin, wo sie noch heute lebt. Ihr Debüt als Romanautorin gab sie 2014 mit „The Anatomy of Dreams“, für das sie mit dem Edna Ferber Fiction Book Award ausgezeichnet wurde. Ihr zweites Buch, „The Immortalists“ von 2018, toppte den Erfolg ihres Erstlingswerks noch und schaffte es an die Spitzen der Bestsellerlisten. Noch im selben Jahr erschien auch eine deutsche Übersetzung, „Die Unsterblichen“. Chloe Benjamin ist verheiratet, ihr Mann, Nathan Hill, ist ebenfalls Schriftsteller und laut Aussage der Autorin ein wunderbarer Lektor für ihre Bücher.

Alle Bücher von Chloe Benjamin

Cover des Buches Die Unsterblichen (ISBN: 9783442719853)

Die Unsterblichen

(233)
Erschienen am 10.05.2021
Cover des Buches Die Unsterblichen (ISBN: 9783844532135)

Die Unsterblichen

(17)
Erschienen am 29.10.2018
Cover des Buches Die Unsterblichen (ISBN: B07J2MPC83)

Die Unsterblichen

(0)
Erschienen am 29.10.2018
Cover des Buches The Immortalists (ISBN: 9780735213180)

The Immortalists

(13)
Erschienen am 09.01.2018

Neue Rezensionen zu Chloe Benjamin

Cover des Buches Die Unsterblichen (ISBN: 9783442719853)
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Rezension zu "Die Unsterblichen" von Chloe Benjamin

PunktundKomma
Zwischen dem Leben und dem Tod

Was wäre, wenn du wüsstest, wann dein Leben endet? Genau damit beschäftigt sich dieser Roman – eine berührende Familiengeschichte über Schicksal, Entscheidungen und die Suche nach Kontrolle im Ungewissen.

Worum es geht:

New York im Sommer 1969. Um der Langeweile zu entgehen, auf der Suche nach einem Abenteuer, besuchen vier Geschwister – Varya, Daniel, Klara und Simon – eine geheimnisvolle Wahrsagerin, die angeblich das genaue Todesdatum eines Menschen vorhersagen kann. Einzeln und der Verschwiegenheit verpflichtet, betreten sie die Räume der seltsamen Frau. Hinterher ist plötzlich alles anders. Diese Begegnung hinterlässt bei jedem Einzelnen einen tiefen Eindruck und bleibt nicht ohne Folgen, denn dieses Erlebnis beeinflusst jede ihrer Lebensentscheidungen auf dramatische Weise.
So entfaltet der Roman sich über mehrere Jahrzehnte hinweg und bespielt die zentrale Frage: Wie verändert sich das Leben, wenn man glaubt zu wissen, wann es enden wird?

Zum Buch:

Chloe Benjamin überzeugt mit starken Figuren, tiefgründigen Fragen und einer ruhigen, eindringlichen Erzählweise, die noch lange nachhallt.

Der Aufbau Benjamins Roman »Die Unsterblichen« ist so gestaltet, dass jedem Geschwisterkind ein eigener Abschnitt gewidmet ist. Beginnend bei Simon, dem jüngsten Kind der Familie. Die Autorin überzeugt besonders durch ihre feinfühlige und glaubwürdige Figurenzeichnung. Jedes der vier Geschwister wird mit großer psychologischer Tiefe und individueller Stimme dargestellt – ihre Ängste, Hoffnungen und Widersprüche wirken authentisch und greifbar. 

Ein starkes Buch, das zum Nachdenken anregt, aber durch seine ruhige Erzählweise dennoch die Distanz zum Lesenden bewahrt.
Perfekt für alle, die Geschichten lieben, die zum Nachdenken anregen und dabei emotional berühren. Denn in dem Roman wird keine heitere Familiengeschichte erzählt. Vielmehr schildert die Autorin in ihrem Buch eindringlich und berührend das Spannungsfeld zwischen freiem Willen und Vorhersehung – eingebettet in eine Familiengeschichte voller Verlust, Bindung und der tiefen Sehnsucht, das eigene Schicksal lenken zu können. 

Keine leichte Kost, aber für mich ein starkes Buch, das man nur schwer aus der Hand legen kann.

Mehr dazu hier: https://www.buchleserin.de/2025/08/07/die-unsterblichen/

Cover des Buches Die Unsterblichen (ISBN: 9783442719853)
Abnunchas avatar

Rezension zu "Die Unsterblichen" von Chloe Benjamin

Abnuncha
Jede Zeit hat ihre Künstler, die vorläufig unsterblich sind (Otto Weiß)

Ein wahnsinnig, erschreckender Gedanke den Tag seines Todes zu erfahren, will man das? In diesem Buch lassen sich vier Geschwister aus Neugierde darauf ein. Eine Wahrsagerin die in ihre Stadt gekommen ist, soll ihnen den Tag voraussagen, einzeln gehen sie zu ihr, keiner darf danach sagen was sie gesagt hat. Aber war es gut das zu erfahren, schweigend gehen die Geschwister nach Hause. Wie würde man sein Leben gestalten, wenn man weiß wann es vorbei ist? Die Geschwister gehen in vier verschiedene Richtungen, was erwartet sie und wie wird sich ihr Leben ändern, wer stirbt zuerst, wie alt werden sie, alles Fragen die zunächst unausgesprochen bleiben und wird die Wahrsagerin recht haben, und wie hoch ist der Preis den sie dafür zahlen? Ein Leben für ein paar Cent, soviel hat die Antwort gekostet. Das Buch ist eigenwillig, aber ich habe es gerne gelesen. Vielen Dank.  

Cover des Buches Die Unsterblichen (ISBN: 9783442719853)
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Rezension zu "Die Unsterblichen" von Chloe Benjamin

Svenjas_BookChallenges
Eine interessante Geschichte, die mich jedoch nicht restlos überzeugen konnte

Wie würdest du leben, wenn du wüsstest, an welchem Tag du stirbst? Diese Frage ist die Essenz von „Die Unsterblichen“, einem Bestseller-Roman von Chloe Benjamin. Es ist eine interessante Frage, die sich nur schwer beantworten lässt – ganz unterschiedliche Antworten darauf findet Benjamin anhand ihrer vier Protagonist*innen. Die Geschwister Simon, Klara, Daniel und Varya beschließen Ende der 1960er Jahre, zu einer Wahrsagerin in der New Yorker Hester Street zu gehen und sich ihre jeweiligen Todesdaten sagen zu lassen. Zunächst versetzt dieses Wissen die Kinder nicht in Panik, doch als sie erwachsen werden, wird die Voraussage immer bedrohlicher.

Es ist eine interessante Idee, die Benjamin als Aufmacher nutzt für einen Roman über vier ganz unterschiedliche Menschen und vier ganz unterschiedliche Leben. In vier Teilen begleiten wir jeweils eines der Geschwister durch sein jeweiliges Leben, wobei es hin und wieder natürlich Überschneidungen gibt. Allerdings leben sich die Geschwister auch auseinander und kommen nur selten, wenn überhaupt, wieder zusammen, sodass die Geschichten von einem Startpunkt aus doch recht schnell in verschiedene Richtungen streben.

Gleich zu Beginn der Handlung, als ich noch überhaupt nicht wusste, wie sich das Ganze entwickeln würde, habe ich an die „selbsterfüllende Prophezeiung“ gedacht. Ich möchte nicht spoilern, aber das scheint tatsächlich das Prinzip zu sein, dass Benjamin im Kopf hatte. Sodass mir natürlich recht schnell klar war, wohin die Leben von Simon, Klara, Daniel und Varya führen würden. Und das, muss ich sagen, hat mich vor allem im Mittelteil des Romans doch sehr ernüchtert und deprimiert. Für mich hatte die Geschichte stellenweise etwas sehr Hoffnungsloses und ich hatte die Befürchtung, dass keines der Geschwister es schaffen würde, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, das nicht von dem Damoklesschwert über seinem Kopf beherrscht wird.

Natürlich ist es trotzdem eine interessante Überlegung, die Benjamin in ihrem Roman anstellt. Und vielleicht bringt die Geschichte auch in erster Linie die Erkenntnis, dass jedes Leben endlich ist. Ich hätte mir aber einfach wirklich mehr Positivität und nicht ganz so viel Ernüchterung und Trostlosigkeit gewünscht. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass mit den ersten beiden Geschwistern, Simon und Klara, die nach San Francisco gehen, die interessantesten Teile schon erzählt wurden. Daniel und Varya wurden im Vergleich weniger ausführlich behandelt – die Teile zu ihren Leben habe ich eher als zäh und wiederholend empfunden.

Das Hörbuch hat mich also insgesamt, obwohl von Wolfram Koch wirklich gut und einfühlsam gelesen, leider nicht so richtig erreicht. Die Geschichte war mir zu grau, zu hoffnungslos und stellenweise auch zu langatmig. Die Grundidee mag ich nach wie vor und vor allem Simons und Klaras Geschichten haben mich zumindest teilweise abgeholt und berührt. Deswegen ist „Die Unsterblichen“ für mich alles in allem okay, wenn es mich auch nicht restlos überzeugen konnte.

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