Choga Regina Egbeme

 4,2 Sterne bei 177 Bewertungen
Autor*in von Hinter goldenen Gittern, Hinter dem Schleier der Tränen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Choga Regina Egbeme

Cover des Buches Hinter goldenen Gittern (ISBN: B008DM410C)

Hinter goldenen Gittern

(105)
Erschienen am 21.06.2012
Cover des Buches Hinter dem Schleier der Tränen (ISBN: B008DM426K)

Hinter dem Schleier der Tränen

(37)
Erschienen am 21.06.2012
Cover des Buches Die verbotene Oase (ISBN: B008DM41K2)

Die verbotene Oase

(35)
Erschienen am 21.06.2012

Neue Rezensionen zu Choga Regina Egbeme

Cover des Buches Die verbotene Oase (ISBN: B008DM41K2)
Yoyomauss avatar

Rezension zu "Die verbotene Oase" von Choga Regina Egbeme

Yoyomaus
Ein wichtiges Thema, aber nicht fesselnd

Ein Leben in Freiheit, 

aber was ist der Preis dafür?

 

Zum Inhalt (Booklet):
 Choga Regina Egbeme lebt in einer scheinbaren Idylle: Zusammen mit einigen Gefährtinnen und ihrer deutschen Halbschwester ist sie auf die verlassene Farm ihrer Mutter in Zentral-Nigeria gezogen. Geborgenheit und neuen Mut finden sie in der alten Lebensform: ein Harem, zu dem Männer aber keinen Zutritt haben. Doch ihr Zufluchtsort ist bedroht: Die islamische Nachbarschaft, die für die Einführung der Scharia kämpft, kann diese Frauengemeinschaft nicht dulden. Immer wieder werden die Frauen brutal überfallen. Choga muss die Farm mit hohen Mauern umgeben, aber wird es ihr gelingen, sich und ihre Gefährtinnen vor der feindlichen Welt außerhalb des Harems zu beschützen?

 

Cover:

Das Cover zeigt eine verhüllte Frau in Wüste oder in der Savanne. Das wirkt geheimnisvoll und vielleicht für unsere Region auch befremdlich, da die Verhüllung hier eher weniger praktiziert wird. Das macht aber natürlich auch neugierig, worum es hier geht. Somit greift man automatisch zu dem Buch, was wirklich clever gemacht ist.

 

Eigener Eindruck:

Diese Biografie beschreibt das Leben von Choga Regina Egbeme und deren Mitbewohnerinnen. In einem Harem versuchen die Frauen ohne Männer in einer doch recht feindlichen Umgebung ein friedliches Leben zu führen. Das gelingt ihnen leider bisweilen nicht. Choga schreibt über die Schicksale ihrer Gefährtinnen, über religiöse und politische Probleme, ein wirklich krankhaftes Bild über die Frau in einer Welt welche aufgeklärt sein will, aber es nicht kann. Hier geht es um Gewalt an Frauen, Missstände der Gesellschaft und einer Welt in der man für seine Rechte kämpfen muss, aber auch schnell einmal verlieren kann. Es sind Schicksalsschläge die man wirklich nur schwer verkraften kann, Schicksale, bei denen der Mut fehlte und die Tragik zugeschlagen hat. Das buch zeigt ganz gut, wie glücklich wir uns schätzen können hier in Europa zu leben. Es zeigt, dass die Rechte der Frau und deren Freiheit nicht überall selbstverständlich sind. Das Buch ist kritisch, es ist ehrlich und brutal. Es ist genau das, was Augen und Ohren öffnen sollte. Doch so wichtig all diese Themen sind und wie tragisch auch die Schicksale. Das Buch hat mich einfach nicht abgeholt. Ich bin mit dem Schreibstil nicht warm geworden, ich musste es öfter weglegen, weil ich es manchmal nicht ertragen konnte – in zweierlei Hinsicht. Das Buch zog sich zäh wie Kaugummi, war manchmal sehr verwirrend für mich und das alles dann in Kombination lässt mich ziemlich unzufrieden zurück, da so ein Buch eigentlich fesseln sollte, besonders wegen den Erlebnissen, wegen der Authenzität. Schade, denn ich denke, dass es auch einigen anderen so geht und somit sein Ziel, gehört zu werden verfehlt. Allein schon der Anfang, als sie beschreibt wie eine der Frauen von ihrem Mann behandelt wurde und das dann so herüberkommt wie: na ist halt so… Nein, ist es eben nicht! Selbst in einer Gesellschaft, wo das wahrscheinlich zum „guten Ton“ gehört als Mann brutal zu sein und auch noch fröhlich HIV zu verteilen. NEIN! Also ihr seht, man braucht hier wirklich starke Nerven.

 

Fazit:

Obwohl ein sehr wichtiges Thema konnte mich dieses buch nicht erreichen. Teert und federt mich dafür, aber ich kann einfach keine Leseempfehlung aussprechen.

 

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

Ausgabe: eBook

Erscheinungsdatum: 21.06.2012

ISBN: B008DM41K2

Sprache: Deutsch

Umfang: 240 Seiten

Verlag: Brainstorm Berlin

 

 

 

 

 

 

Cover des Buches Hinter goldenen Gittern (ISBN: B008DM410C)
Cookie02s avatar

Rezension zu "Hinter goldenen Gittern" von Choga Regina Egbeme

Cookie02
Sehr bewegende Biografie

Ich habe diese Biografie von Choga Regina Egbeme vor vielen, vielen Jahren zum ersten Mal gelesen, und seither immer wieder. Ihr Schicksal und das Leben, das sie beschreibt, ist einerseits traurig und schockierend, andererseits aber auch von Glück durchzogen.

Choga ist in einem "Harem" aufgewachsen, bzw. in einer christlichen Sekte in Nigeria, als Tochter eines Schwarzen Afrikaners und einer Weißen Deutschen. Nicht nur aufgrund der Herkunft ihrer Mutter, sondern auch aufgrund einer Gehbehinderung nimmt sie eine Sonderrolle in der Gesellschaft ein. Sie beschreibt in diesem Buch ihre glückliche Kindheit mit vielen Müttern und vielen Geschwistern, mit viel Liebe und Geborgenheit. Zugleich wird durch ihre Beschreibungen jedoch auch deutlich, welchen strengen Regeln die Mitglieder dieser Familie unterliegen. Das Ausmaß dieser Regeln ist Choga in ihrer Kindheit nicht immer bewusst, zudem fehlt ihr der Vergleich mit anderen Kulturen, in denen (insbesondere die Frauen) selbstbestimmter Leben können. Als sie jedoch langsam erwachsen wird und nicht nur mit dem Tod geliebter Menschen, sondern auch ihrer eigenen Zwangshochzeit konfrontiert wird, beginnt sie, die Regeln ihres Vaters in Frage zu stellen.

Während die erste Hälfte dieses Buches Chogas Kindheit beschreibt und ein eher friedliches Bild dieser Kommune abgibt, gibt es in der zweiten Hälfte einige dramatische Szenen und Wendungen. Ich konnte Chogas Verzweiflung und Angst sehr gut nachempfinden und habe mit ihr gezittert und gebangt. Einige besonders schmerzvolle Szenen waren für mich nur schwer zu ertragen. Choga war in meinen Augen eine sehr starke junge Frau, die trotz ihrer scheinbar aussichtslosen Lage um ihre Freiheit gekämpft hat. Ihre Erlebnisse haben mich sehr berührt.
Obwohl Chogas Geschichte so schmerzvoll und traurig ist, hat mir das Buch durch die positive Beschreibung ihrer Kindheit auch begreiflich gemacht, warum es manche Menschen in solch eine Form des Zusammenlebens zieht.

"Hinter goldenen Gittern" ist der erste Teil einer Trilogie und beschreibt Chogas gesamte Kindheit und Jugend, während die beiden folgenden Bücher einen sehr viel kürzeren Zeitraum danach behandeln. Obwohl mir auch diese gefallen haben und mich insbesondere das traurige Ende dieser Reihe sehr berührt hat, ist dieser erste Band für mich deutlich ergreifender gewesen.

Fazit:
Eine sehr bewegende, schockierende und spannende Biografie, die sowohl die positiven, als auch die negativen Seiten der Gesellschaft beschreibt, in der die Autorin aufgewachsen ist. Sehr empfehlenswerte 4,5 Sterne.

Cover des Buches Hinter goldenen Gittern (ISBN: B008DM410C)
Paperboats avatar

Rezension zu "Hinter goldenen Gittern" von Choga Regina Egbeme

Paperboat
Eine Frau lässt ihr Leben in Deutschland hinter sich, um eine von vielen Ehefrauen im Harem zu werde

Eine Bayerin trennt sich von ihrem Ehemann und ihrer Tochter in Deutschland, um in Lagos die 33. Frau eines wohlhabenden Afrikaners zu werden.
Die Autorin, Choga Regina Egbeme, wächst als Tochter dieser nach Afrika ausgewanderten Frau im Harem auf. Dort hat sie viele Mütter, von denen jede sich um jedes Kind kümmert, und ebenso zahlreiche Geschwister. Ihr Vater leitet die Glaubensgemeinschaft "Church Of Black Jesus", die gesamte Familie wird im Sinne des Christentums erzogen und lebt danach. Die Nächstenliebe, die CHoga gelehrt wurde, kommt an vielen Stellen des Buches vor.
Sie beschreibt, wie zufrieden sie ihre Kindheit hinter den Mauern des Haarems verbrachte, mit welcher Wärme und Liebe sie aufgezogen wurde. Die Welt außerhalb des Harems lernt sie erstmalig kennen, als ihre Mutter im Auftrag des Vaters auf eine weit entfernte Farm geschickt wird, um diese zu bewirtschaften. Choga entdeckt ihre Liebe für die Natur und unterstützt ihre Mutter und die Mitfrauen in allen Arbeiten auf der Farm.
Ihre persönliche Hölle beginnt, als ihr Vater beschließt, sie an einen 40 Jahre älteren Mann zu verheiraten.
Viele Jahre später lernt Choga ihre Halbschwester Magdalena bei einem Treffen in Lagos kennen und erzählt ihr die Geschichte ihres Lebens.

Das Buch war trotz der darin teils beschriebenen Ereignisse erfrischend zu lesen. Unterschiede zu bisher von mir gelesenen Büchern ähnlichen Themas sind zum einen die Religion und der damit verbundene Glaube und die harmonische Vorgeschichte. Erst ab dem letzten Drittel des Buches beginnt die Welt, in die man sich zuvor eingelesen hat, Stück für Stück zu zerbrechen. Trotz aller schrecklicher Ereignisse jedoch liest man immer wieder Zeilen voller Hoffnung.

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

172 Bibliotheken

8 Merkzettel

2 Leser*innen

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks