Choga Regina Egbeme Die verbotene Oase

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Inhaltsangabe zu „Die verbotene Oase“ von Choga Regina Egbeme

Choga Regina Egbeme lebt in einer scheinbaren Idylle: Zusammen mit einigen Gefährtinnen und ihrer deutschen Halbschwester ist sie auf die verlassene Farm ihrer Mutter in Zentral-Nigeria gezogen. Geborgenheit und neuen Mut finden sie in der alten Lebensform: ein Harem, zu dem Männer aber keinen Zutritt haben. Doch ihr Zufluchtsort ist bedroht: Die islamische Nachbarschaft, die für die Einführung der Scharia kämpft, kann diese Frauengemeinschaft nicht dulden. Immer wieder werden die Frauen brutal überfallen. Choga muss die Farm mit hohen Mauern umgeben ? aber wird es ihr gelingen, sich und ihre Gefährtinnen vor der feindlichen Welt außerhalb des Harems zu beschützen?

Gut beschrieben, macht nachdenklich

— Scarjea

Nicht so gut, wie der erste, aber trotzdem interessant

— Fee14

Wie bereits im erste Band, kann man sich mit dieser Story in eine fremde Kultur hineinfühlen.

— Avalee

Wer diese Biografie liest, erfährt viel über einen fremden Lebensstil in Armut. Es ist unvorstellbar, mit wie wenig man auskommen kann.

— gst

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  • Eine starke Gemeinschaft inmitten von Glaubenskriegen

    Die verbotene Oase

    Avalee

    08. December 2016 um 11:58

    Choga lebt mittlerweile mit ihrem Sohn, einigen ihrer alten „Mamas“ und anderen Frauen des Compound sowie deren Kindern zusammen auf der Farm ihrer verstorbenen Mutter auf der sie aufwuchs. Sie führen ein ruhiges, sparsames Leben, wobei Choga ihre Heilerinnenfähigkeiten tatkräftig für die Familie einsetzt. Eines Tages steht Efe, Chogas Halbschwester, mit ihrem todkranken Sohn vor der Tür. Sie wird mit offenen Armen empfangen, genauso wie Magdalena, Chogas deutsche Halbschwester, die zukünftig die Kinder unterrichten soll. Neben einer Schule schaffen es die Frauen mit etwas Hilfe auch ein Heilhaus aufzubauen. Allerdings nehmen die religiösen Konflikte zwischen Muslimen und Christen um die Gemeinschaft herum zu und äußern sich in immer stärker werdender Gewalt. Auch ihre kleine Oase bleibt nicht verschont … Wie bereits im erste Band, kann man sich mit dieser Story in eine fremde Kultur hineinfühlen. Man erlebt als Leser die festen Familienbande der Frauen mit und es ist bemerkenswert, was hier alles gemeinsam geschaffen wird. Allerdings weckte die Handlung eine gewisse Antipathie gegenüber Muslimen in mir. Sicher sind nicht alle Muslime so wie in diesem Buch beschrieben, doch dass es Menschen gibt, die aufgrund ihres Glaubens anderen Menschen – in diesem Fall vor allem Frauen – das Leben so schwer machen ist erschreckend; wenn auch leider nicht neu. Wie schon Hinter goldenen Gittern (Band 1) sehr zu empfehlen.

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  • Aidskranke Frauen im Glaubenskrieg

    Die verbotene Oase

    gst

    11. April 2014 um 21:01

    Seit langem schon interessiert mich, wie Frauen im Harem lebten. Was für uns Europäer so unvorstellbar ist, scheint in anderen Kulturen kaum Ängste auszulösen. Um mehr von dieser fremden Welt zu erfahren, habe ich mir die Lebensgeschichte von Choga Regina Egbeme zu Gemüte geführt. Sie wurde 1976 in Lagos/Westafrika im Harem geboren – von einer deutschen Mutter. Bei ihrer Geburt kam es zu Komplikationen, weshalb sie gehbehindert ist. Gegen ihren Willen wurde sie als 16-jährige mit einem fast 30 Jahre älteren Mann verheiratet, der sie vergewaltigte und mit Aids infizierte. Mit Hilfe ihrer Mutter und den Patentanten konnte sie aus ihrer Ehe fliehen. Nach der Geburt ihres Sohnes Joshua absolvierte Choga eine dreijährige Ausbildung zur traditionellen Heilerin. Dieses im Regenwald erworbene Wissen half und hilft ihr, den Feind im eigenen Körper im Schach zu halten. Das Buch erzählt aus den Jahren 2001/2002. Damals war die gläubige Christin mit anderen, ebenfalls an Aids erkrankten Frauen und Kindern auf die von ihrer Mutter geerbte Farm zurückgekehrt. Sie erzählt von der Arbeit, die nötig war, das dem Verfall preisgegebene Haus wieder bewohnbar zu machen. Anfangs erhielt die Gemeinschaft von einem Nachbarn, einem Muslimen, noch Hilfe, weil es Choga gelungen war, dessen Frau zu heilen. Auch schickte er seine lernbegierige Tochter in die Schule auf der Farm... Doch im Lande machten sich Unruhen breit: Christen und Muslime begannen sich zu bekämpfen. Es kam zum Eklat und all das mühsam Aufgebaute drohte vernichtet zu werden. Wer diese Biografie liest, erfährt viel über einen fremden Lebensstil in Armut. Es ist unvorstellbar, mit wie wenig die aidskranken Frauen ein scheinbar zufriedenes Leben führten. Choga kümmerte sich mit ihrem Heilerwissen rührend um jeden einzelnen. Dabei hatte sie keine Medikamente, wie wir sie kennen, sondern bereitete Tees aus der Natur. Sie hielt sich an althergebrachte Rituale, die ihr Kraft verliehen und in unserer Welt als wirkungslos abgetan würden. Trotz der Angriffe durch die Muslime, hielt sie die Nächstenliebe unabhängig von der Glaubensgemeinschaft hoch. Sie ist eine wirklich bewundernswerte junge Frau, die durch ihre „große Schwester“ aus Deutschland viel Unterstützung erfuhr. Mich hat das Buch tief beeindruckt. Nachdem ich im ersten Drittel noch Schwierigkeiten hatte, mich in dieser fremden Welt zurecht zu finden, fiel es mir zum Schluss schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Bisher war mir trotz der Nachrichten nicht bewusst, was der Glaubenskrieg der Radikalen in Afrika anrichtet. Sehr gut gefiel mir das folgende Zitat aus dem Dankeswort der Autorin: "Niemand kann die Welt allein retten. Es reicht, wenn wir nach der Hand unseres Nächsten greifen. Was für eine wunderbare Welt wäre das!“

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  • Die verbotene Oase

    Die verbotene Oase

    Das_Leseding

    17. November 2013 um 11:14

    Inhalt: Mit “Hinter goldenen Gittern” begann die Geschichte um Choga (Koga) Regina Egbeme, im Harem ihres Vaters. Nun führen die tapferen Frauen ihren eigenen. Auf der Farm von Chogas Mutter bauen sich die Frauen ihr eigenes Leben auf, und Choga, die ihre Ausbildung als Heilerin abgeschlossen hat, versucht alles um ihre Familie vor dem tödlichen Virus und den gefährlichen Nachbarn zu schützen … Schreibstil: Der Schreibstil war besser als im ersten Teil. Choga sprang nicht so stark im Text und erklärt in angemessenen Längen. Sehr bewegend ist die Spiritualität und der Glaube, den sie sehr emotional und umfassend schildert. Zitat S.223 (Danksagung): Niemand kann die Welt allein retten. Es reicht, wenn wir nach der Hand unseres Nächsten greifen. Was für eine wunderbare Welt wäre das! Zitat S.166: Vielleicht ist [morden] keine Frage der Hautfarbe, sondern einfach in den Menschen drin. Immerhin können sie etwas, wozu Tiere nicht in der Lage sind: hassen. Charaktere: Choga war eine sehr starke Persönlichkeit, die ihren eigenen Kopf einsetzt und alles versucht was sie kann. Ich bin sehr fasziniert von ihrer Persönlichkeit, von der wir uns alle etwas abschneiden können. Magdalena, Chogas deutsche Schwester, spielt auch hier wieder eine Rolle. Ihre deutsche Art kommt sehr gut herüber und dennoch passt das afrikanische gut zu ihr. Ihre Art sich zu integrieren und sich den Gegebenheiten anzupassen ist erstaunlich und hat mich tief beeindruckt. Die Mamas (Bisi, Ada, Ngozi) haben sich auch wunderbar entwickelt. Ich fand ihre Entwicklung und auch das freie denken wunderbar! Cover: Das Cover, der in weiß gehüllten Frau passt perfekt – nach dem Lesen versteht man auch warum  Fazit: Ein sehr bewegender zweiter Teil, der mich zu starken tränen rührte. Choga verwendete viele Fabeln und Sprüche, die sie hervorragend in ihr Buch einarbeitete. Daher eine Leseempfehlung für Leser, welche gerne Erfahrungen und Schicksalsberichte lesen. Von mir gibt es volle 5 Sterne für ein sehr bewegendes Schicksal und den Mut, dieses niederzuschreiben.

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  • Rezension zu "Die verbotene Oase" von Choga Regina Egbeme

    Die verbotene Oase

    mabuerele

    09. October 2010 um 17:27

    Choga Regina Egbeme, Tochter einer deutschen Mutter und eines nigerianischen Vaters, verlebt ihre Kindheit in einem Harem. Als sie mit einem älteren Mann verheiratet wird, vergewaltigt dieser sie. Nach dem Tod ihres Vaters gelingt es ihr, aus dem Harem zu fliehen und sich als Heilerin ausbilden zu lassen. Sie weiß, dass sie und ihr Sohn Aids haben. All das steht im Buch „Hinter goldenen Gittern“. „Die verbotene Oase“ ist der zweite Teil. Choga hat von ihrer Mutter ein Stück Land in Zentralnigeria geerbt. Zusammen mit einigen Gefährten lässt sie sich auf dieser Farm nieder. Hier arbeitet sie als Heilerin. Ihre deutsche Schwester, studierte Lehrerin, kommt nach Nigeria und unterrichtet die Kinder auf der Farm. Chogas Vater hatte eine eigene christliche Kirche gegründet. Auf der Farm leben also nur Christen. Sie praktizieren die traditionelle Form eines Harems. Männer haben keinen Zutritt. In der Schule werden aber auch moslemische Kinder unterrichtet. Sie Heilerin fragt Choga ebenfalls nicht nach der Religion . Doch in Nigeria kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Christen und Moslems. Als Choga einer moslemischen Frau bei der Entbindung hilft, deren Kind unehelich ist, eskaliert die Situation. Die Oase wird von Fanatikern angegriffen. Zwar bleibt das Wohnhaus verschont, doch Kirche und Krankentrakt werden zerstört. Aller Pflanzen, die Choga braucht, um einen Tee herzustellen, verbrennen. Der Tee dient dazu, das Immunsystem gegen Aids zu stärken. Es ist beeindruckend, wie es den Frauen gelingt, in für uns Europäer primitiven Verhältnissen zu überleben. Das Buch räumt auf mit vielen Vorurteilen über traditionelle afrikanische Medizin. Es ist keine erfundene Geschichte, sondern ein Erfahrungsbericht. Die handelnden Personen haben so und nicht anders gelebt. Im Zusammensein von Choga mit ihrer Schwester werden auch unterschiedliche Ansichten deutlich und Vor- und Nachteile diskutiert. Was für uns selbstverständlich ist, wie medizinische Versorgung oder die Freiheit der Frau, ist auch im heutigen Nigeria eine Seltenheit. Ob es gelingen wird, dann die unterschiedlichen Volksschichten friedlich zusammen leben werden, wird die Zukunft zeigen. In dem Roman wird nichts beschönt und glattgebügelt. wer aber vorurteilsfrei an die Lektüre geht, kann die Frauen und ihre Leistungen nur bewundern. Es ist eben ein etwas anderer Afrikaroman.

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  • Rezension zu "Die verbotene Oase" von Choga Regina Egbeme

    Die verbotene Oase

    wollsoeckchen88

    28. September 2010 um 10:15

    In "Die verbotene Oase" beschreibt Choga Regina Egbeme eindringlich die Unruhen zwischen Christen und Muslimen, die sich etwa 2001 in Nigeria zugetragen haben. Ihre Gemeinschaft christlicher Frauen, die nach der Auflösung des Harems begonnen hat, eine Farm mit Schule, Kapelle und kleiner Krankenstation zu bewirtschaften, erlebt den Glaubenskrieg am eigenen Leibe, als Choga, die nun Heilerin ist, eine Muslima aufnimmt, die dringend medizinischer Hilfe bedarf. Wie schon im ersten Teil von Choga Regina Egbemes Autobiographie schildert sie die Erlebnisse, die ihr widerfuhren, sehr realistisch, was vor allem bei dem Thema Glaubenskrieg nicht immer leicht verdaulich ist. Auch wird die Krankheit AIDS, an der viele Frauen und Kinder auf der Farm, sowie Choga und ihr kleiner Sohn Joshua leiden, ein immer größeres Thema. Als Leser war ich stets hin und her gerissen zwischen dem Weg, den Choga für richtig hielt, und den Ansichten der Frauengemeinschaft, denn beide Standpunkte erschienen mir überzeugend. Ich habe großen Respekt vor diesen christlichen Frauen, die selbst im Angesicht von Hass und Gewalt seitens der Muslime und der Uneinigkeit in der Gemeinschaft selbst trotzdem geschlossen und unerschrocken gegen die Bedrohung vorgingen und standhielten bis zum Letzten. Wieder ein hervorragendes Buch von der deutsch-nigerianischen Haremstochter über starke Frauen, die sich einer Männerherrschaft nicht mehr beugen.

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  • Rezension zu "Die verbotene Oase" von Choga Regina Egbeme

    Die verbotene Oase

    babsib

    21. July 2010 um 13:09

    Die Bücher von Choga R. Egbeme sind zwar sehr ernst. aber echt gut zu lesen. Ich habe alle 3 Bücher gelesen und kann Sie nur weiter empfehlen.

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