Phew. Ja, was soll ich sagen. Ich wurde mit der Geschichte überhaupt nicht warm. Kurumatani erzählt von sich und von seiner Frau, wie sie einen Nashornkäfer in einem Tokioter Park entdecken und diesen mit zu sich nach Hause nehmen, als Haustier. Sie nennen ihn Musashimaru. Nashornkäfer leben nicht länger als 4 bis 6 Monate, bestenfalls. Von diesem kurzen Leben des Käfers handelt das Buch, das sich auf etwa 50 Seiten erstreckt, auf den restlichen 10 Seiten wird vom Leben und Schaffen des Autors erzählt. Musashimaru tut nicht viel. Er frisst Melone, pinkelt, ejakuliert zur Paarungszeit und verliert mit der Zeit seine Klauen. Mehr passiert nicht, die Geschichte ist bloß eine Dokumentation dieses kurzen Lebens.
Ich weiß nicht warum, aber irgendwie habe ich eine Fiktion erwartet, eine Geschichte, ähnlich gut wie „Die Verwandlung“ von Kafka. Es reicht, wenn man sich das Gedicht auf Seite 31 und 32 durchliest, dann weiß man alles über Musashimaru und das Buch. Immerhin sind die wenigen schwarz-weißen Illustrationen ganz schön.




