Chris Adrian

 3.3 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Die große Nacht, Ein besserer Engel und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Chris Adrian

Die große Nacht

Die große Nacht

 (18)
Erschienen am 02.12.2013
Ein besserer Engel

Ein besserer Engel

 (1)
Erschienen am 07.03.2014
The Great Night

The Great Night

 (0)
Erschienen am 08.05.2012
Gob's Grief

Gob's Grief

 (0)
Erschienen am 01.03.2002
A Better Angel

A Better Angel

 (0)
Erschienen am 21.07.2009
The New World

The New World

 (0)
Erschienen am 05.05.2015
The Children's Hospital

The Children's Hospital

 (0)
Erschienen am 07.02.2013

Neue Rezensionen zu Chris Adrian

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Nespavanjes avatar

Rezension zu "Ein besserer Engel" von Chris Adrian

Magischer Realismus
Nespavanjevor 3 Jahren

Mir hat „Die große Nacht“, Chris Adrians deutscher Debütroman, sehr gut gefallen und ganz zu Recht, wurde er von der Zeitung The New Yorker, auf die Liste „20 under 40“ gesetzt worden. Auf dieser Liste, wie dessen Titel uns bereits verrät, wurden 20 Schriftsteller unter 40 Jahren ausgewählt, deren Werke man unbedingt lesen sollte. Als nun von ihm „Ein besserer Engel“ erschien, hab ich gar nicht lang gezögert und hab auch diesen Roman gelesen.

In „Ein besserer Engel“ vereint der großartige Romancier mehrere Erzählungen in einem Band, in dem der geneigte Leser den Tod auf vielfältige Weise begegnet. Wir begegnen oft Kindern als Protagonisten, was nicht unbedingt verwunderlich ist, ist doch Chris Adrian nicht nur ein ausgezeichneter Schriftsteller, nein er ist auch Kinderarzt und Theologe.  Wir treffen auf Menschen die mit dem einhergehenden Trauma des 11. September noch nicht abgeschlossen haben. Wir treffen auf Dinge, die er selbst erlebt hat und er verpackt alles in eine Komplexität des Lebens. Magischer Realismus würde wahrscheinlich das Genre, in dem diese Kurzgeschichten spielen, am besten beschreiben. Er bedient sich dabei, einer klaren und authentischen Sprache und ist bestimmt  für eine anspruchsvollere Leserschaft gedacht. Er ist für mich ein wahrer Künstler unter den Literaten und einer meiner persönlichen Favoriten.

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Nespavanjes avatar

Rezension zu "Die große Nacht" von Chris Adrian

Eine traumatisierte Mittsommernacht
Nespavanjevor 3 Jahren

Aus schierer Verzweiflung über den Verlust ihres einzigen menschlichen Kindes und dem Verschwinden ihres Ehemannes, fasst Titania, die Königin aller Elfen, einen schrecklichen Entschluss: Sie wird den Unhold Puck aus seinem Gefängnis befreien. Eigentlich hätte sich das Elfenvolk, weil es Mittsommernacht feiern wollte,  in einem Park in San Francisco niedergelassen. So werden auch einige menschliche Protagonisten, mehr unfreiwillig als freiwillig, Zeugen des elfschen Treibens und nehmen auch direkt daran teil.

„Die große Nacht“ ist Chris Adrians persönliche Hommage an den großen Meister Shakespeare und ist sehr durchdrungen und komplex. Mir hat sein deutscher Debütroman sehr gut gefallen und ganz zu Recht, wie ich finde, wurde er von der Zeitung The New Yorker, auf die Liste „20 under 40“ gesetzt. Auf dieser Liste, wie dessen Titel bereits verrät, wurden 20 Schriftsteller unter 40 Jahren ausgewählt, deren Werke man unbedingt lesen sollte. Gerade seine liebevolle Zeichnung der Charaktere hat es mir angetan: Er treibt etwa seine Protagonisten nicht nur an die Grenze der Obszönität, nein er treibt sie sogar darüber hinaus. Generell spielt die Sexualität, aber auch die Liebe eine gewichtige Rolle in dieser Geschichte und der Romancier hebt vor allem mit Puck, die Bösartigkeit auf eine neue Stufe und lässt den Leser tief in die traumatischen Zwänge der handelnden Charaktere eintauchen. Auf den ersten Blick scheinen sie nur zufällig in diesen Park geraten zu sein: Da eine Gruppe von Menschen die auf eine Party wollen und den Park als Abkürzung nutzen und auf der anderen Seite eine Gruppe von Obdachlosen, die ein Stück einstudieren wollen. Seite für Seite erschließt sich die oben bereits erwähnte Komplexität rund um Titania und Oberon und mit gespielter Lässigkeit, springt die Geschichte zwischen verschiedenen Zeitabschnitten und Protagonisten hin und her. Ganz ehrlich gesagt musste ich manchmal ein wenig innehalten, durchatmen und nach einer kurzen Pause wieder weiterlesen. Manchmal bin ich selber an meine Grenzen gestoßen worden, manchmal war mir dieser Roman ein bisschen zu viel. Aber das haben eben gute Romane an sich: Sie stoßen einem in unbekanntes Terrain und lassen einem auch lange nach dem Lesen nicht los. Die große Nacht ist das erste Werk des Autors das ich gelesen habe und ich kann es kaum erwarten mehr von ihm zu lesen.

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Rezension zu "Die große Nacht" von Chris Adrian

Sommernachtstraum in SanFrancisco
Gruenentevor 5 Jahren

Titania, die Elfenkönigin wohnt nicht bei Theben, sondern in einem Park in San Francisco. Eine Stadt, die ich literarisch nur aus den Maupin-Büchern kenne. "Die große Nacht" passt da inhaltlich irgendwie ganz gut dazu.
Oberon hat Titania schon vor einem Jahr verlassen, nachdem sie vor Kummer über den Tod ihres Ziehkindes die ganze Lebenslust verloren hat.
Jetzt steht wieder eine groß Nacht an und Titania sieht sich nicht in der Lage das Mittsommernachtsfest entsprechend zu begehen. Verzweifelt erlöst sie die Bestie Puck von seinem Bann und gibt damit ihrem Todeswunsch nach.
Während im Elfenteil des Parks die Post abgeht, versuchen drei menschen unabhängig voneinander den Park zu durchqueren um zu einer Party zu gelangen. Wegen dem Aufruhr im Elfenland ist das nicht möglich. Alle drei landen in Titanias Palast. Ausserdem ist noch eine Gruppe Obdachloser unterwegs, die ein Musical zu "Soylent Green ist aus Menschenfleisch" einstudieren wollen.
Es gibt sicher einige Parallelen zu Shakespeare, aber der Roman folgt doch einer eigenen Geschichte. Vielleicht hätte ich mir mehr wiederkehrende Handlungen gewünscht.
Die Stärke des Roman liegt in den Geschichten in der Geschichte. Die Schicksale von Molly, Will und Henry sind auf magische Weise miteinander und auch mit der Elfenkönigin verstrickt. Diese aufwändigen Konstruktionen haben mir gut gefallen. Insgesamt war das Buch für mich aber ein Stück weit überfrachtet. Etwas zuviel. Trotzdem ein auch unterhaltsamer Roman über Liebe, Verlust und Ängsten.
Traum und Wirklichkeit verschmelzen auch hier, wie im großen dramaturgischen Vorbild, miteinander 

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