Chris Andrews

 4 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von OXFORD SCENE, Faszinierende Goldfische und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Chris Andrews

Cover des Buches Faszinierende Goldfische (ISBN: 9783893561155)

Faszinierende Goldfische

 (1)
Erschienen am 01.03.1996
Cover des Buches Fischkrankheiten (ISBN: 9783800147571)

Fischkrankheiten

 (0)
Erschienen am 21.02.2005
Cover des Buches Amulet (ISBN: 0811217469)

Amulet

 (2)
Erschienen am 01.05.2008
Cover des Buches Distant Star (ISBN: 9781843430940)

Distant Star

 (1)
Erschienen am 28.10.2004
Cover des Buches OXFORD SCENE (ISBN: 9781906725167)

OXFORD SCENE

 (1)
Erschienen am 31.03.2009
Cover des Buches Episode in the Life of a Landscape Painter (ISBN: 0811216306)

Episode in the Life of a Landscape Painter

 (0)
Erschienen am 31.05.2006
Cover des Buches Monsieur Pain (ISBN: 9780330510578)

Monsieur Pain

 (0)
Erschienen am 18.07.2011
Cover des Buches Nazi Literature in the Americas (ISBN: 9780811217941)

Nazi Literature in the Americas

 (0)
Erschienen am 29.05.2009

Neue Rezensionen zu Chris Andrews

Cover des Buches Amulet (ISBN: 0811217469)A

Rezension zu "Amulet" von Roberto Bolano

Literarischer Irrweg durch die Strassen von Mexico City
awogflivor 7 Jahren

Wenn ich mit einem so dünnen Büchlein gar so lange brauche, dann habe ich meistens ein Problem.

Zuerst muss ich gestehen, dass ich ein Faible für lateinamerikanische Autoren habe, seitdem ich Gabriel Garcia Marquez 1982, als er Literaturnobelpreisträger wurde, entdeckt habe. Anschließend habe ich einige Autoren aus diesem Kultukreis regelrecht verschlungen und fast alle genossen. Mir kommt vor, fast alle südamerikanischen Autoren schreiben wunderschön, der Plot und die Sprache haben meist etwas mystisches, die Zeiten in der Handlung verschwimmen, die Figuren sind immer sehr politisch und revolutionär auch wenn sie nur auf die Toilette gehen.

Auch dieses Buch fing grandios gemäß meiner Erwartungen eben auf einer solchen Toilette an. Die junge Frau Auxilio Lacouture wird beim Überfall der Soldaten auf die Universität im Rahmen des Militärputsches übersehen, da sie auf dem Klosett Lyrik gelesen hat. Was für ein Einstieg! Der hat alles! Humor, Intellektualität und Relvolution. Die Künstler-Intellektuellen und Poeten Lateinamerikas sind auch ganz anders, authentischer und interessanter als diese satten Europäer, die mit ihrem Vermögen ein bisschen auf kultiviert und Künstler machen. In Mexiko wird im Namen der Kunst gehungert, ins Gefängnis gegangen, gekämpft sich gelegentlich auch prostituiert und zudem manchmal auch gestorben.

...und dann passierte gar nix mehr: weder eine nennenswerte Handlung noch ein paar revolutionär-philosophische Gedanken von Substanz, sondern nur ständig sich wiederholendes Gebrabbel, Dichteraufzählungen, im Kaffehaus sitzen, Essen, durch die Stadt irren, und die sauschlechte Nacherzählung einer griechisch mythologischen Geschichte, die jeder Belesene in- und auswendig kennt.

Nix, Verzeihung: NADA.

Dies aber in dieser wunderschönen lateinamerikanischen mystischen Sprache, die Zeiten und Orte ineinander fließen läßt. Dafür und für die Toilettenszene gibt es den 2. Stern

Fazit: Entbehrlich - ich hoffe, das epische Meisterwerk von Bolano 2666 hat mehr Substanz :-)

Kommentare: 4
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