Alabaster

von Chris Aslan 
4,5 Sterne bei12 Bewertungen
Alabaster
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typomanins avatar

Biblischer Roman mit starken Frauen. Wie es zu Jesu Zeit zuging. Nichts für schwache Nerven!

Chibi-Chans avatar

Starke Charaktere, bewegende Geschichte. Stark geprägt durch den Glauben.

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Inhaltsangabe zu "Alabaster"

Als Maryams Vater einem sterbendem Leprakranken beisteht, schenkt ihm dieser einen Alabasterkrug mit unbezahlbar kostbarem Duftöl. Ein Vermögen für die Familie, die am Rande der Dorfgesellschaft lebt. Doch der Krug bringt Unheil: Der Vater steckt sich mit Lepra an und muss das Dorf verlassen, Maryam und ihre Geschwister werden zu Aussätzigen.
Doch dann erscheint Hoffnung: Gerüchte fliegen durchs Dorf über einen Wunderdoktor, der durchs Land zieht. Es kommt zu einer Begegnung, die Maryams Leben und das ihrer Geschwister für immer auf den Kopf stellt. Die ergreifende Geschichte einer starken Frau, die sich nicht mit ihrem Schicksal abfindet

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783775157964
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:SCM Hänssler
Erscheinungsdatum:13.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    pallass avatar
    pallasvor 7 Monaten
    Geschichte um Marjam und Marta

    "Alabaster" von Chris Aslan handelt in einer Zeit als Jesus Christus unter uns Menschen lebte.
    Marjam befindet sich mit ihrer Schwester Marta und ihrem Bruder Eleasar im Haushalt ihres Vaters, der sich seit dem Tod seiner Frau alleine um die gemeinsamen Kinder kümmern muss. Wie wir auch im Neuen Testament erfahren ist Marta eine sehr herzliche aber ernste junge Frau, die fleißig viele Aufgaben im Haushalt wahrnimmt. Im Romangeschehen erhält ihr Vater eines Tages von einem sehr schwer erkrankten Mann ein wertvolles Gefäß aus Alabaster, das eine außergewöhnlich schöne Maserung aufweist und noch dazu mit sehr wertvollem Nardenöl gefüllt ist. Die Familie hütet dieses kostbare Geschenk wie einen Schatz, denn alleine sein materieller Wert kann die Zukunft der Familie absichern. Als sich der Vater eines Tages mit Lepra ansteckt und folglich als "Aussätziger" des Dorfes verwiesen wird, sind die Geschwister gezwungen von nun an alleine über die Bewirtschaftung ihres Olivenhains für ihr Auskommen zu sorgen. Der Ertrag aus den geernteten Oliven bietet ihnen ein bescheidenes aber doch relativ gesichertes Leben.
    Über tragische Umstände ist Marjam gezwungen eine Ehe mit Ischmael einzugehen, in der sie allerdings viel Leid erfahren muss. Sie erträgt das demütigende, lieblose Leben nicht mehr und verlässt ihren Mann, was jedoch dazu führt, dass sie und ihre Schwester Marta von der Gesellschaft geächtet werden.

    Als schließlich ein "Lehrer" in das Dorf kommt, der dafür bekannt ist Kranke und Verwirrte zu heilen, ist die Aufregung und der Enthusiasmus in der Gesellschaft groß. Natürlich ist dieser Lehrer niemand anderes als unser Erlöser Jesus Christus. Er beschließt bei Marjam und Marta einzukehren und sich dort bewirten zu lassen, was die beiden Frauen, auch in den Augen der Dorfbewohner, besonders ehrt. Beide Schwestern beschließen ihn mit ihrem kostbarsten Besitz, dem wertvollen Nardenöl, zu salben und Marjam trocknet schließlich Jesus die Füße mit ihrem Haar. Aus dem Neuen Testament wissen wir, dass diese Szene die Salbung Christi vor seinem Kreuzigungstod beschreibt.

    Chris Aslan gelang es auf eindrucksvollste Weise den Leser auf eine Reise in eine Welt um die Zeit Christi mitzunehmen. Die lebendige, bildreiche und einfühlsame Sprache schenkt dem Leser eine emotional zu tiefst bewegende Geschichte, die sich nahe im Umfeld des Neuen Testaments bewegt und einen der mitreißendsten Momente vor dem Kreuzigungstod Christi miterleben lässt. Die damalige Gesellschaft mit all ihren Sitten und Gebräuchen bietet die soziale Kulisse in der sich die gesellschaftliche Stellung der Frau in ihrer religiösen Rolle zu dieser Zeit präsentiert. Die beteiligten Romanfiguren sind perfekt inszeniert und präzise herausgearbeitet, wirken absolut authentisch und geben dem Leser eine hervorragende Perspektive auf das Geschehen.
    Das Cover besticht durch das wunderschön gestaltete Profil einer jungen Frau, die ein wertvolles Gefäß in ihren Händen hält und trifft damit genau den Kern des Romans.

    Der außergewöhnliche Roman "Alabaster" von Chris Aslan hat mir als exzellent verfasste, mühelos lesbare, lehrreiche und spannende Darstellung einer möglichen Geschichte im biblischen Umfeld sehr gut gefallen.

    Ein herzliches Dankeschön an SCM Verlag für diesen hochinteressanten, emotional bewegenden und nachdenklich stimmenden Roman.

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    LEXIs avatar
    LEXIvor einem Jahr
    Es ist das Kostbarste, das wir besitzen

    „Da nahm Maria ein Pfund Salböl von unverfälschter, kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Füße; das Haus aber wurde erfüllt vom Duft des Öls.“ (Joh 12,3)

    In „Alabaster“ erzählt Chris Aslan die Geschichte dieser Salbung, die den Höhepunkt und Schlussakt seines Buches bildet. Der Autor holt anfangs weit aus und beginnt mit der Lebensgeschichte der beiden Frauen Marta und Marjam, berichtet vom Tod der Mutter, der Lepra-Erkrankung des Vaters und dem Verschwinden der beiden Brüder Eleasar und Jokkan. Er schildert die Umstände, durch die ein erlesenes Alabastergefäß, das mit einem halben Liter reiner Narde gefüllt und ein Vermögen wert war, in den Besitz der Familie gelangte. Dieses Gefäß stellte ein Symbol der Hoffnungen und Träume für Marta und Marjam dar.

    In überaus lebendigen Bildern und mit sehr einnehmendem Schreibstil schaffte Chris Aslan es, mich von Beginn an in seinen Bann zu ziehen. Durch seine Ich-Erzählerin Marjam macht er biblische Geschichte lebendig und nimmt den Leser mit auf eine atemberaubende Reise in die biblische Vergangenheit. Die Lebensumstände, Sitten und Bräuche dieser Zeit, die Stellung der Frau und vor allen Dingen die strengen religiösen Regeln werden außerordentlich gut beschrieben. So erzählt der Autor von der Tragödie des Verlustes der Eltern, berichtet von den tragischen Umständen, die zu Marjams Ehe mit Ischmael führte und ihrem unglücklichen, von Lieblosigkeit und Schlägen geprägten Alltag im Hause ihres Ehemannes. Durch das Schicksal von Marjams Vater Schimon werden die soziale Ächtung der Leprakranken und die Aussichtslosigkeit hinsichtlich einer Heilung thematisiert. Doch mit dem Eintreffen eines mysteriösen Arztes, den seine Begleiter auch „Lehrer“ nennen, ändert sich alles schlagartig. Verrückte, Lahme und Leprakranke werden durch den Lehrer geheilt, und niemand, der ihm begegnet, bleibt davon unberührt. Es werden jedoch auch immer mehr Stimmen laut, denen die Aufmerksamkeit, dieser Mann mit sich bringt, missfällt. Als er schließlich Marjam etwas über sein nahendes Ende und seine Auferstehung anvertraut, entschließt diese sich, ihm das Kostbarste zu schenken, dass ihre Familie besitzt: ein schier unbezahlbares Fläschchen mit reinem Nardenöl. Sie salbt die Füße des Mannes und trocknet sie mit ihrem langen dunklen Haar – eine Handlung, die in die biblische Geschichte einging und niemals in Vergessenheit geraten wird.

    Das Cover dieses Buches zeigt die Silhouette einer jungen Frau, die ein fragiles Gefäß in ihren Händen hält, es scheinbar jemandem anbietet. Der zarte Hintergrund, die dezente farbliche Gestaltung und die Wahl der Schriftform für Buchtitel und Autor verleihen der gesamten Optik eine edle und sehr hochwertige Ausstrahlung. Ein wunderschönes Bild, das den Leser bereits allein durch seine Aufmachung auf den Inhalt neugierig macht.

    Fazit: Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen, der Bibelgeschichte in Romanform erleben möchte. „Alabaster“ war für mich ein beeindruckendes Leseerlebnis, das ich uneingeschränkt weiter empfehle!



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    Chibi-Chans avatar
    Chibi-Chanvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Starke Charaktere, bewegende Geschichte. Stark geprägt durch den Glauben.
    Starke Charaktere, bewegende Geschichte

    Meine Meinung
    Geschichte

    Vorweg ist zu sagen, dass diese Geschichte auf einer biblischen Geschichte basiert und auch viel mit Glauben zu tun hat. Ich persönlich bin neutral auf diesem Gebiet und wollte mich von der Geschichte überraschen lassen, ohne Vorurteile.
    So viel mir der Anfang auch sehr leicht. Zunächst schwankt die Geschichte zwischen Gegenwart und Vergangenheit der Protagonistin. Die Kapitelanfänge sind jeweils aus der Gegenwart, doch vergas ich das oft, da der Zeitenwechsel nicht deutlich erkennbar war.
    Die Lebensweisen und vor allem Glaubensmuster von damals - und teilweise noch heute - konnten mich immer wieder erstaunen. Zu lesen, was alles als unrein gilt und das die Leute tatsächlich danach leben, ist für meine deutschen Verhältnisse erstaunenswert.
    Die Kapitel sind vielfältig und obwohl das Leben in dem Dorf sehr simpel ist, erlebt man immer wieder Abenteuer durch erschreckende Wahrheiten. Durch Schicksale, die oftmals gar nicht so selten vorkommen. Dadurch konnte das Buch mich fesseln und ich las es mit wenigen Pausen aus.
    Als dann der Wunderdoktor gegen Ende eingebunden wurde, erhielt die Geschichte ihren letzten Schliff. Der Glauben rückte enorm in den Vordergrund, doch auch die Geschehnisse spitzten sich zu und brachten mir viel Lesefreude.
    Einzig und allein die Emotionen der Protagonistin gegenüber des Vaters haben mir letzten Endes etwas gefehlt.

    Charaktere

    Alleine in der Familie der Protagonistin Maryam gab es viele unterschiedliche Charaktere. Jede Kleinigkeit beeinflusste die Leute damals, da ihr Glauben groß war. Während des Buches merkt man erst richtig, wie sehr der Glaube die Leute beeinflussen, zueinander und voneinander weg führen kann. Ich fand die Persönlichkeiten richtig gut dargestellt und liebte Maryam für ihre Stärke. Doch auch die Nebenfiguren zeigten Stärke, die nicht unterging.

    Schreibstil & Sichtweise

    Der Schreibstil war sehr flüssig zu lesen und unerwartet mitreißend. Obwohl viel alltägliche Dinge geschehen, kam ich nicht von dem Buch los, da sie so realistisch beschrieben wurden, so mitfühlend, dass die Emotionen in mir hoch kamen oder der Schock mich einnahm.
    Geschrieben ist das Buch aus Maryams Sicht in der Ich-Perspektive.

    Cover & Titel

    Das Cover ist eine einzige Augenweide, ich liebe es. Es ist einfach komplett anders, als die Cover, die man alle so kennt. Der Schatten der Person, umwunden von einer Pflanze, die golden schimmert, als wäre sie aus der Flüssigkeit, die in dem Gefäß ruht, was die Person hält. Das Cover strahlt eine Ruhe und Schönheit aus.
    Der Titel bringt den Inhalt auf den Punkt, um den es geht. Ein kleines Gefäß, ein kleines Objekt, welches einen so großen Stein ins Rollen bringt.

    Zitat
    "Natürlich gebe ich dir keine Schuld daran, mein Kind. Schau, Männer sind wie Händler, sie kaufen die Regeln auf, als hätten sie alles Geld der Welt, und dann müssen die Frauen als Kamele herhalten und die Lasten für sie schleppen." - Seiten 77
    Fazit
    Eine wirklich mitreißende Geschichte, die das Leben der damaligen Zeit, mit einem strengen Glauben, gut darstellt. Viele atemraubende Szenarios, tolle Charaktere. Wer jedoch dem Glauben abgeneigt ist, der sollte sich bewusst sein, dass dieser eine große Rolle spielt.

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    Pixibuchvor einem Jahr
    Alabaster

    Ein wunderbar geschriebenes Buch, dessen Ursprung die biblische Geschichte ist. Marjams Mutter ist früh verstorben, so dass sie mit ihrer älteren Schwester Marta, dem Bruder und dem Vater zusammenlebt. Doch da erkrankt der Vater an Lepra. Er hat einem anderen Leprakranken geholfen. Dieser hat ihm zum Dank eine kostbare Amphore geschenkt. Als der Vater verstorben ist, kümmert sich Marjan um den Olivenhain. Sie heiratet, ihr Mann schlägt sie, sie hat zwei Fehlgeburten, da verläßt sie ihren Mann. Sie wird von der Dorfgemeinschaft geächtet. Doch dann kommt Jesus mit seinen Jüngern in ihr Haus. Eine wunderbares Buch. Es führt uns in den Nahen Osten zur Zeit Christis. Der Autor läßt uns unwillkürlich diese Zeit miterleben, da er das Leben ganz genau beschreibt und auch die Stellung der Frau. Für die religiösen Leser unter uns ist das mehr als eine Bereicherung. Ich kann dieses wunderbare Buch nur weiterempfehlen und kann die gesamte Punktzahl vergeben.

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    ChattysBuecherblogs avatar
    ChattysBuecherblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Man sollte schon etwas bibelfest sein, um die Geschichte besser verstehen und genießen zu können.
    Mein Leseeindruck

    Ich treibe auf einem Meer aus Sand, werde hin- und her geschleudert von Sandwogen.
    (1. Satz - Seite 7)

    Hui, hier tue ich mich wirklich etwas schwer mit meiner Rezension. Hatte mir der Klappentext doch einen historischen Roman versprochen, so erhielt ich eine religiöse Geschichte. Da ich keiner Konfession angehören, war es für mich sehr schwer, mich in die Protagonisten rein zu denken. Ihr Tun und Handeln mag aus religiöser Sicht nachvollziehbar und rühmlich sein, jedoch hat mir oftmals der Bezug gefehlt.

    Ich fand es auch extrem schwierig mich in den verschiedenen Zeitzonen zurecht zu finden, da mir die Übergänge oft zu sprunghaft waren.
    Vielleicht hat mir auch hier einfach nur der Bezug gefehlt.

    Das Thema Lepra fand ich sehr interessant. Jedoch hätte ich mir hierzu etwas mehr Informationen gewünscht. Aber möglicherweise wollte der Autor dieses ja auch gar nicht, sondern den Augenmerk mehr auf den biblischen Bezug lenken.

    Der Schreibstil ist als sehr flüssig zu bezeichnen, so dass das Lesen ohne große Pausen zum Vergnügen wird.

    Die Protagonisten wurden ausreichend dargestellt, dennoch hätte ich mir hier etwas mehr Tiefe erhofft. Auch wurde an Emotionen gespart, aber vielleicht war dieses auch Absicht des Autors. Für mich gehören diese jedoch bei gewissen Situationen einfach dazu und machen die Geschichte glaubhafter.

    Fazit:

    Man sollte schon etwas bibelfest sein, um die Geschichte besser verstehen und genießen zu können.

    Der Bezug zum Titel ist auf jeden Fall gegeben, jedoch würde ich mir einen Hinweis auf die biblische Geschichte wünschen, damit kein Leser historischer Romane enttäuscht wird.

    Hätte ich das Buch nicht in einer Leserunde gewonnen, würde ich wohl auch nicht 15,95 € für 240 Seiten ausgeben. Für mich, auch im Nachhinein betrachtet, ist es etwas zu hochpreisig.

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    Smilla507s avatar
    Smilla507vor einem Jahr
    Die Geschichte eines Alabasterkruges - bekannt aus der Bibel

    »Wer könnte sich eine solche Extravaganz leisten? Ein Geschenk von einem mächtigen König, mehr wert als ein Jahreslohn.« (S. 41)

    Marjams Familie besitzt ein Alabaster-Gefäß. Niemand, außer Marjam und ihrem Vater, weiß davon. Wie sie in den Besitz dieses überaus wertvollen Gegenstands kam, erzählt sie rückblickend aus ihrer Gegenwart als verheiratete Frau Ischmaels. Marjam hat es nicht leicht: Ihr Ehemann und ihre Schwiegermutter schlagen sie, denn die Heirat mit Ischmael geschah aus Zwang. Doch die Ereignisse überschlagen sich eines Tages. Es heißt, ein Arzt käme in ihr Dorf...

    Ich muss gestehen, dass mir die erste Hälfte des Buches, in der Marjam immer wieder »Flashbacks« hat, ziemlich an die Nieren ging. Da geschehen so schlimme Dinge, dass ich mit mir ringen musste weiterzulesen. Ebenfalls die Rückblenden, die sich mit der Gegenwart ständig abwechselten oder ineinander übergingen, machten es mir manchmal schwer mich zu orientieren, in welcher Zeitebene ich mich gerade befand.

    Aber der Schreibstil Aslans war so flüssig und mitreißend, ließ mich in die Zeit Jesu eintauchen, mit all ihren Sitten und Gebräuchen, dass ich das Buch wiederum nicht beenden wollte. Und ab der Hälfte wurde es auch leichter, denn die Rückblenden führen zur Gegenwart und es bleibt bei einer Zeitebene.

    Während des Lesens kam mir die Handlung häufig aus der Bibel bekannt vor - jedoch mit anderen Namen, was mich verwirrte. Das zog sich durch bis zum Ende. Aber dann las ich das kurze Nachwort und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Die biblischen Namen Maria und Lazarus sind wohl im aramäischen Ursprung Marjam und Eleasar. Rückblickend finde ich es spannend, die verschiedenen biblischen Handlungen in diesem teils fiktiven, neuen Kontext zu sehen. Die damalige Lebensweise, die jüdischen Gesetze und wie Jesus einen neuen Wind durch ein kleines Dorf wehen lässt durch seinen Besuch.

    Ob das Ganze historisch korrekt ist, kann ich nicht beurteilen. Ein bisschen wunderte ich mich über das »Nudelholz« (vielleicht durch die Übersetzung ins Deutsche)?

    Aufgrund meiner Startschwierigkeiten mit dem Buch gebe ich 4 Sterne, kann es trotzdem sehr empfehlen. Ein Vorwort wäre für mich hilfreich gewesen bzgl. der Namen. Vielleicht hilft mein Hinweis den nachfolgenden Lesern.

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    moonias avatar
    mooniavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöne Story
    Alabaster

    Alabaster von Chris Aslan, erzählt die Geschichte einer starken Frau im nahen Osten des ersten Jahrhunderts. Der schreibstil des Autors ist leicht zu lesen und das erzählte gut vorstellbar. Die Protagonistin marjam hat ein schwieriges leben. Marjam wird von ihrem Mann geschlagen und ihre Schwiegermutter verachtet sie. Sie hat ihre Mutter an der Leprakrankheit verloren. Der AlabasterKrug, ein Geschenk von einem Leprakranken, sollte das Leben von marjam und Ihrer Familie ändern. Stattdessen brachte der kostbare Krug nur Zerstörung und Unheil -marjams Vater steckt sich mit der Krankheit an. .. für marjam bricht eine Welt zusammen. Aber das ist nur der Anfang, Marjam wird in der Geschichte nicht nur ihre Eltern verlieren. Die Geschichte hat mich wirklich berührt und ich habe an manchen stellen einige Tränen verdrückt. Mir hat das Buch gut gefallen!!

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    maulwurf789s avatar
    maulwurf789vor einem Jahr
    Wenn du das Kostbarste gibst

    "Alabaster" wurde geschrieben von Chris Aslan und erzählt die biblischen Berichte aus Lukas Kapitel 10 sowie Johannes Kapitel 11 auf eindrückliche Art und Weise. Im Mittelpunkt des Buches steht die junge Frau Marjam, die es wahrlich nicht leicht hat: Ihr Mann schlägt sie, ihre Schwiegermutter verachtet sie und aufgrund strenger regiliöser Regeln in ihrem Dorf ist sie eine Außenseiterin. Einst wurde ihrem Vater von einem sterbenden Leprakranken ein unheimlich kostbares Geschenk gemacht: Ein Alabasterkrug, der gefüllt ist mit wertvollem Duftöl, für Könige geschaffen. Dadurch schien die Zukunft der Familie gesichert. Doch ihr Vater erkrankte selbst an Lepra und wurde aus dem Dorf vertrieben. Zurück blieben Marjam und ihre Geschwister, in Schande und geächtet. Plötzlich ändert sich jedoch alles: Es gehen Gerüchte herum von einem Arzt, der Wunder vollbringen kann. Gibt es vielleicht doch noch Hoffnung? In einer wunderschönen Kombination aus Oliv-, Braun- und Grüntönen ist das Cover gestaltet: Eine weibliche, schwarze Silhouette hebt einen Krug in der Hand, während man im Vordergrund Olivzweige erkennt. Chris Aslan schafft es, dem Leser die alten biblischen Geschichten auf eine ganz neue und einfühlsame Art näher zu bringen. Mit der Protagonistin Marjam schafft er eine symphatische Figur, deren Leiden den Leser mitfühlen lässt. Dennoch ist sie eine starke junge Frau und lässt sich nicht unterkriegen. Mich hat es sehr beeindruckt, wie sie selbst in ihrer eigenen Notlage noch an andere denkt und versucht ihnen selbst mit dem wenigen, das sie besitzt, zu helfen. Auch die anderen Personen in der Geschichte werden realistisch dargestellt, ebenso die Lebensumstände des damaligen Israels, der dortigen Kultur etc. Deutlich merkt man hier, dass der Autor stark mit der Kultur des Nahen Ostens aufgrund eigener Lebenserfahrungen vertraut ist - dies lässt das Buch und die Geschichte noch authentischer wirken. Insgesamt ein wirklich sehr gelungenes Werk! Ich kann es nur wärmstens weiterempfehlen.

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    strickleserls avatar
    strickleserlvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Es ist faszinierend in die Welt Marjams einzutauchen und schmerzhafte und hoffnungsvolle Erfahrungen mitzuerleben.
    Wunderschönes Gefäß mit kostbarem Inhalt

    Schon das Cover ist ein Genuss, und ein Hinweis auf den kostbaren Inhalt. In diesem Buch erzählt Marjam aus ihrem schweren Leben. Sie lebt in einer Kultur, in der um jeden Preis Schande vermieden werden muss. Eine Frau ohne Ehre ist wie ein Schmetterling ohne Flügel, nur noch ein Wurm, so wird ihr gesagt. Sie selbst aber trägt ein schlimmes Geheimnis mit sich, dass niemand erfahren darf. Dabei hat sie schon so viel mitgemacht. Schon früh hat sie ihre Mutter verloren. Der Vater, der ihr besonders nahe stand, erkrankt an Lepra und wird aus dem Dorf verwiesen. Und nun ist sie gefangen in einer unglücklichen und ungewollten Ehe. Ihr Dasein ist davon bestimmt, dass sie ihrem Ehemann und seiner Familie dient. Sie besitzt etwas sehr Wertvolles, aber da dieser Schatz ihre Familie so viel gekostet hat, zögert sie es zu verkaufen.

    Marjam trifft mutige Entscheidungen, und verbessert so ihre eigene Lebensumstände und die ihrer Schwester. Sie hört Gerüchte von einem besonderen Arzt und Lehrer, und schließlich bekommt sie die Gelegenheit ihn kennenzulernen. Diese Begegnung verändert alles.

    Dieses Buch nimmt den Leser mit hinein in eine fremde Zeit und Kultur, die überzeugend aus der Sicht Marjams beschrieben wird. Als Leser fühle ich ihre Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, wenn beispielsweise der erkrankte Vater die Familie verlassen muss, oder der Ehemann mal wieder gewalttätig wird. Ich freue mich über ihren Mut schwierige Entscheidungen zu treffen, und staune mit ihr über diesen Mann, den Arzt und Lehrer, der Liebe und Annahme ausstrahlt und mühelos die verzweifelten Kranken des Dorfs von ihrem Leiden befreit und so ein neues Leben schenkt.

    Fazit: Sehr gut und einfühlsam geschrieben, hilft mir dieses Buch vertraute biblische Geschichten mit neuen Augen zu sehen und die jüdische Welt und den Einfluss der Gesetze auf das tägliche Leben besser zu verstehen. Ich kann dieses fesselnde Buch nur wärmstens empfehlen!

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    X-tinevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das beste Buch, das ich über die Verhältnisse in Israel zu Zeiten Jesus gelesen habe
    Welche Auswirkungen die teure Narde im Alabstergefäß doch hat ...

    Inhalt:
    In dem Werk von Chris Aslan geht es um die Familie der Schwestern Martha und Marja. Ihr Vater erhält den Alabaster von einem Leprakranken, da er diesem hilft. Doch dies führt zu fürchterlichen Entwicklungen. Der Vater erkrankt an Lepra, er wird ausgestoßen, die Mädchen müssen allein klar kommen, weil auch ihr Bruder sie aus anderen Gründen verlässt. Was sollen sie mit dem Gefäß machen? Wie können sie überleben und wer ist der ominöse Lehrer und Heiler, der dann auch noch in ihren Ort kommt, um sogar in ihrem Haus zu speisen.

    Fazit:
    Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzen Seite begeistert. Es sind so viele Themen verwoben und obwohl ich die Geschichten aus der Bibel kenne habe ich erst in der Buchmitte verstanden, welche Rolle die Protagonistinnen in der Bibel spielen. Es ist toll beschrieben, wie die damaligen Verhältnisse in Israel waren. Es geht um die Verhältnisse in den Gemeinden, in den Familien, der Umgang mit Geld, die Stellung der Frau, die Behandlung von Krankheiten, die Auswirkungen von dreckigen Brunnen, der Umgang mit "Heilern", Steinigung, Liebe, Ehe ....
    lest einfach selbst, absolut zu empfehlen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Arwen10s avatar
    Und hier mal ein etwas anderer Roman, der im ersten Jahrhundert spielt. Ich danke dem SCM Verlag, für die Unterstützung der Leserunde.

    Chris Aslan Alabaster





    Zum Inhalt:

    Als Maryams Vater einem sterbendem Leprakranken beisteht, schenkt ihm dieser einen Alabasterkrug mit unbezahlbar kostbarem Duftöl. Ein Vermögen für die Familie, die am Rande der Dorfgesellschaft lebt. Doch der Krug bringt Unheil: Der Vater steckt sich mit Lepra an und muss das Dorf verlassen, Maryam und ihre Geschwister werden zu Aussätzigen.
    Doch dann erscheint Hoffnung: Gerüchte fliegen durchs Dorf über einen Wunderdoktor, der durchs Land zieht. Es kommt zu einer Begegnung, die Maryams Leben und das ihrer Geschwister für immer auf den Kopf stellt. Die ergreifende Geschichte einer starken Frau, die sich nicht mit ihrem Schicksal abfindet



    Zur Leseprobe:

    https://www.scm-shop.de/media/import/mediafiles/PDF/395796000_Leseprobe.pdf



    Falls ihr eines der 5 Exemplare gewinnen wollt, bewerbt euch bis zum 10. Juli 2017, 24 Uhr hier im Thread mit der Antwort auf die Frage: Warum möchtet ihr mitlesen ?





    Wichtige Hinweise zu eurer Bewerbung:



    Ein Gewinn verpflichtet innerhalb von ca 4 Wochen nach Erhalt des Buches zum Austausch in der LR mit den anderen Teilnehmern über alle Leseabschnitte sowie zur Veröffentlichung einer Rezension, die möglichst breit gestreut werden soll.
    Bewerber mit privatem Profil , erwiesene Nichtleser , sowie jene ohne Rezensionen werden nicht berücksichtigt.


    Bitte beachtet, dass es sich hierbei um eine CHRISTLICHE LESERUNDE handelt, das Buch ist in einem christlichen Verlag erschienen und so spielen christliche Werte eine wichtige Rolle.

    Ich freue mich auf eure Bewerbungen.

    Wer mit einem eigenen Exemplar bei dieser Leserunde mitlesen möchte, ist natürlich herzlich willkommen.


    ACHTUNG : ES GIBT EIN NEUES BEWERBUNGSVERFAHREN VON LOVELYBOOKS. NUR WER SICH UNTER BEWERBUNG EINTRÄGT KANN NACHHER AUSGEWÄHLT WERDEN !!! BEI MIR FUNKTIONIERT DAS MIT DEN ADRESSEN NICHT: ICH BRAUCHE VON DAHER DIE ADRESSEN NACH DER AUSLOSUNG !!

    NACH 3 TAGEN VERFÄLLT DER GEWINN; WENN ICH KEINE ADRESSE ERHALTE. ES ERFOLGT KEIN ANSCHREIBEN DER GEWINNER VON MIR !!



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    Letzter Beitrag von  LEXIvor einem Jahr
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