Chris Beckett Messias-Maschine

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Inhaltsangabe zu „Messias-Maschine“ von Chris Beckett

Überall auf der Welt werden Wissenschaftler wie Ketzer verfolgt. Wer entkommen kann, flieht nach Illyria, das Mekka der Technik und des Fortschritts. Hier verliebt sich der schüchterne George in die schöne Lucy – eine hochentwickelte Roboterfrau, die keine Gefühle hat. Oder vielleicht doch? Als sich bei Lucy die ersten Anzeichen eines erwachenden Bewusstseins zeigen, weiß George, was geschehen wird: Die Behörden werden wie bei jeder anderen Maschine, die nicht mehr einwandfrei funktioniert, die Festplatte löschen. Ein ganz normaler Routinevorgang – oder doch nichts anderes als Mord? Die einzige Chance, Lucy zu retten, ist die Flucht aus Illyria in die feindliche Außenwelt …

Ich war begeistert von dem Szenario, in welches der Autor uns führt. Und irgendwie wirkt diese fiktive Zukunft doch nicht all zu abwegig.

— criwie
criwie

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  • Rezension zu "Messias-Maschine" von Chris Beckett

    Messias-Maschine
    Elwe

    Elwe

    17. November 2012 um 22:30

    'Die Messias-Maschine ist als Buch eine Überraschung - denn die Verpackung weist tatsächlich überhaupt nicht auf das hin, was man dann auch bekommt. Hier wird viel Philosophisches und klug Gesellschaftskritisches in das Gewand eines Unterhaltungsromans verpackt, während der Klappentext suggeriert, dass wir eine Dystopie mit den typischen Zutaten in der Hand halten: eine postapokalyptische Welt und eine die Handlung dominierende Liebesgeschichte. Und da Liebesgeschichten überwiegnd so funktionieren, dass man sich als Leser mit den Figuren identifizieren oder sie wenigstens anhimmeln kann, ist man von diesem Setting hier zuerst einmal enttäuscht: George nämlich, der Protagonist, ist wirklich nicht der klassische Held. Im Gegenteil. Er ist ein ganz gewöhnlicher Typ wie Du und ich, vielleicht etwas nerdiger, passiver und weltfremder als die meisten, der Bewohner einer Luxus-Blase, in der nach und nach Roboter die gewöhnlichen Arbeiten übernehmen und in der man kraft Überlegenheit des analytischen Verstands herabblickt auf die rückständigen Kulturen, die sich in religiöse Verwirrungen verlieren. George ist Übersetzer im Stadtstaat Illyrien, einer hochtechnisierten Enklave von Wissenschaft und Technik, die sich nach dem weltweiten Zusammenbruch der bekannten Zivilisationen unter einem Ansturm religiösen Fundamentalismus bildete. Illyrien befindet sich irgendwo auf dem Gebiet des heutigen Griechenland, umringt von kleinen Theokratien, die auf den Stand von vor der industriellen Revolution zurückgefallen sind und sich unablässig über Religionsfragen bekriegen. Die Stadt ist nun, etliche Jahre nach ihre Gründung, bevölkert von Menschen, denen in Ermangelung existentieller Sorgen Realitätsflucht das liebste Hobby geworden ist. George lebt zusammen mit seiner Mutter, die sich aber den Großteil ihrer Zeit im SenSpace aufhält, einem virtuellen Online-Konstrukt, in dem man mit seinem Avatar lebensechte Erfahrungen in perfekten Welten erlebt, voll-immersiv und mit allen Sinnen an die Maschine angeschlossen. Die Mutter ist schwer traumatisiert, da sie die Wissenschaftler-Verfolgungen noch am eigenen Leib erlebte. George ist der Prototyp vom naiven, wohlstandsverwöhnten Großstädter ohne echtes Ziel im Leben, der mit einer weltfremden Naivität gegenüber dem Leben außerhalb der privilegierten Blase alles dort romantisiert. Und der vom bösen Erwachen getroffen wird, als er nach draußen tritt. Nichts ist so, wie er es sich vorstellt. Die 'echte' Welt entpuppt sich für ihn einfach nur als gräßliche und unromantische Qual. Er leidet an Langeweile und hat noch nie ein Date gehabt. Er sucht schließlich käufliche Liebe bei einem Syntec - das sind Roboter, die Menschen täuschend ähnlich sehen und aufgrund ihrer Programmierung perfekt auf ihre jeweiligen Aufgaben abgestimmt sind - und verliebt sich in Lucy, so der Name des Syntec. Als Lucys Generation von Robotern, die mit selbstlernenden Systemen ausgestattet sind, beginnen, ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln, verabschiedet der Staat ein Gesetz zu ihrer sechsmonatigen Gedächtnislöschung. Um Lucy vor diesem Schicksal zu bewahren, flieht George mit ihr aus der Stadt - hinaus in eine Welt, die er sich viel romantischer vorgestellt hat, als sie wirklich ist. Die religiösen Menschen außerhalb Illyriens halten Roboter nämlich für Dämonen, deshalb hat er alle Hände voll zu tun, Lucys Identität geheimzuhalten (vor allem, nachdem sie - als Sexroboter - den Leuten beim Tischgespräch alle Nase lang anbietet, sich auszuziehen oder es ihnen mit der Hand zu machen ... woraus sich einige sehr bizarre Situationen ergeben). Soweit die Ausgangssituation. Wie schon eingangs gesagt, George ist kein Sympathieträger. Er ist im Grunde feige, wankelmütig, naiv und ein Zivilisations-Weichei. Tatsächlich vereint er eine Menge Eigenschaften auf sich, die man ohne weiteres auf sich selbst oder Freunde und Bekannte anwenden könnte. Er hält einem die eigenen Schwächen schmerzlich deutlich vor Augen, und vielleicht fand ich es deshalb so unangenehm, ihn zu lesen. Es wird einem schnell klar, dass von ihm keine Heldentaten zu erwarten sind, und dass also eine brenzliche Situation sich nur mit Glück entschärfen lässt, oder wahrscheinlich direkt in die Katastrophe führt. Trotzdem ... trotzdem ist das Buch sehr lesenswert. Vor allem zum Ende hin tun sich eine Menge interessanter Denkanstöße auf. Vordergründig scheint es um Religion versus Technik zu gehen, aber ich glaube, das ist gar nicht die wichtige Frage. Viel wichtiger fand ich zum Beispiel das Thema der wohlstandsverwöhnten Realitätsflucht, über das ich weiter oben schon einmal geschrieben habe. Oder eine Erkenntnis am Ende, über die Unterschiedlichkeit der Wahrnehmung, die George und seine Mutter von der Welt haben: Er, der monatelang durch die verlumpten Outskirts außerhalb Illyriens getourt ist, ist fasziniert von der Schönheit und Makellosigkeit der Menschen in Illyria. Sie dagegen, die sich im SenSpace aufgehalten wird, in dem es nur makellose Schönheit gibt, denkt, wie plump und ungelenk die Leute sich in Wahrheit doch bewegen, und wie häßlich echte Menschen sind. Und dem gegenüber steht die Wahrnehmung eines dritten, zerbrechenden (künstlichen) Wesens, das im Gegenteil die Fähigkeit der Menschen bewundert, sich immer der Umgebung anzupassen und sich aus sich selbst heraus erneuern zu können. Das liest sich wie ein Gedankenspiel: Was wäre, wenn sich unsere Welt, unser (marketinggetriebenes) Streben nach Perfektion, die Schönheit, die jetzt schon von jeder Plakatwand herunterlächelt, noch zwanzig Jahre weiterentwickelt? Für mich liegt in diesem Ende des Buches eine ganze Menge nachdenkenswerter Philosophie. . Abschließend kann ich sagen: Ich habe das Buch nicht mit Genuss gelesen, aber ich bin froh, dass ich es getan habe, denn es gibt eine Menge Denkanstöße und berührt in gewisser Weise. Es ist ein sehr lesenswerter Roman, der durchaus mit ein paar Überraschungen aufwartet - man darf nur nicht mit der Erwartungshaltung an leicht zu konsumierende Unterhaltung herangehen. Viele Stellen in diesem Buch sind es wert, darüber nachzudenken und hinter die offensichtliche Aussage zu schauen. Wer sich die Mühe macht, wird ein paar interessante Überlegungen entdecken. Nicht jede Frage erhält eine Antwort - aber das ist vielleicht auch nicht möglich, einfach weil es diese Antworten nicht allgemeingültig gibt und weil sie für jeden anders ausfallen, immer abhängig von der Prämisse, unter der er die Frage stellt.

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  • Rezension zu "Messias-Maschine" von Chris Beckett

    Messias-Maschine
    angeltearz

    angeltearz

    24. August 2012 um 07:05

    Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich bei diesem Buch tatsächlich mal nicht weiß, was ich genau schreiben soll. Irgendwie bekomme ich es nicht hin, mir eine Meinung über dieses Buch zu bilden. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es mir schon einnmal passiert ist. Die Grundgeschichte ist irgendwie nichts Neues. Menschen leben mit Maschinen bzw. Roboter zusammen. Diese sehen aus die Menschen, sind aber auch genaue Dinge programmiert. Doch dann entwickeln sie sich weiter und fangen an selbstständig zu denken und zu handeln. Wie gesagt, diesen Teil kennt man schon aus diversen anderen Büchern und sogar Filmen. Ein Mann verliebt sich in seine Roboternutte und will mit ihr aus dem Ort Illyria, in die große weite Welt flüchten. Doch dann passiert etwas, womit er nicht gerechnet hat. Ihm wird klar, dass er sich in einen Roboter und nicht in einen Menschen verliebt hat. Andererseits ist das Buch tatsächlich so gut geschrieben, dass man es einfach nicht zur Seite legen kann. Klar, es ist vorhersehbar, was passieren wird. Aber trotzdem fesselt es irgendwie. Trotz der wirklich merkwürdigen Geschichte. Wie schon gesagt, ich kann mich bei diesem Buch nicht festlegen, ob es mir gefällt oder nicht. Sollte das Buch einen tieferen Sinn haben oder eine Moral daraus entstehen, dann ist diese vollkommen an mir vorbeigegangen…

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  • Rezension zu "Messias-Maschine" von Chris Beckett

    Messias-Maschine
    Eulenmail

    Eulenmail

    22. August 2012 um 12:37

    Ein interessanter Ansatz, der mich aber nicht fesseln konnte. Obwohl der Roman so dünn erscheint, hat er ja doch recht viele Seiten. Sie sind klein bedruckt und das Papier ist eher dünn. Das erklärt meinen falschen Eindruck. Zudem ist der Roman in sehr viele, sehr kurze Kapitel eingeteilt. Manchmal ging ein Kapitel nur über zwei Seiten. Bei einem Taschenbuchformat ist das nicht sehr viel. Ein Kapitel bildet für mich immer eine inhaltliche Einheit. Danach holt mein –symbolisch oder in echt- einmal Luft und liest weiter. Es ist also eine gedankliche Zäsur, wenn man von einem Kapitel zum nächsten geht. In Messias Maschine waren mir das eindeutig zu viele Unterbrechungen, so dass ich nicht richtig in die Geschichte eintauchen konnte. Nach hinten raus werden die Kapitel zwar länger, aber dann gab es andere Kritikpunkte, die ein Eintauchen verhinderten. Unser Staat ist eine Zuflucht für die Vernunft […] ein Ort, an dem die Vernunft Unterschlupf findet, bis der Rest der Welt wieder bei Sinnen ist. Bei der Zusammenfassung des Inhalts weiter oben tat ich mich wirklich sehr schwer. Denn eine richtige Handlung entstand für mich erst ab etwa der Hälfte des Romans. Davor beschäftigt sich der Roman recht ausführlich mit der Darstellung der Welt in Illyria. Das fand ich auch eigentlich ziemlich gut, denn so konnte man sich als Leser ein sehr genaues Bild davon machen, in welchen Sphären sich George bewegt. Allerdings erzählt George dem Leser die Geschichte. Und ihm bzw. dem Autor gelingt hier keine gute Mischung. Denn George wirkt sehr abweisend, unnahbar und unnatürlich. "Tja, kann schon sein, aber sie tun mir trotzdem leid", erwiderte sie und schaute mich beinahe so an, als wäre ich einer der Roboter, für den sie Mitgefühl empfand: dieses ungelenke Geschöpf, das sich mühte, den Funken der Spontaneität, der Natürlichkeit, des Lebens in sich aufzuspüren… Er erzählt vor allem zu Beginn des Romans alles mit einer Spur von Verachtung, Ekel und Abneigung. Besonders sein Verhalten gegenüber seiner Mutter ist da sehr irritiert. Da dieses Verhalten aber nicht näher begründet wird, bleibt George unsympathisch und der Leser hat schon nach wenigen Seiten lauter Fragen im Kopf, die im Laufe der Geschichte nicht mehr ausreichend beantwortet werden. Neben dieser Erzählweise werden aber noch andere Perspektiven eingeflochten, die sich eigentlich Georges Wissen entziehen müssten. So tauchen auf einmal Abschnitte auf, in denen der Leser in Lucys Kopf, also in den Kopf eines Roboters hineinschauen kann. Das ist zwar wirklich interessant und erhöht die Spannung, allerdings ist George kein Roboterkonstrukteur und sagt selbst, dass er davon keine Ahnung habe…wie kann er also wissen, was im Detail in Lucy abläuft? Zumal darauf später nicht eingegangen wird. Die Handlungsabschnitte, die aus der Sicht der Mutter erzählt werden, die, so erfahren wir später, hat Rose ihrem Sohn später selbst weitergegeben. Damit passen sie in die Erzählstruktur. Diese Inkonsequenz der Erzählweise hat mich streckenweise irritiert, aber meistens doch eher einfach nur gestört und auch irgendwie wütend gemacht. Denn es hat mir ein gutes Stück vom Lesevergnügen genommen. Ich erhaschte einen Blick darauf, was Glaube bedeuten konnte: Er konnte eine Kraft jenseits der eigenen unmittelbaren Bedürfnisse und Gefühle sein, an die man sich halten konnte… Dass aufgrund dieser Erzählweise die Figurenzeichnung darunter leidet, ist dann nachvollziehbar. Zwar konnte ich George auf seiner Flucht immer besser verstehen, aber auch das wird wieder gebrochen, als er plötzlich einen folgenreichen Entschluss fast, ohne dass dem Leser die Motivation dahinter wirklich deutlich wird. Überhaupt macht es den Eindruck, als ob George nur einen kleinen Teil seiner Gedanken Preis gibt. Die anderen Charaktere wie Rose, Lucy und Marija sind in ihrer Einfachheit dagegen sehr konsequent und in sich stimmig. Sie handeln in ihrem beschränkten Rahmen logisch und gut motiviert. Chris Beckett hat sich meiner Meinung nach sehr stark auf den Konflikt zwischen Religion und Wissenschaft konzentriert. Dadurch wirkt das Buch weniger wie ein Roman, sondern mehr wie eine wissenschaftliche, theoretische Abhandlung. Das macht den Roman natürlich anstrengend zu lesen. Zumal der Hintergrund, vor dem diese Abhandlung stattfindet, eher merkwürdig konzipiert wurde. Wenn man sich auf den theoretischen Teil konzentriert, dann enthält der Roman einige sehr interessante Gedankenansätze, über die sich gut diskutieren ließe. Wer aber, so wie ich, eine Geschichte eines Mannes erwartet, der sich in einer Welt im Kampf zwischen Glaube und Vernunft befindet, wird hier eher enttäuscht. Ich würde zwar nicht sagen, dass ich mich durch diesen Roman gequält habe, aber er hat mir doch immer wieder ein Stirnrunzeln verschafft. Ich ertappte mich mehrmals dabei, wie ich ausrechnete, wie viele Seiten ich noch lesen muss. Lesevergnügen kann man das nicht wirklich nennen.

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  • Leserunde zu "Das Herz einer Löwin" von Katherine Scholes

    Das Herz einer Löwin
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    Mit dem Juli starten wir auch eine neue Runde in der LovelyBooks Lesechallenge und in diesem Monat geht es um "Das Herz einer Löwin" von Katherine Scholes aus dem Knaur Verlag: Ein Kind, das seine Mutter verloren hat.  Eine Frau auf der Suche nach einem neuen Anfang.  Ein Massai-Arzt, der sich für seine Patienten aufopfert.  Das Versprechen einer großen Liebe.  Die Autorin Katherine Scholes wurde auf einer Missionsstation in Tansania geboren und hat dort den größten Teil ihrer Kindheit verbracht - der schwarze Kontinent liegt ihr bis heute am Herzen und spielt eine Hauptrolle in ihren bisherigen Bestsellern wie "Die Regenkönigin", "Die Traumtänzerin" oder aber auch "Die Sturmfängerin" - allesamt abenteuerliche und spannende Geschichten über das Land und die Liebe.  Inzwischen wohnt Scholes mit ihrer Familie in Tasmanien (Australien) und arbeitet als Schriftstellerin und Filmproduzentin. Hast Du Lust mit vielen weiteren Lesern den Wettbewerb zu starten, tolle Aufgaben zu lösen, das Buch in der Leserunde zu entdecken und am Ende tolle Gewinne wie einen Kindle und große Buchpakete zu erhalten? Jeden Monat starten wir mit einem neuen Buch und somit auch mit neuen Chancen - einfach jederzeit anmelden, einsteigen und für spannende Leseerfahrungen auch noch Punkte kassieren! Wir vergeben wie immer unter allen, die sich in diesem Unterthema zur Lesechallenge anmelden, 50 Leseexemplare des Buches. Ihr habt Zeit für die Bewerbung bis einschliesslich 08. Juli 2012 - die Teilnahme an der Challenge ist bis zum 01. August möglich! Übrigens: die Schnellsten werden belohnt! Die ersten 100 Anmeldungen für die LovelyBooks Lesechallenge im Juni erhalten zusätzlich 100 Extrapunkte als Startkapital. Eure Beiträge zählen nur, wenn sie im jeweils passenden Unterthema geschrieben wurden! Wenn ihr seht, dass einer Eurer Beiträge im falschen Unterthema steht, verschiebt ihn bitte nicht, sondern löscht ihn und schreibt ihn neu!

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  • Rezension zu "Messias-Maschine" von Chris Beckett

    Messias-Maschine
    Wir-Lesen

    Wir-Lesen

    09. August 2012 um 00:10

    Inhalt Die Welt ist nicht mehr das, was sie einmal war. Wissenschaftler werden von religiösen Fatalisten als Ketzer gejagt, ihr Werk ist reinste Blasphemie und wird hoch bestraft. Wer Wissenschaft ausüben will, muss sich verstecken und in jeder Sekunde um sein Leben bangen. Wer es nach Illyria schafft, hat eine Chance, zu überleben und in einer Stadt voll hoch moderner Technik zu arbeiten. George ist einer der Wissenschaftler, die es geschafft haben. Sein Geld verdient er mit dolmetschen und den restlichen Tag über hält er lieber Abstand zu seinen Mitmenschen. Seine Mutter Ruth, die einen Ketzer-Prozess überlebt hat, flüchtet sich seitdem in eine virtuelle Realität. Aus Einsamkeit beginnt George, sich mit dem Roboter Mädchen Lucy zu treffen: einer modernen Prostituierten. Kompliziert wird es, als er beginnt, sich in sie zu verlieben. Doch obwohl Lucy nur eine Maschine, fängt auch sie an, Gefühle zu entwickeln: etwas, das eigentlich unmöglich ist und dass bedeutet, dass George und sie fliehen müssen. Denn sonst würde man Lucy abschalten und entsorgen. Doch auch außerhalb von Illyria sind sie nicht sicher, denn die religiösen Fanatiker verteufeln Roboter wie Lucy und jagen sie wie Dämonen. Meine Meinung Die Messias-Maschine ist eine Geschichte, die in einer mir völlig fremdartigen Welt spielt. Die Kirche hat erneut die Macht an sich gerissen und so viel Zuwachs bekommen, dass Wissenschaftler sich wie Kaninchen in ihren Löchern verkriechen müssen. Der zweite interessante Ansatz ist die Frage: wann ist ein Mensch ein Mensch? Was macht das Mensch-sein aus? Kann eine Maschine, die ein Bewusstsein entwickelt, als Mensch angesehen werden, oder bleibt sie ein Haufen Metall? Allerdings sind beides keine neuen Ideen. Die Geschichte wird aus Georges Sicht erzählt. Er ist mir allerdings eher unsympathisch. Obwohl ein halbes Dutzend Sprachen sprechen kann, wirkt er wie ein naives Jungchen, das auf nichts anderes aus ist, als auf Sex. In seinem Fall Sex mit einer Maschine. Seine Entscheidungen sind nicht immer nachvollziehbar und in seiner ganzen Art gefällt er mir einfach nicht. Die anderen Figuren, auch Lucy, sind eher blass. Der Sprachstil ist in Ordnung, hat mich aber nicht gepackt. Ich muss gestehen, dass ich nach dem Klappentext einen rasanten Science Fiction Thriller erwartet habe, stattdessen wurde mehr auf den Kampf zwischen religiösem Fatalismus und Wissenschaft eingegangen und den Unterschied zwischen Mensch und Maschine. Das allerdings hat es alles schon mal gegeben, mir hat die Spannung gefehlt, wenn ich schon nicht mit den Protagonisten sympathisieren kann. Fazit: Das Buch war okay, aber nichts Besonderes und ich hatte mir etwas anderes darunter vorgestellt. ForeverAngel aus dem Team von Wir Lesen

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  • Rezension zu "Messias-Maschine" von Chris Beckett

    Messias-Maschine
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. July 2012 um 21:37

    VORSICHT: Leichte Spoiler. Ich muss gestehen, dass ich von diesem Buch nach der obigen Inhaltsangabe irgendwie etwas anderes erwartet habe. Der Autor lässt seine Hauptfigur George seine Geschichte erzählen: George lebt in Illyria, einem fortschrittlichen Land, während in allen anderen Ländern der Welt Chaos durch religiöse Fanatiker aller Religionen herrscht. George ist Übersetzer, seine Mutter eine Wissenschaftlerin, die einen Ketzerprozess überstanden hat und die meiste Zeit in einer virtuellen Realität verbringt. George flüchtet sich von seinem tristen Leben zu der Roboter-Prostituierten Lucy, für die er Gefühle entwickelt, welche mehr zu einer Art Sucht werden. Lucy ist allerdings nur eine Maschine, die plötzlich scheinbar gegen ihre Programmierung ein eigenes Bewusstsein entwickelt. George flieht mit ihr, denn er denkt, dass er so glücklich mit Lucy leben kann. Doch außerhalb Illyrias ist Lucy in größerer Gefahr wie vermutet. Die Idee der Geschichte ist nicht wirklich neu: Technik/Fortschritt/Wissenschaft gegen religiösen Fanatismus, der hier sehr überzogen dargestellt wird. Dann die Frage, ob eben Maschinen, die wie Menschen aussehen, ein Bewusstsein entwickeln können, oder ob sie nur ein geschaffener Körper ohne Seele sind. Die religiösen Fanatiker "töten" die Maschinen, die in ihren Augen Dämonen sind. Der Fortschritt wird bekämpft. Den Ansatz des Autors fand ich recht interessant, wobei ich die Umsetzung wenig überzeugend fand. Die Hauptfigur, George, war mir absolut unsympathisch und kam mir stellenweise einfach nur wie ein dummer Junge vor. Mich hat ebenfalls sehr gestört, dass es stellenweise nur darum ging, dass George Sex mit den Roboter-Prostituierten hat und auch einige Entwicklungen zum Ende hin, haben mich eher abgestoßen. Die Geschichte um den Maschinen Messias oder die Messias Maschine kommt in meinen Augen viel zu kurz erst gegen Ende des Buches. Lucys Geschichte hat mich auch nur wenig berührt, denn wie sie selbst innerhalb der Geschichte immer wieder betont: sie ist nur eine Maschine. Zu ihr konnte ich noch weniger Bezug herstellen wie zu George. Leider konnte mich Chris Becketts Debütroman nicht überzeugen. Ich habe etwas ganz anderes erwartet als das, was mir geboten wurde. Ich habe eine spannende Science Fiction Geschichte erwartet, doch bekommen habe ich eine eher langweilige Geschichte über den Kampf zwischen Fortschritt und religiösen Fanatismus. 2 Sterne für eine Geschichte, die mich weder überzeugen noch erreichen konnte.

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  • Rezension zu "Messias-Maschine" von Chris Beckett

    Messias-Maschine
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. July 2012 um 18:34

    Die Welt hat sich verändert jegliche Wissenschaft gilt als Ketzerei und Blasphemie. Wissenschaftler werden verfolgt und getötet. Die Überlebenden sind in den neugegründeten Stadtstaat Illyria geflüchtet. Während die Welt rundum Illyria in religiösem Fanatismus versinkt, blüht das hochtechnologisierte Illyria auf. Dort lebt auch George mit seiner Mutter Ruth. George spricht 8 Sprachen und arbeitet als Dolmetscher. George ist sehr schüchtern und hat abgesehen von der Arbeit nur wenig Kontakt mit anderen Menschen. Als er in einer Fernsehwerbung den neuen beinahe menschlichen wirkenden Syntec-Roboter Lucy sieht, ändert sich sein Leben schlagartig. Lucy ist eine Roboterprostituierte, die dank einer Hautschicht wie ein echter Mensch wirkt. Nach einigem zögern beschliesst George Lucy zu besuchen und verliebt sich dabei Hals über Kopf in die schöne Roboterfrau. Die neuen Syntec-Roboter wurden so konstruiert, dass sie neue Dinge lernen und abspeichern können. Doch dies hat einen ungewollten Nebeneffekt Lucy beginnt ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln und das wird von den Herstellern ungern gesehen. Als von der Regierung beschlossen wird bei allen Syntec-Robotern die Festplatte automatisch nach 6 Monaten zu löschen und neu zu programmieren, muss George handeln. Er beschliesst mit Lucy aus Illyria zu fliehen. Was sich anhört wie ein simpler Science-Fiction Roman ist in Wirklichkeit eine packende Geschichte über Religion und Fanatismus. Es ist beängstigend zu sehen in was sich die Welt verwandlen könnte, wenn überall religiöse Fanatiker an die Macht kämen und die Welt ihren Regeln unterwerfen würden. Das fortschritliche Illyria bildet dabei keine Ausnahme, denn sie verfolgen und unterdrücken religiöse Menschen genau so wie die Wissenschaft in anderen Ländern unterdrückt und verfolgt werden. Das Buch hat mich sehr aufgewühlt. Es stimmt nachdenklich und zeigt eindrucksvoll die Mechanismen von Fanatismus. Abgesehen davon ist das Buch einfach wahnsinnig spannend und man würde es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen.

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  • Rezension zu "Messias-Maschine" von Chris Beckett

    Messias-Maschine
    Tsukiko

    Tsukiko

    12. July 2012 um 21:07

    Dieses Buch habe ich regelrecht verschlungen. In meinen Augen ist es ein spannender Roman, der zum Nachdenken anregt. In der Welt, die Beckett erschaffen hat gibt es so zu sagen zwei Extreme. Einmal die Menschen, die an Gott glauben und die Menschen, die nur an das Glauben, was sie auch beweisen können. Illyrien ist die Stadt, in der die Menschen zuflucht finden, die der Wissenschaft angehören. Sie leben zwischen Maschinen, entwickeln diese immer weiter und entwickeln Syntecs, Roboter, die den Menschen so ähnlich sind, das man sie kaum von ihnen unterscheiden kann. Die Syntecs werden in immer mehr Branchen eingesetzt und sollen die "Gastarbeiter" von Draußen nach und nach ersetzen. Denn diese Gastarbeiter werden nach und nach immer mehr zu einem Problem. Sie wollen in der Stadt ihre Religion frei ausleben, fangen an zu Demonstrieren und somit bilden sich auch nach und nach aufständlerische Untergrundorganisationen. Mitten in dieser Welt leben George und Lucy. George, ein Mensch und Lucy eine so genannte Syntec, die den Beruf einer Prostituierten hat. Ich fand es wirklich extrem interessant, wie der Autor auf diese beiden Extreme eingegangen ist. Zum einen, weil es in unserer Welt ja ähnlich, nur nicht so extrem krass zugeht. Technik gewinnt immer mehr an Bedeutung und wird immer weiter entwickelt, während der Glauben eine immer weniger bedeutende Rolle spielt. Auch das so genannte SenSpace, in dem Georges Mutter sich tagtäglich aufhält, erinnert mich ein wenig an die heutige Zeit, wo viele Kids ihr Leben einfach nur noch vor dem Computer herum hängen und so zu sagen abähngig werden. Die Charakter in dem Buch waren sehr anschaulich beschrieben und ich konnte mir George und Lucy sehr gut vorstellen. Der Autor hat es verstanden das ganze Buch über hinweg Spannung aufzubauen und bis zur aller letzten Sekunde zu halten. Erst fast am Ende erfährt man, was es mit der Messias-Maschine auf sich hat. Einzig und alleine einen Makel hat das Buch für mich. Ich hätte doch gerne mehr Situationen aus der Sicht von Lucy gesehen, die sich immer mehr mit dem bisschen "Ich", das sich entwickelt beschäftigt und versucht irgendwie hinter die Dinge zu sehen. Fazit: Ein Buch das zum nachdenken anregt und wirklich sehr spannend geschrieben ist. Ich kann es jedem ans Herz legen, der sich gerne mit den Themen, die in dem Buch behandelt werden auseinander setzt.

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