Chris Bennett

 3 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor von Dark World, Im Fadenkreuz und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Chris Bennett

Dark World

Dark World

 (1)
Erschienen am 18.10.2013
Dark World

Dark World

 (0)
Erschienen am 25.08.2014
Im Fadenkreuz

Im Fadenkreuz

 (0)
Erschienen am 09.11.2017

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Rezension zu "Dark World" von Chris Bennett

Konnte mich leider nicht gänzlich überzeugen
Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr

Chris Bennett hatte mich über die Rezi-Suche kontaktiert. Wie immer habe ich die Leseprobe gelesen und fand sie recht ansprechend. Das Buch kam dann auch ganz fix per Posteule ins Haus geflattert und verlangte nach Aufmerksamkeit. Wäre am Wochenende nicht ein "Komm lass uns mal bei Netflix die erste Folge von Dark" anschauen dazwischen gekommen, wäre ich auch schon Sonntag früh fertig gewesen mit lesen. Aber nun ja, so kam ich erst gestern Abend dazu, das Buch zu beenden.

Eigentlich mag ich Bücher über Verschwörungstheorien sehr gerne. Solange es 'nur' Geschichten sind und der Mensch es nicht allzu ernst nimmt. "Im Fadenkreuz" fand ich deswegen interessant. So leider konnte es aber so gar nicht an meine Erwartungen heranreichen. Dabei fand ich Andrew äußerst unsympathisch. Er ist Anfang 20 und hängt mir persönlich viel zu sehr seiner Vergangenheit nach, die jeder Mensch in irgendeiner Form mal durchmacht: eine Beziehung beenden; sich für etwas entscheiden, hinter dem die Familie nicht steht usw. Nichts wirklich dramatisches und ergo auch nichts, worüber man nach 4 Jahren immer noch gedanklich rumjammern muss. Dadurch wirken Andrews Gedankengänge teilweise unerwachsen und - wie meine Mutter sagen würde - ningelig (weinerlich). Auch mit Lyudmila konnte ich so gar nicht warm werden. Hier fand ich es für meinen Lesefluss besonders störend, dass zwischen Lyudmila und Mila als Name gewechselt wurde obwohl sie sich Andrew gegenüber nie als Mila vorgestellt hatte. Allgemein wurde die Erzählperspektive für meinen Geschmack zu viel und zu häufig gewechselt, was meiner Ansicht nach der Grund war, warum für mich keine der Personen wirklich etabliert wurden mit eigener Persönlichkeit etc. Zudem gab es einen übernatürlichen Aspekt, mit dem ich so gar nichts anfangen konnte, weil sich für mich auch im Laufe des Buches nicht ergab, was es denn damit überhaupt auf sich hatte.

Handwerklich ist das Buch eigentlich solide, allerdings wirkten die Dialoge stellenweise hölzern und stockend und viele der verwendeten Ausdrucksweisen musste ich oft zweimal lesen, weil sie mir merkwürdig oder eher unnatürlich vorkamen. Ich vermute, dass der Autor hier versucht hat, Wortwiederholungen zu vermeiden (was ich persönlich eigentlich gut finde) und sich dabei im Dschungel der Synonyme verloren hat (was vielen Autoren dabei schnell passiert).

Leider gibt es auch am Ende keine wirkliche Auflösung, was die Regierung nun eigentlich plant und warum es diese Widerstandsbewegung gibt. Nur einige Anmerkungen hier und da aber keine wirkliche Erklärung. Vor allem ist es mir völlig rätselhaft, warum ausgerechnet Andrew und Lyudmila von General Tucker eingeweiht worden sind. Charakterlich hat sich das im Laufe des Buches für mich nicht ergeben. Das Ende lässt eigentlich alle Fragen offen und mich damit sehr unzufrieden zurück. Es soll einen Band 2 geben, aber leider hat mich Band 1 auf diesen nicht neugierig genug gemacht. Hier wäre es evtl. besser, wenn der Autor die Geschichte in einem Schwung und einem dicken Wälzer rausbringt, statt ihn auf mehrere kleinere Bücher zu verteilen.

Fazit

Alles in allem hatte ich einen spannenden Verschwörungsthriller erwartet, aber wurde leider enttäuscht. Die Idee dahinter und die Umsetzung sind gut und ich drücke dem Autor die Daumen, dass er die Schwachstellen ausbessern kann. Das Talent und die Begeisterung fürs Schreiben ist definitiv gegeben und ich wünsche dem Autor auch weiterhin viel Erfolg.

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