Ein eigentlich unsympathischer Protagonist, eine zu Fleisch gewordene Romanfigur, eine unglücklich Verlassene und eine unkonventionelle junge Frau, die ihn das Lieben lehrt. Anfangs hatte ich etwas Schwierigkeiten, reinzukommen. Im ersten Drittel mehren sich auch einige Rechtschreibfehler, oft wird Ihre und Sie klein geschrieben, aber später nicht mehr. Womöglich wurde dieser Teil unlektoriert nachträglich eingefügt. Aber wenn man darüber hinwegsieht, hat man es mit einer interessanten Geschichte und einer glaubhaften Entwicklung zu tun. Ich würde 4,5 Sterne geben, runde aber auf 5 Sterne auf für die recht guten Einfälle und lebendig geschilderten Personen.
Chris Bode
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Neue Rezensionen zu Chris Bode
Warum eigentlich finden in Deutschland Romane, die von intelligenten Frauen mit einer angemessenen Prise schwarzen, fast britischen, Humors geschrieben sind, so selten einen "echten" Verlag?
Ich jedenfalls bin Chris Bode zutiefst dankbar, dass sie es auf sich genommen hat und uns ihren tollen Roman als Selfpublisherin zugänglich gemacht hat.
Wenn sie Jonathan Markland und die anderen Protagonisten beschreibt, wirken diese nie klischeehaft, sondern machen stets eine glaubwürdige Entwicklung durch. Chris Bode hat den richtigen Blick für die großen und kleinen Fragen im menschlichen Beziehungsgeflecht. Sie analysiert ohne zu belehren und verleitet zum Lachen ohne sich zu erheben oder gar zu verurteilen. Man fiebert wirklich mit, wenn Jonathan erkennen muss, dass eine Upperclass-Herkunft und ein konsequent snobistischer Lebensstil nicht der Schlüssel zum Lebensglück sind.
Ich empfehle: Unbedingt lesen!
Wenn man sich das Cover so anschaut, denkt man schnell, dass es sich hierbei um einen wahren Horrorroman handeln muss. Auch der Titel lässt darauf schließen.
Allerdings sind es vielmehr kurze Thriller, die der Leser zum lesen bekommt.
Insgesamt ist das Buch in drei Kurzgeschichten unterteilt, die sich aber sehr vom Thema und auch der Länge unterscheiden.
Kurzgeschichte 1 hat mir gut gefallen. Sie war auch die längste des Buches.
Sie war für mich sehr interessant und spannend und lies sich gut lesen.
Das Thema ist, auch wenn es auf den ersten Blick nicht scheint, sehr aktuell.
Einzig und allein das Ende und die zum Teil etwas langen Stellen konnte mich nicht ganz so zufrieden stellen.
Kurzgeschichte zwei war zwar gut zu lesen, allerdings konnte ich es weder dem Genre Thriller, noch dem Genre Horror wirklich zu ordnen. Ich finde, dass sie nicht wirklich was gruseliges an sich hatte und ich stattdessen viel mehr Mitleid mit dem Protagonisten hatte, da dessen Leben nicht leicht ist.
Generell hat mir diese Geschichte leider nicht zu gesagt.
Die letzte Geschichte kam dann doch dem Genre Thriller und Horror wirklich nah und ich fand es schade, dass diese Geschichte einfach zu kurz war. Aus dieser hätte man wirklich viel machen können und sie richtig gruselig schreiben können.
m Großen und Ganzen haben mir die Geschichten gefallen, allerdings mit Schwachstellen, wie die oben benannten.
Ich denke auf jeden Fall, dass diese Geschichten noch ein Potential nach oben haben und werde wahrscheinlich auch den zweiten Teil noch lesen.
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