Chris Carter Die stille Bestie

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 9 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(3)
(3)
(1)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die stille Bestie“ von Chris Carter

Profiler Robert Hunter vertraut nur wenigen Menschen. Eigentlich gibt es nur einen, für den er immer seine Hand ins Feuer legt: Lucien Folter, seinen Freund aus Studientagen. Beide können Menschen besser lesen als jeder andere. Hunter vertraute Folter seine engsten Geheimnisse an. Bis dieser plötzlich verschwand. Jetzt kommt ein Anruf. Die Körperteile unzähliger Mordopfer sind aufgetaucht, grausige Trophäen. Angeklagt ist Lucien§Folter. Und er will nur mit einem reden: Robert Hunter ...§

Wie erwartet sehr spannend, Carter schafft es immer wieder eine Gänsehaut zu erzeugen....

— Michelangelo
Michelangelo

Ein Hörbuch der Extraklasse, das einen das Blut in den Adern gefrieren lässt. Ganz klare Hörempfehlung.

— Glanzleistung
Glanzleistung

Stöbern in Krimi & Thriller

Wildfutter

Handlung geprägt von zu vielen Nebensächlichkeiten, was schnell in Langatmigkeit ausartet

Buchmagie

Fiona

Ein komplexer Pageturner mit einer beeindruckend starken und verkorksten Ermittlerin

Liebeslenchen

Durst

Durst, das klingt nach Blut trinken Durst nach Blut, oder Durst nach mehr Morde, oder Durst nach mehr Polizeitarbeit.

Schlafmurmel

Todesreigen

Teil 4 der Serie um den skurilen Ermittler Maarten S. Sneijder und seine Kollegin Sabine Nemez. Spannend. Selbstmorde bei hohen BKA-Beamten.

makama

Wildeule

Wieder unterhaltsam, aber für mich etwas schwächer als Kaninchenherz und Fuchskind

lenisvea

Die Mädchen von der Englandfähre

Guter Plot, schwaches Ende, Übersetzungsfehler.

Juliane84

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Der geht unter die Haut ...

    Die stille Bestie
    engineerwife

    engineerwife

    30. September 2016 um 15:38

    Mal wieder einer spannender Fall in dieser oft sehr aufwühlenden Reihe um Profiler Robert Hunter. Eigentlich war er ja auf dem Weg in den Urlaub als er dann doch mit diesem verstörenden Fall betraut wird. Er kennt den Mörder, der kein Mörder ist … oder doch? Auf oft sehr grafisch dargestellte, nicht gerade unblutige Weise, tastet sich Robert an den Fall. Wer schwache Nerven hat und kein Blut sehen kann, dem sein von dieser Reihe abgeraten. Ich finde sie, besonders als Hörbuch, gelesen von Uwe Teschner, einfach genial. Am Ende bleibt jedoch mal wieder die Frage offen, wie wird es weitergehen im Leben von dem abgeklärten, im Leben sehr verletzt gewordenen, Profiler? Er wird bei diesem Fall jedenfalls auf eine seiner härtesten Proben gestellt, der Mörder ist im verdammt nah auf die eigene Haut gerückt …

    Mehr
  • Enzyklopädie eines Serienmörders

    Die stille Bestie
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    16. March 2016 um 22:30

    Hörbuch, 12 Stunden, 11 Minuten gesprochen von Uwe TeschnerChris Carter studierte in Michigan forensische Psychologie arbeitete sechs Jahre lang als Kriminalpsychologe für die Staatsanwaltschaft. Und bei diesem Thriller hat das Vorwort mir im Nachhinein einen eisigen Schauer über den Rücken laufen lassen:«… große Teile der Handlung auf Tatsachen beruhen und die Figuren auf Personen, mit denen ich in Kontakt gekommen bin.»Nach einem Unwetter sitzen der Sherriff und sein Deputy früh morgens in einem Restaurant und warten auf das Frühstück, als ein Wagen direkt auf den Imbiss zurast, im letzten Moment abdriftet und in das Toilettenhaus kracht. Während er Sherriff den Tot des Fahrers feststellt, macht der Deputy eine schreckliche Entdeckung. Der Unfallwagen hatte ein anderes Auto gestreift und das Heck eingefahren. Aus dem Kofferraum war eine Kühlbox herausgefallen, der Deckel löst sich und zwei Köpfe kullern heraus. Der Wagen gehört einem der Restauratbesucher. Er wird festgenommen und dem FBI überstellt.Robert Hunter, ein Profiler, wird angefordert. Er ist auf dem Weg in den Urlaub und genervt, es gäbe andere Profiler und er arbeite nicht für das FBI. Der Täter hatte ihn angefordert. Es ist sein ehemals bester Studienfreund Lucien Folter. Robert meint, es muss sich um ein Missverständnis handeln, er will seinem Freund helfen. Doch die Sachlage ist klar. Lucien ist ein Serienmörder. Die Frage ist nur, wie viele, wer und wo sind die Leichen vergraben? Das FBI möchte Vermisstenfälle aufklären, den Angehörigen Gewissheit geben und ihnen die Gelegenheit geben, ihre Angehörigen zu begraben. Unwillig lässt sich Hunter darauf ein, Folter zu verhören. Ihm wird Special Agent Courtney Taylor zur Seite gestellt. Aber Folter stellt eine Bedingung: Quid pro quo. Die Profiler dürfen ihm Fragen stellen, im Gegenzug müssen sie ihm ehrlich Fragen beantworten. Robert Hunter kennt Folter sehr gut. Er weiss, der gut ausgebildete Psychologe kann sehen, wann ein Mensch lügt. Er ist in der Lage, den Lügendetektortest locker zu umgehen, er ist ein Genie. Üblicherweise erfolgt die polizeiliche Fragetechnik einseitig, distanziert zum Täter, Nähe wird auf keinen Fall zugelassen. Provokante oder persönliche Fragen von Tätern werden emotionslos übergangen. Erstmalig in der Literatur wird ein gegenseitiges persönliches Ausfragen in «Das Schweigen der Lämmer» angewandt. Auch hier ist Hanibal Lector ein Serienmörder, ein sehr intelligenter Psychiater. Das Katz- und Mausspiel, das nun in «Die stille Bestie« folgt, erinnert ziemlich an die Vorlage. Darum einen Stern Abzug. Hunter und Taylor müssen nun Frage beantworten, die sie eventuell nicht einmal ihrem besten Freund beantworten würden, dass vor den Augen des FBI-Direktors, der mit seinem Team hinter der Glaswand sitzt. Hierdurch lernen wir alle drei Charaktere gut kennen. Folter behauptet, er kenne alle seine Opfer, es seien über 50, er wisse die Namen, die Geburtsdaten und kann die Stellen nennen, wo die Leichen zu finden sind. Er gibt an, wie die Namen zu den beiden Köpfen lauten, wo die Körper zu finden sind, wo auch noch andere Leichen liegen. Nun wird es immer perfider. Folter spielt ein grausames Spiel mit Hunter. Der steigt aus. Folter hat ein Ass im Ärmel, behauptet, eine Gefangene würde noch leben … Hunter kehrt zurück. Folter hatte vor, die Enzyklopädie des Serienmörders zu schreiben und hat an allen Opfern verschiedene Tötungsmethoden ausprobiert, alles genau skizziert in Notizbüchern.Der erste Teil des Thrillers beschäftigt sich mit den gegenseitigen Befragungen und Erinnerungen an die Studentenzeit der beiden ehemaligen Freunde. Psychologisch durchdacht treibt Folter Hunter bis kurz vor den Wahnsinn. Im zweiten Teil geht es um die Rettung des eventuell noch lebenden Opfers, mit weiteren Wendungen. Alles in allem ein gut durchdachter Thriller mit hoher Spannung. Die Namensgebung Hunter und Folter hat mich zum Lachen gebracht. Es wird auch erwähnt, welche Bedeutung Folter im Deutschen hat. Folter ist ein hochintelligenter Narzisst, dem jegliche Empathie fehlt, dem es Spass macht, seinen Freund zu demütigen und psychisch zu brechen. Hunter wird schon ab dem ersten Absatz im Buch als empathischer Mensch beschrieben, genau das Gegenteil von Hunter. Man leidet mit Hunter und ekelt sich gemeinsam mit ihm über das unfassbare Grauen, das durch Folters Beichte zutage kommt. Welchen Druck kann man aushalten, wenn ein Mensch gebrochen werden soll, wo sind psychische Grenzen? Psychofolter, der richtige Ausdruck für diese Art von Dialog. Courtney Taylor verblasst als Person hinter Hunter, aber um sie geht es auch nicht. Folter hat sich genau vorbereitet auf den Tag, an dem er erwischt werden könnte, minutiös rollt er seinen Plan ab. Als Leser, atemlos am Ende angekommen, geht einem das Vorwort durch den Kopf, streift eiskalt den Rücken hinunter und man hofft, niemals einem Folter begegnen zu müssen. Wer für Psychologie etwas übrig hat, erkennt das feine Netz, das hier gesponnen wird. Dem oberflächlichen Leser werden die Dialoge vielleicht zu anstrengend sein. Aber genau hier liegt die Kunst dieses Thrillers. Die sympathische Art Folters, der seinem Freund angeblich immer noch gern hat und ihm dann scheibchenweise die Luft zu atmen nimmt, in einer relaxten Art und Weise, ausgesprochen höflich und freundschaftlich, ist gekonnt.Ein spannender Thriller mit gutem Unterhaltungswert, auch wenn er streckenweise an Hanibal Lektor erinnert.

    Mehr
  • Ein perfider Thriller und ein Hörbuch der Extraklasse

    Die stille Bestie
    Glanzleistung

    Glanzleistung

    29. September 2015 um 09:32

    Diesmal ist Robert Hunter in seinem 5. und schwersten Fall ganz auf sich allein gestellt. In DIE STILLE BESTIE geht es zunächst um einen seltsamen Leichenfund. Zwei abgetrennte Frauenköpfe tauchen im Zuge eines Unfalles im Kofferraum eines Wagens auf. Der Fahrer des Wagens wird verhaftet und schweigt, nach Tagen verlangt er dann ausdrücklich nach Robert Hunter. Wie es sich herausstellt ist Lucien ein alter Studienfreund von Robert. Alles was danach passiert ist einfach nur unfassbar. Chris Carter gelingt es auf unglaublich geschickte Art und Weise den Hörer/Leser psychologisch perfekt hinters Licht zu führen. Nach und nach erfährt man dann Einzelheiten aus „der Laufbahn“ eines Serienmörders. Rückblenden anhand von persönlichen Erzählungen, Erinnerungen und Tagebucheinträgen machen das Ausmaß der Tragödie zu einem Netz aus Gewalt, Wahnsinn und Besessenheit. Niemals zuvor wurde der Charakter Robert Hunter so intensiv und intim beleuchtet. Überhaupt sind alle Figuren wieder sehr stark und deutlich gezeichnet. Ein hervorragender Plot und eine durchgehend spannende Handlung erledigen ihr Übriges. Ganz deutlich ist hier hervorzuheben, dass das Hörbuch dem Buch auf jeden Fall vorzuziehen wäre. Die Stimme von Uve Teschner ist einfach unglaublich. Man kann sich wunderbar in die einzelnen Personen hineinversetzen und die Stimmung wird perfekt eingefangen. Die ganzen 6 CD´s lang kam null Langeweile auf. Genauso muss ein Hörbuch sein. Fazit: Grandios, schrecklich und intensiv. Ein psychologischer und brutaler Thriller, der teilweise auf Tatsachen beruht und für mich eine ganz klare Hör- und Leseempfehlung ist.

    Mehr