Die Liebe in diesen Zeiten

von Chris Cleave 
4,3 Sterne bei52 Bewertungen
Die Liebe in diesen Zeiten
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (46):
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berührend, überraschend leicht und schön

Kritisch (1):
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Protagonisten alle unsympathisch, Erzählton durchgehend spezielle Art von merkwürdigen Humor, Sarkasmus und Ironie.

Alle 52 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Die Liebe in diesen Zeiten"

Eine große Liebesgeschichte in Zeiten des Krieges
London bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Wie so viele andere meldet sich die junge Mary North zur Truppenunterstützung, denn sie sieht darin die Chance, ihr Leben selbstbewusst in die Hand zu nehmen. Während die ersten Bomben fallen, engagiert sie sich als Hilfslehrerin und lernt Tom kennen. Als sie wenig später jedoch Toms Freund Alistair begegnet, fühlt sie sich augenblicklich zu ihm hingezogen – aber Alistair muss zurück an die Front. Während die Welt in Schutt und Asche versinkt, geben allein ihre Briefe den beiden Liebenden Halt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423217545
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:26.10.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Bücherfüllhorn-Blogvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Protagonisten alle unsympathisch, Erzählton durchgehend spezielle Art von merkwürdigen Humor, Sarkasmus und Ironie.
    Protagonisten alle unsympathisch, seltsame Art von Humor

    Nach den ersten 130 Seiten war ich kurz vor dem abbrechen. Die Hauptprotagonistin Mary und ihre Freundin Hilda waren mir total unsympathisch. Sie sind reich, albern und kindisch, und freuen (!!) sich auf den Krieg, sind ganz aufgeregt, wann es endlich losgeht! Sie sind total ahnungslos und begreifen den Ernst der Lage nicht, wie wahrscheinlich viele andere, die in der gleichen Gesellschaftsschicht leben. Erst ab der Mitte des Buches, als sie sich freiwillig für den Sanitätsdienst melden, sehen sie das Ausmaß und den Gräuel, die der Krieg anrichtet. Dennoch leben sie „abgehoben“ von anderen, haben noch Hauspersonal und können Cocktails im Ritz trinken. Die Gespräche und der Humor der beiden konnte ich nicht nachvollziehen, sie waren für mich unsäglich unbedeutend und albern. Ähnlich erging es mir mit den männlichen Hauptprotagonisten Tom und Alistair, derselbe Humor der nicht bei mir ankam, dieselben langweiligen Gespräche.

    Deswegen war auch der Hauptgrund, warum mir die Geschichte, die Protagonisten und das Love-Interest nicht zugänglich werden konnten, der Erzählton. Dieser war so „überdimensioniert heiter“, mit einer Art von Ironie und Humor, mit dem ich nichts anfangen konnte, der mich verwirrte. Ein Beispiel: Alistair muss nach einer Verletzung der Arm amputiert werden. Mary und ihre Mutter unterhalten sich, und ihre Mutter meint, „der wächst ja wieder nach“. Das soll lustig sein? Aber so hört sich das im Buch an, wie so viele andere „ironische „und „witzige“ Dialoge. Ich konnte damit nichts anfangen, sondern war eher ratlos. Diese Ironie war witzig gemeint, und sollte wohl die Schwere der Verletzungen, die Gräuel und insgesamt das Ertragen des Krieges leichter machen, mir erschien es nur seltsam und sehr unpassend.

    Das Love-Interest, das zuerst zwischen Tom und Mary entsteht, ist leidenschaftslos und irgendwie kühl. Gleichzeitig verliebt sich Mary auch noch in Alistair, der eigentlich mit Hilda verkuppelt werden sollte. Die einzig halbwegs wahre Liebe die daraus hervorging, war die zwischen Mary und Alistair, aber auch voller Schuldgefühle wegen Tom und Hilda. Diese Liebe zwischen Mary und Alistair war auch nicht richtig fassbar, weil dieses Love-Interest überhaupt nur in schriftlicher Form, mittels Briefen, „passiert“. Diese Briefe sind genauso wie die flapsigen Dialoge, kindisch und seltsam. Es sollte wohl witzig sein, den Krieg in Worten „herunterspielen“, vielleicht um schlimmste Momente so besser zu verkraften, aber ich fand es einfach nur seltsam.

    Dann kamen Szenen, in denen Szenen aus Theaterstücken, Weihnachtsaufführungen etc. genau beschrieben wurden. Oder die Comedy Show mit Zacharys Vater. Das waren für mich unnötige und unwichtige Längen.

    Einzig und allein die Szenen mit Alistair im Kriegsgeschehen waren spannend zu lesen, und er schien mir auch der einzige Protagonist, der die volle Härte des Krieges erlebte, und dennoch versuchte, Mensch zu bleiben.

    Alles in allem: Die Geschichte um Liebe und Schuld im zweiten Weltkrieg in London und Malta konnte mich leider nicht überzeugen. Hauptursache war der überdimensioniert heitere und ironische Erzählton, mit dem ich nicht zurechtkam. Auch die weiblichen Charaktere waren mir nicht sympathisch, und von „ großer Stärke“ der Hauptprotagonisten konnte ich außer bei Alistair nichts feststellen.

    Sterne: Eigentlich war es für mich schnell klar, ich kann leider nur einen von fünf Sternen vergeben. Bereits auf den ersten 130 Seiten waren für mich alle Hauptprotagonisten extrem unsympathisch.

    Das alleine wäre ja nicht schlimm gewesen, aber der Erzählton hatte durchgehend so eine spezielle Art von merkwürdigen Humor, Sarkasmus und Ironie, den ich seltsam fand und gar nicht verstehen wollte. Mary lief oft glücklich und flapsig wie ein Häschen hoppelnd durch London, so als ob nicht gerade Krieg wäre. Genauso waren die Dialoge. Ich mag eigentlich dieses ironisch-spöttische in Büchern, aber es muss passen. Und hier hatte ich das Gefühl, es war komplett daneben. Die Liebesgeschichte war für mich auch nicht wie angekündigt, herzzerreißend, sondern eigentlich nicht vorhanden oder eher als Zeitvertreib und nicht ernsthaft. Einzig allein Alistair und seine Kriegserlebnisse waren emotional und tiefgründig. Alles andere „verblubberte“ so an der Oberfläche. So habe ich irgendwann angefangen, meistens die Dialoge zwischen Mary und Hilda und die Theater/Comedy-Nacherzählungen nur zu „überfliegen“, und war froh, als ich das Ende gelesen habe, dass ich persönlich eher enttäuschend fand, aber dennoch zu der Geschichte, den Personen und dem Erlebten passte. Insgesamt war diese Geschichte leider nichts für mich.

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Leider nicht meins - mir fehlte es an Emotionen und Spannung und auch mit dem Schreibstil kam ich nicht klar.
    Leider nicht meins

    London, 1939: Mary North ist eine unbekümmerte, junge und hübsche Frau aus gutem Hause. Mit Kriegsbeginn meldet sie sich sofort als Freiwillige und hofft auf einen ruhmreichen Einsatz. Doch dann landet sie erstmal als Hilfslehrerin in einer Schule. Dort lernt sie Tom kennen und lieben, den Leiter des Schulbezirks. Beide planen eine gemeinsame Zukunft - bis eines Tages sein Freund und Armeeoffizier Alistair auf Heimaturlaub kommt. Mary und Alistair fühlen sich sofort zueinander hingezogen, doch ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern. Der Krieg überschattet alles und Briefe bleiben ihre einzige Kontaktmöglichkeit. Hat ihre Liebe dennoch eine Chance?

    "Die Liebe in diesen Zeiten" stammt aus der Feder von Chris Cleave. Durch die vielen Lobeshymnen im Einband waren meine Erwartungen sehr hoch, wurden aber leider nicht erfüllt. Keine süchtigmachende Lektüre, wie es die Sunday Times schreibt, sondern eine langweilige und anstrengende Geschichte, die mich nicht überzeugen konnte.

    Der Einstieg fiel mir bereits sehr schwer und ich hatte von Anfang starke Probleme mit dem bildhaften, distanzierten und oft auch poetischen Schreibstil. Manche Sätze musste ich sogar mehrmals lesen, um deren Sinn zu verstehen. Auch die ständigen Witzeleien und zweideutigen Bemerkungen nervten mit der Zeit. Denn Sarkasmus und Ironie prägen hier fast jedes Gespräch und jede Beziehung. Für mich einfach zu viel.

    "Der Krieg bestand aus zehn Millionen durchtrennten, vibrierenden Nerven. Lauter losen Enden. (S. 317)

    Die Schrecken des Krieges werden dagegen recht gut veranschaulicht und dem Leser sehr eindringlich vor Augen geführt. London im Bombenhagel, ständige Fliegeralarme oder die Belagerung von Malta - da spielen sich dramatische Szenen ab. Es geht um Mut, Tapferkeit, Freundschaft, Liebe und Verlust. Und auch um Rassendiskriminierung und Klassenunterschiede. 

    Das Ganze wird aus mehreren Perspektiven erzählt und umfasst den Zeitraum September 1939 bis Juni 1942. Dabei begleiten wir Mary und ihre Freundin Hilda, dann Alistair und Tom, sowie Zachary, einen farbigen Jungen. Leider fand ich keinen Zugang zu den Figuren und ich konnte kaum Sympathien entwickeln. Ihr Schicksal war mir im Grunde egal und auch die Liebesgeschichte berührte mich nicht. Von episch und mitreißend keine Spur, eher herrscht hier Langeweile pur. Oft war ich kurz davor, das Buch abzubrechen, hielt aber tapfer durch. Zumindest in der zweiten Hälfte steigert sich der Roman etwas und ich wollte dann doch noch wissen, wie alles ausgeht. Gibt es ein Happy End für die Liebe? Werden Alistair und Mary zusammenfinden oder bringt der Krieg sie endgültig auseinander?

    "Jemanden zu lieben hieß zu erkennen, wie allein man vorher gewesen war." (S. 110)

    Das Ende verspricht dann zwar viel Hoffnung, ist aber auch recht offen gehalten. Richtig glücklich bin ich damit nicht. Interessanter ist da schon das Nachwort des Autors. Dort erfahren wir, dass der Briefwechsel seiner Großeltern ihn zu dieser Geschichte inspirierte. Denn auch sein Großvater David saß im Krieg auf Malta fest, während dessen Verlobte Mary in London auf ihn wartete.

    Insgesamt kann ich daher "Die Liebe in diesen Zeiten" nur sehr eingeschränkt empfehlen. Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig, Emotionen und Spannung fehlen und die Figuren gingen mir nicht wirklich nah. Ich habe schon bessere Romane über den 2. Weltkrieg gelesen. Ganz knappe 3 Sterne von mir.

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    Buchfluestern82s avatar
    Buchfluestern82vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: berührend, überraschend leicht und schön
    Ein leichter Roman zu einem schweren Thema

    Ich hatte zu Beginn ein bisschen Angst, das Buch würde aufs Gemüt drücken. Aber weit gefehlt. Natürlich ist das Thema "Zweiter Weltkrieg" nicht lustig. Und dennoch hab ich das Buch nicht als schwermütig empfunden. Ganz im Gegenteil: Ich hab immer mal wieder gelacht. Die unschönen Seiten des Kriegs werden beschrieben, klar. Aber nie so, dass sie mich belastet hätten.

    Ich finde, Chris Cleave hat den Spagat zwischen historischem Roman und Liebesgeschichte perfekt hingekriegt. Das Buch ist weder zu dramatisch, noch zu kitschig. Deshalb kann ich euch den Roman auch zu 100% empfehlen.

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    lui_1907s avatar
    lui_1907vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider kein Liebesroman wie erwartet, aber ein berührender Roman über den Zweiten Weltkrieg.
    Anders als erwartet

    Inhalt

    Mary North ist jung, hübsch und aus guter Familie. In ihrem ganzen Leben musste sie noch nichts Schwereres heben als ein Cocktailglas. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs meldet sie sich impulsiv und voller Enthusiasmus in London zur Truppenunterstützung. Sie wird allerdings ganz unheroisch nur als Hilfslehrerin an einer Schule eingesetzt. Dabei lernt sie Tom kennen, der bei der Schulbehörde arbeitet. Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen ... Aber ihre Verlobung begegnet größeren Hindernissen als nur dem Widerstand von Marys Familie. Denn eines Tages kommt Toms Freund Alistair, der sich freiwillig gemeldet hat, auf Heimaturlaub, und sein Zusammentreffen mit Mary löst in ihnen beiden heftige, nie gekannte Gefühle aus. Doch sie werden einander so bald nicht wiedersehen. Briefe sind ihre einzige Möglichkeit, in Verbindung zu bleiben. Und bald überschattet das Drama des Krieges alles andere. Mary und Alistair sehen sich Erfahrungen ausgesetzt, die in ihrem Grauen fast unwirklich erscheinen. Wie lange werden sie noch aneinander Halt finden können?

     

    „Die Liebe in diesen Zeiten“ ist das zweite Buch, welches ich von Chris Cleave gelesen habe. Diesmal bin ich jedoch etwas hin- und hergerissen. Und das liegt nicht an dem Buch selber, sondern an dem Klappentext, der einen auf ein anderes Buch vorbereitet. Als Leser sollte man hier keine Liebesgeschichte à la „Léon und Louise“ erwarten. Es schildert doch eher die Schrecken und den Alltag des zweiten Weltkrieges zu Hause in London und an der Front auf Malta. Die Liebe spielt zwar eine Rolle, hat mir aber (in Hinblick auf den Klappentext) gefehlt. Am besten hat mir die Mitte des Buches gefallen, als Mary und Alistair aufeinander treffen – ich hoffte doch irgendwie noch auf die große Liebesgeschichte.

    Jedoch möchte ich nicht sagen, dass das Buch nicht gut war – es war sehr realistisch, man fühlt mit den Charakteren mit und „erlebt“ den Krieg.

    Fazit: Ich würde dem Titel gern eine 3,5 geben, da es diese Bewertung nicht gibt, wird es eine 3, da ich etwas anderes erwartet habe.

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    WinfriedStanzickvor einem Jahr
    Ein großer Roman über Liebe, Freundschaft, Mut und Verlust in Zeiten des Krieges


    Der Londoner Journalist und Autor Chris Cleave wurde für seinen ersten Roman „Liebe Osama“ mit Preise überhäuft und auch seine folgenden Romane „Little Bee“ und „Gold“ kamen bei der Kritik gut an.

    Auch sein neuer Roman „Liebe in diesen Zeiten“ (im englischen Original „Everyone Brave Is Forgiven“), der in einer deutschen Erstausgabe bei DTV premium erschienen ist, erzählt er eine bewegende und erschütternde Geschichte aus den ersten Jahren des Zweiten Weltkriegs, als die Deutschen über lange Zeit nicht nur London bombardierten und die englische Bevölkerung nicht nur an den Folgen dieser Angriffe litt, sondern auch daran, dass es kaum Hoffnung auf Besserung gab.

    Die im September 1939 beginnende Romanhandlung erzählt von zwei Hauptfiguren und deren Schicksal. Zum einen ist da die sehr junge Londoner Lehrerin Mary North, die aus gutem Hause stammt und deren Vater als Mitglied des Unterhauses versucht, in die Regierung zu kommen. Mary löst sich im  Laufe der Handlung von der strengen Ordnung ihrer Familie und versucht, oft in freundschaftlicher Auseinandersetzung mit ihrer Freundin Hilda, sich als Hilfslehrerin für benachteiligte Kinder einzusetzen. Unter anderen für einen schwarzen Jungen namens Zachary. Sie will ihm Schreiben und Lesen beibringen, aber er lehrt sie etwas nicht weniger Wichtiges.

    Und da ist der Restaurator Alistair Heath, der sich gleich zu Beginn  des Kriegs freiwillig zur Armee meldet und im Laufe der Jahre, die Cleave chronologisch verfolgt,  fürchterliche Erfahrungen macht, schließlich aber unter dem Verlust seines rechten Armes überlebt.

    Doch nicht nur er erleidet in diesem Krieg schwere körperliche und seelische Verletzungen. Chris Cleave beschreibt auf dem Hintergrund einer bewegten und immer wieder vom krieg bedrohten Lebensgeschichte, wie der Krieg Zerstörungen und Verwüstungen anrichtet im Herzen und der Seele von Menschen und wie er fast verhindert, dass sie noch lieben können.

    Ich habe durch die Lektüre des Buches viel gelernt über den Bombenterror der Nazis auf England und erinnerte mich beschämt daran, die ich als Schüler schon Ende der sechziger Jahre von englischen Familien aufgenommen wurde wie ein eigener Sohn. Da war kein Ressentiment mehr spürbar.

    Cleave hat für seinen Roman Erinnerungen seines Großvaters verwendet, der auf Malta lebte und ebenso wie Alistair Heath die lange Belagerung der Insel durch die Nazis und ihre Verbündeten erlebte.

    „Liebe in diesen Zeiten“ ist ein engagierter, über lange Strecken melancholischer Roman, der die Schrecken des Krieges und seine Folgen für die Seelen der Menschen beschreibt und dennoch eine Hymne auf die große Kraft der Liebe singt.

    Ein großer Roman über Liebe, Freundschaft, Mut und Verlust in Zeiten des Krieges.

     



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    buecherwurm1310s avatar
    buecherwurm1310vor einem Jahr
    Eine ergreifende Geschichte

    Wenige Minuten nachdem der Krieg erklärt wurde, hat sich Mary North als Freiwillige verpflichtet. Sie hatte bestimmte Vorstellung davon, was sie nun erwartet, aber dann muss sie feststellen, dass sie als Hilfslehrerin Dienst tun muss. Doch wider Erwarten gefällt ihr gefällt das Unterrichten. Aber bei der Evakuierung der Kinder erfährt sie, dass man sie nicht mehr will. Wenig später lernt sie Tom kennen, der bei der Schulbehörde arbeitet. Sie mag ihn, aber sie möchte auch seine Hilfe, um wieder unterrichten zu können. Aber als sie Toms Freund Alistair kennenlernt, fühlt sie sich auch zu ihm hingezogen. Der jedoch hat sich freiwillig gemeldet und zieht in den Krieg. Mary und Alistair bleiben brieflich aber in Kontakt.

    Anhand des Titels hatte ich eine Liebesgeschichte erwartet, doch das Buch bietet so viel mehr, denn die Liebe steht nicht im Vordergrund. Es ist eine Zeitgeschichte, die das Schreckliche des Krieges beschreibt und wie die Menschen in versucht haben zu überleben und nicht an den Grausamkeiten zugrunde zu gehen. Das alles ist sehr erschütternd.

    Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Die Erzählperspektiven wechseln, so dass man ein gutes umfassendes Bild bekommt.

    Die Charaktere sind sehr authentisch beschrieben. Mary ist ein Mädchen aus gutem Haus. Sie weiß, dass die Familie es nicht billigen wird, dass sie sich freiwillig meldet und geht geschickt vor, das ihr keine Knüppel in den Weg geworfen werden können. Sie ist jung und hat keine Ahnung vom Leben und so naiv verhält sie sich anfangs auch. Aber die Umstände bringen sie dazu, sich zu ändern und sie entwickelt sich zu einer jungen Frau, die auch Verantwortung für andere übernimmt. Mir hat es gefallen, wie sie sich um den kleinen schwarzen Jungen Zachary kümmert, der unter Rassismus zu leiden hat. Marys sympathische Freundin Hilda steht mit beiden Beinen auf dem Boden und ist Mary eine wirklich gute Freundin. Tom ist ein Mensch, der nicht so recht von dieser Welt ist; er ist ein wenig verträumt und so ganz anders als sein Freund Alistair, der immer weiß, was er will. Mary liebt beide Männer, aber ihre Gefühle für Alistair sind tiefer.

    Eine berührende Geschichte in schrecklichen Zeiten, die mir sehr gut gefallen hat.

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    Crazy-Girl6789s avatar
    Crazy-Girl6789vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Realistische Darstellungen und Charaktere.
    gelungenes, realistisches Buch

    Erster Satz: Um 11.15 Uhr wurde der Krieg erklärt, und um zwölf Uhr hatte sich Mary North als Freiwillige verpflichtet.


    Fakten:

    Autor: Chris Cleave
    Verlag: dtv Verlagsgesellschaft
    Erscheinungsdatum: 07.04.2017
    Genre: Romane
    Seiten: 496

    Inhalt:

    Eine große Liebesgeschichte in Zeiten des Krieges. Mary North ist jung, hübsch und aus guter Familie. In ihrem ganzen Leben musste sie noch nichts Schwereres heben als ein Cocktailglas. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs meldet sie sich impulsiv und voller Enthusiasmus in London zur Truppenunterstützung. Sie wird allerdings ganz unheroisch nur als Hilfslehrerin an einer Schule eingesetzt. Dabei lernt sie Tom kennen, der bei der Schulbehörde arbeitet. Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen ... Aber ihre Verlobung begegnet größeren Hindernissen als nur dem Widerstand von Marys Familie. Denn eines Tages kommt Toms Freund Alistair, der sich freiwillig gemeldet hat, auf Heimaturlaub, und sein Zusammentreffen mit Mary löst in ihnen beiden heftige, nie gekannte Gefühle aus. Doch sie werden einander so bald nicht wiedersehen. Briefe sind ihre einzige Möglichkeit, in Verbindung zu bleiben. Und bald überschattet das Drama des Krieges alles andere. Mary und Alistair sehen sich Erfahrungen ausgesetzt, die in ihrem Grauen fast unwirklich erscheinen. Wie lange werden sie noch aneinander Halt finden können?

    Gestaltung:

    Auf dem Cover sieht man eine elegant angezogene junge Frau mit einem Brief in der Hand. Diese streckt sie aus um den Brief in den vor ihr befindlichen Briekasten zu schmeißen. Im Hintergrund und um sie herum kann man viele Trümmer und eine teilweise zerstörtes Haus sehen. In großen teilweise verschnörkelten Wörtern befindet sich der Titel im oberen Teil des Covers. Darüber steht der Name des Autors geschrieben.

    Sprache:

    Ich finde die Sprache sehr gut gewählt. Zudem hat mir auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Dadurch konnte man der Geschichte richtig gut folgen. Die Kapitel sind sehr gut eingeteilt. Außerdem werden die Gefühle der Charaktere hervorragend dargestellt. So konnte man die jeweiligen Handlungen und Gedanken sehr gut nachvollziehen.

    Fazit:

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte war sehr interessant, vor allem weil sie ja teilweise auf wahren Personen und Ereignissen basiert. Durch die dargestellten Charaktere kann ich nun zum Teil die Gefühle und Gedanken während eines Krieges nachvollziehen. Denn so realistisch erfährt man selten etwas über den Zweiten Weltkrieg, wenn man nicht gerade noch lebende Verwandte hat die diesen miterlebt haben. Bei mir ist dies leider nicht der Fall, sodass ich mich auf Bücher verlassen muss. Dieses Buch kommt mir sehr realistisch vor.

    Alles in allem kann ich sagen, dass dies ein sehr gelungenes Buch. Also eine absolute Leseempfehlung von mir. Ich würde es aber vor allem Leuten empfehlen, die sich auch für den Zweiten Weltkrieg interessieren.

    Viel Spaß beim Lesen…

    Hinweis: Es ist alles meine Meinung; andere empfinden vielleicht anders.

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    foxydevilvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bewegend, beeindruckend aber keine Dreiecksbeziehung
    Bewegender und emotionaler Antikriegsroman

    Als ich den Klappentext las dachte ich an eine Liebesgeschichte zu der Zeit.
    Und um es vorwegzunehmen, es ist alles andere als das.
    Vielmehr wird hier in 3 großen Leseabschnitten die Geschichte von 4 jungen Menschen während des Zeitraumes 1939 bis 1942 des Weltkrieges geschildert.

    Die Handlung spielt in London und auf der Insel Malta, wo britische Truppen zur Verteidigung stationiert sind.
    Mary, eine junge Frau der Londoner Oberklasse bisher vom Beruf Tochter ist rebellisch und ich empfand sie zuerst etwas naiv, allein schon da sie den Kriegsausbruch als etwas Wunderbares sieht.
    Allerdings in der Handlung durchläuft auch sie neben den anderen Charakteren eine immense Wandlung.
    Mir gefiel ihr Engagement für Zachary sehr.
    Sie meldet sich freiwillig zur Truppenunterstützung und wird aber als Hilfslehrerin eingesetzt.
    Der erste Einsatz entwickelt sich nicht zufriedenstellend und sie wird gefeuert.
    Als sie bei der Schulbehörde vorsprechen will lernt sie Tom kennen und es entwickelt sich eine Beziehung.
    Diese ist nicht nur Marys Familie ein Hindernis.
    Mary ist mit Hilda befreundet.
    Hilda ist etwas unscheinbarer als Mary und ist daher etwas weniger die Strahlefrau.
    Auch erscheint sie auf den ersten Eindruck etwas langweilig aber sie ist standfest und ist eine unerschütterlich gute Freundin.
    Ihre berufliche Entwicklung beeindruckte mich.
    Tom ist mit Alistair befreundet.
    Alistair hat sich freiwillig zur Truppe gemeldet und ist auf Heimaturlaub.
    Dort treffen alle 4 aufeinander.
    Und Mary und Alistair verspüren ab da eine besondere Anziehung zueinander.
    Das macht es nicht gerade einfach, da auch Hildas Interesse an Alistair geweckt ist und auch Mary mit Tom zusammen ist.
    Allerdings währt das erste Treffen nur kurz und Mary und Alistair bleiben für geraume Zeit durch Briefe verbunden.
    Tom ist ein unscheinbarer Typ- fast etwas lasch und der ganze Gegensatz zu seinem Freund.
    Alistair ist eine Persönlichkeit und trotz aller schlimmen Erlebnisse bleibt er sich selbst treu.
    Alle bekommen die Härte des Krieges zu spüren - mit teilweise dramatischen Folgen.
    Die Leichtigkeit und das anfängliche Unterschätzen wandeln sich.
    Mehr möchte ich nicht verraten ;o)

    Ich habe mich beim Lesebeginn erst etwas eingewöhnen müssen.
    Das lag wohl auch daran das mir erst (außer Alistair) die Hauptcharaktere wenig sympathisch erschienen.
    Aber trotzdem sind sie neben der Handlung glaubhaft dargestellt.
    Die Nebencharaktere wie z.B. der dunkelhäutige Junge Zachary der den Extremismus der englischen Gesellschaft zu spüren bekam wurden gut dargestellt.
    Der abwechselnde erzählte Perspektivwechsel zwischen Mary und Alistair ist gut gelungen.
    Den Schreibstil empfand ich speziell aber als ich mich eingelesen hatte gefiel es mir sehr gut und es las sich flüssig.
    Es lag unter anderem an dem eingebundenem britischen Humor welcher in der geschilderten Zeit und in bestimmten Situationen daherkommt.
    Auch mochte ich die treffend eingebundenen wörtlichen Reden.
    Der Spannungsbogen wurde gehalten und das nicht zu erwartende Ende gefiel mir.


    Fazit:

    Ein Roman der mir gut gefallen hat da er mich berührt und ergriffen hat.
    Außergewöhnlich im Stil aber absolut lesenswert!
    Eine Liebesgeschichte welche in einen Kriegsroman eingewoben ist, aber keine Dreiecksbeziehung bildet. Das hat dem Buch einen Stern gekostet.
    Die Geschichte ist glaubwürdig dargestellt und hat mich einmal mehr an den Schrecken von Kriegen nachdenken lassen. Aber auch an das Positive was in solch einer schlimmen Situation erwachsen kann: Freundschaft, Zueinanderstehen, Loyalität und Einsatz für seine Mitmenschen.

    Von mir gibt es 4 von 5 Sternen

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    LeseBlickvor einem Jahr
    Ein fehlleitender Titel

    Inhaltsangabe
    Eine große Liebesgeschichte in Zeiten des Krieges
    Mary North ist jung, hübsch und aus guter Familie. In ihrem ganzen Leben musste sie noch nichts Schwereres heben als ein Cocktailglas. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs meldet sie sich impulsiv und voller Enthusiasmus in London zur Truppenunterstützung. Sie wird allerdings ganz unheroisch nur als Hilfslehrerin an einer Schule eingesetzt. Dabei lernt sie Tom kennen, der bei der Schulbehörde arbeitet. Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen... Aber ihre Verlobung begegnet größeren Hindernissen als nur dem Widerstand von Marys Familie. Denn eines Tages kommt Toms Freund Alistair, der sich freiwillig gemeldet hat, auf Heimaturlaub, und sein Zusammentreffen mit Mary löst in ihnen beiden heftige, nie gekannte Gefühle aus. Doch sie werden einander so bald nicht wiedersehen. Briefe sind ihre einzige Möglichkeit, in Verbindung zu bleiben. Und bald überschattet das Drama des Krieges alles andere. Mary und Alistair sehen sich Erfahrungen ausgesetzt, die in ihrem Grauen fast unwirklich erscheinen. Wie lange werden sie noch aneinander Halt finden können?

    Meine Meinung
    Und es war gerade der Titel, der mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht hat. Ich lese unheimlich gerne Bücher, welche in der Weltkriegszeit spielen und die Liebe stand in der damaligen Krisenzeit unter keinem guten Stern.
    Wie viele Liebende konnten ihre Liebe nicht ausleben, weil die Männer an die Front mussten?
    Wie viel Liebe zerfloss, weil es so schwer war in Kontakt zu bleiben?
    Wie viel Glück ist damals zerbrochen, weil der Mann nicht aus dem Krieg zurück kam?

    Hinsichtlich der Liebe war der Zweite Weltkrieg ein schlimmes Omen und ich war sehr gespannt, wie diese im Klappentext hervorgerufene Dreieckskonstellation im Buch erzählt wird.

    Der Einstieg ins Buch gelang mir sehr, woran auch der sehr angenehme Schreibstil seinen Anteil hatte. Ich hatte sofort meinen Sympathiecharakter in Alistair gefunden und mochte, wie der Autor den Beginn des 2. Weltkrieges dem Leser näher brachte. Besonders erschreckend waren die Annahmen der Menschen in Bezug auf die Dauer des Krieges. Es stimmte mich als Leserin des Öfteren sehr traurig, wenn viele von 4 Wochen ausgingen und dann voller Optimismus wieder ihr altes Leben aufnehmen wollten. Als Leser und mit ein wenig Geschichtskenntnissen wird uns natürlich sofort klar, wie falsch die Menschen damals lagen.

    Des Weiteren konnte der Autor es sehr gut darlegen, wie unterschiedlich die Menschen die Kriegssituation an sich damals angenommen bzw. akzeptiert haben. Im Buch haben wir den Lehrer Tom, welcher sich unsterblich in Mary verliebt und sich nichts Sehnlicheres wünscht, als ihr den Hof zu machen und sie als Frau an seiner Seite zu wissen. Den Krieg mit seinem Schrecken bekommt er nur am Rande mit. Sein bester Freund Alistair hingegen meldet sich freiwillig und erfährt am eigenen Leib wie schrecklich die Kriegssituation ist.
    Schnell wird er geplagt von einer innerlichen Taubheit. Dies zeigt Chris Cleave sehr gut auf, als Alistair seinen Freund Tom und dessen Freundin Mary in London besucht. Alistair steht förmlich neben sich und kann die recht ruhige Atmosphäre in London gar nicht richtig annehmen.

    Und dann passier das, was der Titel des Buches verspricht. Liebe!
    Mary und Alistair spüren, dass da etwas ist. Aber keiner wagt den Schritt, weder des Ansprechens, noch den Annäherns. Alistair reist wieder ab, zurück an die Front und Mary bleibt zurück bei Tom.

    Gesagt sei noch und das erfährt man erst in den angefügten Worten des Autors, dass er in dem Buch in groben Zügen den Werdegang seines Großvaters beschreibt, welcher als britischer Soldat auf Malta diente. Die Zeit des 2. Weltkrieges auf dieser Insel war mir bisher total unbekannt und ich freue mich, dass ich auch hier nun ein paar Bilder vor Augen habe.

    Bis hierhin konnte ich bei dem Buch total mitgehen, aber dann nahm der Autor einen anderen Weg ein, als ich erwartet habe.
    ____________________________________________________________

    Bei Büchern, welche sowohl ein Krisenproblem, als auch eine emotionale Komponente mit sich bringen, erhoffe ich mir immer wachsende Charaktere. Figuren, die anfänglich noch nicht wissen, wohin es gehen soll. Unter diesen erschwerten Bedingungen aber einen Weg finden und diesen dann auch mit neu gefundenen Charakterstärken gehen.
    In diesem Buch enttäuschte mich vor allem der weibliche Hauptcharakter Mary.
    Mary wusste anfänglich nicht wohin ihre Gefühle sie ziehen, als sie sich dann klar wurde, war es fast zu spät, so schien es. Auch beruflich war sie eine wankelmütige Figur. Erst total enttäuscht über den lapidaren Einsatz als Lehrerin, wollte sie auf einmal gar nicht mehr aufhören, sich um die Kinder zu kümmern. Während der Kriegszeit meldete sie sich mit einer Freundin beim Rettungsdienst, aber auch hier wurde sie von ihren schwachen Eigenschaften übermannt.

    Alistair, fast am anderen Ende der Welt, denkt an Mary, aber von Liebe kann hier meiner Meinung nach keine Rede sein. Der Titel führt glaub ich viele Leser in die Irre. Gerade die, welche auf der Suche nach einer großen Lovestory sind. In diesem Buch nimmt das Kriegsgeschehen mit seinen psychischen Folgen einen deutlich größeren Stellenwert ein, als die Liebe an sich.
    Neben dem Titel, hätte ich auch ein anderes Cover gewünscht. Anhand der Trümmer im Hintergrund erahnt man, dass es auch um Zerstörung geht, aber dieses Buch ist meiner Meinung nach deutlich düsterer, als Titel und Cover, vor allem auch die Farbgestaltung es versprechen.
    ____________________________________________________________

    Mit dem Ende konnte der Autor die Message des Buches noch einmal ganz gut übermitteln. Für mich war es ein ruhiges und zurückhaltendes Ende, aber es stellte sich mir die große und entscheidende Frage:
    IST LIEBE NACH ALL DIESEM ÜBERHAUPT MÖGLICH?

    Ob auch andere Leser diese Mitteilung aus dem Ende herauslesen, ist denk ich jedem selbst überlassen.

    Mein Fazit
    Für mich ist es ein Roman, der viele interessante Eindrücke zur Zeit des Zweiten Weltkriegs in London und auch Malta vermittelt. Auf Grund meiner Kritik an Titel und Cover wird dieses Buch allerdings in einigen falschen Händen landen, einfach weil viele Käufer eine große Lovestory erwarten, welche für mich hier aber eher unterschwellig vorhanden ist. Leser, die sich zurückversetzen lassen wollen in diese Zeit des Krieges, sollten keine Angst vor vielen herzerweichenden Liebesszenen haben und zu dem Buch greifen.


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    Seelenlesezeichens avatar
    Seelenlesezeichenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider ganz anders als nach lesen des Klappentextes erwartet
    Rezension "Die Liebe in diesen Zeiten"



    Inhalt


    Eine große Liebesgeschichte in Zeiten des Krieges


    Mary North ist jung, hübsch und aus guter Familie. In ihrem ganzen Leben musste sie noch nichts Schwereres heben als ein Cocktailglas. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs meldet sie sich impulsiv und voller Enthusiasmus in London zur Truppenunterstützung. Sie wird allerdings ganz unheroisch nur als Hilfslehrerin an einer Schule eingesetzt. Dabei lernt sie Tom kennen, der bei der Schulbehörde arbeitet. Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen ... Aber ihre Verlobung begegnet größeren Hindernissen als nur dem Widerstand von Marys Familie. Denn eines Tages kommt Toms Freund Alistair, der sich freiwillig gemeldet hat, auf Heimaturlaub, und sein Zusammentreffen mit Mary löst in ihnen beiden heftige, nie gekannte Gefühle aus. Doch sie werden einander so bald nicht wiedersehen. Briefe sind ihre einzige Möglichkeit, in Verbindung zu bleiben. Und bald überschattet das Drama des Krieges alles andere. Mary und Alistair sehen sich Erfahrungen ausgesetzt, die in ihrem Grauen fast unwirklich erscheinen. Wie lange werden sie noch aneinander Halt finden können?



    Meine Meinung 


    Beim Lesen des Klappentextes geht man davon aus, dass es sich um eine Liebesgeschichte handelt, dies ist aber nicht der Fall. Es ist eine Geschichte über den 2. Weltkrieg in welcher die Liebe eigentlich nur im Hintergrund steht. 

    Als Leser begleitet man verschiedene Charaktere durch die Zeit des Krieges. Erlebt wie die Charaktere den Krieg erleben und wie er sie verändert. 


    Die Hauptperson ist Mary, welche aus der Oberschicht kommt. Gleich zu Beginn des Krieges meldet sie sich als Lehrerin und ist total vom Krieg begeistert. Sie findet alles toll und ist meiner Meinung nach total naiv. Durch ihr naives und kindliches Verhalten im Zusammenhang des Krieges, war sie mir von Anfang an total unsympathisch. 


    Neben Mary sind Tom und auch Alistair weiter Hauptcharaktere. Die beiden sind schon lange Freunde, werden aber „getrennt“, als Alistair in den Krieg zieht und Tom zuhause bleibt. Tom hat für mich im ganzen Buch sehr unscheinbar gewirkt. Er hatte meiner Meinung nach überhaupt keinen Mumm und Ehrgeiz und hat eigentlich nur zusammen mit Mary in den Tag hineingelebt. Er war mir wir Mary auch nicht wirklich sympathisch.

    Anders war es mit Alistair, er ist in den Krieg gezogen und hat sich trotz allem was ihm widerfahren ist nicht unterbekommen lassen. 


    Durch den Schreibstil des Buches ist es mir zu Beginn etwas schwer gefallen ins Buch reinzukommen. Einige Situationen waren viel zu lange beschrieben, wodurch es sich für mich sehr gezogen hat. Anders war es dann am Ende, dies hätte für mich noch etwas länger sein können, es war etwas abrupt. 


    Sehr schade fand ich es, dass die Briefe, welche laut Klappentext ein wichtiger Teil des Buches sein sollten, sehr im Hintergrund standen und dass es eigentlich nur vereinzelnd Briefe gab, welche aber sehr unscheinbar waren. 



    Fazit


    „Die Liebe in diesen Zeiten“ ist kein Liebesroman, so wie man es nach dem Klappentext denken könnte, es ist ein Roman über den zweiten Weltkrieg. Ich hatte mir das Buch ganz anders vorgestellt und fand es etwas schade, dass die Handlung im Buch so ganz anders ist, als der Klappentext es verspricht. 

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    Eine große Liebe in Zeiten des Kriegs

    Als der zweite Weltkrieg ausbricht, ändert es einiges im Leben der jungen Mary North von Grund auf. Mitten im Chaos und im Grauen wird sie nicht nur aus ihrem behüteten Leben herausgerissen, sondern trifft auch auf zwei Männer, die in ihr bisher unbekannte Gefühle wecken ...

    Dass Liebe tatsächlich zu jeder Zeit alles andere in den Schatten stellen, uns Halt und Mut geben und nicht nur das eigene Leben beeinflussen kann, zeigt Chris Cleave eindrucksvoll in seinem neuen Roman "Die Liebe in diesen Zeiten". Erlebt die berührende Geschichte von Mary, Tom und Alistair in unserer Leserunde!

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    Mary North ist jung, hübsch und aus guter Familie. In ihrem ganzen Leben musste sie noch nichts Schwereres heben als ein Cocktailglas. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs meldet sie sich impulsiv und voller Enthusiasmus in London zur Truppenunterstützung. Sie wird allerdings ganz unheroisch nur als Hilfslehrerin an einer Schule eingesetzt. Dabei lernt sie Tom kennen, der bei der Schulbehörde arbeitet. Sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen ... Aber ihre Verlobung begegnet größeren Hindernissen als nur dem Widerstand von Marys Familie. Denn eines Tages kommt Toms Freund Alistair, der sich freiwillig gemeldet hat, auf Heimaturlaub, und sein Zusammentreffen mit Mary löst in ihnen beiden heftige, nie gekannte Gefühle aus. Doch sie werden einander so bald nicht wiedersehen. Briefe sind ihre einzige Möglichkeit, in Verbindung zu bleiben. Und bald überschattet das Drama des Krieges alles andere. Mary und Alistair sehen sich Erfahrungen ausgesetzt, die in ihrem Grauen fast unwirklich erscheinen. Wie lange werden sie noch aneinander Halt finden können?

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    Mehr zum Autor
    Chris Cleave hat viel Erfahrung in unterschiedlichen Berufen gesammelt so arbeitete er unter anderem als Barmann, Hochseematrose, Journalist, unterrichtete Meeresnavigation und gründete eine Internetfirma. Mittlerweile schreibt er für den englischen "Guardian" und lebt zusammen mit seiner Familie in London.

    Gemeinsam mit dtv vergeben wir 25 Exemplare von "Die Liebe in diesen Zeiten" unter allen, die sich bis zum 17.04.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bewerben und folgende Frage beantworten:

    Mary North ist mit ihrem Kollegen Tom verlobt, den Marys Familie nicht standesgemäß findet. Mit dessen Freund Alistair, der als Soldat an der Front kämpft,  verbinden sie jedoch heftige Gefühle und ein heimlicher  Briefwechsel. Für wen würdet ihr euch an ihrer Stelle entscheiden, wenn euer Leben oder das eures Geliebten jeden Tag vorbei sein kann?

    Ich freue mich auf deine Antworten und drücke dir die Daumen!

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