Chris Cleave Little Bee

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Inhaltsangabe zu „Little Bee“ von Chris Cleave

Manchmal wünscht sie sich, sie wäre eine englische Pfundmünze: dann würde sich nämlich jeder freuen, sie zu sehen. Little Bee ist 16 Jahre alt und stammt aus Afrika. In ihrer Heimat ist ihr Schreckliches zugestoßen, und seit zwei Jahren lebt sie in einem englischen Abschiebelager für Asylbewerber. Trotz allem ist sie ein Mensch voll Lebensfreude, Witz und Intelligenz. In England kennt sie außerhalb des Lagers nur zwei Menschen: Vor Jahren hat sie in Nigeria das Ehepaar Sarah und Andrew, die im englischen Kingston-upon-Thames ein privilegiertes Leben führen, kennengelernt. Ein furchtbares gemeinsames Erlebnis hat eine tragische Verbindung zwischen ihnen geschaffen. Als Little Bee aus dem Lager entlassen wird, ruft sie bei Sarah und Andrew an. Ein Anruf, der unvorhersehbare Folgen hat: Einige Tage später bringt sich Andrew um. Und kurz darauf steht Little Bee vor Sarahs Tür ...

Sprachlich der Wahnsinn, leider bleiben die Charaktere komisch fremd.

— ichundelaine
ichundelaine

eine berührende Geschichte

— Shelbert
Shelbert

Alles andere als bloße Unterhaltung oder leichte Lektüre, sondern ein Werk, das Menschen tief berühren und aufrütteln kann.

— ClaryBlack
ClaryBlack

Eine überraschende und dabei sehr poetische Lektüre, die mich sehr erschüttert und nachhaltig beeindruckt hat.

— SEKO
SEKO

Sehr nüchtern und "traurig" erzählt, interessante Thematik. Allerdings kann ich mich dem "Hype" nicht uneingeschränkt anschließen. 4 Sterne.

— Moosbeere
Moosbeere

Umwerfend erzählt ein männlicher Autor, aus der Sicht zweier Frauen, die traurige Geschichte eines Flüchtlingsmädchen...

— JuJ
JuJ

Ein wuchtiges, eindringliches Werk, das mit seiner beklemmenden Aktualität zum Nachdenken anregt.

— sandra_plaar
sandra_plaar

Dieses Buch trifft einen mit voller Wucht - von der ersten bis zur letzten Seite!

— BethDolores
BethDolores

Ein Buch das Aufrüttelt und zum Nachdenken Anregt!

— Leila_James
Leila_James

Ein Buch das man lesen sollte!

— Salzstaengel
Salzstaengel

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  • Geht so schnell nicht mehr aus dem Kopf!

    Little Bee
    ClaryBlack

    ClaryBlack

    07. June 2016 um 16:40

    Wenn man das Buch in Händen hält, sieht man ein hübsches, farbenfrohes, vielleicht etwas kindlich wirkendes Cover, das auf jeden Fall gefällt und doch wahrscheinlich zunächst falsche Vorstellungen schürt. Denn die Geschichte, die den Leser erwartet, tröpfelt keineswegs leicht vor sich hin, im Gegenteil: sie hinterlässt eindrückliche Spuren. Die Thematik an sich ist brisant, hochaktuell und wird wohl an Aktualität leider auch nicht verlieren. Es geht um das junge nigerianische Mädchen Little Bee, das vor Tod und Gewalt als letzte Überlebende ihrer Familie nach England flüchtet, um sich zu retten und um die dort lebende Sarah aufzusuchen. Die Familienmutter und die illegale Einwanderin verbindet ein einschneidendes Erlebnis in Afrika und das Mädchen erhofft sich Hilfe von der Engländerin. Das Wiedertreffen ist nicht einfach, das Zusammenleben, Hoffen und Bangen gestaltet sich schwierig und doch wird Little Bee irgendwie Teil der Familie, die versucht sie vor der Abschiebung zu bewahren. Denn die Rückkehr in das von Schrecken gebeutelte Land würde den sicheren Tod des Mädchens bedeuten … Chris Cleaves Sprache finde ich wunderschön, Little Bee ist hin und wieder sogar humorvoll geschrieben. Die Geschichte malt starke, poetische Bilder und ist in ihrer Schonungslosigkeit doch erschütternd. Die Ereignisse werden sowohl aus Sarahs als auch aus Little Bees Perspektive geschildert und man gewinnt die Figuren schnell lieb. Mich hat das Buch mehr als überzeugt: seine Worte, seine Bilder, seine Botschaft hallen noch lange nach, es hat mich unglaublich wütend, beschämt und vor allem sehr traurig gemacht. Von daher ist es alles andere als bloße Unterhaltung oder leichte Lektüre, sondern ein Werk, das Menschen tief berühren und aufrütteln kann.

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  • Erschütternd und nachhaltig beeindruckend

    Little Bee
    SEKO

    SEKO

    31. March 2016 um 16:11

    Dieses Buch ist nach wie vor brandaktuell und stellt unser Verhältnis zu Flüchtlingen auf den Prüfstand. Eine überraschende und dabei sehr poetische Lektüre, die mich sehr erschüttert und nachhaltig beeindruckt hat. Wer gerne englisch liest, dem lege ich die Originalfassung unter dem passenderen Titel "The Other Hand" ans Herz.

  • Kleine Biene - großer Schmerz

    Little Bee
    Kerry

    Kerry

    15. September 2015 um 20:25

    Die 16-jährige Little Bee ist ganz alleine nach England gekommen - illegal, aber sie ist zumindest schon mal in dem Land, in das sie wollte. Vor fast zwei Jahren begann ihre Flucht, ihre Flucht vor Verfolgung, ihre Flucht vor Gewalt, ihre Flucht vor ihrem eigenen Tod. Sie ist die letzte ihrer Familie, die überlebt hat. Little Bee ist nicht dumm, doch die junge Frau aus Namibia ist nun einmal illegal im Land und wurde erst einmal für Monate in einem Abschiebelager untergebracht, zumindest so lange, wie ihr Asylantrag läuft. In einer solchen "Verwahrstelle" hat man genau zwei Möglichkeiten, wenn man als Flüchtling anerkannt werden will (so heißt es zumindest) - Schönheit und Sprache. Little Bee weiß, dass Schönheit ihren Preis hat, sodass sie sich dazu entschließt, ihre Sprachkenntnisse zu vervollkommnen. Ein glücklicher "Zufall" will es, dass Little Bee und drei andere asylsuchende Frauen aus verschiedenen Ländern die Einrichtung verlassen dürfen. Von den Vieren hat lediglich Little Bee ein klares Ziel vor Augen: Sie will zur Sarah und Andrew, einem Ehepaar aus Kingston-upon-Thames, dass sie vor zwei Jahren an einem namibischen Strand kennengelernt hat. Sie kennt sonst niemanden in England und wenn ihr jemand helfen kann, dann sind es diese Beiden. Noch vor ihrer Freilassung meldet sie sich telefonisch an - doch als sie endlich bei ihnen ankommt, kann sie nur noch an Andrews Beerdigung teilnehmen - denn dieser hatte sich fünf Tage nach ihrem Anruf das Leben genommen. Sarah, die mehr mit Little Bee verbindet, als es auf den ersten Blick scheint, nimmt sich der jungen Frau an und langsam aber sicher wachsen sie zu einer Einheit, zu einer Familie zusammen. Doch immer droht Gefahr, denn wenn Little Bee als das entdeckt wird, was sie ist, nämlich eine illegale Einwandererin, droht ihr die umgehende Abschiebung nach Namibia, wo nur der Tod auf sie wartet. Dann jedoch überschlagen sich die Ereignisse ... Kleine Biene - großer Schmerz! Der Plot wurde abwechslungsreich erarbeitet. Erzählt wird die Geschichte sowohl aus der Sicht Little Bees, wie auch aus der von Sarah und immer wieder "erinnern" sich beide daran, wie ihre Bekanntschaft vor zwei Jahren anfing und nähern sich mit diesen Rückblenden der Gegenwart an. Die Figuren an sich wurden authentisch erarbeitet, jedoch konnte ich zu diesen keine wirkliche Beziehung aufbauen, irgendwie fehlte mir hier vollkommen die Verbindung zu jeder einzelnen Figur. Mein absolutes Highlight an diesem Buch ist der sprachliche Aufbau, denn dieser zog mich in einen Bann, ich war förmlich vom Schreibstil wie hypnotisiert. Leider konnte der Schreibstil, so wundervoll ich ihn fand, mich nicht der Geschichte an sich näher bringen und auch nicht den Figuren.

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  • Ein wuchtiges, eindringliches Werk, das zum Nachdenken anregt

    Little Bee
    sandra_plaar

    sandra_plaar

    30. April 2015 um 17:19

    Das Cover lässt nichts über die zugleich wuchtige wie tragische Thematik des Buches erahnen. Im Roman von Chris Cleave prallen zwei Welten aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite wird die Geschichte von Little Bee, einer aus Nigeria stammenden 16-Jährigen, geschildert, die aus ihrem Land flüchtet, um sich auf den Weg zu einem Ehepaar zu machen, mit dem sie lediglich durch ein tragisches Ereignis verbunden ist. Nach zweijähriger Haft in einem Abschiebelager wird sie, einem Zufall verdankend, entlassen und setzt ihre Reise fort. Sie taucht just in dem Moment bei dieser Familie auf, als der Ehemann beerdigt wird. Auf der anderen Seite steht Sarah, eine erfolgreiche Journalistin, stellvertretend für die nach Erfolg und Macht Strebenden der industriellen Gesellschaft. Mit dem Auftauchen von Little Bee reissen alte, verdrängt geglaubte Wunden auf. Gleichzeitig werden in Sarah die in Vergessenheit geratenen Ideale von einst, etwas auf dieser Welt bewegen zu wollen, wach. Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich trotz aller widriger Umstände eine tiefe durch Menschlichkeit geprägte Freundschaft. Doch wird es Sarah gelingen, Little Bee vor der Abschiebung zu bewahren? „Little Bee“ ist von beklemmender Aktualität, gerade in dieser Zeit, in der wir durch die täglichen Bilder ertrinkender Flüchtlingsopfer in den Medien daran erinnert werden. „Vielleicht ist die ganze Welt ein Entwicklungsland.“, stellt Sarah resigniert fest und drückt damit messerscharf aus, dass  Europa in Sachen Flüchtlingsproblematik durchaus Entwicklungsbedarf hat und sich den grundlegenden Problemen humanitärer Hilfe stellen müsste. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gepackt. Es hat mich zu Tränen gerührt, nachdenklich gestimmt und auch wütend, ohnmächtig gemacht. Selbst, wenn die Figuren und Handlungsorte des Romans fiktiv sind, können wir uns der Tatsache nicht entziehen, dass das Geschilderte bittere, alltägliche Realität ist. Und gerade durch dieses stille Wissen löst dieses Buch eine tiefe Betroffenheit aus. Ich kann das Buch nur empfehlen. Allerdings darf man nicht allzu zart besaitet sein.

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  • Let's read in English 2015

    TinaLiest

    TinaLiest

    New year, new reading challenge: Let's read in English 2015! You love reading in English and you would like to read more English books? We have the perfect reading challenge for you: our Let’s read in English Challenge! No matter how good your English skills are - don't be shy, join the fun and read some thrilling books in the original! Every month you have the chance to join a reading group for a funny, thrilling or romantic novel published by Penguin Random House UK, to discuss it with other readers in German or English and to earn points for writing a review. Also, you can earn points for every review you write about an English book (either in German or English). Thereby, you're totally free in your choice of books: there are no restrictions concerning author, genre, publisher or publishing date. You can find further information on the challenge and the prices here! Every month we will count your points and update the ranking on the website Let's read in English Challenge. It is important that you post the links to your reviews here. Reviews that aren't linked here will not be counted. Of course you can also chat with others, recommend books and ask questions in this topic. If you have specific questions about the challenge, feel free to write me a message! Now everything that is left to say: Ready, set, go! Let's start a year full of books and English and literature! Have fun! :)

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  • Dieses Buch trifft einen mit voller Wucht - von der ersten bis zur letzten Seite!

    Little Bee
    BethDolores

    BethDolores

    23. January 2015 um 12:41

    "Little Bee" trifft einen mit voller Wucht - von der ersten bis zur letzten Seite. Chris Cleave malt Bilder mit seiner Sprache. Bilder, die sich einem einprägen, Bilder, die schockieren, Bilder, die aufwühlen. Grausam und witzig zugleich hält er der reichen, zivilisierten Welt schonungslos den Spiegel vor. Die Geschichte der 16jährigen Little Bee, die aus Nigeria flüchten musste um ihr Leben zu retten, ist fiktiv, doch nie so aktuell wie heute.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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    • 8480
  • Nichts für Zartbesaitete

    Little Bee
    MagicMoment

    MagicMoment

    12. November 2014 um 20:02

    In "Little Bee" geht es um ein 16 jähriges Mädchen, das sich selbst "Little Bee" nennt und von Nigeria nach England geflohen ist. In England lebt sie zunächst 2 Jahre in einem Abschiebegefängnis, bis sie mehr oder weniger versehentlich entlassen wird. Little Bee macht sich auf den Weg zu Sarah und Andrew, die sie vor 2 Jahren am Strand von Nigeria kennengelernt hat. Woher die Drei sich kennen, bleibt dem Leser zunächst vorenthalten. Er kann nur erahnen, dass sie alle durch einen schlimmen Vorfall miteinander verbunden sein müssen. Mir hat der Roman sehr gut gefallen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Sarah und Little Bee erzählt. Der Schreibstil des Autors hat mich sehr beeindruckt. Die Geschichte ist flüssig geschrieben, leicht zu lesen und obwohl keine Zitate oder ähnliches verwendet werden, hatte ich bei vielen Sätzen das Gefühl, mir diese aufschreiben zu wollen, weil sie so viel Wahrheit und Weisheit enthalten. Außerdem schafft es Chris Cleave immer wieder ein pefektes Timing anzuwenden. Genau an dem Zeitpunkt als ich dachte, so langsam möchte ich aber mal wissen, was denn da nun wirklich am Strand passiert ist, wird das Geheimnis offenbart. Und auch in dem Moment, als ich mich gefragt habe, warum Little Bee sich eigentlich so einen seltsamen Namen gegeben hat, wird dies erklärt. Der Autor besitzt einfach ein extremes Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen, so dass man sehr gut mit den Protagonisten mitfühlen kann. Dennoch ist "Little Bee" keine gefühlsduselige Geschichte. Die Wahrheit wird dem Leser regelrecht an den Kopf geknallt. Es wird nichts schön geredet und nichts vorenthalten. Wer eher zart besaitet ist, sollte sich gut überlegen, ob er diesen Roman wirklich lesen möchte. Ich gebe dennoch "nur" 4 Sterne, obwohl ich gerne 5 gegeben hätte. Aber 5 Sterne bedeutet für mich perfekt, nicht zu toppen. Und das ist leider dann doch nicht ganz der Fall. Ich kann nicht genau festmachen, was mich stört. Vielleicht das Ende, weil ich absolut nicht nachvollziehen kann, wieso man sich (und das eigene Kind) wissentlich in so starke Gefahr begibt. Vielleicht auch, weil die Story nach der Enthüllung des Strandgeheimnisses deutlich an Spannung verliert. Vielleicht aber auch, weil mir diese Batman-Sache irgendwann zu viel wurde.

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  • Little Bee - ein Buch, dass man so schnell nicht wieder vergisst!

    Little Bee
    Salzstaengel

    Salzstaengel

    28. August 2014 um 14:33

    WE DON'T WANT TO TELL YOU TOO MUCH ABOUT THIS BOOK. It is a truly special story and we don't want to spoil it. Nevertheless, you need to know something, so we will just say this: It is extremely funny, but the African beach scene is horrific. The story starts there, but the book doesn't. And it's what happens afterward that is most important. Once you have read it, you'll want to tell everyone about it. When you do, please don't tell them what happens either. The magic is in how it unfolds. Diese Worte stehen auf dem Klappentext meiner englischen Ausgabe "The other hand". Auch die deutsche Ausgabe hält sich bedeckt, was den Inhalt angeht. Und auch wenn ich sonst immer auf den Klappentext verzichte, denke ich diesmal, dass es vollkommen ausreicht meine Rezension auf diesem zu beruhen und ein paar Zitate aus dem Buch einzubinden. Aber eins könnt ihr mir glauben: Die Geschichte ist so emotional, dass mir bereits nach den ersten Seiten Tränen übers Geschicht gelaufen sind. So eindringlich, dass ich eine Gänsehaut bekommen habe! Dabei ist die Geschichte so gefühlsbetont geschrieben, dass man kaum glauben kann, wie hart die Worte in Wirklichkeit sind. An den braunen Beinen des Mädchens waren viele kleine weiße Narben zu sehen. Ich überlegte, ob diese Narben wohl ihren ganzen Körper bedeckten, so wie die Sterne und Monde ihr Kleid. Das stellte ich mir hübsch vor, und ich bitte euch hier und jetzt um eure Zustimmung, dass eine Narbe niemals hässlich ist. Das wollen uns nur die Narbenmacher einreden. Aber ihr und ich, wir müssen uns zusammentun und ihnen trotzen. Wir müssen alle Narben als schön ansehen. Okay? Das ist unser Geheimnis. Denn glaubt mir, wer stirbt, bekommt keine Narben. Eine Narbe bedeutet: "Ich habe überlebt." S. 17 Ich schaltete das Handy auf lautlos - und mich selbst ebenfalls. Die Lautlosigkeit hielt die ganze Woche an. Sie polterte im Taxi auf der Fahrt nach Hause. Sie heulte, als ich Charlie aus dem Kindergarten abholte. Sie knisterte in der Leitung, als ich mit meinen Eltern telefonierte. Sie dröhnte mir in den Ohren, als sich der Bestatter über die jeweiligen Vorteile von Eiche und Kiefer ausließ. Sie räusperte sich entschuldigend, als der für Nachrufe zuständige Redakteur der Times anrief, um einige letzte Details zu klären. Und nun war mir die Lautlosigkeit in die kalte, widerhallende Kirche gefolgt. S. 54 Doch den Film im eigenen Gedächtnis kann man nicht so einfach hinter sich lassen. Wohin man auch geht, er wird überall gespielt. Wenn ich sage, ich bin ein Flüchtling, heißt das auch, dass es keine Zuflucht gibt. S. 62 "Ich kann nicht darüber sprechen. Es ist in einem anderen Leben passiert." "Vielleicht zu lange feines Englisch gelernt, Käferlein, redest verrückt. Hast nur ein Leben, Süße. Egal, ob du Teil davon nicht magst, gehört immer noch zu dir." S. 88 Ich wollte ihr nicht erzählen, was passiert war, doch nun musste ich es. Ich konnte nicht aufhören zu reden, denn nun, da ich meine Geschichte begonnen hatte, wollte sie zu Ende erzählt werden. Wir können nicht entscheiden, wo wir anfangen und aufhören. Unsere Geschichten erzählen uns. S. 160 Wenn ihr an meinen Kontinent denkt, denkt ihr vielleicht an das Leben in der Wildnis - an Löwen und Hyänen und Affen. Wenn ich daran denke, denke ich an all die kaputten Maschinen, an die verschlissenen, zerstörten, zerschmetterten und geborstenen Dinge. Ja, bei uns gibt es Löwen. Sie schlafen auf den Dächern rostiger Container. Es gibt auch Hyänen. Sie zerbrechen die Schädel von Männern, die zu langsam waren, um vor ihren eigenen Truppen davonzulaufen. Und die Affen? Die Affen spielen draußen am Rand des Dorfes auf einem Berg alter Computer, die ihr geschickt habt, um unsere Schule zu unterstützen - die Schule, die keine Elektrizität hat. Aus meinem Land habt ihr die Zukunft mitgenommen, und in mein Land habt ihr Gegenstände aus eurer Vergangenheit geschickt. Wir haben nicht den Samen, nur die Kapsel. Wir haben nicht den Geist, nur den Schädel. S. 219 In der einzigen Bibel unseres Dorfes fehlten alle Seiten nach dem 46. Vers des 27. Kapitels des Matthäus-Evangeliums, so dass die Religion für uns mit den Worten endete: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? So lebten wir, glücklich und ohne Hoffnung. Ich war damals noch sehr klein und vermisste die Zukunft nicht, weil ich nicht wusste, dass mir eine zustand. S. 220

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  • Erschütternd, skrupellos und einnehmend!

    Little Bee
    lovelylieschen

    lovelylieschen

    27. July 2014 um 19:46

    Beim Lesen des Buchrückens hatte ich etwas ganz anderes erwartet. Die Geschichte einer jungen Farbigen, die von ihren Erfahrungen als Immigrantin in GB berichtet. Doch letztendlich hat mich diese Geschichte - und ja, es ist wirklich nur ein Roman - zutiefst ergriffen.  Little Bee, so nennt sich das 16-jährige farbige Mädchen, seit sie ihre Heimat verlassen hatte, hat einiges durchgestanden. Ich will nicht zu viel vorweg nehmen. Aber all' die Erlebnisse, die hinter ihr liegen, hätte unsereins vermutlich psychisch nie überstanden. Nachdem sie ihre Heimat verlassen und 2 Jahre Abschiebelager überstanden hat, macht sich die junge Frau auf die Suche nach alten Bekannten, die sie flüchtig in ihrer Heimat kennengelernt hatte. Gemeinsam mit drei Leidensgenossin begibt sie sich auf die Reise. Nach einigen Zwischenfällen erreicht sie ihr Ziel und steht ausgerechnet am Tag der Beerdigung ihres Bekannten vor der Tür und reißt damit alte Wunden bei der Ehefrau Sarah auf. Es kommen Erinnerungen an ein Erlebnis hoch, die großen Einfluss auf das Leben beider nehmen werden. Und Sarah erkennt, worauf es wirklich im Leben ankommt und das manchmal der größte Reichtum und Einfluss nicht ausreicht, um ein Menschenleben zu retten. Keine Spur von Sensibilität. Knallhart beschreibt Cleave die Geschichte der Nigerianerin. Höllenqualen, die sie durchleidet. In vielen Momenten war ich einfach nur geschockt und wollte gar nicht wissen, wie viele Menschen tatsächlich diese Dinge erlebt haben. Gerade weil ich anderes erwartet habe, hat mich dieses Buch wohl so gepackt und mitgerissen. Mitgenommen in eine mir unbekannte und schwer vorstellbare Welt. Sehr zu empfehlen, jedoch nichts für schwache Nerven.

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  • Zwei Welten

    Little Bee
    uli123

    uli123

    18. April 2014 um 18:15

    Das britische Journalistenehepaar Sarah und Andrew verbringt im Sommer 2005 einen Kurzurlaub am Strand von Nigeria in Unkenntnis, dass dort ein Ölkrieg tobt. Sie treffen auf die 14jährige Little Bee und ihre ältere Schwester, beide auf der Flucht vor Soldaten der Nigerianischen Regierung, die die Mädchen als unliebsame Zeugen eines Massakers in ihrem Dorf, in dem ein Ölfeld entstehen soll, töten wollen. Sarah schneidet sich aufopfernd ihren Mittelfinger ab, um Little Bees Leben zu retten. Deren Schwester wird brutal vergewaltigt und ermordet. Sarah und Andrew kehren nach England zurück im vermeintlichen Glauben, auch Little Bee sei tot. Tatsächlich gelingt dieser auf einem Schiff die Flucht nach England, wo sie zwei Jahre in einer Abschiebehaftanstalt zubringt. Durch einen Irrtum gelangt sie ohne Papiere in Freiheit und wendet sich an Andrew, dessen Papiere sie am Stand aufgesammelt hat. Andrew jedoch ist über das traumatische Erlebnis depressiv geworden. Durch das Auftauchen der tot geglaubten Little Bee meint er zu halluzinieren und nimmt sich das Leben. Sarah nimmt Little Bee auf und setzt alles daran, damit diese nicht abgeschoben wird. Gibt es für Little Bee ein Happy End?   Dieser Roman spricht ernste Themen an, die an Aktualität nicht verloren haben: Massaker in Afrika, die durch die Gier nach Öl und Geld herbeigeführt werden; Korruption; Europas Umgang mit illegal eingereisten Flüchtlingen; fragwürdige Abschiebepraktiken. Umso schöner ist es, dass das Ende versöhnlich ist, obwohl Sarah letztlich mit ihrem Plan scheitert. Vor ihrer abschließenden Verhaftung sieht Little Bee Sarahs kleinen weißen Sohn gemeinsam mit afrikanischen Kindern spielen. Das lässt vielleicht den Schluss zu, dass sich unterschiedliche Welten in den kommenden Generationen näher kommen werden.   Die Geschichte wird abwechselnd von Kapitel zu Kapitel aus den Perspektiven von Little Bee und Sarah erzählt. So wird gut herausgearbeitet, welche großen kulturellen Unterschiede zwischen den Frauen bestehen. Insbesondere Little Bee überlegt in Gedanken immer wieder, wie sie ihren Freundinnen in ihrem nigerianischen Dorf die Erlebnisse erzählen müsste, damit sie sie auch verstehen können.   Gut gelangen ist, sie Spannung aufgebaut wird. Erst zu Beginn des zweiten Drittels erfahren wir, welch grauenhaftes Geschehen sich am Stand von Nigeria zugetragen hat und auf welche Weise die Romanfiguren miteinander verflochten sind. Ebenfalls recht spät wird Little Bees tatsächlicher Name bekannt gemacht.   Ein beeindruckender Roman.

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  • Migrationsfriktionen

    Little Bee
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. November 2013 um 15:47

    Bestseller zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich - wie das Wort sagt - gut verkaufen. Weltbestseller, wie Little Bee, müssten daher eigentlich wenigstens eine 2. Auflage erreichen. Es sieht aber nicht danach aus, als wollte das Buch sich behaupten. Das Anliegen, das hinter diesem Buch steckt, ist selbstverständlich ehrenwert. Wer wollte nicht mitfühlen mit Flüchtlingen aus dem schwarzen Erdteil? Wer missbilligt die Vorgehensweise von europäischen Behörden ihnen gegenüber nicht oft - und billigt insgeheim nicht doch ein strenges Vorgehen. Wie sich der Autor des Themas annimmt überzeugt literarisch weitgehend ebenfalls. Und trotzdem kann man bei den Prototypen des Buches nicht so recht warm werden. Sicher empfindet man immer wieder Empathie, mit Sympathie tut man sich aber zwischendurch schwer. Dazu kommt, dass durch die Geschichte unterschwellig letztlich möglicherweise ein (gesunder?) Nationalismus gefördert wird. Oder kommt nicht gelegentlich sogar in der Person von Little Bee und ihren Leidensgenossinnen etwas zum Ausdruck, was sich mehr als nationale Eigenliebe denn als globale Nächstenliebe anhört: My home is my castle - my family is my nationality - mein Nächster bin ich mir selbst. Soll hier der Leser selber wählen? Etwa gar seine eigene Seite? Oder soll mit solchen Sätzen nur ein wenig auf die Heimweh-Tränendrüse gedrückt werden? Zweifellos ein aktuelles Thema. Und zweifellos eine literarisch geschickt gestrickte Geschichte. Aber irgendwie zwiespältige Gefühle erweckend und nach meiner Einschätzung nicht unbedingt förderlich für gedankliche Integrationsbemühungen.

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  • Ein 16-jähriges nigerianisches Mädchen, dass die Schattenpfeiler der Welt auf ihren Schultern trägt.

    Little Bee
    SenorITaLy

    SenorITaLy

    18. July 2013 um 22:03

    Little Bee ist ein 16-jähriges Mädchen, als sie durch ihr Heimatland Nigeria gezwungen ist ins Ausland zu flüchten, um nicht unter den derzeitigen Unruhen ihres Landes getötet zu werden. Sarah, eine englische Magazinchefredakteurin mittleren Alters konfrontiert sich derweil mit ihrem persönlichen Schicksal. Und so suchen zwei Frauen, völlig verschiedenen Ursprungs doch nach ein-und demselben... GLÜCKSELIGKEIT. Was ihrer Wege dabei kreuzt, fließt intensiver als Blut in unseren Adern... Erschafft uns einen 360° Blickwinkel in das Geschehen außerhalb unseres Lebens. In einer völlig anderen Art als es uns das Fernsehen und die Narichten tun. Besser. Härter. Schöner. ...Um uns die Augen zu öffnen. DANKE.Chris.Cleave.Für diese einzigartige Story. Für diese einzigartige Wärme in den Worten und das Hartgedruckte dahinter.

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  • Little Bee von Chris Cleave.

    Little Bee
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. March 2013 um 20:58

    Dies ist ein schizophrenes Buch. Dabei beziehe ich mich nicht nur auf die Erzählperspektive, sondern auch auf die Kluft die zwischen dem Ton des Buches und seinem Inhalt herrscht. Dieses Buch erzählt locker und leicht die Geschichte der jungen Nigerianerin Little Bee, die nachdem sie den grausamen Tod der Bewohner ihres Dorfes und den ihrer Schwester mitansehen musste, nach England flüchtet, um dort, als illegale Einwanderin, in ständiger Angst vor Abschiebung, und ihrer anschließenden Erschießung durch nigerianische Staatsbeamte, zu leben.  Es erzählt frisch und bildhaft die Geschichte der Engländerin Sarah, die ihren Mann Andrew an Suizid verliert und deren traumatische Urlaubserinnerungen über ihr einbrechen, als Little Bee vor ihrer Tür steht.  Diese Zerrissenheit zwischen dem hoffnungsvollen, beschwingten Erzählstil und den hoffnungslosen Schicksalen der Charaktere macht dieses Buch besonders, aber auch besonders traurig. Eine Entspannung nach einem eher mühsamen historischen Roman, wie ich zunächst vermutete, ist dieses Buch auf keinen Fall.  Ich fühle mich ein wenig so, als hätte ich einen abgeschnittenen Finger in meinem Entspannungstee schwimmen sehen.  Jetzt wo ich es zu Ende gehört habe bin ich irgendwie leer und machtlos.  Trotzdem ist dieses Buch lesenswert, man muss sich nur vorher darauf gefasst machen, dann kann es nämlich seine ganze Magie entfalten, die meiner Meinung nach in genau dieser Schizophrenie liegt.

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  • Rezension zu "Little Bee" von Chris Cleave

    Little Bee
    safido

    safido

    05. February 2013 um 09:53

    Zum Inhalt: Little Bee ist ein Flüchtlingsmädchen aus Nigeria. Nach zwei Jahren in einem englischen Abschiebegefängnis ist sie endlich frei. Sie macht sich auf den Weg zu Andrew und Sarah, die sie von einer Begegnung an einem nigerianischen Strand her kennt. Eine Entscheidung, die alles auf den Kopf stellt… Meine Meinung: Der Grundidee, die diesem Buch zugrunde liegt, ist keine schlechte. Wäre es in diesem Buch nur um Bee gegangen, hätte ich es wahrscheinlich besser gefunden, selbst wenn es damit nur ein weiteres Buch über Flüchtlinge wäre. Das meine ich aber nicht im geringsten abwertend oder anderweitig negativ – Schicksale wie das von Little Bee, ob nun echt oder fiktiv, sind es wert erzählt zu werden. Das Grundthema hat mich auch sehr berührt. Vor allem dann, wenn Little Bee von ihren schlimmen Erlebnissen erzählt hat, die es so, oder in anderer Form, nun mal im echten Leben gibt und die wirklich schrecklich sind. Dennoch konnte ich dem Buch nichts abgewinnen. Der Schreibstil hat dazu durchaus seinen Teil beigetragen. Ich möchte mir nicht anmaßen, ihn als schlecht zu bezeichnen. Für mich war er stellenweise einfach zu verwirrend und an vielen Stellen auch ein wenig zu ausschweifend für meinen Geschmack. Die Geschichte konnte mich, abgesehen von Bees Schilderungen, nicht wirklich fesseln. Ein wieterer Grund für meine nicht vorhandene Begeisterung dem Buch gegenüber ist Sarah. Ich kann zwar nicht wirklich sagen warum, aber ich fand sie einfach unsympathisch, auch wenn das, was sie tat und tut durchaus nobel war und ist, und eigentlich auch meinen Respekt verdient. Aber mit ihrem Verhalten ihrem Mann und ihrem Sohn gegenüber konnte sie bei mir leider keinen Blumentopf gewinnen. Ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut, aber leider war es dann doch nichts für mich. :/ bookwives.wordpress.com

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