Chris Goellnitz Traumfleisch

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Inhaltsangabe zu „Traumfleisch“ von Chris Goellnitz

'Traumfleisch', so der Titel des lyrischen Zweitwerks des Dichters und Sängers Chris Goellnitz von The Beautiful Disease & Birdmachine. Die Texte fügen sich zu Wortbildern und dichterischen Landschaften zusammen und pendeln zwischen rätselhaftem Surrealismus und eigenartiger Vertrautheit. Man könnte sie als melancholisch, verspielt, düster, apokalyptisch, verträumt und experimentell bezeichnen, doch keine dieser Beschreibungen kommt dem Kern wirklich nahe. Stets ist die Lyrik auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, um das Bestehende zu verändern und weiterzuentwickeln. Diese Lyrik spiegelt eine andersartige Weltwahrnehmung wider. In ihr wird das zu leuchtenden Bildern, was wir nur als die vage Ahnung unserer Träume bezeichnen können. Die Gedichte lesen sich mit jener Alogik und Verworrenheit, die wir sonst nur aus den surrealsten unserer Träume kennen. Assoziativ, bildreich, tief – ohne der Beliebigkeit anheim zu fallen. Keine Metapher ist abgegriffen, jeder Vers vielschichtiger und dichter, als alles, was ein ganzer Prosatext offenbaren könnte. Chris Goellnitz hält uns sein Herz mit ausgestrecktem Arm hin - in 'Traumfleisch' greifen wir danach.

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  • Rezension zu "Traumfleisch" von Chris Goellnitz

    Traumfleisch

    Kaisu

    07. March 2011 um 08:39

    CHRIS GOELLNITZ würde wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn man seine Gedichte wie eine Leiche obduzieren würde. Auseinandergenommen, genau beleuchtet unter dem gleißenden Licht einer OP-Lampe, betrachtet von allen Seiten mit grübelnden, abschätzenden Blicken. Um sein aktuelles Werk - ein Prosaband - jedoch genauer beschreiben zu können, muss man einen kleinen Schritt in die Geschichte der Lyrik wagen. * Doch erst einmal ein paar Worte zu dem Autor. CHRIS GOELLNITZ ist Sänger und Gründer der Band THE BEAUTIFUL DISEASE, welche ab und an bei Festivals, Clubs oder als Vorband zu Wort kommt. Seit Teenagertagen verfasst er lyrische Texte, die er nun in einem zweiten Sammelband zusammengefasst hat. Der Erste erschien bereits 2005, mit dem Titel „Gene im Blutlicht“. Gleichzeitig nutzt er seine Werke auch für Songtexte und gibt sie in musikalischer Form wieder. * Zurück zur Lyrik. Was ist Lyrik? Kurz gefasst kann man sagen, dass sie eine literarische Gattung ist, in der Dichter die Gefühle und Gedanken eines lyrischen Ich's niederschreiben, welches oft enge Verbindungen zum Autor aufweist. Derartige Werke werden dann auch als Gedicht bezeichnet. In der traditionellen Lyrik findet man Reimschemen, gleichmäßige Gliederungen, gehobene und eine klangvolle, rhythmische Sprache. CHRIS GOELLNITZ bedient sich nicht all dieser Elemente. Seine Werke kann man definitiv der modernen Lyrik zuordnen. Das Reimschema findet man bei ihm kaum, bis gar nicht. Satzzeichen, wie der Punkt an Satzende scheinen nicht zu existieren. Dafür sind die Worte aneinander gereiht und manchmal mit Kommas getrennt. Es wirkt alles sehr flüssig und fließend. Eine gehobene Sprache wird man vergeblich suchen. CHRIS schreibt sehr bildhaft, phantasievoll, hält sich nicht an irgendwelche Normen, mit seinen fremdwirkenden Wortlauten. Neologismen stehen hier an der Tagesordnung, ebenso Wortmalereien und Metaphern. Über Bezeichnungen wie „blutgraue Träne“, „schwefelrund“, „seelenpfützentraurig“ und „Angstkolibri“ stolpert man immer wieder. Sie lassen seine Gedichte sehr surreal und wie aus einem Traum - einer anderen Welt – entsprungen wirken. Er schafft teilweise eine faszinierende Mehrdeutigkeit in seinen Gedichten. So lassen sich nicht nur eine Deutung zu, sondern viele. Was allein schon durch die nicht-Kommasetzung erreicht wird, da man sie immer wieder anders liest. Die Hauptthematiken, die er aufgreift, sind Liebe, Tod, Schmerz, Sehnsucht, Angst und Kälte. Diese erzählt er in noch so verworrener Verbindung aber doch sehr emotional. * „Traumfleisch“ ist eine Sammlung wirrer Gedanken, eingepackt in die moderne Lyrik. Die dennoch zum nachdenken anregen und einem nahe gehen. Schade ist jedoch der überhöhte Preis und die geringe Anzahl – gerade mal 52 Stück. Die Texte sind allesamt deutsch, bis auf drei am Ende, die jedoch ins Deutsche übersetzt wurden. Wer also gerne etwas andere Lyrik sich zu Gemüt führen möchte und bereit ist einen teuren Preis dafür zu zahlen, dem möchte ich dieses Werk auf jeden Fall ans Herz legen. Da werden wieder kuriose, wundersame Bilder ins Gedächtnis gerufen, wie man sie zuletzt als kleines Kind hatte, gespickt mit den Touch des morbiden. * Punkte: 8 von 10

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