Chris Howard Der eiserne Wald

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Inhaltsangabe zu „Der eiserne Wald“ von Chris Howard

In einer Zukunft, in der fast alle Pflanzen und Tiere ausgestorben sind, arbeitet der junge Banyan als Tree Builder und fängt die Schönheit der längst ausgestorbenen Bäume in kunstvollen Eisennachbildungen ein. Bei einem seiner Aufträge begegnet er einer Frau, auf deren Haut der Weg zu den letzten Bäumen auf Erden verzeichnet ist. Er erliegt der Vorstellung von diesem Paradies und macht sich gemeinsam mit der Fremden auf den Weg dorthin. Doch die zwei sind nicht die Einzigen, die die Bäume suchen, und so führt sie ihre Reise immer wieder an den Rand des Todes …

Schnell gelesene Dystopie, die leider etwas zu sehr ins unrealisitsche abdriftet...

— Maiximaix
Maiximaix

Spannende Idee, teilweise stockend erzählt. Handlung leider nicht abgeschlossen. Sollte wohl ursprünglich ein Mehrteiler werden...

— Brombeere
Brombeere

Vom Ansatz her hat es mir gut gefallen ... nur die Umsetzung war ein wenig zu lahm

— Annette Eickert
Annette Eickert

Eine düstere und actionreiche Dystopie, die ökologische und ethische Probleme behandelt. Achtung: Beginn einer Reihe!

— xxLITTERAxx
xxLITTERAxx

Tolle Ideen, doch die Geschichte wird so emotionslos und hastig erzählt, dass man sich nicht in ihr verlieren kann...

— Ines_Mueller
Ines_Mueller

Stöbern in Science-Fiction

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Spannende Dystopie mit überraschenden Wendungen und einer tollen Grundidee

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Von Seite 1 bis zum Schluss Liebe für jede Zeile <3

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Hier erwarten den Leser definitiv überraschende Wendungen und keine vorhersehbare Handlung

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  • Umsetzung war ein wenig zu lahm

    Der eiserne Wald
    Annette Eickert

    Annette Eickert

    20. December 2015 um 20:35

    Normalerweise bin ich ein Fan von Dystopien und verschlinge sie auch sehr gerne. Doch hier hatte ich das Gefühl, als wollte die Geschichte nicht in Fahrt kommen. Präsentiert wird eine düstere Zukunft, in der das menschliche und auch das tierische Leben sehr gelitten hat, aber vor allem die Pflanzenwelt. Einzig genmanipulierter Mais kann noch angebaut und in Form von Popcorn verzehrt werden. Ein Megakonzern hat dieses Anbau in seinen Fingern. Auf der anderen Seite leiden die Menschen, denn durch die vernichtente Pflanzenwelt wissen sie nicht mehr, wie Bäume aussehen. Der Hauptprotagonist ist ein Bäumebauer, dazu benutzt er metallische Abfälle. Soweit sogut ... doch dann leider war es diese langatmige Erzählung, die mich von dem Buch mehr oder weniger ferngehalten hat. Doch ich muss sagen, ich habe es trotzdem bis zum Ende gelesen, weil ich wissen wollte, wie es endet. Es endet mittendrin, also ist eine Fortsetzung wohl schon in Planung oder auch schon geschrieben. Die zwischenmenschlichen Aspekte hat der Autor sehr gut beschrieben, auch die Welt, wie sie aussieht läuft wie ein Film vor dem inneren Auge ab. Nur das gewisse Etwas hat mir einfach schlichtweg gefehlt.

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  • Düstere und actionreiche Dystopie

    Der eiserne Wald
    xxLITTERAxx

    xxLITTERAxx

    29. June 2015 um 23:16

    Eine düstere und actionreiche Dystopie, die ökologische und ethische Probleme behandelt. Achtung: Beginn einer Reihe! https://www.youtube.com/watch?v=UkFW0qu6P8M

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  • "Der eiserne Wald" von Chris Howard

    Der eiserne Wald
    Jacynthe

    Jacynthe

    19. June 2015 um 08:20

    Inhalt In der Welt der Zukunft gibt es keine Bäume mehr und keine Tiere. Die einzigen Lebewesen neben dem Menschen sind fleischfressende Heuschrecken, die alles Leben in wenigen Sekunden vernichten. GenTech hat das Monopol auf resistenten Mais, doch die Firma strebt nach mehr: Bäume. Bäume, die Früchte tragen. Banyans Leben hat sich bisher auf den Bau von eisernen Zierbäumen beschränkt. Doch unversehens wird er in eine Schlacht hineingerissen, bei der es um die Zukunft der Zivilisation geht. Und die ihn wieder zu seinem Vater führt, den er verloren geglaubt hat. Hilfe bekommt er dabei von dem Piratenmädchen Alpha und der lungenkranken Zee. Doch wem kann er wirklich trauen in einer Welt voller Korruption? Meine Meinung Dieser Roman war eine echte Überraschung für mich und fesselte mich wider Erwarten von Anfang an. Es handelt sich um den ersten Teil einer Reihe, wovon die nächsten Teile noch nicht erschienen sind. Die Welt, die Howard erschaffen hat, erinnert an die von Waterworld, nur dass es hier die Bäume sind, die fehlen, nicht das Land selbst. Die Probleme, die das Fehlen der Bäume mit sich bringt, hat Howard anschaulich und realistisch beschrieben: Schlechte Luft und Lungenkrankheiten, wegbrechende Küsten, staubiger trockener Boden, Nahrungsmittelknappheit. All das erwartet man, wenn man sich eine zukünftige Welt ohne Vegetation vorstellt. Bei der Figurenkonfiguration hat Howard hat sich offensichtlich viel Mühe gegeben. Irgendwie trägt jeder der Charaktere ein Geheimnis mit sich herum und dem Leser wie auch Banyan selbst fällt es schwer einzuschätzen, wem man trauen kann und wem nicht, wer die Wahrheit erzählt, oder wer sich durch Lügen einen Vorteil zu verschaffen erhofft. Das erhält die Spannung aufrecht und sorgt für mehr als nur einen Überraschungsmoment. Auch, dass Howard erfrischenderweise keinerlei Skrupel zu haben scheint, Charaktere, an die er den Leser langsam gewöhnt hat, unvermittelt sterben zu lassen, trägt zu der Unberechenbarkeit des Buches bei. Fast nichts ist vorhersehbar an diesem Roman, was mir sehr gefallen hat. Eine spannende Seite folgt der nächsten, und die kurzen Kapitel fliegen nur so dahin. Positiv aufgefallen ist mir außerdem die untypische Balance zwischen Männern und Frauen. Während in vergleichbaren Romanen meist die Männer die Haudegen sind und das Zepter in der Hand halten, gibt es hier gleich mehrere Frauen in tragenden und herrschenden Rollen. Besonders angetan hat es mir die Bande von Piratinnen, die sich in der Wüste verschanzt hat. Alpha ist meine persönliche Heldin und ich hoffe, im nächsten Band noch mehr über sie zu erfahren. Leider konnte mich das Ende nicht so ganz überzeugen und schmälerte meine Begeisterung für das Buch ein wenig. Während es anfangs nämlich noch eher dem Genre der Endzeit-Romane zuzordnen ist, gibt es im letzten Drittel einen scharfen Einschlag in Science-Fiction. Zu viel für meinen Geschmack - die Erklärungen für die wissenschaftlichen Vorgänge, die Banyan entdeckt, war mir zu abgehoben und irgendwie auch unplausibel. Aber das ist natürlich Ansichtssache. Ich vergebe 4 von 5 Wolken für "Der eiserne Wald" und bin gespannt auf die Fortsetzung(en), die es hoffentlich bald zu lesen geben wird.

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  • Rezension zu "Der eiserne Wald" von Chris Howard

    Der eiserne Wald
    Ines_Mueller

    Ines_Mueller

    24. June 2014 um 11:24

    "Sie dachten, ich sei zu jung für einen Baumeister. Das konnte ich in ihren Augen sehen. Diese reichen Freaks, die mich anstarrten, als müsste ich sie irgendwie beeindrucken. Aber genau das musste ich." Was ich an Dystopien so sehr liebe, ist die düstere Stimmung, die sie mit jeder Zeile verströmen. "Der eiserne Wald" setzt in diesem Fall fast noch einen drauf. Dem Leser wird eine dreckige, trostlose Welt voller Gewalt und Tod präsentiert, in der sich jeder selbst der nächste ist. Somit wird er immer wieder Zeuge von brutalen und grausamen Szenen, sei es nun ausgelöst durch die Natur selbst oder die Natur des Menschen. Fakt ist, dass Chris Howard etwas in seinem Leser anrührt und ihn gleichzeitig dazu bringt, angeekelt oder wütend auf die Schlechtigkeit des Menschen zu sein. Er zeichnet ein realistisches Bild, das eben dadurch noch erschreckender wird. Denn wie unwahrscheinlich ist es, dass eine Firma in solch einer Situation nicht das gesamte Nahrungsmittelmonopol in den Händen halten würde? Dass sie dadurch die Überlebenden an den Rand des Menschseins bringt? Verstärkt wird diese Stmmung zudem von der Tatsache, dass hinter jeder Zeile der Tod lauert. Denn Banyan lässt links und rechts seines Weg Leichen hinter sich zurück, Gefährten und Fremde. Doch all diese wunderbaren Ansätze wurden durch den Schreibstil Chris Howards zunichte gemacht. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, wie ein Schreibstil eine Geschichte zerstören kann? Die Antwort ist einfach, denn durch die kurzen, abgehackten Sätze hastet der Autor durch die Erzählung, ohne Halt zu machen und den Leser tiefer hinabtauchen zu lassen. Wichtige Ereignisse, sogar Wendungen werden mit einem kurzen Satz abgehandelt, sodass man schlichtweg nicht verweilen kann, sich nicht in der Geschichte, die doch eigentlich alles hatte, was ein gutes Buch benötigt, vertiefen kann. Außerdem geht die Spannung vollkommen in der Schnelligkeit, mit der die Geschichte erzählt wird, unter. Eine Beziehung zu den einzelnen Charakeren kann dadurch erst recht nicht entstehen, denn Chris Howard gibt sich kaum mit den Gefühlen seiner Protagonisten ab. Fazit: Chris Howard Debütroman hatte alles, was ihn zu einem guten und unterhaltsamen Buch gemacht hätte. Doch durch die Schnelligkeit, mit der die Geschichte erzählt wird, kann der Leser sich nicht in "Der eiserne Wald" verlieren. Schade!

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  • Schatzsuche nach den letzten Bäumen auf Erden

    Der eiserne Wald
    MikkaG

    MikkaG

    15. April 2014 um 13:27

    Ein Endzeitroman mit dystopischen Elementen und ökologischen Themen - der Autor hat Abschlüsse in Waldökologie und Umweltwissenschaften, und das merkt man auch! Er selber nennt das Ergebnis "Biopunk", was inzwischen in der amerikanischen Literatur anscheinend ein neues Genre ist. Originell ist das auf jeden Fall, und zum Nachdenken regt es auch immer wieder an - wenn es auch gelegentlich schwer zu verdauen ist. Es gibt keine Tiere mehr (bis auf fleischfressende Heuschrecken), keine Pflanzen, keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft... Die Welt ist staubig und leer, bis auf die wenigen menschlichen Überlebenden, die sich gegenseitig misstrauisch beäugen und auch vor Gewalt nicht zurückschrecken, um einen weiteren Tag zu überstehen. Die Idee der Baum-Meister (Tree Builder) fand ich sehr interessant, und ich könnte mir vorstellen, dass dieser Beruf tatsächlich sehr gefragt sein könnte bei den Reichen der Zukunft. In dieser grauen, hässlichen, staubigen Welt gibt es wenig Schönes, und ich denke, Schönheit ist ein menschliches Grundbedürfnis - und gleichzeitig ein Luxus, den sich nicht jeder leisten kann. Das dystopische Element liegt in der Firma Gentech, die buchstäblich das Leben aller Menschen in der Hand hält - nur Gentech kann Nahrung anbauen (einen gentechnich modifizierten Super-Mais) und für frisches Wasser sorgen. Gentech nutzt seine Position hemmungslos aus, um Menschen, die ohnehin fast nichts mehr besitzen, auch noch dieses Wenige aus der Tasche zu ziehen. Sie haben die absolute Macht, und Macht korrumpiert bekanntlich. Manchmal ist diese trostlose, traurige, scheinbar hoffnungslose Geschichte schwer zu lesen und man wünscht sich wenigstens ab und an eine positive Szene, bei der man durchatmen kann. Das drückt den Spaß am Lesen etwas herunter - denn immer, wenn man denkt, schlimmer geht es nicht mehr, beweist einem der Autor, dass es doch noch schlimmer geht! Er ist gnadenlos gegenüber seinen Charaktern und man sollte sich nie darauf verlassen, dass Hauptfiguren nicht sterben oder übelst verletzt und verstümmelt werden. Apropos Charaktere: der Protagonist, Banyan, ist sympathisch und schlägt sich tapfer in einer gnadenlosen Welt durch. Er ist kein strahlender Held - oft hat er Angst, weiß nicht, was er tun soll, zögert und hadert... In den ersten zwei Dritteln des Buches sind es mehr als einmal seine Weggefährten, die die Handlung vorantreiben, während Banyan sich nur mitreißen lässt. Aber im Gegensatz zu vielen Menschen hat er sich einen guten, moralischen Kern bewahrt - auch wenn er Menschen oft weder retten noch ihnen helfen kann, versucht er es doch wenigstens. Es dauert relativ lange, bis Banyan an den Ereignissen wächst und begreift, dass er sich nicht nur treiben lassen kann, aber dann wird er doch noch entschlossener und tatkräftiger. Ich fand diese Entwicklung ziemlich realistisch, und ich hoffe, dass Banyan sich in den nächsten Bänden weiter zu einem komplexeren Charakter entwickeln wird. Die anderen Charaktere sind überwiegend sehr interessant - und oft moralisch eher zwiespältig, denn sie sind das Produkt ihrer grausamen Welt und meist damit aufgewachsen, dass das eigene Überleben jedes Mittel rechtfertigt. Es gibt eine Liebesgeschichte, bei der ich fast zögere, das Wort zu benutzen. Für Liebe ist in diesem Buch eigentlich kein Platz und keine Zeit, und dementsprechend gibt es auch keinen Kitsch. Nur zwei Menschen, die das Schicksal zusammengebracht hat und die versuchen, sich etwas menschliche Wärme zu stehlen. Das Tempo ist manchmal so schnell, dass jeglicher Tiefgang verloren geht (den das Buch doch eigentlich bietet), weil einfach keine Zeit für Erklärungen und detailliertere Beschreibungen der Geschehnisse bleibt. Einerseits hat der Leser so gar keine andere Wahl, als von der Spannung mitgerissen zu werden - andererseits ist es in diesen Szenen eine leere Spannung, die einen emotional kalt lässt. Gegen Ende des Buches schrauben sich Gewalt und blutige Szenen auf einmal stark in die Höhe. Abgesehen davon würde ich "Der eiserne Wald" eigentlich für Jugendliche gut geeignet finden... Aber ein Buch, in dem Körperteile abgerissen und Menschen bei lebendigem Leib von Heuschrecken aufgefressen werden, würde ich persönlich nicht für unter 16 empfehlen. Der Schreibstil ist eher einfach, hat mir aber dennoch gut gefallen. Schließlich wird uns die Geschichte von Banyan erzählt, der keine Schulbildung hat und sicher auch wenig Erfahrung im Erzählen. Der Autor zeigt uns eine hässliche, trostlose Zukunft und Protagonisten, die oft nicht den Luxus haben, gute Menschen zu sein. Aber das Buch enthält auch viele ökologische Botschaften und einen intellektuellen Tiefgang, der nur in den spannendsten, rasantesten Szenen manchmal kläglich verloren geht. Das ist nicht einfach zu lesen, und man muss schon Interesse an solchen Themen mitbringen. Ich würde dringend empfehlen, erstmal die Leseprobe zu lesen!

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  • Schatzsuche nach den letzten Bäumen auf Erden

    Der eiserne Wald
    MikkaG

    MikkaG

    15. April 2014 um 13:27

    Ein Endzeitroman mit dystopischen Elementen und ökologischen Themen - der Autor hat Abschlüsse in Waldökologie und Umweltwissenschaften, und das merkt man auch! Er selber nennt das Ergebnis "Biopunk", was inzwischen in der amerikanischen Literatur anscheinend ein neues Genre ist. Originell ist das auf jeden Fall, und zum Nachdenken regt es auch immer wieder an - wenn es auch gelegentlich schwer zu verdauen ist. Es gibt keine Tiere mehr (bis auf fleischfressende Heuschrecken), keine Pflanzen, keine Hoffnung auf eine bessere Zukunft... Die Welt ist staubig und leer, bis auf die wenigen menschlichen Überlebenden, die sich gegenseitig misstrauisch beäugen und auch vor Gewalt nicht zurückschrecken, um einen weiteren Tag zu überstehen. Die Idee der Baum-Meister (Tree Builder) fand ich sehr interessant, und ich könnte mir vorstellen, dass dieser Beruf tatsächlich sehr gefragt sein könnte bei den Reichen der Zukunft. In dieser grauen, hässlichen, staubigen Welt gibt es wenig Schönes, und ich denke, Schönheit ist ein menschliches Grundbedürfnis - und gleichzeitig ein Luxus, den sich nicht jeder leisten kann. Das dystopische Element liegt in der Firma Gentech, die buchstäblich das Leben aller Menschen in der Hand hält - nur Gentech kann Nahrung anbauen (einen gentechnich modifizierten Super-Mais) und für frisches Wasser sorgen. Gentech nutzt seine Position hemmungslos aus, um Menschen, die ohnehin fast nichts mehr besitzen, auch noch dieses Wenige aus der Tasche zu ziehen. Sie haben die absolute Macht, und Macht korrumpiert bekanntlich. Manchmal ist diese trostlose, traurige, scheinbar hoffnungslose Geschichte schwer zu lesen und man wünscht sich wenigstens ab und an eine positive Szene, bei der man durchatmen kann. Das drückt den Spaß am Lesen etwas herunter - denn immer, wenn man denkt, schlimmer geht es nicht mehr, beweist einem der Autor, dass es doch noch schlimmer geht! Er ist gnadenlos gegenüber seinen Charaktern und man sollte sich nie darauf verlassen, dass Hauptfiguren nicht sterben oder übelst verletzt und verstümmelt werden. Apropos Charaktere: der Protagonist, Banyan, ist sympathisch und schlägt sich tapfer in einer gnadenlosen Welt durch. Er ist kein strahlender Held - oft hat er Angst, weiß nicht, was er tun soll, zögert und hadert... In den ersten zwei Dritteln des Buches sind es mehr als einmal seine Weggefährten, die die Handlung vorantreiben, während Banyan sich nur mitreißen lässt. Aber im Gegensatz zu vielen Menschen hat er sich einen guten, moralischen Kern bewahrt - auch wenn er Menschen oft weder retten noch ihnen helfen kann, versucht er es doch wenigstens. Es dauert relativ lange, bis Banyan an den Ereignissen wächst und begreift, dass er sich nicht nur treiben lassen kann, aber dann wird er doch noch entschlossener und tatkräftiger. Ich fand diese Entwicklung ziemlich realistisch, und ich hoffe, dass Banyan sich in den nächsten Bänden weiter zu einem komplexeren Charakter entwickeln wird. Die anderen Charaktere sind überwiegend sehr interessant - und oft moralisch eher zwiespältig, denn sie sind das Produkt ihrer grausamen Welt und meist damit aufgewachsen, dass das eigene Überleben jedes Mittel rechtfertigt. Es gibt eine Liebesgeschichte, bei der ich fast zögere, das Wort zu benutzen. Für Liebe ist in diesem Buch eigentlich kein Platz und keine Zeit, und dementsprechend gibt es auch keinen Kitsch. Nur zwei Menschen, die das Schicksal zusammengebracht hat und die versuchen, sich etwas menschliche Wärme zu stehlen. Das Tempo ist manchmal so schnell, dass jeglicher Tiefgang verloren geht (den das Buch doch eigentlich bietet), weil einfach keine Zeit für Erklärungen und detailliertere Beschreibungen der Geschehnisse bleibt. Einerseits hat der Leser so gar keine andere Wahl, als von der Spannung mitgerissen zu werden - andererseits ist es in diesen Szenen eine leere Spannung, die einen emotional kalt lässt. Gegen Ende des Buches schrauben sich Gewalt und blutige Szenen auf einmal stark in die Höhe. Abgesehen davon würde ich "Der eiserne Wald" eigentlich für Jugendliche gut geeignet finden... Aber ein Buch, in dem Körperteile abgerissen und Menschen bei lebendigem Leib von Heuschrecken aufgefressen werden, würde ich persönlich nicht für unter 16 empfehlen. Der Schreibstil ist eher einfach, hat mir aber dennoch gut gefallen. Schließlich wird uns die Geschichte von Banyan erzählt, der keine Schulbildung hat und sicher auch wenig Erfahrung im Erzählen. Der Autor zeigt uns eine hässliche, trostlose Zukunft und Protagonisten, die oft nicht den Luxus haben, gute Menschen zu sein. Aber das Buch enthält auch viele ökologische Botschaften und einen intellektuellen Tiefgang, der nur in den spannendsten, rasantesten Szenen manchmal kläglich verloren geht. Das ist nicht einfach zu lesen, und man muss schon Interesse an solchen Themen mitbringen. Ich würde dringend empfehlen, erstmal die Leseprobe zu lesen!

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  • Ganz ok

    Der eiserne Wald
    JuliaO

    JuliaO

    06. March 2014 um 21:03

    Ich bin eher durch Zufall über diesen Titel gestolpert und irgendwie hat mich das Cover angesprochen. Die Geschichte an sich hat etwas gebraucht bis sie richtig anlief, und die ein oder andere Stelle kam mir persönlich etwas unlogisch vor.  Der Stil war sehr einfach, und mir persönlich schon etwas zu anspruchslos, aber es gab genug Action um mich dennoch bei de rStange zu halten. Im großen und ganzen war es aber eine ganz passable Lektüre für zwischendurch.

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  • Deprimierend realistische, teils grausame Dystopie

    Der eiserne Wald
    Elwe

    Elwe

    06. November 2013 um 15:48

    Ich bin entsetzlich gespalten, was dieses Buch betrifft.  Einerseits ist es endlich einmal eine Dystopie, die diesen Namen auch verdient. Der Autor zeichnet eine verwüstete Welt, in der eine unbekannte Naturkatastrophe den Mond zerstört hat. Seither sind die Jahreszeiten außer Kontrolle, große Teile der Welt unbewohnbar, die Ozeane haben sich in unbefahrbare Todesfallen mit dreißig Meter hoher Brandung verwandelt und alle Tiere und Pflanzen sind ausgestorben - mit Ausnahme von quasi unzerstörbarem, zehn Meter hohem Genmais und todesgefährlichen Heuschrecken, die in den Maisfeldern nisten und alles bis auf die Knochen fressen, was organisch ist. Das Nahrungsmittel- und Spritmonopol besitzt der Konzern Gen Tech, der den Mais besitzt (wer sich beim Nachzüchten erwischen lässt, wird von ihren Agenten erschossen - eine wie ich finde durchaus gelungene Extrapolation der Geschäftspraktiken von Konzernen wie Monsanto, die heute schon ihr Unwesen treiben).  In dieser Welt lebt eine brutale Ellenbogengesellschaft, in der ausschließlich das Recht des Stärksten gilt, in der Piraten auf den Straßen ihr Unwesen treiben, wo Menschen für einen Kanister Sprit und eine Kiste Popcorn erschossen werden und wo GenTech kraft ihres Monopols Allmacht besitzt. Diese Welt wird sehr glaubwürdig dargestellt, was das Setting zugleich ungeheuer hoffnungslos und frustrierend macht. Man muss weiterlesen, es ist spannend, aber absolut spaßfrei. Der Held des Buches ist der Baummeister Banyan, ein junger Nomade, der mit seinem Vater durch die Lande zog, um aus Metall für reiche Kunden Baumskulpturen zu bauen. Denn echte Bäume gibt es ja nicht mehr. Nach einem Sandsturm in der Mojave-Wüste verschwindet sein Vater jedoch spurlos und Banyan ist fortan auf sich selbst gestellt. Er nimmt einen Job von einem reichen, cracksüchtigen Tunichtgut an, einen Metallwald vor dessen Haus zu errichten, und zwar nach der Vorlage eines unglaublich detaillierten Baums, der der Gattin des Kerls auf den Leib tätowiert ist. Bald scheint es, dass dieses Tattoo in Wirklichkeit eine Karte zu den letzten noch lebenden Bäumen auf der Erde ist - und dass Banyans Vater diesen Ort einst gesehen hat. Denn es existiert ein Foto von ihm in diesem Wald. Mit zweifelhaften Verbündeten macht sich Banyan auf die Suche nach diesen Bäumen. Eine Suche, die bald zum tödlichen Wettlauf wird, denn der, der sie findet, könnte ein Vermögen damit machen. Und hier kommt meine Kritik ins Spiel. Banyan ist kein Held, er ist nicht einmal ein Anti-Held, sondern nur ein oft sehr naiver Junge, der von einem Zufall in den nächsten stolpert und nur dank äußerer Ereignisse und der Taten seiner Mitreisenden überhaupt sein Ziel erreicht. Das macht es bald schon sehr schwer, mit ihm zu sympathisieren. Zugegeben, sein Charakter ist wahrscheinlich sehr realistisch gezeichnet, aber in einem solchen Buch wünscht man sich Figuren, die wenigstens ein klein wenig über den anderen strahlen und die irgendetwas an sich haben, das sie befähigt, ihr eigenes Schicksal zu etwas Besonderem zu machen. Banyan aber hat nichts dergleichen. Er stolpert von einer Katastrophe in die nächste, wenn etwas schief gehen kann, geht es auch schief, seine wenigen Anfälle von Idealismus enden eigentlich immer in einem Desaster und bis zum Ende ist er eigentlich immer nur mehr lästiges Anhängsel, als einer, der Dinge in die Hand nimmt. Die Suche nach den Bäumen endet schon nach kurzer Zeit in einer Falle, aus der er sich nicht einmal selbst befreit, sondern nur zufällig (durch die nächste Katastrophe) wieder rauskommt. Die sich dann aus vom Regen in die Traufe entpuppt - aber das ist ein Element, das sich durchs ganze Buch zieht. Immer wenn man glaubt, jetzt kann es nicht schlimmer kommen, kommt es noch schlimmer. Im Ergebnis haben wir einen Roman, der düster, dreckig, unendlich deprimierend und ja, absolut spannend daherkommt - bei dem man sich während des Lesens aber überwiegend unbehaglich fühlt, oft enttäuscht ist und gelegentlich dem Helden wünscht, er möge sich endlich den Hals brechen. Der Autor schont seine Figuren nicht, er lässt ihnen Schreckliches widerfahren, was die ganze Atmosphäre noch düsterer und noch hoffnungsloser erscheinen lässt. Die Frage muss also lauten: Ist der Leser stark genug für das Buch? Denn, egal ob nun absichtlich oder nicht, mit seinen moralisch fragwürdigen, schwachen, wankelmütigen, verlogenen Figuren hält es einem einen Spiegel mit dem ganzen Kaleidoskop menschlicher Abgründe vor, die immer dann zum Vorschein kommen, wenn die Lebensumstände härter werden und jeder sich selbst der nächste ist. Es zeichnet das Bild einer grauenhaft hoffnungslosen Welt, die leider so gut vorstellbar ist, dass man es überhaupt nicht lesen möchte. In diesem Sinne ist es sicher ein gutes Buch. Zugleich ist es als Unterhaltungsliteratur aber einfach nicht sehr gelungen, weil es nur runterzieht, anstatt zu unterhalten.

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  • "Endzeithetzjagd in einer öden Metall-Baum-Welt"

    Der eiserne Wald
    Die_Buecherfresser

    Die_Buecherfresser

    27. October 2013 um 14:08

    "Endzeithetzjagd in einer öden Metall-Baum-Welt" Inhalt: Banyan ist ein junger Mann, der in einer Zeit lebt, in der Tiere, Pflanzen und jegliche Bäume beinahe ausgestorben sind. Aus diesem Grund geht er dem Beruf des „Tree Builder“ nach. Er baut Bäume nach, aus Metall- und Eisenresten, die sich finden lassen. Er kreiert gemeinsam mit seinem Vater Eisenwälder und versucht das schöne der vergangenen Bäume einzufangen. Doch dann wird eines Tages sein Vater verschleppt und es liegt nun an Banyan sich auf eine gefährliche Reise zu begeben, um ihn irgendwie zu retten. Auf seiner Reise begegnet er immer wieder Gefahren, Elend und Tod. Aber als es plötzlich Indizien für eine Art Paradies gibt, ist sich Banyan sicher, dass er diese Reise unbedingt überstehen muss … Story 2/5 Spannung 2/5 Charaktere 2/5 Dystopie 3/5 Tiefgang 1/5 Meinung: „Der eiserne Wald“ ist der erste Roman einer neuen Reihe. Die Geschichte stammt von Chris Howard und scheint seine erste Veröffentlichung zu sein. Der Roman ist eine Art Endzeit Abenteuerjagd mit allerlei dystopischen Elementen und viel Gewalt, Blut und Tod. Die Geschichte wird aus der Sicht des jungen Banyan erzählt. Er ist „Tree Builder“ und baut mit seinem Vater Bäume aus Metall und Eisen nach. Als sein Vater verschleppt wird, liegt plötzlich alles an Banyan und er muss augenblicklich erwachsen werden, um in seiner Welt zu überleben. Als Charakter ist er ansatzweise sympathisch. Er soll den guten Held darstellen, der niemanden wirklich retten kann, aber auch nicht unmoralisch durch die Welt zieht. Er vermeidet es zu töten, lernt andere Menschen kennen, die der Leser zu einem Teil als neue Freunde verstehen könnte. Doch alles in allem bleibt Banyan irgendwie flach und oberflächlich. Als Leser erfährt man nicht viel über den Protagonisten, weil er nur von Ort zu Ort hetzt. Im Grunde sorgt auch dieser Punkt für die 2 Sterne Bewertung. Mir ist der Roman zu oberflächlich. Die Charaktere sind auf einer Reise, diese ist eine einzige Hetzjagd und überall gibt es Gefahren und Zwischenstops. Die Geschichet verläuft sehr linear und vorhersehbar und gerade dadurch bleibt nicht viel Platz für Banyan und die anderen Charaktere. —————————————————————— Der Weg zur Tür war frei, und ich rannte los. Aber Frost war zu schnell, sofort packte er mich mit seinen dicken Fingern im Genick. Ich strampelte hilflos, als er mich durch den Staub zu dem Stahlcotainer zerrte. (Seite 71) —————————————————————— Bei der Dystopieidee handelt es sich auf den ersten Blick um ein interessantes Thema. Auf den zweiten Blick wirkt jedoch alles schwachsinnig zusammen gewürfelt. In Banyans Welt gibt es anscheinend kaum noch Tiere, Pflanzen, Bäume und Co. In dem Gebiet in dem Banyan lebt gibt es keine Bäume, alles ist wie eine Wüste und der Mensch muss sich vor dem fiesen Staub, der die Lungen angreift, schützen. Nahrung gibt es nur noch von GenTech, die einen super Mais gezüchtet haben, der Staub und Tieren standhält. Dieser Konzern ist sozusagen der Bösewicht. Der Bösewicht in der Natur sind Heuschrecken die Menschen auffressen. Von der Gesellschaft erfährt man ansonsten nichts. Alles bleibt oberflächlich aufgegriffen, alles scheint unwirklich und auch nicht wirklich interessant. Wieso baut man bitteschön Bäume aus Eisenresten nach, wenn man eh kaum noch Ressourcen hat und Eisen lieber für etwas anderes verwenden sollte? Ich kann mir nicht vorstellen, dass reiche Menschen in so einer Dystopie auf einen Metall-Schrott-Wald Wert legen würden … Bis zu diesem Punkt hätte ich wahrscheinlich aber noch 2-3 Sterne gegeben, aber das Ende (das ich natürlich nicht verrate) ist so banal und schwachsinnig. Mir ist das Gesamtpaket zu einfach, oberflächlich. Es fehlt Tiefe und weniger Schnelligkeit würde der Geschichte gut tun. So wird der Leser durch eine blutige Endzeit Hetzjagd gescheucht, die vor allem aus wahnwitzigen Ideen und blutigen Szenen besteht. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen. Das Buch zieht durch die Gewaltakte eher auf eine ältere Dystopie Zielgruppe an. Im Widerspruch dazu ist der Inhalt dann aber wieder zu flach. —————————————————————— Crow raste durch den Staub und zermalmte die drei Skelette unter unseren Reifen. Die Überreste der Agenten zerbarsten zu feinem Pulver. (Seite 231) —————————————————————— Der Schreibstil ist vollkommen einfach und hat mich enttäuscht. Ich habe etwas mehr Schreibniveau erwartet, da der Roman kein Jugendbuch ist. Erzählt wird die Geschichte aus Banyans Sicht, dem man seine fehlende Bildung auch anmerkt. Das Cover ist nett und verrät nicht zu viel. Ich finde den deutschen Titel auch wesentlich besser als den englischen „Rootless“. Fazit: 2 nett gemeinte Sterne, für eine blutige und vorhersehbare Endzeit Hetzjagd. Actionfans könnten hier allerdings ihre kurze Freude finden.

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  • Stellt euch vor, oder lieber nicht?

    Der eiserne Wald
    Ruby85

    Ruby85

    16. September 2013 um 22:55

    Stellt euch vor, ihr würdet in einer Welt leben, in der es weder Tiere noch Pflanzen gäbe und Mais das einzige verfügbare vollwertige Nahrungsmittel ist. Verfügbar ja, aber zu horrenden Preisen. Menschen werden wie Sklaven gehandelt und eine Institution namens GenTech scheint über allen Dingen zu stehen und alle Zügel in der Hand zu halten. Habt ihr das Bild? Dann Willkommen in der Welt von Banyan, einem jungen Tree Builder, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, aus Eisen, Metall und anderen Abfällen Pflanzen so naturgetreu wie möglich auf kunstvollste Weise nachzubilden und so seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Bei einem seiner Aufträge begegnet er einer mysteriösen Frau, die einen lebensechten Baum auf den Bauch tätowiert hat. Nachdem der Zufall in Form der Tochter ihm noch ein Polaroid eines echten Baumes, an den sein Vater gekettet ist, in die Hände spielt, steht für Banyan fest, dass die Bäume nach wie vor existierten müssen und eine abenteuerliche Reise ins gelobte Land “Zion” beginnt. Unterwegs trifft er auf alte und neue Bekannte, wie beispielsweise die junge Piratin Alpha, die ihn auf seiner Reise begleiten werden… Chris Howard greift in seinem Roman mehrere sehr zeitgemäße Themen auf. Zum einen die Vernichtung der Wälder, Klimakatastrophen und den Klimawandel und zum anderen die daraus hervorgehenden Folgen für die Menschheit. Bäume spenden Leben, Nahrung und Schutz. Banyans Welt hat all dies nicht, die Menschen sind von Armut geplagt, geben ihr Hab und Gut für eine Hand voll Mais, Insekten mutieren zu einer menschenfressenden Bedrohung und Menschen sowie Natur spielen verrückt im kalten Kampf ums Überleben. Hinzu kommt noch die Wissenschaft, die uns die Bedrohungen der Klontechnologie vor die Augen führt. Erst ein Schaf, dann Pflanzen und in diesem Jahr erste Erfolge beim Klonen von Stammzellen eines Embryos. Für die Wissenschaft ein Grund zum Jubeln, für mich ein Aufschrei des Entsetzens. Wozu wird die Menschheit eines Tages fähig sein? Gibt es auf der einen Seite die Guten, die die Erkenntnisse im Sinne der Menschheit einsetzen werden, so gibt es auch immer die Gegenspieler. Folgen: Will man sich nicht ausmalen, werden aber im Buch ausreichend angedeutet. Nun noch zum Buch: Insgesamt hat es sich schön lesen lassen, wobei ich ab ungefähr Seite 250 ein paar Seiten nur noch überflogen habe, da sich die Geschichte auf der Arche für mein Gefühl etwas hingezogen hat. Danach war ich aber wieder voll dabei und bin nun wirklich gespannt, wie es dann in Teil 2 weitergehen wird. Banyan ist mir sehr ans Herz gewachsen mit seinem Mut und seinem Willen und Durchhaltevermögen trotz aller Schicksalsschläge, die er im Laufe des Buches erleiden muss. In diesem Zusammenhang steht auch meine Bewunderung für Alpha, die ihn sehr gut ergänzt. Ein gekonntes Spiel mit den erschreckenden Vorstellungen einer wissenschaftsdominierten Zukunft inklusive deren Missbrauch (Wissenschaft soll ja nicht zwingend als schlecht gelten, sie wird ja erst dazu, wozu der Mensch sie nutzt oder missbraucht), welches bis zur letzten Seite in die Tiefe geht und zum Nachdenken anregt! Ich kann es nur empfehlen 

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  • Leider ziemlich schwaches Konzept

    Der eiserne Wald
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. September 2013 um 13:43

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Dieses Buch ist ja geradezu niedlich, wenn man es in der Hand hält. Hier trifft die Bezeichnung “Taschenbuch” wirklich zu, denn auch wenn das Buch im Vergleich mit anderen Büchern gar nicht einmal so klein ist, hat es doch ziemlich winzig gewirkt, als ich es zum ersten Mal in der Hand hatte. Aber Größe ist ja bekanntlich eh eher irrelevant, genau wie man Bücher ja nicht nach ihrem Cover beurteilen soll, wobei mir dieses eigentlich sogar ganz gut gefällt. Jedenfalls, ich habe mich auf das Buch gefreut und war gespannt auf die Geschichte hinter dem eisernen Wald und habe mich dabei auch nicht von der geringen Größe des Buchs beirren lassen – sehr wohl aber vom Inhalt. Denn mit dem konnte ich nicht wirklich viel anfangen. Das ganze Buch schreit geradezu “Öko-Aktivismus!”, denn der einzige Sinn und Zweck der Geschichte scheint zu sein, die Menschen vor den Gefahren des Klimawandels zu warnen. Das ist an sich ja nun nichts Schlimmes, sondern bietet definitiv sehr viel Stoff für eine durchaus spannende Thematik, nur leider haperte es bei “Der eiserne Wald” dann doch sehr an einem guten Konzept. Das Problem: Es gibt keine Bäume mehr. Seit Generationen. Und auch sonst keine Pflanzen, abgesehen von genmanipuliertem Mais und auch keine Tiere, sieht man von Menschen und mutierten Heuschrecken einmal ab. Die Frage, die ich mir dann stelle, ist: Wenn es seit Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten keine Bäume und abgesehen vom Mais auch keine anderen Pflanzen mehr gibt, wieso ist dann noch genug Sauerstoff in der Atmosphäre, dass die Menschen nicht einfach ersticken? Denn zwar sterben die meisten Leute in der von Howard geschaffenen Welt anscheinend an Lungenversagen, aber nicht weil der Sauerstoff zu knapp wäre. Ähnlich verlief es auch mit den anderen Punkten, den anderen ökologischen und klimatischen Unterschieden, die es zwischen unserer Welt und der in diesem Roman gibt. Sie sind da, aber wieso? Joar, nach der großen Dunkelheit war der Mond eben einfach näher an der Erde und daher hat halt das Meer gesponnen, so sagen die Leute zumindest. So oder so ähnlich sehen die wenigen “Erklärungsansätze” aus, die in diesem Roman enthalten sind. Und das hat mich massiv gestört. Ja, ich finde Romane über die möglichen Folgen dessen, was wir Menschen aktuell so anstellen, sehr interessant, egal ob es dabei um soziale, ökologische oder sonstige Folgen unseres Handelns geht, nur will ich nicht einfach in eine Zukunftsvision gestoßen werden, in der die Folgen eben da sind, ich will auch wissen, warum genau es so gekommen ist. Was ist passiert, warum ist diese Welt so anders als unsere? Fehlt dieser Zwischenschritt, die Verbindung zwischen realer Gegenwart und fiktiver Zukunft wird die ganze Geschichte für mich relativ uninteressant und genau das war hier leider der Fall. Dazu kam, dass mich auch die Charaktere nicht so wirklich in ihren Bann ziehen konnten. Banyan ist okay, er nervt nicht, man kann seiner Erzählung ganz gut folgen, aber mehr als okay ist er als Hauptfigur leider nicht. Mir fehlte einfach der Draht zu ihm, ich fand ich relativ uninteressant und vor allem blass, wie überhaupt viele der Figuren und Szenarien in diesem Buch. Sehr viel bleibt schemenhaft, wirkt nicht richtig bzw. nur recht lieblos ausgearbeitet und fängt daher schnell an zu langweilen. Alles in allem konnte mich “Der eiserne Wald” von Chris Howard daher leider nicht überzeugen. Die Idee ist interessant, aber mir fehlt es an Hintergrundinformationen und ‘wissenschaftlichen’ Erklärungen. Daher nur zwei Sterne und keine Empfehlung für dieses Buch.

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