Chris Karlden Monströs

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Inhaltsangabe zu „Monströs“ von Chris Karlden

Ein psychopathischer Killer in einem einsamen Berghotel. Abgeschnitten von der Außenwelt. Er ist auf der Jagd. Auf der Suche nach einer bestimmten Person. Doch er ist nicht der Einzige, der hier Spaß am Morden hat ... Der ehemalige Strafverteidiger Martin Waller hat sich auf das Restaurieren antiker Möbel spezialisiert. Ein Auftrag führt ihn während der Saisonferien in ein nobles Berghotel, wo sich neben dem Hoteldirektor und der Eigentümerin nur noch wenige Angestellte aufhalten. Noch am Abend seiner Ankunft erhält Martin eine E-Mail, die ihn völlig aus der Bahn wirft. Denn Absender ist seine Frau Anna, doch die ist auf den Tag genau seit drei Jahren tot. Später am Abend ein weiterer Schock: Ein Mann liegt bewusstlos vor dem Hotel. Martin kennt ihn. Es ist Eddie Kaltenbach, ein psychopathischer Mörder –und der Grund, warum Martin einst seinen Job als Anwalt aufgeben musste. Erst im Lauf der endlosen Nacht, in der die Zahl der Überlebenden unaufhörlich abnimmt, kommt Martin einem monströsen Plan auf die Spur. Nichts ist, wie es scheint. Alles hat seinen Grund. Und Martin muss sich seiner Vergangenheit stellen, will er das Rätsel lösen und die Nacht überleben.

Zitat:" Die nicht verscchreibungs- und nicht apothekenpflichtigen Brüder Wodka und Tequila wurden von da an seine Schmerzmittel.

— Selest
Selest

39/2016 Rasanter Thriller. Viel Action

— HerrCharly
HerrCharly

Anfangs etwas zäh aber nach einigen Seiten äußerst spannend. Ein bisschen vorhersagbar, aber doch gut geschrieben. 3-4 Sterne.

— Feanor
Feanor

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  • Monströs

    Monströs
    Selest

    Selest

    17. November 2016 um 21:22

    Zitat:" Die nicht verscchreibungs- und nicht apothekenpflichtigen Brüder Wodka und Tequila wurden von da an seine Schmerzmittel. Ein Berghotel nur mit der Bahn zu erreichen. Eine Nacht in der es keine entkommen gibt!Ein paar Leute die alle ihre eigene Suppe kochen und schon haben wir das, was diesen Thriller ausmacht. Nicht neu, öfter genutzt im Thriller, wie im Horror Bereich, dafür aber gut umgesetzt.Die Spannung bleibt lange erhalten, dazu finde ich das ganze auch noch gut zu lesen.Bis dahin keine Einwände. das einzige was etwas stört sind Wiederholungen was die Vergangenheit angeht.Da etwas weniger und es wäre perfekt. 

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  • Kompakter Thrill im "closed-room" bis zur letzten Seite

    Monströs
    JulianSkupin

    JulianSkupin

    11. February 2016 um 17:22

    In dem im Oktober 2014 erschienenen Thriller von Chris Karlden erhält der ehemalige Strafverteidiger Martin Waller den Auftrag, seiner neuen Tätigkeit als Möbelrestaurator in einem abgelegenen Schweizer Hotel nachzugehen. Nachdem der Mörder Eddie Kaltenbach bewusstlos vor dem Hoteleingang gefunden wird, eskaliert die Situation. Waller, der in einem früheren Gerichtsprozess gegen Kaltenbach massiv unter Druck gesetzt wurde, um vor Gericht eine Falschaussage zu machen, damit Kaltenbach nicht verurteilt wird, wird plötzlich von seiner Vergangenheit eingeholt. Waller erhält nicht nur E-Mails von seiner verstorbenen Frau, sondern wird mit weiteren Morden im Hotel konfrontiert. Er wird selbst zur Zielscheibe eines Killers, dessen Motive lange rätselhaft bleiben. Karldens Thriller kann locker mit den angloamerikanischen und skandinavischen Thrillern mithalten. Der Plot ist komplex, gut strukturiert und weitestgehend plausibel. Der Protagonist Martin Waller wirkt sympathisch und die Liebe zu seiner verstorbenen Frau und seinem autistischen Sohn ist authentisch. Der Spannungsbogen ist klassisch und reißt zu keinem Zeitpunkt ab: Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Karlden verwendet sehr geschickt und häufig Cliffhanger und überraschende Wendungen, die zum Weiterlesen animieren. Die Sprache ist flüssig und der Handlung angemessen. Der Charakter des Ram erinnert ein bisschen an eine Art männliche Lisbeth Salander aus der Milennium-Reihe von Stieg Larsson: Outlaw, intelligenter Computerfreak, Mottoradfahrer. - Vielleicht wurde Karlden hier unterbewusst beeinflusst. Sehr geschickt wird das Format eines "closed-room"-Thrillers mit dem verlassenen Hotel in den Schweizer Alpen verwendet. Die Geschichte wirkt dadurch besonders kompakt. Die Unausweichlichkeit der Handlung wird dadurch verschärft. Zusammenfassend ist Karlden ein erstklassiger Thriller gelungen, der durchaus mit der angloamerikanischen und skandinavischen Thriller-Literatur mithalten kann. Es ist schön zu sehen, dass kompakte Thriller auch in deutscher Originalsprache existieren.

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  • Rezension zu "Monströs" von Chris Karlden

    Monströs
    McGarrett

    McGarrett

    10. September 2012 um 16:12

    Ich habe früher gern und häufig Krimis/Thriller gelesen, z.B. Elizabeth George, P.D. James und Minette Walters, später dann die Skandinavier und Deaver, so in der Art eben. Seit einiger Zeit schon habe ich dabei aber nicht mehr so die rechte Freude. Zum einen ist es halt immer wieder dasselbe, zum anderen habe ich den Eindruck, dass sich die Leute keine wirkliche Mühe mehr geben, denn auch die Geschichten selbst werden immer langweiliger. Da gab nun Amazon Autoren die Möglichkeit, ohne durch einen Verlag gleichgeschaltet zu werden, selbst ihre Romane veröffentlichen zu können. Und inzwischen gibt es eine ganze Reihe von deutschen Indie-Autoren, die ihre Thriller für sehr wenig Geld anbieten. Nun keimt in mir die Hoffnung auf neue kreative Thriller. Mein erster Versuch war "Monströs" von Chris Karlden. Dazu noch die Vorbemerkung, dass insbesondere preiswerten Indie-E-Books häufig der Vorwurf gemacht wird, es mit der Rechtschreibung nicht so genau zu nehmen. Sieht man sich entsprechende Amazon-Rezensionen an, wirkt das häufig sehr bemüht, z.B. wenn sich ein Rezensent mächtig darüber aufregt, das ein Autor "ebook" anstelle von "E-Book" geschrieben hat. Man kann sich nur schwer des Eindrucks erwehren, dass hier oft Verlagsspione am Werk sind, die bei ihrem Rückzugsgefecht noch meinen, nachtreten zu müssen. In meiner Version von "Monströs" habe ich jedenfalls weniger Rechtschreibfehler gefunden als in so manchem "professionell lektorierten" Verlagsbuch (Wen es interessiert: In meiner Rezension zu "Der Codex" von Douglas Preston habe ich noch nicht einmal geschrieben, dass das Buch vor Rechtschreibfehlern nur so troff). Und selbst wenn, würde man weiterhin 18 Euro für einen Mankell ausgeben, wenn man ein Exemplar des Buches im Stadium vor dem Durchlaufen der automatischen Rechtschreibprüfung und der Glättung des Sprachstils auf Mainstreamsoße (dem sogenannten professionellen Lektorat) für 5 Euro bekommen könnte? Aber zurück zum Buch. Was kann und darf man eigentlich für 99 ct erwarten? Mir kam hierzu die Idee, einmal einen Jerry-Cotton-Schmöker, die es inzwischen auch als E-Book für 1,49 Euro gibt, zum Vergleich zu lesen. Ehrlich gesagt, ich fand den Jerry Cotton spannender (wohlgemerkt: spannender als dieses Buch, nicht spannend an sich), und ich fragte mich, woran das wohl liegt. Wenn man heute noch versucht, aus - mehr oder weniger - reiner Erzählung Spannung zu erzeugen, dann muss man die Gabe (mit wachsender Erfahrung genügt dann auch mitunter Routine) besitzen, Situationen derart visuell darzustellen, dass im Kopf neben dem Bild auch sofort die Emotion entsteht. Das Massaker am Anfang des Buches hatte Ansätze, spannend zu werden. Es wurde nicht von außen beschrieben, sondern durch viel direkte Rede erlebt. Allerdings war die Situation viel zu schnell schon wieder vorbei, als dass man wirklich eintauchen konnte. Diese Szene war doch prädestiniert dafür, zuerst Ungläubigkeit, dann Mitgefühl und am Ende das pure Grauen beim Leser hervorzurufen. Stattdessen wird die Szene kurz abgehandelt und dann geht es weiter. Ein anderes Beispiel: Die Reaktion des Protagonisten beim Auffinden der Leiche seiner Frau kann nur als lapidar bezeichnet werden. Es fällt schwer zu glauben, dass hier eine tiefe Beziehung bestanden hat. Und so geht es weiter. Die Personen bekommen Namen, anders sind sie leider auch kaum voneinander zu unterscheiden. Sie werden keine Individuuen, ich habe zu keiner Zeit mit irgendeinem irgendetwas mitgefühlt. Auch die blutigen Ereignisse haben auf mich in keiner Weise monströs gewirkt. Es wird - leider wieder recht belanglos - beschrieben, wie zerstückelte oder auch anders malträtierte Leichen eben so aussehen. Da hätte ich mir mehr Kreativität gewünscht. Nun muss aber natürlich der Preis des Buches in Beziehung zu diesen Eindrücken gesetzt werden. Und ich möchte noch hinzufügen, dass sich das Buch "flüssig wegliest", ein wichtiges Kriterium für einen Thriller. Ich bin gespannt, ob ich einen Thriller unter den E-Book-Indies finden werde, der richtig hohen Ansprüchen gerecht wird (und der die hochnäsigen Verlage endgültig das Fürchten lehren wird). Ich verstehe die 99-ct-Preise zurzeit als Marketinginstrument, um gegen die allmächtigen Verlage überhaupt die Chance zu bekommen, wahrgenommem zu werden. Ein richtig gutes E-Book sollte auf Dauer sicherlich erheblich mehr Geld kosten, damit sich der Aufwand der Autoren auch wirtschaftlich rechnet. Ich werde auf jedem Fall zukünftig weitere deutsche E-Book-Thriller versuchen und meine Erfahrungen damit (auch hier) denjenigen, die es interessiert, zugänglich machen.

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  • Rezension zu "Monströs" von Chris Karlden

    Monströs
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. September 2012 um 18:11

    Chris Karlden gibt mit "Monströs" einen unglaublich spannenden Psychothriller ab. Selten wurde der Leser so gekonnt auf so viele falsche Fährten geführt, wie in diesem Buch. Fast nichts ist so, wie es scheint. Allerdings hätte es dem Thriller auch gut getan, nicht ganz so viele Handlungsstränge einzubauen damit der Leser den Überblick nicht verliert. Trotzdem: Athmosphärisch dicht beschreibt der Autor die unheimliche und grausame Szenerie in dem Hotel. Zartbesaitet darf der Leser nicht sein; wer das rasante Tempo mithält, wird mit einem wirklich guten Ende belohnt. Klare Leseempfehlung. Anm. des Autors: Das E-Book wurde einer weitergehenden Korrektur im Hinblick auf Zeichensetzung, Rechtschreibung und Grammatik unterzogen. Fazit: Brutal, spannend, blutig. Wer es härter mag, ist mit diesem eBook sehr gut bedient.

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  • Rezension zu "Monströs" von Chris Karlden

    Monströs
    Ichbinswieder

    Ichbinswieder

    11. August 2012 um 00:52

    Schon nach dem ersten Kapitel war nahezu klar, dass dies ein fesselnder Thriller werden würde. Der Schreibstil ist sehr angenehm, und die Dialoge sind so gut abgegrenzt, dass man immer weiß mit wem man es zu tun hat. Der Roman lies sich daher sehr flüssig lesen. Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz gehalten, wirken oftmals nach und weckten stets die Lust unbedingt weiter lesen zu wollen. Das lag nicht zuletzt daran, dass die meisten Kapitel mit einen mehr oder weniger starken Cliffhanger enden. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen, auch wenn es manchmal an meinen Nerven zerrte, allerdings im positiven Sinn. Die Protagonisten fand ich sehr plastisch und facettenreich. Martin Waller sticht dabei eindeutig hervor, was nicht nur an seiner gegenwärtigen Situation, sondern auch an seiner Vergangenheit liegt. Doch auch die anderen Haupt- und Nebenfiguren hatten eine gute Tiefe und passten sich sehr gut und glaubhaft in die Geschichte ein. Je weiter das Buch fortschritt, umso spannender und nervenaufreibender wurde es. Unglaubliche Dinge geschehen, vor allem wird es sehr brutal und blutig, und kaum etwas davon ist wirklich vorhersehbar. Als es dann zum Schowdown kam, war ich geschockt. Wenn dieser auch reichlich überspitzt war, so fesselte er trotzdem ungemein. Doch an dieser Stelle muss ich ein ganz klein wenig Kritik üben, denn hier treibt der Autor die Dramatik der Szenerie etwas zu stark auf die Spitze. Das war für mich persönlich zu viel des Guten, wobei ich mehr dazu nicht verraten möchte. Aber wie schon gesagt: atemraubend und spannend war es trotzdem. Der Ausklang des Buches ist im Verhältnis zum Rest der Geschichte relativ seicht. „Relativ“ deswegen, weil es anhaltend sehr interessant ist, aber nicht mehr so dramatisch spannend bleibt. Denn abschließend werden die ganzen Fragezeichen aufgeklärt, die sich im Verlauf der Geschichte gebildet haben. Damit fand der Thriller ein abgerundetes Ende. Wer dieses Buch liest sollte starke Nerven haben. Ein guter Thriller zu einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

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  • Rezension zu "Monströs" von Chris Karlden

    Monströs
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. June 2012 um 11:10

    Kurzbeschreibung: Der ehemalige erfolgreiche Strafverteidiger Martin Waller hat sich auf die Restauration antiker Möbel spezialisiert. Ein Auftrag führt ihn während der Saisonferien in ein nobles Berghotel, wo sich neben dem Hoteldirektor und der Eigentümerin nur noch wenige Angestellte aufhalten. Noch am Abend seiner Ankunft erhält Martin eine Email, die ihn völlig aus der Bahn wirft. Denn Absender ist seine Frau Anna, aber die ist auf den Tag genau seit drei Jahren tot. Später am Abend ein weiterer Schock. Ein Mann liegt bewusstlos vor dem Hotel. Martin kennt ihn. Es ist Eddie Kaltenbach, ein psychopathischer Killer und der Grund, warum er seinen Job als Anwalt aufgeben musste. Erst im Laufe der endlos erscheinenden Nacht, in welcher sich die Zahl der Überlebenden kontinuierlich verringert, kommt Martin einem monströsen Plan auf die Spur. Nichts ist, wie es scheint. Alles hat einen Grund. Martin muss sich seiner Vergangenheit stellen, will er das Rätsel lösen und die Nacht überleben. Rezension: Martin Waller hat den Auftrag, im Hotel Himmelwärts in Zermatt alte Möbel zur Wiedereröffnung zu restaurieren. Während er auf dem Weg dorthin ist, wird zur selben Zeit der Killer Eddie Kaltenbach auf kaltblütige Weise telefonisch erpresst: Bringt er seinen Bruder Udo nicht sofort um, muss seine Frau Sarah dran glauben. Er fügt sich dem Erpresser, doch Sarah wird trotzdem erschossen. Neben ihrer Leiche findet Eddie die Todesanzeige von Martin Wallers Frau, die sich vor drei Jahren das Leben genommen hat. Überzeugt davon zu wissen, wer hinter der Erpressung und Sarahs Tod steckt, macht er sich auf den Weg, Waller zu finden. Martin Waller hingegen hat mit seinen eigenen Geheimnissen der Vergangenheit zu kämpfen: Kennt er Eddie Kaltenbach doch aus seinem früheren Leben als Anwalt. Als dieser dann in Zermatt auftaucht, ist nicht nur Martin Waller seines Lebens nicht mehr sicher... Mit "Monströs" legt der Autor Chris Karlden seinen Debütroman vor, der ausschließlich als Amazon Kindle Edition erschienen und für einen kleinen Preis von 0,99 € zu haben ist. Sieht man von den immer wieder einmal auftauchenden Interpunktions- und kleinen Rechtschreibfehlern ab, erwartet den Leser ein wirklich tiefsinniger und spannender Psychothriller. Chris Karlden versteht es, von Beginn an den Spannungsbogen hoch anzusetzen und dieser flaut auch bis zum Ende hin in keinster Weise ab. Das Setting, ein nur per Seilbahn zu erreichendes Hotel in der Schweiz, das sich gerade in einer Umbauphase befindet und somit für Gäste nicht zugänglich ist, gibt sein Übriges zur Spannung dazu. Auch die Charaktere können begeistern. Martin Waller, ehemaliger Anwalt und nun Möbelrestaurator, trägt einige Geheimnisse aus der Vergangenheit mit sich, mit denen er zu kämpfen hat. Vor allem der Selbstmord seiner Frau vor 3 Jahren macht ihm immer noch schwer zu schaffen, seine ganze Liebe gilt seinem Sohn, der an Autismus erkrankt ist. Er versucht alles, Eddie Kaltenbach in seinem Rachefeldzug zu stoppen. Unterstützung erfährt er von seinem Nachbarn Ram, einem Computerfreak, der ihm in mancher Hinsicht behilflich sein kann. Eddie Kaltenbach selbst ist ein eher bedauernswertes Geschöpf. Er ist eine gespaltene Persönlichkeit, die immer mehr von seinem Alter ego Raphael gesteuert wird, der nichts Gutes im Schilde führt. Den ständigen Kampf zwischen Eddie und Raphael hat Chris Karlden anschaulich und auch nachvollziehbar geschildert. Aber auch die Nebencharaktere, wie der Hausmeister Söder, die Hotelbesitzerin Seewald und Hoteldirektor Zurbriggen haben ihre schmutzigen Geheimnisse, die Chris Karlden gekonnt nach und nach aufdeckt und die dem Leser in mancher Hinsicht den Atem stocken lassen. Es kommen ab und an auch ein paar blutige Szenen vor, die aber nie übertrieben wirken, sondern sich gut in die Geschichte integrieren. Alles in allem ist "Monströs" ein gelungener Psychothriller, der den Leser für kleines Geld sehr gut unterhalten kann und auch mit einem gelungenen Ende und einer Lösung, die nicht unbedingt vorhersehbar ist, aufwartet. Ich hoffe, zukünftig noch mehr vom vielversprechenden Jungautor Chris Karlden lesen zu dürfen. Fazit: "Monströs" kann sich in die Riege der guten Psychothriller von deutschen Autoren problemlos einreihen. Spannung und Nervenkitzel unterhalten den Leser bis zum Schluss, und der Showdown des Romans kann ebenso mit einem recht verblüffenden Ende begeistern.

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  • Rezension zu "Monströs" von Chris Karlden

    Monströs
    LiebezuBuechern

    LiebezuBuechern

    17. June 2012 um 12:12

    Nachdem der ehemalige Strafverteidiger Martin Waller seine Karriere beenden musste, hat er sich auf die Restaurierung alter Möbel spezialisiert. Ein Auftrag führt ihn außerhalb der Saison in ein Berghotel in die Schweizer Alpen, in dem sich nur noch wenige Angestellte und der Direktor des Hotels aufhalten. Bereits am Abend seiner Ankunft erhält er eine mysteriöse E-Mail, die ihm angeblich, seine vor drei Jahren verstorbene Ehefrau Anna zu gesendet hat. Später am Abend folgt der nächste Schock. Der psychopathische Killer Eddie Kaltenbach liegt bewusstlos vor dem Hotel. Martin Waller kennt ihn, war dieser der Grund warum er seinen Job als Anwalt aufgeben musste. Als im Lauf der endlosen lang scheinenden Nacht die Zahl der Überlebenden stetig schrumpft, kommt Martin langsam einem Plan auf die Spur. Er muss sich seiner Vergangenheit stellen und nichts ist mehr so wie es war... Chris Karlden hat mit diesem Psychothriller ein Buch abgeliefert, dass von der ersten bis zur letzten Seite durchgehend spannend ist. Jedes Kapitelende ist so spannend geschrieben, dass der Leser förmlich gezwungen wird weiter zu lesen. Durch eine bildhafte und lebendige Sprache wirft er das Kopfkino an und treibt die Spannung dadurch nur noch mehr an. Keine einzige Sekunde hatte ich hier das Gefühl durch unnötige Längen oder langweilige Passagen zu gleiten. Hier steht kein Wort zu viel und auch keines zu wenig. Die Charaktere sind wunderbar beschrieben und man kann sich in alle hineinversetzen. Besonders vom verstörende Killer mit einer multiplen Persönlichkeitsstörung wurde ein gutes Bild gezeichnet. Lange Zeit wird der Leser im unklaren gelassen, was sich im Hotel abspielt und wer die treibende Kraft hinter all den Morden ist. Als man es sich gegen Ende hin denken kann, flaut die Spannung aber keinesfalls ab. Das Finale am Schluss ist überraschend, aber dennoch sehr überzeugend. Und man muss sich wieder einmal fragen, zu was Menschen in diesen Situationen fähig sind. Fazit: Ein gelungener Debüt-Psychothriller, der es auf jeden Fall verdient hätte auch als Printbuch zu erscheinen. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite und für Fans des Thriller bzw. Psychotrhillers eine klare Empfehlung.

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