Chris Kyle ist Scharfschütze bei der US-Armee. Sein Beruf ist es, Menschen zu töten. Das Buch erzählt als Autobiographie sein Leben, wie er als Rodeoreiter und Farmer begann und schliesslich in der Spezialeinheit SEAL landete, der er sein ganzen Leben opfert und sogar seine Familie unterordnet. Er ist durch und durch ein amerikanischer Patriot. Seinem Land zu dienen, hat für ihn oberste Priorität. Und so handelt das Buch grösstenteils von den Kampfeinsätzen in Afghanistan und dem Irak, in die er als Scharfschütze entsendet wurde, ja, er sich darauf beworben hat. Denn das Töten macht ihm Spass. Akribibisch werden Szenen im Häuserkampf beschrieben und wie die eine oder andere Rettungsmission ablief. Der Feind sind "die Wilden" oder "die Aufständischen", so werden sie im Buch immer beschrieben. Es scheinen Menschen zweiter Klasse zu sein. Untermenschen, die man auf der Strasse abknallt und liegen lässt, ohne sich im die Toten zu kümmern oder ihnen ein Begräbnis teilhaben zu lassen. Als dann aber selber ein SEAL tödlich getroffen wird, wird ein Riesenaufwand betrieben mit US-Fahne und Sargüberführung in die USA. Das ist das, was mir beim Lesen etwas aufstösst. DIe Weltpolizei on tour, es gibt auch im Buch Vergleiche mit Einsätze in Vietnam - auch ein Landstrich, in dem die USA eigentlich nichts zu suchen hatte. Ein chinesischer Regierungssprecher sagte diese Woche gerade: Mit Militär schafft man keinen Frieden. Und so ist ein Chris Kyle letztlich nur ein Mittel zum Zweck. Es soll nicht die Demokratrie in die endlegendsten Teile der Welt gebracht werden, sondern es geht im Krieg immer nur im Macht und Rohstoffe. Ob das auch ein Chris Kyle erkennt, ist fraglich. Sein Leben endet jedenfalls kurz und tragisch. Am Ende des Buches gibt es noch Verweise auf seine Arbeit in Hilfsorganisationen und die Entstehung des gleichnamigen Films von Client Eastwood.
Chris Kyle
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Chris Kyle
American Sniper
Sniper
American Sniper. Movie Tie-In Edition
American Gun
Neue Rezensionen zu Chris Kyle
"American Sniper" erzählt die Geschichte von Chris Kyle, dem tödlichsten Scharfschützen in der Geschichte des US-Militärs, der während seiner vier Einsätze im Irak über 160 bestätigte Abschüsse erzielte. Das Buch beschreibt seine militärischen Erfahrungen, die Herausforderungen im Kampf sowie diPerspektivwechsel emotionalen Belastungen, die sein Dienst für ihn und seine Familie mit sich brachten.
Das Buch ist sehr gut geschrieben. Es ist sehr eingängig und man kommt sofort in einen Lesefluss. Es kam jedoch mehrmals vor, dass ich mir dachte, eine Situation hätte genauer beschrieben werden können, weil sie sehr interessant war oder jedoch ein Teil hätte nicht noch einmal dargestellt werden müssen, da er so oder so ähnlich schon mehrmals vorkam.
Chris Kyle beschreibt sein Leben und seinen Werdegang sehr gut und man versteht warum er welche Entscheidungen traf und wie er zu dem Mann wurde der er war. Es ist interessant den Irakkrieg auch mal aus der Perspektive eines „einfachen“ Soldaten war zu nehmen und man erhält Einblicke, die einem sonst nicht sofort klar gewesen wären. Und dennoch habe ich ein Problem mit dem Buch und das ist der Patriotismus der meiner Ansicht nach teilweise in Kriegs- und Tötung-Enthusiasmus umschlägt. Teilweise wird mir zu positiv, zu parteiisch und/oder zu wenig menschlich über den Krieg berichtet. Und obwohl ich diese Auffassung bis zum Ende nicht teile, kommt mir im letzten Abschnitt doch der Gedanke, ob diese Verharmlosung und der unbedingte Gedanke das Richtige getan zu haben notwendig sind, um sich zu vor sich selbst zu rechtfertigen und Nachts ruhig schlafen zu können? Alles in allem ein gut geschriebenes Buch, was ich an diejenigen empfehlen würde, die einen Perspektivwechsel und andere Denkweisen nicht scheuen!
Wer den Film kennt, wird das Buch und vor allem das Hörbuch mit der Synchronstimme von Hauptdarsteller Bradly Cooper lieben. Ich habe die Geschichte inzwischen dreimal durch, und nach dem begeisterten ersten Mal, bin ich inzwischen ernüchtert. Was mir sehr missfällt, ist die unreflektierte Art und Weise, in der der Autor den Abzug betätigt, besonders wenn er von seiner "Arbeit" schwärmt. Unweigerlich habe ich mir die Frage gestellt, ob das Ende nicht unausweichlich so kommen musste. Der Roman, als Tatsachenbericht, ist unbestritten spannend und hochdramatisch, als Sympathieträger taugt der verdiente SEAL-Veteran Kyle jedoch aus meiner Sicht nur bedingt.
Gespräche aus der Community
Welche Genres erwarten dich?
Community-Statistik
110 Bibliotheken
10 Merkzettel
3 Leser*innen






