Cover des Buches Escape Room (ISBN: 9783426226773)L
Rezension zu Escape Room von Chris McGeorge

Schwache Charaktere und mittelmäßige Story

von linda-liest vor 2 Jahren

Review

L
linda-liestvor 2 Jahren

Morgan Sheppard, ein TV-Star, erwacht als erster. Er fühlt sich merkwürdig, seine Haltung alles andere als bequem und warum zum Teufel stecken seine Hände in Handschellen?

Filmrisse ist er gewohnt. Schließlich hat er sie öfters, durch den vielen Alkohol und die Drogen. Doch das hier ist etwas anderes. Das Hotelzimmer ist ihm mehr als fremd. Außerdem ist er nicht alleine. Drei Frauen und zwei weitere Männer sind mit ihm in diesem Zimmer.

Einer nach dem anderen wird langsam wach. Einem nach dem anderen wird langsam klar, hier stimmt etwas nicht. Sie sind eingesperrt, kein Entkommen.

Ich habe das Buch grad erst aus der Hand gelegt, schreibe die Rezension also ganz frisch. Trotzdem ist es so, dass ich jetzt schon merke, wie mir das Buch wieder aus meinen Gedanken flutscht. Ich beginne jetzt schon, es zu vergessen. Und das ist kein gutes Zeichen. Das Buch war nicht schlecht, aber eben auch nicht richtig gut. Ein absolut durchschnittliches Buch. Nicht, was es schafft, mir im Gedächtnis zu bleiben.

Am Anfang dachte ich noch, das Buch zieht mich vollkommen in seinen Bann. Es ging spannend los. Ich wollte wissen, was jetzt alles in diesem Zimmer, in dem die sechs Personen eingesperrt sind, auf sich hat und wer hinter der geheimnisvollen Pferdemaske steckt, der immer mal wieder kleine Ansagen macht und als Spielleiter neben Morgan Sheppard, dem Ermittler, im Mittelpunkt steht.

Doch die Protagonisten des Romans schafften es nicht mich in ihren Bann zu ziehen. Mit keiner einzigen Person konnte ich mich identifizieren. Mir war es schlichtweg egal, was mit ihnen passiert. Kein Charakter war tiefergehend konstruiert. Niemanden davon hat der Leser wirklich kennengelernt. Selbst Morgan Sheppard, die Hauptperson, blieb nur oberflächlich erklärt. Immer wurde auf dem gleichen Charakterzug rumgeritten. Nichts konnte wirklich überraschen. Nichts – bis zur Mitte des Buches.

Da wurde es richtig spannend. Und dann ging es schnell nur noch bergab. Der Leser erfährt etwas über die Vergangenheit des Protagonisten. Der Leser erfährt an dieser Stelle alles, was er wissen muss. Das Buch ist fast schon vorbei, kann ab da kaum noch mit Überraschungen aufarten, auch wenn es der Autor Chris McGeorge immer wieder probiert. Er wechselt in seiner Erzählung zwischen Gegenwart und Vergangenheit, versucht neue Elemente hineinzubringen, Wendungen künstlich zu erzeugen. Doch diese mühevoll entwickelten Wendungen überzeugen mich nicht, wirken auf mich durchweg nicht glaubhaft. Schade.

Ich habe das Buch dennoch bis zum Schluss gelesen, aber nur noch bedingt genossen. Ich glaube, gänzlich schlecht fand ich es überwiegend deshalb nicht, weil ich schon immer ein Fan von solchen verschlossenen Räumen war, aus denen die Menschen versuchen zu fliehen, immer den Tod im Nacken. Das hat einfach etwas spannendes an sich, erinnert mich an viele Horrorfilme, die ich gesehen und alle geliebt habe. Doch allein wegen solch eines Settings kann ich die Geschichte am Ende noch lange nicht lieben.

Meine vollständige Rezension gibt es auf meinem Buchblog: Nach dem Lesen

Dort gibt es auch einen Beitrag mit meinen Erwartungen an das Buch, bevor ich mit dem Lesen begonnen habe: Vor dem Lesen

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