Chris Mooney

 4 Sterne bei 857 Bewertungen
Autor von Victim, Secret und weiteren Büchern.
Autorenbild von Chris Mooney (© Lynn Yorke LaPlante)

Lebenslauf von Chris Mooney

Chris Mooney, aufgewachsen in Lynn/Massachussetts, ist einer der erfolgreichsten neuen amerikanischen Thrillerautoren. Er lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Boston.

Alle Bücher von Chris Mooney

Cover des Buches Victim (ISBN: 9783499254673)

Victim

 (311)
Erschienen am 18.05.2010
Cover des Buches Secret (ISBN: 9783499245596)

Secret

 (169)
Erschienen am 01.09.2008
Cover des Buches Missing (ISBN: 9783499247194)

Missing

 (120)
Erschienen am 02.02.2009
Cover des Buches Scream (ISBN: 9783499247217)

Scream

 (94)
Erschienen am 01.09.2009
Cover des Buches Enemy (ISBN: 9783499252846)

Enemy

 (64)
Erschienen am 01.03.2010
Cover des Buches Zerstörte Seelen (ISBN: 9783499257131)

Zerstörte Seelen

 (35)
Erschienen am 01.11.2011
Cover des Buches Invisible (ISBN: 9783688114283)

Invisible

 (19)
Erschienen am 21.09.2018

Neue Rezensionen zu Chris Mooney

Cover des Buches Blood World - Die Zukunft ist in Blut geschrieben (ISBN: 9783453321175)
einz1975s avatar

Rezension zu "Blood World - Die Zukunft ist in Blut geschrieben" von Chris Mooney

Chris Mooney - Blood World - Die Zukunft ist in Blut geschrieben
einz1975vor 6 Monaten

Es fließt durch unsere Adern und hält uns am Leben. Was wäre, wenn sich darin das Geheimnis für Jugend und Schönheit befinden würde? Durch irgendeine nicht näher genannte Mutation, bietet eine gewisse DNA-Sequenz die Möglichkeit den Alterungsprozess eines Menschen aufzuhalten und sogar umzukehren. Durch die Transfusion dieses besonderen Blutes, gelangt der Empfänger bei relativ regelmäßiger Zufuhr in den Genuss sein Leben regelrecht neu zu starten. Der Zwillingsbruder von LAPD-Officer Ellie Battista hatte genau so ein seltenes Gen. Schon als Kind wurde er entführt und seit dem ist seine Schwester auf der Suche nach ihm, da seine Leiche bisher nicht gefunden wurde.

Als Leser folgen wir der fleißigen Polizistin, welche sich wahrlich alle Mühe gibt, alles über die Blutwelt herauszubekommen. Recherchen im Darknet, Chats, Bücher oder Zeitungsartikel, sie kennt sich bestens aus. Schon nach wenigen Seiten erfahren wir auch gleich, wer ihr eigentlicher Gegenspieler wird. Ein in vielen Firmen involvierter Geschäftsmann, der sein Blutgeschäft so heimlich und durchorganisiert abwickelt, dass er seit Jahren den Ermittlungen entgehen konnte. Doch soll sich das Blatt jetzt wenden. Sein Stiefsohn, ein mehr als durchgedrehter Psychopath, möchte nicht mehr nur in der zweiten Reihe stehen und will sich an die Spitze der Firma setzten.

Natürlich fließt dabei auch allerhand Blut. Denn der Sohn hat schon lange eigene Pläne gehabt und eine komplett neue Methode erfunden, die alles noch einmal revolutionieren soll. Am Ende jagen sich beide, denn schließlich will keiner dem anderen ein Stückchen vom Kuchen gönnen. Die Polizistin hingegen wird angeheuert und ermittelt verdeckt. Sie muss sich auch die Finger schmutzig machen, was ihr irgendwie gar nicht so viel ausmacht. Chris Mooney treibt die Geschichte nur sehr langsam voran. Er schweift gern ab und lässt seiner Fantasie über jede Figur freien Lauf. Das Bild soll so scharf im Kopf des Lesers verankert sein, dass man sogar Mitleid mit einem Gangster haben soll.

Was leider schlussendlich nicht gelingt. Die langen Erzähl-Phasen über Vergangenheit und entscheidende Ereignisse haben oft eher einen trockenen Beigeschmack. Die Details ohne festen Kern lesen sich zwar nett, haben aber kaum eine Auswirkung auf das Geschehen. Zug um Zug schließt sich dennoch der Kreis und der Showdown am Ende könnte nicht passender für Los Angeles zur Sommerzeit sein. Die Idee mit dem Blut, als Quell ewiger Jugend ist definitiv nicht neu und wurde schon mehrfach aufgegriffen. Es wird viel zu wenig erklärt und der wissenschaftliche Aspekt wird völlig außer Acht gelassen. Es wird lediglich ausführlich auf die Nebenwirkungen eingegangen und ich bin mir nicht sicher, ob sexuelle Erregung als Motor für Geschichten dienen sollte.

Fazit:
Wer lebt schon gern mit Falten im Gesicht? Chris Mooney beschreibt in Blood World eine mehr als traurige Zukunft. Menschen werden entführt und ihr Blut gemolken, nur damit die, die es sich leisten können, schön und gesund aussehen. Ob Polizistin oder Gangster, der Autor beschreibt gründlich ihr Handeln und ihre Vergangenheit. Für meinen Geschmack etwas zu gründlich, da er oft abschweift und sich zu sehr in seinen Figuren verliert. Wenn die Story dennoch weitergeht, hat er kleine Überraschungen parat. Er lässt auch anderen Figuren viel Freiraum, bleibt aber sehr konsequent bei kurzen bekannten Mafia-Szenen, wenn es um Gewalt geht. Ein düsterer Thriller, welcher skrupellose Menschen zeigt, denen das Leben anderer völlig egal ist. Kein sich schnell entwickelnder Roman, hier ist Geduld gefragt.

Matthias Göbel

Autor:
Chris Mooney
Übersetzung:
Urban Hofstetter
Paperback:
512 Seiten
Verlag:
Heyne
Verlag
Veröffentlichung: 21.07.2021
ISBN:
9783453321175

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Cover des Buches Blood World - Die Zukunft ist in Blut geschrieben (ISBN: 9783453321175)
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Rezension zu "Blood World - Die Zukunft ist in Blut geschrieben" von Chris Mooney

Hat mich überhaupt nicht abgeholt
DrunkenCherryvor 10 Monaten

Ich muss sagen, der Klappentext des Buchs hat mich sehr angesprochen. Die Idee mit den Blutfarmen klang neu und innovativ. Ich habe mir ein sehr düsteres und dreckiges Setting ausgemalt, bei dem Menschen alles tun, um an das Blut zu kommen, ähnlich wie bei Heroin.

Allerdings wurden meine Erwartungen komplett enttäuscht.

Denn das Blut und die damit verbundene Technologie spielen nur eine sehr untergeordnete Rolle.

Im Prinzip geht es um einen Gangster, der sein Geld mit den verbotenen Bluttransfusionen verdient, der aber eigentlich gar nicht so böse ist. Denn da gibt es noch einen viel böseren Gangster, der Gangster 1 das Blutgeschäft abnehmen will - und mittendrin haben wir dann noch eine Polizistin, die unbedingt ganz tief in dieser Untergrundblutwelt ermitteln will, weil es da etwas in ihrer Vergangenheit gibt, was sie nicht loslässt. Es war also gar nicht das, was ich mir vorgestellt hatte.

Das wäre nicht unbedingt schlimm, wenn die Story, die ich dann bekommen habe, wenigstens actionreich und blutig gewesen wäre. Aber ich fand die Geschichte nur unglaublich langweilig erzählt. Nachdem es zu Beginn einen Schusswechsel gab, der mich recht positiv gestimmt hat, gab es nur noch endloses Gerede. So viele Kriminelle und so wenig Waffengebrauch – ich war wirklich überrascht.

Die Figuren hätten eigentlich Potenzial gehabt. Wir haben hier die Hauptfigur Ellie Battista, eine junge, engagierte Polizistin, die sich in ihrer Freizeit stark mit den Blutfarben auseinandersetzt und unbedingt in die dazu gehörige Sonderermittlungseinheit der Polizei möchte.

Und auf der anderen Seite gibt es noch Sebastian, einen der größten Blutmogule des Landes, der nach außen hin den unschuldigen Immobilienmakler mimt.

Beide Figuren hätten durch Charakter überzeugen können, doch sie waren einfach nur blasse Abziehbildchen. Selten habe ich in einem Buch Figuren erlebt, deren Hintergrundgeschichte so klischeehaft war und mich so kalt gelassen hat.

Auch, dass alles vor einer sehr wohlhabenden Kulisse gespielt hat, fand ich recht öde. Klar, wenn reiche Leute ein Produkt wie diese Bluttransfusionen kaufen, ist viel Geld im Spiel – doch ich hätte mir einfach gewünscht, dass im Hintergrund mehr Dunkelheit herrscht.

Sicher hat das Buch einen durchdachten Plot und einen roten Faden, dagegen kann ich nichts sagen. Aber das Potenzial für eine actionreiche Story im Untergrundmillieu wurde einfach nicht genutzt. Vieles, was mich näher interessiert hätte, etwa die Zusammensetzung des Blutes, vielleicht ein bisschen die Sicht der Spender,  Sebastians Geschäft mit dem Blut an seinen Patienten...all das wurde nur unzureichend, bzw. gar nicht beleuchtet.

Zum Ende hin gab es zwar wieder ein wenig Action, jedoch erneut vor sehr klischeehafter Kulisse eines Waldbrandes, sodass es mich nicht wirklich überzeugen konnte.

Schade, aber mir hat die Geschichte leider gar nicht gefallen. 

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Cover des Buches Blood World - Die Zukunft ist in Blut geschrieben (ISBN: 9783453321175)
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Rezension zu "Blood World - Die Zukunft ist in Blut geschrieben" von Chris Mooney

Toller Science-Thriller!
reading-hobbitvor 10 Monaten

Der Thriller hat mir wirklich gut gefallen. Es hatte genau den richtigen Mix aus Erschreckendem, Emotionalen und Gutem (also im Sinne von ›nicht böse‹). Allerdings muss ich trotzdem einen – eigentlich halben – Stern abziehen, da mich in der ersten Hälfte doch zwei Dinge gestört haben, die ich zwar letztlich nicht stark gewichte, die aber doch den Roman zu einem nicht ganz perfekten machen. Dadurch kann ich ihm auch nicht guten Gewissens die vollen fünf Sterne geben.
Vorneweg: Die Geschichte wird vorwiegend von zwei personalen Erzählern geschildert. Zum einen aus der einer jungen Polizistin, zum anderen aus der eines Manns, der bereits seit vielen vielen Jahren im illegalen Blutgeschäft unterwegs ist, also auch schon ein wenig älter.
Also von zwei komplett unterschiedlichen Personen, die kernverschieden sind. Und da ist mein erstes Problem, denn die beiden haben viel zu ähnliche Erzählstimmen, was es etwas unnatürlich und inszeniert macht. Vor allem, da auch beide Charaktere ganz extrem in der Vergangenheit leben und sich an Dingen festklammern, von denen ich mich manchmal gefragt habe, warum die nicht schon die letzten Jahr(zehnt)e angegangen wurde. Gerade auch durch diese Vergangenheiten, die zentrale Rollen spielen, müssten die Erzählstimmen sich stärker unterscheiden, finde ich.
Abgesehen von diesen beiden Punkten ist der Roman wirklich fesselnd und mitreißend, auch wenn vor allem anfangs wenig Action (show) und viel Erzähltes (tell) abgeht. Eine Leseempfehlung gibt es also definitiv!
Kurz: Ein guter Science-Thriller, der mich wirklich begeistert hat.

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