Chris Nolde

 4 Sterne bei 30 Bewertungen

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Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

 (26)
Erschienen am 22.02.2016
Riss

Riss

 (4)
Erschienen am 26.08.2013

Neue Rezensionen zu Chris Nolde

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Rezension zu "Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel" von Chris Nolde

Ein armer Autor in Berlin: Leben und leben lassen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Der Autor Chris Nolde hat in Bonn und Berlin u.a. Literatur und Philosophie studiert. In seinem Roman „Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel“ beschreibt er auf humorvolle Weise das Leben eines Schriftstellers in Berlin.

Der Inhalt
Max Baum ist Autor und Lebenskünstler, wohnt in Berlin und tritt seinen Problemen mit Witz und Ironie entgegen. Davon hat er genug. Mit seiner Art zu leben und seinen Panikattacken kann er keine Frau halten. Mit seinem veröffentlichten Roman hat er den Hass seiner Leser provoziert und muss täglich mit Beschimpfungen und Bedrohungen leben. Das Schreiben des nächsten Romans fällt schwer. Er verliert seine Arbeit. Doch dann begegnet er Emma, die seinen Humor nicht versteht und Max den Kopf verdreht. Kann er sich selbst treu bleiben ohne Emma zu vergraulen?

Meine Beurteilung
Der Leser begleitet den Schriftsteller Max ein Jahr lang auf seinem Lebensweg und bei der Entstehung seines neuen Romans. Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, den Protagonisten sympathisch zu finden. Doch im Laufe des Romans verstand ich ihn immer besser und erkannte sogar einige seiner Eigenschaften in mir wieder.

Chris Nolde versteht es, seine Leser einerseits mit seiner humorvollen Geschichte zu amüsieren, andererseits zum Überdenken des eigenen Lebens anzuregen. Dieser Tiefgang ist zu Beginn der Geschichte noch nicht ersichtlich, nimmt jedoch in dessen Verlauf stetig zu. Auch das Verständnis für Max wächst, der trotz aller Widrigkeiten an seinem Lebenstraum, als Schriftsteller zu leben, festhält.

Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, manchmal vielleicht etwas überzeichnet, wie beispielsweise der Verleger, der Bauchkrämpfe bekommt, wenn er die neuen Texte von Max liest. Doch dies ist der Situationskomik geschuldet und daher verzeihbar. Sehr gelungen fand ich die Ausdrucksweise, Metaphern und Beschreibungen, durch die sich der Roman sehr flüssig liest und der Geschichte Leben einhaucht.

Offen bleibt, was Max Baums Erstling so schrecklich macht, dass er nicht nur beschimpft, sondern auch bedroht wird. Ebenso vermisse ich die Entwicklung des Protagonisten, der am Ende noch immer seinen Lebenstraum lebt, ohne sich den Anforderungen seiner Familie und der Gesellschaft zu beugen. Doch gerade dadurch erhält der Roman seine tiefere Bedeutung, durch die man über sein Leben und seine Träume nachdenkt.

Mein Fazit
„Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel“ ist eine humorvolle Geschichte über das Schreiben, die Liebe und das Leben in Berlin. Empfehlenswert für Leser, die Humor und Geschichten über das Schreiben mögen.

Autorin der Rezension: Sarina Wood
www.sarina-wood.de

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Booky-72s avatar

Rezension zu "Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel" von Chris Nolde

Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel
Booky-72vor 2 Jahren

Er ist 27, hat schon einen Roman veröffentlicht, der ihm aber noch nicht so den Riesenerfolg brachte, dennoch sehr viel Aufsehen erregte. Jetzt schreibt an einem neuen Buch, doch die richtige Inspiration fehlt. Aber danke, ansonsten geht’s ihm ganz gut.

Er verliebt sich in Emma, die nun mal gar nicht zu ihm passt.

Er selbst ist mir zu sprunghaft, zu unausgeglichen, dass er es nicht schafft, seinem Leben, dass eigentlich nicht ganz so übel ist, eine klare Richtung zu geben. Selbst seine Bücher ändern die Richtung. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

Der Schreibstil ist ganz witzig, auch der Titel passt hier richtig gut. Leider habe ich im Laufe der Geschichte den Bezug zur Hauptperson etwas verloren und kann daher nur gute 3 Sterne geben.

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AnnieHalls avatar

Rezension zu "Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel" von Chris Nolde

Das Leben des Max Baum
AnnieHallvor 3 Jahren

Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel ist ein Roman von Chris Nolde, erschienen 2016 bei Kein & Aber.

Max ist 27, erfolgloser Schriftsteller und leidet unter Panikattacken. Sein erster Roman hat dazu geführt, dass er regelmäßig auf der Straße beleidigt und beschimpft wird, für seinen neuen Roman fehlt ihm die Inspiration. Zu allem Überfluss verliert er auch noch seinen Job in einem Buchladen und als er sich nach der Trennung von seiner Freundin ausgerechnet in das einzige Mädchen in Berlin verliebt, das keine Ironie versteht, gerät sein Leben endgültig aus den Fugen...

Auf charmante Art erzählt Chris Nolde von einem sympathischen Loser, der trotz aller Widrigkeiten und der eigenen Lethargie an seinem Lebenstraum festhält. Ein Buch, das mit liebevoll gezeichneten Charakteren, witzigen Alltagssituationen und Berliner Lokalkolorit überzeugt. Wunderbar geschrieben, ein Buch, das einen innehalten lässt und dessen Szenen nachwirken. Lesenswert !

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Gespräche aus der Community

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KEIN & ABER Verlags avatar

Habt ihr Lust auf eine rasante und witzige Geschichte über das Schreiben, die Suche nach Echtheit und die Liebe?

Zum Inhalt
Eigentlich ist Max’ Leben gar nicht so übel. Seit seinem letzten Roman wird er zwar regelmäßig von wildfremden Leuten beschimpft, seine Freundin hat sich gerade von ihm getrennt, seine Panickattacken werden immer schlimmer, aber davon mal abgesehen, geht’s ihm ganz gut: Max hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Warum verliebt er sich also gerade in Emma, das einzige Mädchen Berlins, das keine Ironie versteht? Max sieht sich vor eine wichtige Entscheidung gestellt: Ist er bereit für die Liebe Zugeständnisse zu machen? Und wie schafft er es, er selbst zu bleiben, ohne sein großes Ziel – seinen zweiten Roman – aus den Augen zu verlieren?
Chris Nolde schreibt nah am Leben und zeichnet seine Figuren mit Liebe und sehr viel Charme.

Leseprobe

Zum Autor
Chris Nolde, geboren 1986, hat in Bonn und Berlin Literatur, Philosophie und Politik studiert. Neben seinen belletristischen Texten verfasst er Lyrik und Theaterstücke. Chris Nolde lebt in Köln und eigentlich, sagt er, ist sein Leben gar nicht so übel.

Wenn ihr mit uns eine Story voller Herz inmitten urbaner Nonchalance lesen wollt, dann beantwortet uns bis zum 26. Februar folgende Frage: Welche Zugeständnisse würdet ihr für die Liebe machen?

Die Gewinner werden am 29. Februar bekannt gegeben.
Wir sind gespannt auf eure Antworten!
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Community-Statistik

in 39 Bibliotheken

auf 7 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

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