Chris Nolde Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

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Inhaltsangabe zu „Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel“ von Chris Nolde

Eigentlich ist Max’ Leben gar nicht so übel. Seit seinem letzten Roman wird er zwar regelmäßig von wildfremden Leuten beschimpft, seine Freundin hat sich gerade von ihm getrennt, seine Panikattacken werden immer schlimmer, aber davon mal abgesehen, gehts ihm ganz
gut: Max hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Warum verliebt er sich also gerade in Emma, das einzige Mädchen Berlins, das keine Ironie versteht? Max sieht sich vor eine wichtige Entscheidung gestellt: Ist er bereit, für die Liebe Zugeständnisse zu machen?
Und wie schafft er es, er selbst zu bleiben, ohne sein großes Ziel – seinen zweiten Roman – aus den Augen zu verlieren?

Chris Nolde schreibt nah am Leben und zeichnet seine Figuren mit Liebe und sehr viel Charme.

Eine humorvolle Geschichte über das Schreiben, die Liebe und das Leben in Berlin.

— stadtschreiber

Nach 45 Seiten abgebrochen. Keine Tempo, keine Spannung.

— hasirasi2

Ein unterhaltsamer Roman über die kleinen Widrigkeiten des Lebens

— AnnieHall

Absolut lesenswertes Debüt!

— PaulaAbigail

Dieses Buch ist keine Unterhaltung, sondern mein persönlicher Tritt in den Hintern und eine Erinnerung ans Leben.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Leider nicht so ganz mein Ding

— Ann-Mary

Ein gut geschriebener, kurzweiliger Roman, der mich leider nicht erreicht hat.

— HappySteffi

Eine witzige Geschichte für zwischendurch

— Diana182

Dieser Roman ist so echt, schräg und ehrlich, dass man glauben könnte, hier hat jemand sein Leben aufgeschrieben.

— Gela_HK

Muss man nicht gelesen haben.

— booklisa

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  • Ein armer Autor in Berlin: Leben und leben lassen

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    stadtschreiber

    19. January 2017 um 16:40

    Der Autor Chris Nolde hat in Bonn und Berlin u.a. Literatur und Philosophie studiert. In seinem Roman „Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel“ beschreibt er auf humorvolle Weise das Leben eines Schriftstellers in Berlin. Der Inhalt Max Baum ist Autor und Lebenskünstler, wohnt in Berlin und tritt seinen Problemen mit Witz und Ironie entgegen. Davon hat er genug. Mit seiner Art zu leben und seinen Panikattacken kann er keine Frau halten. Mit seinem veröffentlichten Roman hat er den Hass seiner Leser provoziert und muss täglich mit Beschimpfungen und Bedrohungen leben. Das Schreiben des nächsten Romans fällt schwer. Er verliert seine Arbeit. Doch dann begegnet er Emma, die seinen Humor nicht versteht und Max den Kopf verdreht. Kann er sich selbst treu bleiben ohne Emma zu vergraulen? Meine Beurteilung Der Leser begleitet den Schriftsteller Max ein Jahr lang auf seinem Lebensweg und bei der Entstehung seines neuen Romans. Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten, den Protagonisten sympathisch zu finden. Doch im Laufe des Romans verstand ich ihn immer besser und erkannte sogar einige seiner Eigenschaften in mir wieder. Chris Nolde versteht es, seine Leser einerseits mit seiner humorvollen Geschichte zu amüsieren, andererseits zum Überdenken des eigenen Lebens anzuregen. Dieser Tiefgang ist zu Beginn der Geschichte noch nicht ersichtlich, nimmt jedoch in dessen Verlauf stetig zu. Auch das Verständnis für Max wächst, der trotz aller Widrigkeiten an seinem Lebenstraum, als Schriftsteller zu leben, festhält. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet, manchmal vielleicht etwas überzeichnet, wie beispielsweise der Verleger, der Bauchkrämpfe bekommt, wenn er die neuen Texte von Max liest. Doch dies ist der Situationskomik geschuldet und daher verzeihbar. Sehr gelungen fand ich die Ausdrucksweise, Metaphern und Beschreibungen, durch die sich der Roman sehr flüssig liest und der Geschichte Leben einhaucht. Offen bleibt, was Max Baums Erstling so schrecklich macht, dass er nicht nur beschimpft, sondern auch bedroht wird. Ebenso vermisse ich die Entwicklung des Protagonisten, der am Ende noch immer seinen Lebenstraum lebt, ohne sich den Anforderungen seiner Familie und der Gesellschaft zu beugen. Doch gerade dadurch erhält der Roman seine tiefere Bedeutung, durch die man über sein Leben und seine Träume nachdenkt. Mein Fazit „Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel“ ist eine humorvolle Geschichte über das Schreiben, die Liebe und das Leben in Berlin. Empfehlenswert für Leser, die Humor und Geschichten über das Schreiben mögen. Autorin der Rezension: Sarina Wood www.sarina-wood.de

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  • Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    Booky-72

    21. June 2016 um 22:31

    Er ist 27, hat schon einen Roman veröffentlicht, der ihm aber noch nicht so den Riesenerfolg brachte, dennoch sehr viel Aufsehen erregte. Jetzt schreibt an einem neuen Buch, doch die richtige Inspiration fehlt. Aber danke, ansonsten geht’s ihm ganz gut. Er verliebt sich in Emma, die nun mal gar nicht zu ihm passt. Er selbst ist mir zu sprunghaft, zu unausgeglichen, dass er es nicht schafft, seinem Leben, dass eigentlich nicht ganz so übel ist, eine klare Richtung zu geben. Selbst seine Bücher ändern die Richtung. Das kann auf Dauer nicht gut gehen. Der Schreibstil ist ganz witzig, auch der Titel passt hier richtig gut. Leider habe ich im Laufe der Geschichte den Bezug zur Hauptperson etwas verloren und kann daher nur gute 3 Sterne geben.

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  • Ironischer Roman

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    uli123

    Der auf den Protagonisten Max bezogene Buchtitel darf nur ironisch verstanden werden. Wir begleiten ihn ein Jahr auf seinem Lebensweg zwischen seinem 27. und 28. Geburtstag. Was da zu erfahren ist, lässt allein den Schluss zu, dass er durchaus gebeutelt ist - seine Freundin hat ihn verlassen, den Job hat er verloren, die Miete für seine minimalistische Wohnung in Berlin kann er nicht aufbringen, er leidet unter Panikattacken, für sein erstes Buch mit ungewöhnlichem Buchtitel wird er von fremden Menschen beschimpft, das zweite Buch will ihm nicht gelingen. Dennoch will er nichts anderes sein als ein Schriftsteller. In dieser Situation verliebt er sich in die ihm ähnliche Emma, die sich neben  ihrer Berufstätigkeit als Künstlerin versucht und die er für ironiefrei hält. Die Inhaltsangabe auf dem Buchrücken und der Klappentext leiten ein wenig in die Irre, wenn Max dort als charmant beschrieben wird sowie als jemand, der stets einen flotten Spruch auf den Lippen hat und dessen Humor bislang noch jedes Problem gelöst hat. Danach sollte man eine witzige Geschichte erwarten können, als die sie sich aber nicht entpuppt. Im Gegenteil, es besteht die Gefahr, dass Max Verhalten einen depressiv stimmt. Vielleicht handelt es sich hierbei aber auch meine rein persönliche Empfindung. Gelungen ist, wie exakt Max beschrieben wird, so dass man eine gute Vorstellung von ihm bekommt. Seine unerschütterliche Haltung, an der für ihn brotlosen Schriftstellerei festzuhalten, regt zum Nachdenken an, ob dieser Weg und der eigene Lebensweg richtig sind.

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  • Leserunde zu "Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel" von Chris Nolde

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    KEIN & ABER Verlag

    Habt ihr Lust auf eine rasante und witzige Geschichte über das Schreiben, die Suche nach Echtheit und die Liebe? Zum Inhalt Eigentlich ist Max’ Leben gar nicht so übel. Seit seinem letzten Roman wird er zwar regelmäßig von wildfremden Leuten beschimpft, seine Freundin hat sich gerade von ihm getrennt, seine Panickattacken werden immer schlimmer, aber davon mal abgesehen, geht’s ihm ganz gut: Max hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Warum verliebt er sich also gerade in Emma, das einzige Mädchen Berlins, das keine Ironie versteht? Max sieht sich vor eine wichtige Entscheidung gestellt: Ist er bereit für die Liebe Zugeständnisse zu machen? Und wie schafft er es, er selbst zu bleiben, ohne sein großes Ziel – seinen zweiten Roman – aus den Augen zu verlieren? Chris Nolde schreibt nah am Leben und zeichnet seine Figuren mit Liebe und sehr viel Charme. Leseprobe Zum Autor Chris Nolde, geboren 1986, hat in Bonn und Berlin Literatur, Philosophie und Politik studiert. Neben seinen belletristischen Texten verfasst er Lyrik und Theaterstücke. Chris Nolde lebt in Köln und eigentlich, sagt er, ist sein Leben gar nicht so übel. Wenn ihr mit uns eine Story voller Herz inmitten urbaner Nonchalance lesen wollt, dann beantwortet uns bis zum 26. Februar folgende Frage: Welche Zugeständnisse würdet ihr für die Liebe machen? Die Gewinner werden am 29. Februar bekannt gegeben. Wir sind gespannt auf eure Antworten!

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    • 319
  • Das Leben des Max Baum

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    AnnieHall

    28. April 2016 um 09:59

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel ist ein Roman von Chris Nolde, erschienen 2016 bei Kein & Aber.Max ist 27, erfolgloser Schriftsteller und leidet unter Panikattacken. Sein erster Roman hat dazu geführt, dass er regelmäßig auf der Straße beleidigt und beschimpft wird, für seinen neuen Roman fehlt ihm die Inspiration. Zu allem Überfluss verliert er auch noch seinen Job in einem Buchladen und als er sich nach der Trennung von seiner Freundin ausgerechnet in das einzige Mädchen in Berlin verliebt, das keine Ironie versteht, gerät sein Leben endgültig aus den Fugen...Auf charmante Art erzählt Chris Nolde von einem sympathischen Loser, der trotz aller Widrigkeiten und der eigenen Lethargie an seinem Lebenstraum festhält. Ein Buch, das mit liebevoll gezeichneten Charakteren, witzigen Alltagssituationen und Berliner Lokalkolorit überzeugt. Wunderbar geschrieben, ein Buch, das einen innehalten lässt und dessen Szenen nachwirken. Lesenswert !

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  • Odé an das Leben

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    kris006

    24. April 2016 um 11:00

    Max Baum hat wahrscheinlich nicht das beste Leben, aber eigentlich ist sein Leben gar nicht so übel. Nun ja seit seinem letzten Roman wird der Autor von fremden Menschen beschimpft und angefeindet. Und dann ist da seine Freundin die ihn verlässt. Auch seine Panikattaken scheinen sich zu verschlimmern. Doch trotz all der Schwierigkeiten versucht sich Max immer an neuen Büchern und geht immer mit Humor durch die Welt. Als er Emma begegnet ist er verzaubert, aber warum ist sie gerade die einzige die kein bisschen Ironie versteht. Kann das überhaupt klappen? Max versucht den Spagat zwischen Liebe, Angst Mut, ohne dabei sich selbst zu verlieren. Eine tolle und sympathische Figur, mit einigen Macken und Fehlern, was Max nur noch sympathischer macht. Ich mochte die lässige, witzige aber anregende Schreibweise des Autors. Der Autor zeigt wie perfekt ein unperfektes Leben sein kann, wenn man an sich arbeitet, aber sich nicht selbst verliert. Das Cover wirkt lässig, was gut zu Max Baum passt und der Titel passt perfekt. Eine insgesamt runde Geschichte, die ich gerne weiterempfehle.

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  • Eigentlich ist dieses Buch gar nicht so übel.

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. April 2016 um 10:52

    „Eine rasante und witzige Geschichte über die Liebe, die Tücken des Lebens und die Kunst, mit lachenden Augen durch eine graue Stadt zu gehen.“ - so heißt es auf der Rückseite, und was soll ich sagen? Max Baum war wahrlich ein guter Lehrer, wenn auch vielleicht auf eine eher ungeplante Weise. Schon die ersten Seiten konnten mich gefangen nehmen, und mit viel Freude habe ich von einem jungen Mann gelesen, der nicht so recht weiß wo sein Platz im Leben ist und Problemen auf charmante und manchmal etwas panische Weise aus dem Weg geht. Das war lustig und unterhaltend und meistens sogar gut nachzuvollziehen. Chris Noldes Schreibstil hat viel dazu beigetragen, dass ich mich wirklich gut unterhalten gefühlt habe (der Textfluss „typisch deutsch“ in seiner besten Bedeutung wenn man das so sagen kann, man merkt eben doch ob etwas direkt aus der Feder des Autors kommt oder erst noch zurecht gezimmert werden muss bis man es mit Müh und Not übersetzen kann) und das hat bis zum Ende nie abgenommen. Was jedoch deutlich abgenommen hat ist meine Sympathie gegenüber Max, und das war für mich eine wirklich interessante Wendung. Nach ein paar Seiten wurde schnell klar: dieser Herr hat so wenig Realitätssinn, eine so große „Ist mir egal“ - Einstellung an den völlig falschen Stellen – es wurde immer schmerzhafter, ihn auf seinem Weg zu begleiten. Er scheint die Angewohnheit zu haben, den Mund immer dann zu weit aufzureißen wenn zurückhaltendes Schweigen angebracht wäre, immer dann zu Schweigen wenn er für sich einstehen müsste, seine Rechtfertigungen sind abwechselnd kindisch – naiv und aggressiv – verurteilend, und in der Mitte das Buches wusste ich nicht mehr genau: „Was möchte dieser Mann eigentlich?“ Max' widersprüchliche Persönlichkeit wurde mir als Leser teilweise auf eine Weise um die Ohren gehauen, dass ich nur noch wenig Gedanken an die schönen feinen Zwischentöne erübrigen konnte. Ich wollte so gerne erörtern, diskutieren, nachlesen, denn Chris Nolde kann schreiben und die Botschaft ist durchaus lesenswert – stattdessen schüttelte ich abwechselnd meinen Kopf und das Buch in dem Versuch, Max die dummen Ideen auszutreiben. „Das kannst du nicht weiterlesen“, dachte ich mir „du schmeißt das Buch noch gegen die Wand.“ Und dann war die letzte Seite erreicht, und ich erkannte: was Chris Nolde hier bewusst oder unbewusst mit mir als Leser angestellt hat. das ist wirklich bemerkenswert. Denn trotz all meiner Abneigung und meiner Wut hat er in mir genau die Gedankengänge geweckt, die ich mir von einem Buch mit diesem Titel erwartet hätte: Die Grenze zwischen Antiheld und Loser ist sehr schmal, und das Balancieren hat hier unglaubliche Schlagseite. Aber im Nachhinein ist es genau das, was die Geschichte ausmacht! Ich mag Max bis jetzt noch nicht, die Geschichte war nicht „schön“ im klassischen Sinne, das Weiterlesen teilweise wirklich schwierig. Doch die Zwischentöne, die vorher so überrannt wurden, kamen beim Revue passieren langsam und vorsichtig wieder hervor, und mit jeder weiteren verstrichenen Minute wurde die Botschaft deutlicher: Eigentlich, ja eigentlich ist dieses Buch gar nicht so übel. Und eigentlich braucht man mal jemanden, der es falsch macht. Jemanden, dem man voller Wut all das entgegen schmeißen kann, was man sich im Endeffekt eigentlich selber gerne sagen würde. Denn was wir an Max so schön demonstriert bekommen haben ist das, was wir selber gerne tun: weglaufen, die Verantwortung abschieben, die Schuld bei anderen ablegen, gegen das Leben an sich wettern und am nächsten Morgen doch wieder aufstehen. Das traurigste Buch der Welt? Das könnten wir doch alle schreiben, aber wer traut sich schon einen genaueren Blick auf die eigenen Probleme zu werfen? Das Leben pinkelt uns jeden Tag ans Bein, aber warum? Weil wir davor weglaufen, weil wir die Wahrheit verleugnen und nicht zu uns stehen können. Und weil wir die Fehler am besten und deutlichsten bei anderen sehen musste ein Max Baum herhalten, sozusagen als Buhmann. Wer am Ende wirklich beschämt sein sollte, das bin ich als Leser. Gleichzeitig gibt in diesem Roman keine Antwort auf die Fragen, die sich einem stellen – keine Lösung der Probleme, keine 180° Wendung des Protagonisten um deutlich zu machen, wer man sein soll, keine Anleitung fürs Leben. Im Endeffekt sind wir, wer wir sind – kein Text, und sei er noch so inspirierend, macht uns plötzlich zu Helden. Unserer Veränderungen sind meistens Babyschritte, oft fallen wir hin und wahrscheinlich erreichen wir nie das Ziel. Denn wie Emma so schön sagte „Diese Geschichten, die du im Sinn hast, gibt es sowieso nicht mehr, Max. Es gibt keine geschlossenen Kreise.“ Es gibt nur den Fortschritt. Emma ist Max' Fortschritt. Meiner ist Folgendes: Wer gegen Andere meckert sollte erst überlegen, ob er es besser macht – und sich gegebenenfalls lieber selber in den Hintern treten. Denn wer A sagt, der sollte auch keine Angst vor dem B haben. 5/5 Sterne für dieses außergewöhnliche Leseerlebnis – weil ein Buch nicht immer Spaß machen muss um gut zu sein.

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  • Voller tiefsinniger und hintersinniger Bemerkungen

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    WinfriedStanzick

    12. April 2016 um 10:37

    Eigentlich will er nur er selbst sein, sich nicht verbiegen lassen, gerade weil er in das normale Leben, was immer das auch sein mag, nicht so recht hinein zu passen scheint. Max, der Ich –Erzähler des hier anzuzeigenden Romans von Chris Nolde, ist 27 Jahre alt, und er ist Schriftsteller aus Berufung. Dass ihm das in der Gegenwart nicht reicht um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, macht ihm nichts. Er hält sich mit einem Job in einem Antiquariat über Wasser und widersteht allen Versuchen seiner Mutter, die ihn zu einem ordentlichen Broterwerb überreden will. Mit 27, so meint sie, sei das nun an der Zeit. Er hat mit seinem ersten Roman ein Buch veröffentlicht, das wenig verkauft wurde, aber viel Aufsehen erregt und Debatten ausgelöst hat.Nun sitzt er an seinem zweiten Roman, als er Emma trifft, nachdem ihn seine langjährigen Freundin Nele verlassen hat, die es mit der Unschlüssigkeit und Naivität von Max nicht mehr ausgehalten hat. Von Anfang an ist er überzeugt, dass er in ihr eine verwandte Seele gefunden hat, sie verlangt ihm aber auch einiges ab.Über den Zeitraum eines Jahres darf der von der rasanten und witzigen Geschichte eingenommene Leser teilnehmen an einer erstaunlichen Entwicklung und der Entstehung eines Romans. Ein Roman, der voller tiefsinniger und hintersinniger Bemerkungen und Anmerkungen steckt. Da geht es um das eigene Selbstverständnis als junger Mann, um den Platz im Leben, den man haben möchte, bzw. den andere einem zuweisen wollen und immer wieder um den tapferen, stellenweise verzweifelten Versuch, diese Identität auch zu leben gegen alle Widerstände.So ganz nebenbei ist es auch ein Buch über Berlin und das Leben dort:„Berlin bleibt ein Geheimnis. Ein Geheimnis, kein Rätsel. Ein Rätsel kannst du lösen, so wie du die Konventionen eines fremden Landes verstehen lernst, ein Geheimnis aber kennt nur ein Versuch, die Annäherung. Und es steckt immer auch ein Teil von dir drin.“Die autobiographischen Anleihen sind offensichtlich.

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  • Leider nicht so ganz mein Ding

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    Ann-Mary

    09. April 2016 um 14:18

    Das Leben des Max Baum, 27, Schriftsteller, ist gerade alles andere als perfekt. Erst wird er von seiner Freundin verlassen, dann verliert er seinen Job, ständig hat er Geldsorgen, seine Panikattacken werden immer schlimmer und mit einem neuen Roman will es auch nicht richtig klappen. Mitten in dieses ganze Chaos, das Max sein Leben nennt tritt auf einmal Emma. Emma, die ein bisschen sonderbar ist und so ganz anders als Max aber irendwie ganz gut zu ihm passt. Durch sie scheint sich sein Leben endlich zu ändern, aber ist Max wirklich bereit dazu!? Fazit: Der Hauptprotagonist Max kommt so garnicht zurecht mit seinem Leben. Irgendwie steckt er in einer Sackgasse und findet daraus keinen Ausweg oder will ihn vielleicht auch garnicht finden. Sein Leben wird bestimmt von Schreibblockaden, Panikattacken und Geldsorgen. Obwohl diese ganze Szenerie auf den Leser sehr depressiv und düster wirkt ist sie immer wieder mit einem guten Schuss Humor und Ironie gewürzt. Jeder andere Mensch würde seinen Kopf wahrscheinlich in den Sand stecken und sein Leben mal gehörig überdenken, vielleicht einen anderen Weg einschlagen... Nicht so Max. Er gibt seinen großen Traum, ein erfolgreicher Schriftsteller zu werden nicht auf. Für diesen Traum verzichtet er auch gerne auf den einen oder anderen Luxus. Als dann Emma in sein Leben tritt hat man das Gefühl endlich ändert sich etwas in seinem Leben. Aber irgendwie gibt sich Max nicht wirklich Mühe und dann bleibt doch alles wie es ist, nur wirkt er jetzt zufriedener mit sich und seinem Leben. Weil ich Max fehlende Bemühungen nicht wirklich nachvollziehen kann war ich doch etwas enttäuscht von dem Ende dieser Geschichte. Ich hatte wirklich gehofft dass Max mit Emmas Hilfe ausbrechen und mehr aus seinem Leben machen kann. Dass er zufrieden ist mit dem was er hat konnte ich nicht verstehen, leider konnte ich deswegen auch nicht zu viel mit dieser Geschichte anfangen und vergebe daher 3 Sterne.

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  • Es kriselt kunterbunt

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    Eva-Maria_Obermann

    04. April 2016 um 12:32

    Protagonist Max ist im Grunde Vieles und nichts. Schnell erinnert er an einen Versager. Panikattacken, die ihn zum Einschlafen bringen, die Freundin trennt sich von ihm, er wird arbeitslos, die Leser seines Buches hassen ihn und er schafft es nicht, ein zweites zu schreiben. Schaffenskrise, Seinskrise, Lebenskrise. Da verliebt er sich in Emma, die keine Ironie versteht und sieht kleine Dichter beim Schreiben. Seine Krise ist mehr als existenziell. Max hat nicht das Problem, nicht zu wissen, was er will. Das ist ihm absolut klar. Er will schreiben, er will veröffentlicht werden und sich in kein Korsett quetschen. Doch als dieses Ziel ins Wanken gerät, weil seine Umwelt in (über)fordert, vergisst er seine Prinzipien, wird kriminell, beginnt unterschiedliche Genres zu schreiben und landet immer wieder bei 0. Vehement arbeitet er dabei dagegen, aus seiner Geschichte und der Geschichte, die er schreibt, eine Liebesgeschichte zu machen – und doch schwingt gerade das immer wieder mit, zeichnet sich ab und wird dann so leicht Teil eines großen Ganzen, dass das Wort Liebesgeschichte im Grunde zu pauschal ist. Denn je nachdem, über welcher Geschichte Max gerade brütet, verändert sich auch die Handlung des Romans, der dadurch für Leser wie Literaturmenschen zu einer faszinierenden Komposition wird. Die psychischen Probleme, die Max mit sich herumträgt, die imaginierten Dichter, das plötzliche Einschlafen bei Stress und der unumstößliche Humor, der seine Mitmenschen vor den Kopf stößt, sind der Humor des Romans und gleichzeitig Anzeichen für die Suche Max‘ nach seinem Weg. Damit fasst der Autor ein Lebensgefühl, dieses Zwischendrin, das Warten auf das Ziel und die Frage, wann das Leben endlich anfängt. In den schlimmsten Zeiten verfällt Max seinem Bett, zieht Bewegungskreise darum und schafft es kaum von der Matratze. Die Suche nach seinem Zentrum und das Warten auf die Interaktion von außen zeigen, wie wichtig für uns Menschen das gesellschaftliche Miteinander ist. Emma wird dabei zur zentralen Figur, selbst vom Leben in Mitleidenschaft gezogen und scheinbar wie Max nicht wirklich zur Welt gehörig, nimmt sie doch alles wörtlich und verlangt ausgerechnet von Max dieselbe Klarheit. Sie halten sich aneinander und am Ende geht es nicht um den Startschuss zum Rest des Lebens oder dem Erreichen des Ziels, sondern um den Weg, Schritt für Schritt.

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  • Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    HappySteffi

    01. April 2016 um 21:32

    Eigentlich ist Max Leben gar nicht so übel. Seit seinem letzten Roman wird er regelmäßig von wildfremden Leuten beschimpft, seine Freundin hat sich gerade von ihm getrennt, seine Panikattacken haben sich inzwischen auf Restaurants und öffentliche Toiletten ausgeweitet, aber abgesehen von Finanzen, Privatleben und Gesundheit gehts ihm ganz gut: Max ist charmant und hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Warum verliebt er sich also gerade in Emma, das einzige Mädchen Berlins, das keine Ironie versteht? Max sieht sich vor eine wichtige Entscheidung gestellt: Ist er bereit, für die Liebe Eingeständnisse zu machen? Und wie schafft er es, dabei er selbst zu bleiben, ohne dabei sein großes Ziel seinen zweiten Roman aus den Augen zu verlieren? Chris Nolde zeichnet seine Figuren mit Liebe und sehr viel Charme. Er schreibt nah am Leben und dabei fast zu witzig, um wahr zu sein. CoverAuf weißem Untergrund sieht man bei diesem Cover einen Mann, der dem Autor Chris Nolde recht ähnlich zu sein scheint. Das brachte mich schnell auf den Gedanken, der Charakter „Max“ könnte viele Charakterzüge des Autors widerspiegeln. In goldener, geschwungener Schrift nimmt der Titel, der zugegebener Weise relativ lang ist viel Platz auf dem Cover ein. Im ersten Moment wirkt alles sehr unscheinbar, jedoch passt die Gestaltung zur Geschichte und wirkt somit authentisch. Leider hätte ich in der Buchhandlung aber allein aufgrund des Covers nicht zu diesem kleinen Büchlein gegriffen. MeinungSchon von der ersten Seite ab wird der Leser in Max´Leben gezogen. Er scheint mit sich und seinem Leben gar nicht zufrieden und hier und da versucht er eben genau diesem zu entkommen. So gestalten sich besonders am Anfang des Buches einige witzige Situationen, die in mir gleich die Hoffnung auf ein lustiges, charakterstarkes Buch aufkeimen ließ. Leider war das, was ich zu Anfang als witzig empfand im Laufe der Geschichte ehr zu einer Art „running disaster“ geworden. Max kommt nur sehr schwer zu Potte und weckt in mir das Bedürfnis ihn zu schütteln und ihm zu sagen, er soll sich aufraffen und sein Leben auf die Reihe bekommen. Er war mir als Protagonist immer unsympathischer geworden, je weiter die Story voran geschritten ist. Aber auch wenn mir persönlich Max´Person nicht so zugesagt hat, gefällt mir die Ausarbeitung der einzelnen Charaktere sehr gut. Man erkennt deutlich an welchen Stellen Max mit seiner Art aneckt. Und auch wenn der Hauptcharakter und ich wohl nie Freunde werden würden, so überzeugt mich im Nachhinein doch seine Darstellung: Sie wirkte ehrlich und so gut beschrieben, das ich beim Lesen bei der Sache war und mich an einigen Stellen dabei erwischt habe wie ich in Bezug auf Max´Verhalten den Kopf geschüttelt habe. FazitLeider konnte mich der Roman nicht komplett begeistern, da ich mit der Hauptperson nicht warm wurde. Alles in allem ist „Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel“ aber ein gut zu lesender und nicht langweilig werdender Roman, der ohne große Längen zu haben eine Story aus dem Leben erzählt. Sicher an einigen Stellen ein wenig konfus und manchmal ein klein bisschen extrem aber durchaus ein Buch das beim Lesen Spaß macht. Von mir gibt es gute drei Sterne. 

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  • Ein witziger, ironischer, toll geschriebener Roman über das Leben und das Schreiben.

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    Wedma

    Es ist ein gekonnt geschriebener Roman über einen jungen Mann, der unbedingt seinen Weg gehen will, egal, wie steinig er momentan erscheint. Max ist bemerkenswert unerschütterlich in seinem Wunsch, nichts anderes als ein Schriftsteller zu sein. Die Erzählerstimme ist schön humorig, gar stellenweise spöttisch. Einige Szenen sind manchmal überdeutlich gezeichnet. Manchmal kommt einem vor, dass Max über die aktuellen Entwicklungen seines neuen Romans eher traurig ist und sich im Zweckoptimismus übt. Auch seine Marotten kommen ans Licht. Aber das alles macht ihn lediglich sympathisch. Max ist 27, ein netter Typ, der in das „normale“ Leben nicht zu passen scheint: Er will sich selbst treu bleiben. Seine Schriftstellerei begreift er als Berufung. Trotz dem, dass er nur Hohn und Spott für sein erstes Buch erntet, und trotz der Tatsache, dass das zweite Buch nicht so leicht von der Hand geht. Trotz der hartnäckigen Versuche seiner Mutter, ihn in einen Brotjob zu stecken. Max ist jemand, dem sein Weg wichtiger ist, als Meinungen anderer Leute. Er wohnt in einer kleinen Wohnung in Berlin, hat kein Geld, die Miete zu bezahlen, da er sich in seinem alten Job im Antiquariat nicht beugen und das Frettchen am Rad keineswegs spielen wollte. Und trotzdem bleibt er gelassen und bastelt weiter am zweiten Roman. Seiner angepassten Freundin Nele war es zu viel und sie hat ihn verlassen. Als Max Emma trifft, ist ihm klar, dass er eine verwandte Seele gefunden hat. Da muss er aber ganz tapfer sein, denn sie verlangt, dass er seinen sichersten Schild ablegt. Es gibt jede Menge Tiefsinn, meist in Max‘ Beobachtungen, der einen zum Nachdenken verleitet, u.a. über den eigenen Platz im Leben, über die eigene Identität und inwiefern sie täglich gelebt wird. Einige Zitate: „Berlin bleibt ein Geheimnis. Ein Geheimnis, kein Rätsel. Ein Rätsel kannst du lösen, so wie du die Konventionen eines fremden Landes verstehen lernst, ein Geheimnis aber kennt nur ein Versuch, die Annäherung. Und es steckt immer auch ein Teil von dir drin.“ S. 45. „Wir leben in beschissenen Zeiten, hast du es noch nicht gemerkt, Emma? Das Wertvollste musst du für dich behalten. Es schielt doch jeder nach dem kostbaren Gut des anderen, nur weil er darauf herumtreten möchte. Wer sich öffnet, ist verletzbar, deshalb nehmen wir vorsorglich Abstand. Nur so akzeptieren wir einander, ohne uns gegenseitig den Kopf abzuhacken.“ S. 144-145. „Es gibt eine Möglichkeit, hinter den Schleier der Inspiration zu blicken und dir das Ganze von außen anzusehen. Und dann begreifst du: Im Grunde bist du deinem Werk ausgeliefert – die Geschichte sucht sich ihren Autor. Doch du musst dir einen Plan schnell zurechtlegen, ansonsten verläufst du dich.“ S. 190. Es gibt auch Situationskomik, z.B. das Gespräch mit dem Geldautomaten, oder Max‘ Gespräche mit den großen Schriftstellern, wie das hier: „Sie können nicht mehr nach draußen, Herr Baum“, sagt Thomas Mann hinter mir in einer hohen Tonlage… „Dies ist das Ende des Weges! ‚Freie Schriftstellerei!‘- was haben Sie sich denn dabei gedacht? Sie leben doch nicht im Paris der Zwanzigerjahre. Seien Sie froh, dass man sie nicht in eine Zwangsjacke gesteckt hat.“ S. 160 Und der Roman von Max, ist im Text dabei, verdient aufgrund seiner Gedanken auf jeden Fall Aufmerksamkeit. Trotz all Identitätskrisen wird zum Schluss mit manchem falschen Glaubenssatz aufgeräumt und recht optimistisch in die Zukunft geblickt. Nach einem Jahr, solange begleiten wir Max in diesem Roman, fällt die Geburtstagsparty zum 28.sten ganz anders aus. Die ganze Familie ist da, obwohl es keine von Max‘ Erfolgen zu feiern gibt. Emma, die selbst eine Künstlerin ist, jedoch hpts. in ihrer Freizeit, hilft Max dabei, seinen Weg weiterzugehen, so wie er es für richtig hält. Fazit: Ein toller, gekonnt geschriebener Roman mit einer guten Portion Gesellschaftskritik über das Leben und das Schreiben mit einem bemerkenswerten Protagonisten, der nichts anderes, nur er selbst sein will. Hat Spaß gemacht und vielerorts zum Nachdenken angeregt. Eine reife Leistung. Ich vergebe sehr gerne die 5 Sterne und eine Leseempfehlung, insb. für diejenigen, die mit der Schriftstellerei und dem Autorendasein liebäugeln. Hier wird aus dem Nähkästchen geplaudert. Ich hoffe, bald auch weitere Werke aus der Feder von Chris Nolde lesen zu können.  

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    • 3
  • Ein witziges Buch für zwischendurch

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    Diana182

    23. March 2016 um 20:56

    Das Cover zeigt eine Karikatur der Hauptfigur Max. Zusammen mit dem Titel wirkt dieses Bild sehr interessant. Auch der Inhalt der Geschichte klingt vielversprechend und nach einer etwas anderen Liebesgeschichte. Erst einmal zum Inhalt - der Klappentext:Eigentlich ist Max’ Leben gar nicht so übel. Seit seinem letzten Roman wird er zwar regelmäßig von wildfremden Leuten beschimpft, seine Freundin hat sich gerade von ihm getrennt, seine Panikattacken werden immer schlimmer, aber davon mal abgesehen, gehts ihm ganz gut: Max hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen. Warum verliebt er sich also gerade in Emma, das einzige Mädchen Berlins, das keine Ironie versteht? Max sieht sich vor eine wichtige Entscheidung gestellt: Ist er bereit, für die Liebe Zugeständnisse zu machen? Und wie schafft er es, er selbst zu bleiben, ohne sein großes Ziel – seinen zweiten Roman – aus den Augen zu verlieren? Meine Meinung:Eigentlich schreibe ich sehr gerne lange , ausführliche Rezensionen. Doch hier fallen mir leider nicht viele Punkte ein, die ich anführen könnte. Gut, okay! Die Charaktere Max und Emma könnten unterschiedlicher nicht sein und werden hier wirklich sehr menschlich dargestellt. So kommt es zu Sternchen eins auf der Skala. Auch der Humor ließ mich in einzelnen Situationen schmunzeln und zauberte mir ein Lächeln ins Gesicht. Das ist schon mal einen weiteren Stern wert. Jedoch kann ich mit der Geschichte an sich nur sehr wenig anfangen. Hier und da gab es ein paar Vorkommnisse, die ich nicht so ganz einordnen konnte und so auf mich etwas unrealistisch wirkten. Auch das Ende lässt mich leider etwas unbefriedigt zurück. So komme ich zu meinem recht schnellen und eindeutigen Fazit:Kann man lesen, muss man aber nicht. Der Tiefgang der Geschichte ist an mir leider irgendwie unerkannt vorbei gezogen oder hat sich gut versteckt! Wer jedoch gerne einen humorvollen Roman für zwischendurch lesen möchte, ist hier genau an der richtigen Stelle! Dies ergibt dann den dritten Stern!

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  • Wie schlimm ist es denn wirklich?

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    Koromie

    23. March 2016 um 09:16

    „Eigentlich ist eine Verneinungsform.“ Diesen Spruch darf ich mir so ziemlich jedes Mal anhören, wenn das Wort ‚eigentlich‘ fällt. Und es scheint ja auch zu stimmen. Dafür, dass sein Leben gar nicht so übel sein soll, geht es bei Max ziemlich steil abwärts. Wie tief er in der Tinte sitzt lässt einen als Leser teilweise selbst verzweifeln und dennoch ist hier von Pessimismus kaum eine Spur. Max‘ ironische Weltansicht und der humorvolle Schreibstiel lockern die Situation immer wieder auf und am Ende stellt man sich die Frage, wie schlimm es denn nun wirklich ist. Das Buch bietet einem viele lustige Szenen zum Schmunzeln und Lachen, wenn man sich darauf einlässt aber auch Momente zum Innehalten und Nachdenken. Ich hab Max gerne auf seinem Weg begleitet und freue mich schon auf weitere Werke aus der Feder von Chris Nolde.

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  • Ein Jahr im Leben eines Schriftstellers

    Eigentlich ist mein Leben gar nicht so übel

    Gela_HK

    23. March 2016 um 08:43

    Scheitern gehört scheinbar zum Leben von Max Baum dazu. Als Schriftsteller bekommt er für seinen Roman Drohbriefe, wird öffentlich beleidigt. Schreibblockade, Beziehungstrennung und Jobverlust machen das Leben nicht leichter. Seine Familie setzt ihm zu, endlich einen vernünftigen Beruf auszuüben, doch Max blendet alles aus. Als er der ungewöhnlichen Emma begegnet, scheint sein Leben sich zu ändern. Aber ist Max bereit dazu?Chris Nolde lässt Hauptprotagonist Max Baum ein Jahr lang aus seinem Leben erzählen. Der schnelle, lockere Erzählstil holt einen sofort ab und weckt die Neugier auf Max. Nach den ersten Seiten wirkt die Szenerie eher bedrückend und düster. Panikattacken gehören zum Alltag des 27-jährigen Schriftstellers. Wildfremde Menschen beschimpfen ihn, die Miete für seine Berliner Wohninsel kann er kaum aufbringen und selbst sein Hund wirkt depressiv. Max nimmt das Leben wie es kommt mit einem stoischen Optimismus, bei dem man sich fragt, woher er den eigentlich nimmt. Auch wenn ich Max Lebenseinstellung nicht teile und nur schwer nachvollziehen kann, gefallen mir seine Gedankengänge:      "Berlin bleibt ein Geheimnis. Ein Geheimnis, kein Rätsel. Ein Rätsel        kannst du lösen, so wie du die Konventionen eines fremden Landes        verstehen lernst, ein Geheimnis aber kennt nur den Versuch, die        Annäherung. Und es steckt immer auch ein Teil von dir darin."Die Begegnung mit der konsequenten, schnörkellosen und pragmatischen Emma verändert Max. Vor ihr kann er sich nicht hinter seiner Ironie verstecken. Emma nimmt alles so an, wie es ist, versteckt und verstellt sich nicht. Sie ist es, die Regeln für ihre Beziehung aufstellt und Max dennoch Max sein lässt. Nach einem Jahr feiert Max wieder Geburtstag. Vieles hat sich geändert und ist doch gleich geblieben. Eine überraschende Erkenntnis zeigt am Ende einen möglichen Weg aus der Schleife. Dieser Roman ist so echt, schräg und ehrlich, dass man glauben könnte, hier hat jemand sein Leben aufgeschrieben.

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