Dieses neue Buch zum Thema Porträtfotografie "Chris Orwig : Authentische Porträts fotografieren - Ein Leitfaden für die Suche nach Wesen, Bedeutung und Tiefe" ist kein Buch mit viel Praxis.
Da ich mich zunehmend für Porträtfotografie interessiere, habe ich dieses Buch gelesen, auf der Suche nach Tipps und Inspirationen.
Gesucht hatte ich ein Handbuch zur Porträtfotografie. Wer dies auch sucht wird hier nicht genau das finden was er sucht.
Chris Orwig schreibt auf Seite 426 "Nach Selbsterfahrung, Therapie, Meditation und der Niederschrift dieses Buches bin ich froh, sagen zu können, dass ich gewachsen bin und mich verändert habe..."
Hätte ich diesen Satz zu Beginn des Buches gelesen, hätte ich mich nicht so oft beim Lesen des Buches gefragt warum ich das was ich im Buch suche nur zum Teil finde.
Der Autor gibt viele Denkanstösse, die aber nicht immer gleich in Zusammenhang mit der Fotografie stehen.
Klar man muss das Wesen der zu Person erfassen, die man fotografieren will.
Aber aus meiner Sicht ist die Art wie er schreibt zu esoterisch angehaucht. Man soll den Geist des Menschen erfassen, etc.
Z.B. auf Seite 61 " Porträtfotografie ist gut für die Seele".
An einer anderen Stelle schreibt er von "Soul Searching" und "die Augen sind das Fenster zur Seele".
Mein Fazit zu diesem Buch: Man kann sehr schöne Portäts betrachten, viele Inspiationen bekommen aus der Art des Autors zu fotografieren.
Wer, wie ich, ein Buch voller auch fototechnischer Hinweise zum Thema Porträtfotografie sucht, wird nur einen Teil davon finden.
Man kann aus dem Buch viel lernen.
Mich persönlich spricht dieser esoterische Stil nicht so an.
An manchen Stellen merkt man, dass das Schreiben des Buches eine Art Therapie für den Autor war.
Chris Orwig
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Chris Orwig
Der inspirierende Augenblick
Authentische Porträts fotografieren
Neue Rezensionen zu Chris Orwig
Rezension zu "Der inspirierende Augenblick" von Chris Orwig
Chris Orwig erzählt aus seinem Leben. Er erzählt vom Surfen, von Kalifornien, seinen Studenten, den Erfahrungen seiner Lehrtätigkeit. Er spricht über Kunst, Literatur, erzählt haufenweise Anekdoten und er zeigt, wie verblendet man sein kann: Wieviele Fotografen rennen aus dem Haus und knipsen ohne Sinn und Verstand in der Gegend herum, in der Hoffnung durch eine interessante Location, ein hübsches Model oder durch Kamera-Wettrüsten gute Bilder zu machen? Soviel Mist sehe ich tagtäglich, wie man sich die letzte Frage als einigermaßen intelligenter Mensch beantworten kann oder es aus Erfahrung gelernt hat.
Wer gute Bilder machen möchte, soll sich nicht mit den Standard-Tipps beschäftigen, die 90% aller Bücher mal besser, mal schlechter behandeln. Den Krempel hat man nämlich schnell gelernt. Wer gute Bilder machen möchte, muss sich mit sich selbst beschäftigen und mit seiner Umwelt. In kurzweiligen Abschnitten erzählt er immer wieder interessante Geschichten, die eine entsprechende Erkenntnis beinhalten. Anders gesagt - er zeigt mit einfachen Beispielen aus dem Leben oder Zitaten aus Kunst und Literatur, wie blind man oft ist und wie einfach man seine Augen und seinen Verstand für kleine, aber entscheidende Dinge öffnen kann. Das Buch schickt einen auf neue Wege, läßt einen weniger verbissen mit Fotografie umgehen. Es gibt anregende Tipps, wie man ursprüngliche Herangehensweisen verlassen oder instinktives Verhalten klever steuern kann und wie man schlicht gesagt einfach mal die Perspektive wechselt.
Ich hätte gern einen Lehrer, der mir alles, wie es im Buch beschrieben steht, erzählt. Das Buch ist nämlich sehr anstrengend zu lesen, was ich rein gar nicht als negativen Punkt anrechne, sondern als Herausforderung ansehe. Ich muss und werde mir vieles noch weitere Male durchlesen, weil man es nicht plump wie einen Roman herunterlesen kann. Und das is auch gut so. Mich würde es freun, wenns irgendwann einen Film dazu gäbe oder vielleicht ein Hörbuch. Würde es mir sofort besorgen. Was das Buch angeht: Kaufen! Nicht lang nachdenken - dazu habt Ihr beim Lesen noch genug Gelegenheit.
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