Chris P. Rolls Mecklenburger Winter: Gay Romance

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Inhaltsangabe zu „Mecklenburger Winter: Gay Romance“ von Chris P. Rolls

Wundervolle Geschichte! Konnte das Buch gar nicht weglegen!

— Dat-Engelsche
Dat-Engelsche

Eine Liebesgeschichte die sich langsam entwickelt. So schön!! *seufz*

— Sabrina80
Sabrina80

Hab so sehr geheult

— Elphaba1
Elphaba1

Wundervolle Liebesgeschichte + humorvolle und glaubhafte Charaktere + dem unvergleichlichen Stil der Autorin = eines meiner Lieblingsbücher

— Bianca_Nias
Bianca_Nias

Mit viel Schnee beginnst, mit den wärmsten Gefühlen lies es sich

— pengiberlin
pengiberlin
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    Mecklenburger Winter: Gay Romance
    Elphaba1

    Elphaba1

    05. March 2016 um 19:24

    Gibt mir Schnee und zwei tolle Kerle und ich bin hin und weg. So ungefähr kann man es erklären wie ich auf Mecklenburger Winter abfahre. Kai ein Fitnesscenter Besitzer und Leidenschaftlicher Sportler ist einfach ein Traummann. Als Kai dann eines Tages in eine Schneewehe fällt, hatte er mein Herz erobert. Als dann auch noch der hübsche Leon auftritt und Kai aus der Wehe hilft, ist alles top. Doch haben beide einen langen Weg vor sich. Wie wir Chris P Rolls kennen, ist es nicht gerade einfach für die beiden. Leon selbst ist eigentlich nicht gerade selbstsicher. Doch verhilft Kai ihm im Laufe der Geschichte dazu. In Mecklenburger Winter trifft man auf eine weitere Leidenschaft von mir. Pferde. Einfach toll diese Geschöpfe. Nur Kai hält Abstand vor ihnen. Auch in Mecklenburger Winter schaffte es Chris mich zum Weinen zu bringen. Ich möchte nicht viel zur Story sagen, weil ich jedem Leser selbst überlassen möchte, herauszufinden wie es mit den beiden weiter geht. Für Fans die wie ich Winter und sexy Kerle mögen ein Muss.

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  • Ruhige Liebesgeschichte

    Mecklenburger Winter: Gay Romance
    j125

    j125

    12. January 2016 um 09:33

    Inhalt: Kai lebt für den Sport. Er besitzt ein Geschäft für Fitnessbedarf und darüber betreibt er ein Studio. In seiner Freizeit trainiert er für einen bekannten Triathlon, den er unbedingt gewinnen will. Doch der lange und kalte Winter in Mecklenburg-Vorpommern, macht ihm zu schaffen und behindert sein Training. Als er kopfüber in einer Schneewehe landet, wird er von dem 17-jährigen Leon gerettet, der ihm gleich den Kopf verdreht. Leon ist ein Pferdenarr und auf keinen Fall schwul. Oder? Meine Meinung: So kurz vor Weihnachten scheint dieses Buch mit dem traumhaften Cover die beste Lektüre zu sein. Zumindest dann, wenn es draußen kälter ist als die aktuell 16 Grad. Ich hatte das Buch schon öfter im Auge, weil das Cover wirklich wunderbar ist. Der Titel hat mich aber immer an einen historischen Roman erinnert (fragt mich nicht warum), sodass ich mir das Buch nie näher angesehen habe. Nach einigen positiven Rezensionen, war ich aber doch neugierig und dachte, es passt gut in die Weihnachtszeit. Auch wenn das Buch nach Weihnachten spielt, wird die winterliche Stimmung sehr gut rübergebracht. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Vor allem der ruhige und schüchterne Leon, der manchmal auch gut austeilen kann, wenn man ihn zu sehr triezt. Seine Probleme und seinen Hintergrund fand ich sehr gut dargestellt, weil es wirklich realistisch ist. Man muss bedenken, dass das Buch in einem ostdeutschen Bundesland spielt und dort andere Einstellungen herrschen als in westdeutschen Bundesländern. Kai fand ich vor allem am Anfang wirklich ganz klasse. Ich mochte seine lockere Art, aber gleichzeitig auch sein Einfühlungsvermögen. Er spricht zwar oft schneller als er denkt, aber er will Leon nicht krampfhaft ändern. Plötzlich gab es aber einen Punkt, an dem ich das Gefühl hatte sein ganzer Charakter wandelt sich. Keine Ahnung warum das so war, aber er wirkte auf mich nur noch aufgedreht und gar nicht mehr so ruhig. Ganz komisch. Außerdem hat er gegen Ende eine für mich nicht ganz so überzeugende Einstellung gegenüber Leons Vater. Meiner Meinung nach wird da ein Aspekt viel zu verallgemeinert dargestellt. Die Handlung an sich ist sehr ruhig. Das passt zur Jahreszeit, zum Wetter und auch zu den Protagonisten. Vor allem zu Leon. Für mich als Leser war es aber stellenweise etwas zu langatmig. Es war nicht so schlimm, dass ich nicht zum Buch greifen wollte, aber ab und an zog es sich doch sehr. Negativ aufgefallen sind mir auch einige wenige Fehler, sowie sich wiederholende Elemente. Beispielsweise erklärt Kai Leon zweimal was Bisexualität bedeutet. Für so viele Seiten sind es wirklich nicht viele Fehler und es stört auch den Lesefluss nicht. Nur sind mir vor allem die Wiederholungen doch aufgefallen. Fazit: „Eine ruhige Liebesgeschichte vor der herben Schönheit der Mecklenburger Landschaft“ (Klappentext) trifft es sehr gut.

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  • Eine Liebesgeschichte die sich langsam entwickelt. So schön!! *seufz*

    Mecklenburger Winter: Gay Romance
    Sabrina80

    Sabrina80

    23. March 2015 um 14:32

    Erster Satz: "Ein grauer Himmel hing über dem westlichen Mecklenburg." .•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•..•:*¨¨*:•. Kai ist mit seinem Fahrrad unterwegs und trainiert verbissen für die Challenge Roth. Die Straßen sind vereist und letzte Nacht gab es vierzig Zentimeter Neuschnee. Nicht gerade das beste Wetter zum trainieren, aber er hat keine Wahl. Beim laufen hängt er mit dem Trainingsplan schon hinterher, da der Winter hart ist und nicht weichen will. Der Wind ist auch sehr stark und Kai muss kämpfen auf der Straße zu bleiben und nicht in einer Schneeweh zu versinken. Doch als ein Auto naht und er ausweichen muss, landet er unfreiwillig mit dem Kopf voraus in einer Schneewehe. Leon, der Fahrer des Wagens, zieht ihn raus und bringt ihn heim. Da Kais Fahrrad bei dem Unfall kaputt gegangen ist, bietet Leon ihn an, ihn zur Arbeit zu fahren, solange er nach Ferien hat. Kai nimmt an, der er irgendwie zur Arbeit kommen muss und er Leon sehr anziehen findet, mit ihm Zeit verbringen möchte und hofft, dieser sieht das genauso... Meine Meinung Eine traumhaft schönes Buch! Eine Liebesgeschichte, die sich langsam entwickelt. Die Beiden fallen nicht übereinander her, haben Sex und dann verlieben sich sich und haben nur noch Sex, nein, sie lernen sich erstmal kennen, werden Freunde und auch wenn Kai sehr schnell feststellen muss, das er sich in Leon verliebt hat, dauernd es noch eine ganze Weile, bis die Beiden im Bett landen, da für Leon das ganze Neuland ist. Kai lässt Leon das Tempo vorgegeben, auch in der Hinsicht, ob es überhaupt eine Beziehung wird oder nicht, da Leon erstmal rausfinden muss, ob er auf Männer steht oder doch Frauen. Kai, siebenundzwanzig Jahr alt, ist von Hamburg ins beschauliche Mecklenburg gezogen. Er fühlt sich da ganz wohl, hat sein Fitnessstudio sowie seinen Laden und trainiert fleißig für die Challenge Roth, die er dieses Jahr unbedingt gewinnen möchte. Kai ist schon echt verrückt, aber auch total liebenswürdig, ehrlich und geradlinig. Er spricht wie ihm der Schnabel gewachsen ist, was in Gegenwart von Leon manchmal nicht ganz so gut ist, da Leon sich erstmal dran gewöhnen muss, das ein Mann auf ihn steht! Aber man muss Kai einfach lieben. Er ist ein Unikat. *gg* Leon, süße siebzehn Jahre jung, geht noch zur Schule und steht vor dem Abitur. Er arbeitet bei seinen Eltern mit auf dem Pferdehof, weshalb er auch in den Ferien immer früh raus muss, da die Pferde ja gefüttert werden wollen. Wenn er mit der Schule fertig ist, möchte er Pferdewirt werden. Er reitet gerne und hat auch schon einige Preise im Dressurreiten gewonnen. Allerdings hat er auch so einige Probleme mit seinem Vater. Dem kann Leon selten etwas recht machen. Er macht ihm immer runter, egal was er macht (außer wenn er Preise gewinnt), außerdem ist Leon in seinen Augen zu schmal, zu weibisch, kein richtiger Mann usw. Ziemlich homophob der Vater. Womit Kai auch so seine Probleme hat. Er muss in seiner Gegenwart sich fast auf die Zunge beißen muss, damit er seine große Klappe hält und Leons Vater nicht etwas an den Kopf wirft, was Leon später ausbaden muss. Hach, die Geschichte ist einfach nur schön. Auch das mit dem Winter, der immer erwähnt wird, welcher hartnäckig ist aber irgendwann dann doch weicht. Oder auch Kais Metapher, das Leons Liebe zu gewinnen wie ein Ultramarathon zu laufen wäre, ist wunderschön und sagt schon alles über das Buch aus: Liebe braucht Zeit. Liebe muss wachsen. Am Ende war ich trotz Happy End sehr traurig, weil die Geschichte aus war. Ich wollte mich halt noch nicht von Leon und Kai trennen. Und dabei hatte das Buch schon fast 500 Seiten. Eigentlich sehr lang, aber für mich viel zu kurz. *seufz* Zum Glück gab es mit den Beiden noch die Kurzgeschichte Ironman  (in der Sammlung "Waikiki Beach Storys" zu finden) und Pink X-Mas  (auf FanFiktion oder BookRix zu finden - das pausiert aber zur Zeit) zu lesen. Was mir in den Büchern von Chris P. Rolls auch immer richtig gut gefällt, sind die Verbindungen zu den andere Bücher von ihr. Hier zum Beispiel machen Kai und Leon einen Wochenendeausflug nach Hamburg, wo Kai Freunde besuchen möchte. Dort gehen sie zusammen in die Bar Pinkalotta  und auch den Gayclub Gaytronic. Diese zwei Locations kommen bei Rolls´ öfter vor. In der Bar wird kurz die Geschichte aus Bodycaught  erwähnt und im Club sind Mark und Alex aus Irgendwie Top  bzw.  Irgendwie Lions Roar  beim tanzen. So was Bücherübergreifendes, ohne das es eine Reihe ist, lese ich total gerne. Ich mag das einfach. *gg* Fazit Eine Liebesgeschichte die sich langsam entwickelt. So schön!! *seufz* Leon und Kai Mecklenburger Winter Pink X-Mas (pausiert - auf FanFiktion oder BookRix zu finden) Ironman (in der Sammlung "Waikiki Beach Storys") Zitat, 29%: "Nicht zum ersten Mal, fragte sich Kai verzweifelt, wie er diesen besonderen Ultramarathon mit dem Namen: „Lass-Leon-Zeit-sich-zu-dir-zu-bekennen-dann-wird-er-dir-schon-von-alleine-in-die-Arme-fallen“ durchhalten sollte, wenn er schon auf den ersten Kilometern zu versagen drohte."

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  • Ein tolles Buch

    Mecklenburger Winter: Gay Romance
    Elphaba1

    Elphaba1

    05. October 2014 um 20:08

    Bei MW ist mir das Herz aufgegangen. In diesem Buch ist alles drin was ich brauche. Pferde Schnee liebe zwischen zwei Männern. Leon hat ein hartes Schicksal und auch Kai hat so einiges zu überwinden. Doch genau das ist es was man von einem Buch erwartet.

  • Ein ganz tolles buch

    Mecklenburger Winter: Gay Romance
    jessica_barnefske

    jessica_barnefske

    12. June 2013 um 14:05

     Ich bin begeistert diese Geschichte ist echt Super ... Ich hab von der ersten Seite an immer ein schmunzeln im Gesicht gehabt... In diesem Buch wird die Beziehung zwischen 2 Männern beschrieben wie sie ich kennen lernen... Und sich lieben lerne .. Aber auch was es für Schwierigkeiten bereitet wenn man in Homo Beziehung lebt... Aber von der ersten Seite merkt man das die Autorin mit Herz und Seele dieses Genre schreibt... Sie versucht mit Humor die Geschichte aufzulockern... Und natürlich die liebe zu Pferden wird hier wieder ganz deutlich.. Also ich kann das Buch echt empfehlen mit etwas über 400 Seiten ein ganz tolles Buch.. Sollten sich manche echt ein beispiel dran nehmen und etwas aufgeschlossener sein... Und natürlich habe ich auch sehr viel ärger verspürt leons vater gegenüber das er so mit seinem Sohn umgesprungen ist.. aber ich war hin und weg wie  Kai von anfang hinter leon gestanden hat! Auch wenn leon am anfang sich nicht eingestehen wollte das er schwul ist, aber im nachhinein hat kai sehr viel verständniss für ihn gehabt und ihm gezeigt das es nicht schlimm ist schwul zu sein, und er sich nicht verstecken muss!  Ich danke der autorin für diesen tollen lesegenuss

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  • Rezension zu "Mecklenburger Winter: Gay Romance" von Chris P. Rolls

    Mecklenburger Winter: Gay Romance
    Lizzy_Curse

    Lizzy_Curse

    31. January 2013 um 20:11

    Kai ist Triathlet aus Leidenschaft und lässt sich trotz eisigen, stürmischen Wetters nicht davon abhalten für seine Wettkämpfe zu trainieren. Natürlich, wie kann es auch anders sein, landet er in einer Schneewehe, aus der er wieder befreit werden muss. Kai findet sich Auge in Auge mit seiner großen Liebe wieder, Leonard, der von seinem Glück jedoch noch nichts ahnt. Leon geht noch zur Schule und liebt gleichzeitig die Pferde, für die er auf dem Hof seines konservativen Vaters Sorge trägt. So nimmt die Liebesgeschichte zwischen Kai und Leon ihren Anfang, und es bereitet große Freude ihren weiteren Verlauf zu verfolgen. Das Hoppelhäschen und die Laufmasche werden wohl noch lange in meinem Gedächtnis verweilen. Herzhaftes Lachen ist ebenso ist ebenso in diesem Buch inbegriffen, wie kleine, leise Aufseufzer. Natürlich, es ist eine Liebesgeschichte, eine Geschichte über Selbstfindung und die Probleme, die in einer ländlichen Gegend noch immer mit einem Outing einher gehen. Doch ich finde dieses Werk wirklich gelungen. Die Autorin versteht es, zu unterhalten und Beziehungsstränge zu weben, so dass man mit Kai und Leon mitfühlen kann und die Seiten nur so an einem vorbeihoppeln. Die Sprache, die sie verwendet, scheint aus dem Leben gegriffen und schafft es zumindestens mich zu fesseln, ist jedoch nichts für jene Leser, die auf ein sehr hohes Leseniveau Wert legen. Ich fand jedoch insbesondere Kais Gedanken (die die Autorin (das gebe ich zu) so manches Mal etwas zu ausschweifend beschreibt) sehr unterhaltsam. Als einen Minuspunkt empfand ich persönlich die Wiederholungen, die oftmals in „Mecklenburger Winter“ vorkamen. Natürlich war das Buch aus Kais Sichtweise geschrieben und er hatte definitiv die rosarote Brille auf, aber ich wusste schon nach zweimaliger Erwähnung, dass Kai muskulös und gutaussehend und Leon schüchtern und niedlich ist. Alles in allem würde ich „Mecklenburger Winter“ jedem weiterempfehlen, der eine süße und gleichzeitig problematische Geschichte über die erste Liebe im Gay - Romance - Bereich lesen möchte.

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  • Rezension zu "Mecklenburger Winter: Gay Romance" von Chris P. Rolls

    Mecklenburger Winter: Gay Romance
    Koriko

    Koriko

    31. January 2013 um 07:25

    Nicht einmal der kälteste Winter und spiegelglatte Fahrbahnen können den Triathleten und Sportfanatiker Kai davon abhalten sein tägliches Trainingsprogramm zu absolvieren. Das endet eines Tages mitten in einer Schneewehe, als ihn der Wind samt Fahrrad von der Straße drängt. Zum Glück hilft ihm der 17-jährige Leonard, der Kais Missgeschick vom Auto aus beobachtet hat. Die beiden ungleichen Männer lernen sich kennen und Kai, der offen schwul lebt, findet Gefallen an seinem Retter. Dieser kann zunächst nichts mit den Avancen des Sportlers anfangen, findet in Kai jedoch einen Freund, der für all seine Probleme ein offenes Ohr hat. Und davon hat Leon dank seines homophoben Vaters eine Menge, da er aufgrund seines schmalen Körperbaus permanent als Schwuchtel tituliert wird und dank der Arbeit auf dem Reiterhof seiner Familie kaum Freunde hat. Aus diesem Grund gilt seine ganze Aufmerksamkeit seinem Springpferd Bella, mit der er bereits einige Turniere für sich entscheiden konnte. Dementsprechend schlecht stehen Kais Chancen zunächst den jungen Mann für sich zu gewinnen, doch mit viel Geduld und Ausdauer erkämpft er sich einen Platz als Freund an Leons Seite. Nach und nach vertieft sich die Freundschaft der beiden und es wird offensichtlich, dass Leon ebenfalls nur an Männern interessiert ist. Aus Angst vor seinem Vater und davor als Schwuchtel in der ländlichen Gegend endgültig als Außenseiter dazustehen, verleugnet Leon jedoch seine Gefühle und will nichts davon wissen. Kai muss all seine Geduld aufbringen, um seinen Freund behutsam aus seinem Schneckenhaus zu locken und eine zarte Beziehung aufzubauen. Doch damit beginnen erst ihre Probleme, denn Leon weigert sich offen zu Kai zu stehen und sich vor seiner Familie zu outen, zumal unter der Oberfläche einige Geheimnisse schlummern, die Leons Eltern immer vor ihrem Sohn geheim gehalten haben … Mit „Mecklenburger Winter“ legt die in der homoerotischen Literatur bekannte und beliebte Autorin Chris P. Rolls ihren ersten umfangreichen Roman vor. Waren ihre ersten Bücher lediglich 200-300 Seiten lang, so erwartet den Leser hier ein 500 Seiten Schmöcker, der tief in die ländliche Gegend Mecklenburgs entführt und deutlich zeigt, wie eng die Autorin mit der Gegend verwurzelt ist. Die Geschichte bietet nicht unbedingt etwas Neues – eine typische Coming-Out Story mit viel (stellenweise kitschiger) Romantik und einer gehörigen Portion Dramatik. Das erste Drittel des Buches zieht sich ein wenig, da sich die Beziehung zwischen Kai und Leon nur sehr langsam entwickelt und es Geduld erfordert, bis es endlich vorangeht. Wer durchhält wird belohnt, denn ab dem 20. Kapitel geht es Schlag auf Schlag und es fällt zunehmend schwerer das Buch aus der Hand zu legen. Der Vergleich mit einem Triathlon ist an dieser Stelle gar nicht mal verkehrt, da „Mecklenburger Winter“ vom Aufbau her sehr an einen solchen Wettkampf erinnert. Ein großer Pluspunkt sind die Protagonisten, die sehr einfühlsam und realistisch in Szene gesetzt sind. Sowohl Kai, der dem Leser schnell durch seine offene und lockere Art and Herz wächst, als auch Leon, der im Laufe der Geschichte immer weiter aufblüht und spürbar erwachsen wird, sind sehr überzeugend und nachvollziehbar dargestellt. Man kann sich in beide Figuren hineinversetzen, obwohl das Buch komplett aus Kais Sicht erzählt wird. Auch die Nebenfiguren wirken weder aufgesetzt, noch unrealistisch. Es ist schön, dass sich die Autorin auch damit befasst hat, wieso Leons Vater so homophob ist und welche Ereignisse zu dessen Verhalten führen. Dies verleiht dem Buch eine zusätzliche Tiefe, da der „Böse“ nicht einfach nur böse ist, weil er diese Rolle zugewiesen bekommen hat. Stilistisch kann „Mecklenburger Winter“ ebenfalls voll und ganz überzeugen. Der Roman lässt sich angenehm lesen und Chris P. Rolls Schreibstil ist flüssig, egal ob sie die winterliche Landschaft Mecklenburgs, die sportlichen Übungen und Wettkämpfe von Leon oder Kai oder die erotischen Spiele zwischen den beiden beschreibt. Dank ihres großen Wortschatzes wird es nie langweilig, auch wenn sich hin und wieder Wiederholungen (gerade, wenn es um Erklärungen einiger Begrifflichkeiten geht) und kleine Rechtschreibfehler einschleichen. Dafür hat sich die Autorin wirklich über das Reiten, den Triathlon und die sportlichen Fachbegriffe informiert und kann daher den Sportfanatiker Kai sehr gut in Szene setzen. Nur hin und wieder tauchen einige Ungereimtheiten auf (z.B. Kais Ernährung, die zwar leistungssportgerecht beschrieben ist, er aber zu Beginn zu oft zur Tiefkühlpizza greift), die den Leser stutzen lassen. Insgesamt ist „Mecklenburger Winter“ ein sehr schönes, stimmungsvolles Buch, das durch seine realistischen Figuren und den fesselnden Schreibstil punkten kann. Die Geschichte bietet zwar nichts Neues, macht jedoch Spaß und neugierig auf andere Projekte von Chris P. Rolls, insbesondere da Charaktere aus anderen Romanen einen Gastauftritt in „Mecklenburger Winter“ erhalten. Wer realistische, alltägliche Bücher sucht und keine Probleme mit kitschigen und erotischen Szenen hat, sollte zugreifen. Es lohnt sich.

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  • Rezension zu "Mecklenburger Winter: Gay Romance" von Chris P. Rolls

    Mecklenburger Winter: Gay Romance
    marion_mensens

    marion_mensens

    16. January 2013 um 17:34

    Auf Hasenpfoten über die Eisdecke Der Winter hat Mecklenburg im Griff - und die Geschichte hatte mich von Anfang an im Griff. Die Charaktäre, allen voran Kai und Leon, sind liebevoll gestaltet und lebensecht gelungen. Manchmal hat man fast das Gefühl beim Lesen durchs Buch greifen zu können und bloß noch einen Millimeter weiter sich strecken zu müssen und man könne sie berühren. Dabei geht es in der Geschichte nicht „nur“ um die körperliche Berührung. Vielmehr berühren sich die Charaktäre gegenseitig auf vielfältige Weise- und den Leser, die Leserin ebenso. Die Geschichte ist emotional ergreifend- und ab und an zu Tränen mitreißend. An anderen Stellen auch verdammt witzig. Und, nichts desto trotz oder vielmehr aufgrund dessen, das sie mehr ist als bloß erotisch, extrem erotisch. Sprachlich angenehm, winterlich romantisch bis anheizend ehrlich. Eine komplexe Mischung aus dem „Alltag“, der Lebensgeschichten der Akteure und gekonnt in Szene gefasstem Sex. Auch für Nicht-SportlerInnen findet sich kein Hauch ungewollter Sportinfo zu viel. Meiner Meinung nach eine gute Balance zwischen den Inhalten und auch ein authentisch wirkender zeitmäßiger Verlauf der Beziehung zwischen Kai und Leon. Für den Leser, die Leserin: Nichts zu langsam, nichts zu schnell. Manchmal aber unerwartet, besser als o8/15. Und Außerdem: Mit kleinen Einblicken darf man sich Leons Geheimnis nähern und in Kais Gefühlswelt eintauchen, die sich vom Fokus bloßer Anziehung auf sehr viel mehr erweitert. Man geht mit- mit über die brüchige Eisdecke auf der der Schneehase hoppelt. Man bangt, man hofft, man leidet, man begehrt. Und für eine Zeit lang wird man zu Kai, völlig verliebt.

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  • Rezension zu "Mecklenburger Winter: Gay Romance" von Chris P. Rolls

    Mecklenburger Winter: Gay Romance
    Evejean

    Evejean

    12. January 2013 um 15:20

    Wenn man vor hat in der Nacht zu schlafen sollte man dieses Buch nicht abends anfangen zulesen. Es ist die reinste Qual mittendrinn aufhören zu müssen. Die Figuren sind gut herrausgearbeitet, mir hat vorallem der liebevolle Vater von Leon gefallen, denk mal es ist nicht so einfach so eine engstirnige Figur darstellen ohne zu sehr zu übertreiben.