Chris Petit Psalmen des Todes

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Inhaltsangabe zu „Psalmen des Todes“ von Chris Petit

Viel mehr als nur ein Thriller - Psalmen des Todes ist ein literarischer Hochgenuß. Seine apokalyptischen Schilderungen Nordirlands schaffen eine einzigartige Atmosphäre, die den Leser so schnell nicht mehr losläßt.

Beklemmender Thriller mit dem Nordirland-Konflikt als Hintergrund

— RalphHauptmann
RalphHauptmann

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  • Gut recherchierter Thriller ueber die tiefsten menschlichen Abgruende

    Psalmen des Todes
    RalphHauptmann

    RalphHauptmann

    11. November 2015 um 16:09

    Wie auch schon bei „Attila“ von William Napier muss ich gestehen, dass ich hier die englische Originalausgabe rezensiere, in der stillen Hoffnung, dass die deutsche Uebersetzung – ohne sie gelesen zu haben – dem  hervorragenden englischen Text gerecht wird. Gereizt hat mich dieser Titel, als ich den Klappentext ueberflogen habe, indem angedeutet wird, dass dieser Thriller im wesentlichen im politisch zerrissenen Nordirland der spaeten 80er Jahren ansiedelt ist, was fuer mich eine doppelte Relevanz hatte, da ich zum einen meine Masterarbeit ueber verschiedene Aspekte der Entstehung des Nordirlandkonfliktes geschrieben habe und zum anderen, weil ich mich genau zu diesem Zweck 1987/88 in Belfast aufgehalten habe. Ich war also sehr gespannt auf die Atmosphaere des Thrillers, die ich ja damals live miterleben konnte. Kurz vorab zum Buch und zur Handlung. Ich halte den deutschen Titel „Psalmen des Todes“ fuer nicht sooo gluecklich gewaehlt, ich denke, er wird dem nicht gerecht, was den Leser wirklich erwartet, ebenso wie die zwar mit ein paar Leichen „geschmueckte“, aber ansonsten eher „friedliche“ Covergestaltung. Aber das ist nur meine persoenliche Meinung.  Im Belfast der 80er Jahre ist Detective Inspector Cross konfrontiert mit einer Reihe von Morden, die auf den ersten Blick den Eindruck der zu dieser Zeit ueblichen „sektiererischen“ Morde – Katholiken an Protestanten und umgekehrt – erwecken. Kompliziert wird die Sache zum einen, als man herausfindet, dass alle Morde durch einen in einer Zeitung veroeffentlichen Psalm angekuendigt werden, zum anderen, als der Moerder ploetzlich beginnt, die religioesen Grenzen zu ueberschreiten. Ohne spoilen zu wollen, aber die letztendliche Aufloesung fuehrt in die tiefsten Abgruende der menschlichen Natur. Faszinierend ist, wie der Nordirlandkonflikt – speziell durch die staendige Einfuegung von Rueckblendung – aus seiner scheinbaren Hauptrolle in die einer Kulisse mit eigentlich nur noch wenig Relevanz abgleitet. Faszinierend vor allem deshalb, weil er in all seinen komplizierten politischen Details wie der Stalker-Ermittlung gegen Kompetenzueberschreitungen der Sicherheitskraefte, die die Ermittlungen natuerlich massiv erschweren, minutioes beschrieben wird, das auf eine Art und Weise, die selbst jemanden wie mich, der sich jahrelang intensivst mit diesem Konflikt auseinandergesetzt hat, was Wahrheit, was Fiktion, was gesicherte Information oder gut gemachte Spekulation ist. Die intensive Beschreibung der durch den Konflikt schwer belasteten Ehe des Protagonisten sowie die tragische Liebesgeschichte runden das Bild von einem extrem gut gemachten Thriller mit einem ueberraschenden Ende perfekt ab. Zusammengefasst: ein toller Thriller, der eine beklemmende Stimmung verbreitet, definitiv keine Gutenachtgeschichte.

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