Chris Schlicht Maschinenseele

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Inhaltsangabe zu „Maschinenseele“ von Chris Schlicht

Wir schreiben das Jahr 1900. Im Stadtmoloch Frankfurt-Wiesbaden versucht Oberkommissar Peter Langendorf, eine Mordserie aufzuklären. Ein Wahnsinniger tötet scheinbar wahllos Menschen, denen er ein Körperteil raubt und deren Leichen er an öffentlichen Orten zur Schau stellt.
Doch damit nicht genug – wieder bekommt Langendorf es mit Ratten zu tun, diesmal mit fliegenden, und auch die Familie von Wallenfels, seine alte Nemesis, scheint weiter üble Ränke zu schmieden.

fesselnder und beklemmender Steampunk

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    Maschinenseele

    phantastische_fluchten

    07. January 2018 um 09:09

    Oberkommissar Peter Langendorf ist ein genialer Ermittler und wird für seine unangepassten und  unorthodoxen  Methoden oft gehasst und gefürchtet. Als in Frankfurt-Wiesbaden grauenvoll zugerichtete Leichen gefunden werden, ist schnell ein Täter ermittelt und ein von ihm unterschriebenes Geständnis macht die Angelegenheit einfach.  Langendorf weiß, dass der geistig labile und körperlich schwache Mann unmöglich der Täter sein kann. Der neue Rechtsmediziner, der Ungar Csakanyi, ein eben solcher brillanter Querdenker wie der Oberkommissar, stimmt dem zu. Und als erneute eine schauerlich zugerichtete Leiche gefunden wird, ist klar, dass die Staatsanwaltschaft einen Fehler begangen hat. Die Festnahme des armen Straßenkehrers sorgt für Unmut in den armen Bevölkerungsschichten, die außerhalb des Stadtkerns vor sich hinvegetieren. Die Morde interessieren die Armen nicht sonderlich, doch dass immer mehr ihrer Kinder verschwinden, macht der Bevölkerung Angst, vergeblich hoffen sie auf die Hilfe der Gendarmen oder der Polizei.  Bald wird Langendorf klar, das zwischen den verschwundenen Kindern und den Morden ein Zusammenhang bestehen muss. Das Buch wurde als Steampunk Roman angepriesen und das ist sicherlich auch treffend. Doch die Grusel-und Horrorelemente sind nicht zu unterschätzen, die Geschichte ist bedrückend, düster und beklemmend  und geht unter die Haut. Die Autorin findet sehr drastische Worte für die geschilderten Klassenunterschiede und sie zeigt dem Leser das ganze Elend und die Hilflosigkeit des größten Teils der Bevölkerung. Die Oberstadt, in der die Reichen und Mächtige wohnen, wird zum Abend hin abgeriegelt, alle Arbeiter, die keine Unterkunft bei einem Dienstherren vorweisen können, müssen die Stadt verlassen und in ihre Elendsbehausungen zurück. In den Armenvierteln steigt die Zahl der Arbeitslosen. Schulen werden geschlossen und immer mehr Seuchen und Krankheiten breiten sich aus. Peter Langendorf hat noch gute Kontakte zu der Unterstadt aus seiner Zeit als Detektiv und er hört vieles, was seinen Vorgesetzten und der Staatsanwaltschaft verborgen bleibt. So erfährt er auch auf Umwegen von dem Verschwinden der Kinder. Allerdings handelt es sich bei den Mordopfern nicht um Kinder, also wo besteht der Zusammenhang? Es handelt sich hier um einen zweiten Roman über den Ermittler Langendorf, es gibt immer wieder Hinweise auf Baron von Wallenfels und seine Familie, die im ersten Roman wohl eine bedeutende Rolle spielen. Und die Art und Weise der Morde erinnert den Ermittler sehr an den Baron, dessen Grausamkeiten und perfiden Pläne denen des Mörders ähneln. Er ist sich sicher, dass der Baron nicht der Täter sein kann, doch er beginnt, in dessen Umfeld zu ermitteln. Andere, wiederkehrende Personen sind sein Bruder Paul, ein Ingenieur und dessen Geliebter Valerian, sowie die Familie Bartfelder aus der Unterstadt. Die Personen werden sehr anschaulich beschrieben und besitzen wahrhaft Charakter. Man leidet mit der Bevölkerung, deren Nöte niemand ernst niemand, man versteht den Frust und den Ärger des Oberkommissars ob der Borniertheit einiger Mächtiger und man versteht, warum sich einige Menschen für ein paar Kupferlinge zu grausigen Taten verleiten lassen. Die Autorin schreibt sehr klar, flüssig und überzeugend, die Geschichte hat mich vom ersten Moment an gepackt und ich werde sicherlich das vorherige Buch ebenfalls lesen. Obwohl es sich um ein fiktives Wiesbaden- Frankfurt des Jahres 1900 handelt, wirken die Ereignisse sehr glaubhaft. Die Industrialisierung hat Ausmaße angenommen, die niemand vorhersehen konnte. Die Menschen vegetieren in den Fabriken, deren Abfall und Schmutz ungefiltert in die Seen, Flüsse und die Luft abgeleitet werden. Automobile vertreiben das Pferd, Luftschiffe erobern den Himmel und mechanische Ersatzteile ersetzen verlorene Gliedmaßen. Die Menschen können kaum mit dem Fortschritt mithalten, Nutznießer sind die Reichen und Verlierer und Opfer die Armen. Peter Langendorf verkörpert hier eine Mitte, ein Mensch zwischen den Welten, einer der wenigen Personen, der beide Seiten sieht und kennt. In dieser ungerechten Welt zu seinen Werten zu stehen ist nicht leicht, doch in seinen drei Untergebenen findet er Freunde und Helfer, die ihn bei seinen Ermittlungen unterstützen und die ihm tatkräftig zur Seite stehen. Trotz all der Düsternis, des Gruselns  und des Elends darf auch hier ein bisschen Romantik  nicht fehlen, was dem Buch einen Hauch der Schwere nimmt und etwas Licht in den Horror bringt. Optisch passt das Cover beeindruckend gut zu der Geschichte, wie fast immer bei Feder & Schwert. Der Titel, so wie er dargestellt ist, verdeutlicht sehr klar, dass es um Steampunk geht und das Cover vermittelt einen ersten Eindruck, dass es keine leichte Story ist.

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