Neuer Beitrag

Chris_Svartbeck

vor 9 Monaten

Alle Bewerbungen

Hallo Fantasy-Fans!
Ich eröffne gerade die Leserunde für einen weiteren Band aus der Spiegelmagie-Serie. Mit diesem dritten eBook endet die erste Geschichte aus der Spiegelmagie-Welt, aber es werden ganz sicher noch mehrere weitere folgen. Wer möchte mitlesen?
Kleine Warnung: Dieser Band ist deutlich länger als die vorherigen.

Der Band wird, wie auch der zweite Band der Serie, bis zur Leipziger Buchmesse im Machandel Verlag als gedrucktes Buch erscheinen, solange aber gibt es ihn nur als Selfpublicher-Ebook. Ich stifte 10 Bücher, mögliche Formate sind epub (Tolino), mobi (Kindle) und pdf für alle, die weder- noch haben.

Klappentext:
Dass die Wüstenstämme sich mit Tolor und Karapak anlegen würden, war praktisch vorprogrammiert. Der Grundstein zu diesem Krieg wurde bereits vor 1000 Jahren gelegt. Allerdings hatte niemand voraussehen können, wozu sich dieser Krieg entwickeln würde. Mit so verheerenden Folgen rechneten nicht einmal die Zauberer.
Die Prophezeiungen führen in die Irre.
Die Orakel können die tatsächliche Zukunft nicht mehr erkennen.
Die Götter haben einen unberechenbaren Stein in die Wagschale der Zukunft geworfen.
Und das Rad des Schicksals ist bereit, sich zu drehen.

Wer mitmachen möchte, sollte sich hier bis zum 8. Januar 2017 melden und mir eine kleine Frage beantworten: Was mögt Ihr lieber (lesen), eine Geschichte über den Schamanen der Wüstenkrieger, oder eine Geschichte aus der Welt der karapakischen Zauberer?

Als kleines Bonbon werde ich hier zum Ende der Leserunde eine Szene mit dem am meisten genannten Motiv  veröffentlichen, eine Szene, die nicht im Buch vorkommt, aber in die Welt des Buches passt.

Viel Glück und spannende Lektüre wünscht Euch
Chris Svartbeck

Autor: Chris Svartbeck
Buch: Wüstenkrieger: Spiegelmagie Band 3

Galladan

vor 9 Monaten

Alle Bewerbungen

Was sehen meine müden Augen? Der dritte Band ist schon fertig! Da lass ich doch fast schon gleich die Raketen steigen. Da springe ich sowas von in den Lostopf.

Ich weiss nicht mal wirklich was ich mir als Bonus wählen würde. Einen Ticken mehr für den Schamanen der Wüstenkrieger. Aber wirklich nur einen Hauch mehr. Ich schau mal ganz lieb und wünsche mir Beide. 😁

Rasente

vor 9 Monaten

Alle Bewerbungen

Auch wenn mir bei der Rezension von Teil 2 "böse Dinge" dazwischen gekommen sind ist meine Lust an der Geschichte um Jo und Ioro und die Spiegel ungebremst und ich wäre gerne auch bei Teil 3 mit dabei.

Und da wir schon einiges über die Zauberer wissen (auch wenn es mehr sein könnte) würde ich mir eine Geschichte über die Schamanen wünschen :) )

Beiträge danach
126 weitere Beiträge (Klassische Ansicht)
Beiträge davor

Evanesca

vor 8 Monaten

Bonusszene

Ich habe aus Zeitgründen das Buch für mich alleine gelesen (und heute angefangen und auch schon beendet, es ist wie immer sehr spannend!), aber ich freue mich auf die Bonusszene und bin bei Band 4 spätestens wieder bereit, mit der Gruppe zu lesen. Ihr habt mir gefehlt :).
Und wie gesagt, ich freue mich echt auf die Bonusszene und somit auf einen weiteren Happen aus dieser toll ausgearbeiteten Welt.

Chris_Svartbeck

vor 7 Monaten

Bonusszene
@Evanesca

An einem Tag durchgelesen - dann hat es Dir wirklich gefallen. Und die Bonus-Szene kommt auf jeden Fall, versprochen, wahrscheinlich noch an diesem Wochenende.

Chris_Svartbeck

vor 7 Monaten

Bonusszene

Und die Bonusszene ist fertig. ich habe mich dafür entschieden, den wichtigsten Punkt in der Geschichte des Schamanen zu zeigen. Den nämlich, in dem er zu dem wurde, was er heute ist.
Der Grund, weshalb er trotz aller seiner Fehler meine Sympathien hat.
Die Geschichte spielt in jener fernen Zeit, in der die Wüstenstämme noch keine Wüstenstämme waren, in der ihre Herden so zahlreich waren wie die Menschen in ihren Zelten, und in der sie mehrere Schamanen hatten, zwei oder drei in jedem der Stämme. Schamanen, die Zauberer waren, auch wenn sie sich nicht so nannten, die aber im Gegensatz zu den Zauberern die Spiegel verschmähten und ihre Nutzung ablehnten. Diese Frauen und Männer lenkten das Geschick der Stämme, bis zu einem verhängnisvollen Zusammentreffen.

unmittelbare Vorgeschichte:
Einer der Schamanen der Nomadenstämme (damals gabe es weder die Wüste noch die Wüstenstämme) hat damals, vor rund 1000 Jahre, irgendwie herausgekriegt, dass die Zauberer-Allianz (auch die Kristallkammer gab es noch nicht) plant, das Problem der Nomaden ein für alle Male zu erledigen. Er ist dabei der Spur eines Kindes seines Stammes gefolgt, dass aufgrund seines ausgeprägten Zauberer-Potentials von einem der Allianz-Zauberer entführt wurde. Mitten in der Steppe, weit weg von den heimatlichen Zelten des Schamanen, treffen die beiden aufeinander.

Bonusszene:
„So habe ich also doch einen von euch aus seinem Loch gelockt.” Mit einem spöttischen Lächeln musterte der Zauberer seinen Gegner. Fast spielerisch senkte er den Spiegel auf den Kopf des Kindes. Kaum dass er den Scheitel des Mädchens berührte, sog der Spiegel es in sich hinein. Der Schamane fühlte, wie sich sein Herzschlag verdoppelte. Diese Arroganz, mit der die Zauberer mit Menschenleben spielten … Die Augen des verschwundenen Mädchens schienen ihn immer noch um Hilfe anzuflehen. Die Kinder seines Volkes …
Der Schamane überlegte nicht länger. In aufschäumender Wut griff er zu, warf einen Zauber gegen seinen Gegner. Der Zauber versank wirkungslos im Spiegel. Der Schamane versuchte es auf Umwegen. Er rief den Sand, unter den Füßen seines Gegners nachzugeben, er rief das Gras, ihn zu umschlingen und ihn bewegungsunfähig zu machen, er rief den Wind, ihm den Umhang vor das Gesicht zu pressen und ihm die Sicht zu nehmen.
Der Sand hätte es beinahe geschafft. Aber nur beinahe. Den Rest seiner Angriffe wehrte der Zauberer ohne langes Nachdenken ab. Und dann kam er näher. Der Schamane begriff, dass er verloren hatte. Ein bitterer Geschmack war in seinem Mund. Seine Seele würde den Spiegel stärken, den Zauber unterstützen, der sein eigenes Volk vernichten sollte. Fieberhaft überlegte er, suchte nach einem letzten Ausweg. Der Spiegel war nur noch wenige Handbreit vor ihm.
Der Schamane sprang. Tauchte unter der Hand mit dem Spiegel hinweg und packte den anderen an der Hüfte, warf ihn zu Boden, hielt ihn mit aller Kraft fest. Wenn der Zauberer jetzt seine Seele in den Spiegel zog, würde er sich selbst mit hineinziehen. Er bog den Kopf zurück, sah, wie das Begreifen in der Augen des Zauberers aufflackerte. Dann setzte sein Gegner den Spiegel konventionell ein, entnahm ihm Kraft, um den Schamanen zu bezwingen. Der Schamane verspürte finstere Genugtuung. Offenbar hatten die Zauberer vergessen, wie man ohne Spiegel zauberte. Bei direktem Körperkontakt war jede, wirklich jede Kraftquelle für beide zugänglich. Auch der Schamane bediente sich der Kraft des Spiegels. Er konnte förmlich spüren, wie diese Kraft hinausfloss, sich gegen sich selbst richtete, im Nichts zerstob. Kurz streiften seine Gedanken die Seele des Mädchens, er spürte, wie groß ihre Angst davor war, ein Windgeist zu werden, und einen kurzen Funken von Dankbarkeit, als er auch sie zergehen ließ.
Und dann war der Spiegel verbraucht, aufgelöst. Der Schamane starrte immer noch in das Gesicht seines Gegners. Ein Gesicht, das jung aussah, auch wenn der Zauberer bereits einige Menschenleben messen mochte. Ein Gesicht, das sich zu einem breiten Grinsen verzog, als der Zauberer das bemerkte, was der Schamane bereits wusste.
Die Hände, die den Zauberer hielten, waren alt und schwach. Der Körper, der auf ihm lag, hager und gebrechlich.
Der Zweikampf hatte nicht nur den Spiegel verbraucht, sondern auch den Körper des Schamanen. Schamanen zauberten nun einmal aus eigener Lebenskraft.
Der Zauberer packte die Handgelenke des Schamanen, drückte ihn zurück. „Das war’s, alter Mann. Du bist verbraucht. Ich glaube, es würde sich nicht einmal mehr lohnen, dich zu einem Spiegel zu machen.”
Er drückte fester. Der Schamane spürte Knochen brechen. Der Zauberer stand auf, trat ihm gegen die Rippen. Erneut brachen Knochen.
Etliche Tritte später hielt der Zauberer inne und sah auf sein Opfer herab. „Ein nutzloses Gerippe”, sagte er verächtlich. „In dem Zustand lebst du nur noch wenige Kerzen. Und dann kanst du als Windgeist zusehen, was wir mit deinen Leuten machen.”
Der Schamane erschauderte. Das hatte er über dem Kampf vollkommen vergessen. Sein Volk … Was immer auch die Zauberer mit ihm vorhatten, es würde bald geschehen. Und es würde schrecklich sein. Und niemand war da, der sie warnen konnte.
Niemand außer ihm. Er musste etwas tun. Irgendetwas.
Blindling griff er mit den Resten seiner Magie hinaus, griff nach dem Zauberer, der damit überhaupt nicht mehr gerechnet hatte, und packte sein Herz, drückte es zusammen. Der Zauberer brach über dem Schamanen in die Knie. Noch ein wenig …
Der Schamane hielt inne. Ja, er konnte seinen Gegner jetzt töten, aber er selbst würde trotzdem sterben, so verletzt, wie er war, und dann war immer noch niemand da, der sein Volk warnen konnte. Er sah auf den schwankenden Körper, der über ihm aufragte. Es musste eine andere Möglichkeit geben. Und wenn er …
Er probierte es einfach. Hob seinen höllisch schmerzenden, gebrochenen Arm weit genug, dass er den Körper des Zauberers berühren konnte. Und dann schickte er seine Seele seiner Magie hinterher.

Die Seele des Zauberers wehrte sich vehement, als ein Fremder plötzlich ihren Körper beanspruchte. Der Zauberer war jung und stark. Einen Moment sah es so aus, als ob seine Seele diesen Kampf gewinnen würde. Doch auch wenn der Körper des Schamanen der eines Greises war, so war doch seine Seele ebenfalls noch jung. Und was ihr an Kraft fehlte, verlieh ihr der verzweifelte Wunsch, ein ganzes Volk zu retten. Der Schamane gewann die Oberhand.
Gerade wollte er die Restseele seines Gegners aus dem Körper stoßen, da hielt er inne. Der andere hatte Informationen, die er brauchte. Der Schamane begann, die Seele des Zauberer Stück für Stück zu zerpflücken und ihre Erinnerungen sich selbst einzuverleiben.
Es funktionierte. Die Teile der fremden Seele verschmolzen mit seiner. Einen flüchtigen Moment begriff er, dass er selbst dadurch ebenfalls verändert wurde, aber das war nicht so wichtig. Wichtiger waren die Informationen, die er nun dem Geist des anderen entnehmen konnte. Erinnerungen, die ihm jetzt so zugänglich waren, als wären es seine eigenen.
Er fand, was er suchte, und stöhnte entsetzt auf.
Heute noch!
Heute Abend noch!
Die Vernichtung seines Volkes stand unmittelbar bevor!

Der Schamane rannte. In diesem einen Moment in seinem Leben verfluchte er die Tatsache, dass er keinen Spiegel hatte, nur auf die Kraft seines eigenen Körpers angewiesen war. Ein Körper, der jetzt jünger war, aber immer noch ein normaler, nur begrenzt leistungsfähiger menschlicher Körper. Der Schamane rannte, bis ihm die Beine den Dienst versagten und er stürzte. Sobald es ihm möglich war, rappelte er sich wieder auf, lief taumelnd weiter, dieses Mal deutlich langsamer, aber er lief. In der Ferne zeichneten sich vor dem inzwischen nächtlichen Himmel die Berge ab, schwarze Schatten vor den Sternen. Er lief.
Und hielt inne, als sei er in eine Mauer gelaufen. Die Berge glühten auf. Ein düsteres, rötliches Licht schien über sie zu fließen. Der Schamane zitterte. Zu spät! Der Zauber wirkte bereits. Er starrte auf das Glühen, das stärker wurde, heller wurde, bis die Berge von innen heraus zu leuchten schienen. Dunkle Wolken schienen durch dieses Leuchten zu schwimmen. Ein hohes Sirren lag in der Luft. Es war, als ob die Berge vor Schmerz schrien.
Dann hellte sich der Horizont im Osten langsam auf, und das Leuchten der Berge erlosch.
Der Schamane bewegte sich wieder vorwärts, langsam, schleppend. Nur zu gut wusste er, was er finden würde. Der Zauber hatte sein Volk gefressen. Vor ihm warteten nur noch Geister.

Evanesca

vor 7 Monaten

Bonusszene

Und ich habe Gänsehaut. Aber eine ganz fette. Der Schamane kam zu spät... Und diese Schuld ist eine, die sich von da an an jeden Schamanen weitervererbt...

Galladan

vor 7 Monaten

Bonusszene
@Chris_Svartbeck

Wow, tolle Geschichte. Womit Zauberer und Schamanen wohl unversöhnlich sind.

Chris_Svartbeck

vor 7 Monaten

Bonusszene
@Galladan

Zumindest für die nächsten 1000 Jahre ...

Chris_Svartbeck

vor 7 Monaten

Bonusszene
@Evanesca

Genau deshalb hat der Schamane Nior ja auch seinerzeit in dieses rote Tal in den Bergen geführt. Es lässt ihn einfach nicht los, auch wenn das Geschehen schon 1000 Jahre her ist.

Neuer Beitrag