Chrissy Cymbala wächst als Pastorenkind in New York auf, erlebt Gott als Kind, verschließt aber ihr Herz vor ihm und hängt es stattdessen an einen Mann. 7 Jahre lang belügt sie erst ihre Eltern und lange sich selbst. Sie wird schwanger, bekommt eine Tochter, und wacht dennoch erst mal nicht auf.
In "Nach Hause geliebt" erzählt sie ihre Geschichte, aus ihrer Sicht. Sehr ausführlich geht sie dabei auf ihr Innenleben ein. Ich fand ihre Entscheidungen trotzdem nicht immer nachvollziehbar und hätte mir insgesamt weniger Ausführlichkeit gewünscht.
Der Titel verrät es: Am Ende kehrt Chrissy zurück zu Gott, zurück zu ihren Eltern, zurück zu dem Glauben ihrer Kindheit, den sie erst als Erwachsene wirklich zu ihrem eigenen macht.
Eine herausragende Rolle haben Chrissys Eltern. Sie treffen selbst einige (harte) Entscheidungen, die die Lebenswende ihrer Tochter vorbereiten, und nehmen sie mit offenen Armen wieder auf.
Die letzten 5 Kapitel sind das Highlight des Buches. Eindrücklich führen sie die Macht des (kollektiven) Gebets vor Augen. Chrissys Wende ist einem Eingreifen Gottes zu verdanken - nicht mehr und nicht weniger. Sehr wenig Raum nicht jedoch die Zeit danach ein. Ich hätte mir weniger Fokus auf ihr altes und mehr auf ihr neues gewünscht. Aber das ist leider oft ein Problem bei "Bekehrungs-"Biografien.
Ich kann "Nach Hause geliebt" zusammenfassend bedingt empfehlen. Wer bereit ist, sich auf eine längere "Nabelschau" einzulassen, wird am Ende mit einem tollen Finale belohnt. Grundsätzlich ist das Buch jeder Frau zu empfehlen, die in einer toxischen Beziehung steckt und nicht davon loskommt. Gott tut heute noch Wunder - das zeigt "Nach Hause geliebt" ohne Zweifel auf.






