Christa Hein

 3.4 Sterne bei 19 Bewertungen
Autor von Der Glasgarten, Scirocco und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Christa Hein

Der Glasgarten

Der Glasgarten

 (13)
Erschienen am 31.08.2015
Der Blick durch den Spiegel

Der Blick durch den Spiegel

 (3)
Erschienen am 01.02.1998
Scirocco

Scirocco

 (3)
Erschienen am 01.09.2000
Vom Rand der Welt

Vom Rand der Welt

 (0)
Erschienen am 01.05.2003
Die ganze Welt in einem Satz

Die ganze Welt in einem Satz

 (0)
Erschienen am 04.03.2013
Quicksand

Quicksand

 (0)
Erschienen am 15.06.2016
Tütes Geheimnis

Tütes Geheimnis

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Erschienen am 01.03.2011
Liebe, Tod und Drogen

Liebe, Tod und Drogen

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Erschienen am 01.02.1992

Neue Rezensionen zu Christa Hein

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Rezension zu "Der Glasgarten" von Christa Hein

Eine poetische Reise in die Vergangenheit
Thaliomeevor 3 Jahren

Julie steht beruflich mitten im Leben und hat in ihrer Arbeit als Landschaftsgestalterin ihre Erfüllung gefunden. Als Julies Mutter stirbt, muss sie sich allein um alles kümmern, denn ihr Vater ist dement und lebt in einem Pflegeheim. Bei einer Anwältin erfährt sie, dass sie eine Halbschwester hat, die in Frankreich lebt. Außerdem hat Julie schon vor einer Weile ein Cottage in Frankreich geerbt, von dem sie bisher nichts wusste. Die Anwältin kann ihre Halbschwester nicht ausfindig machen und ihren Vater kann Julie nicht danach fragen.

Sie beschließt sich selbst auf die Suche zu machen und fährt nach Frankreich. Dort angekommen beginnt sie selbst nachzuforschen und erfährt viel über die Vergangenheit ihrer Mutter.


Leider hat mich die Story nicht fesseln können. Die Sprache ist wundervoll, die Beschreibung der Gärten, der Landschaft und der Gemälde ist absolut gelungen. Auch die Suche von Julie wird gut beschrieben, am Ende liefen für mich die Fäden aber nicht zusammen, sondern bildeten ein Knäuel, bei dem ich Mühe hatte, den Überblick zu behalten.

Während die Hinreise ausführlich beschrieben wurde, blieben die Personen für mich alle eher blass. Dadurch viel es mir schwer, sie einzuordnen und alles zu einem Bild zusammenzufügen.


Die Protagonistin selbst hat mich ebenfalls nicht überzeugt. Das Buch beginnt - mit dem Tod der Mutter - hochemotional und trotzdem wirkte Julie auf mich immer ein wenig emotionslos und unnahbar. Sie ist nicht unsympathisch, aber leider nicht so beschrieben, dass man sie ins Herz schließt.


Für mich ein Buch, dass in malerischer Sprache über Künste und Sehnsüchte schreibt. Leider bleiben die eigentliche Handlung und die Personen, die in sie verstrickt sind dabei auf der Strecke. Eine Empfehlung für Menschen, die viel Sinn für Poesie haben!

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Rezension zu "Der Glasgarten" von Christa Hein

Der Glasgarten
Xanakavor 3 Jahren

Ich habe Julie noch gar nicht richtig kennen gelernt, da wird sie auch schon mit dem Tod ihrer Mutter konfrontiert. In den letzten Stunden vor ihrem Tod wollte sie ihrer Tochter noch etwas Wichtiges mitteilen, dazu kam sie jedoch nicht mehr.


So erfährt sie erst bei der Testamentseröffnung, dass sie noch eine Schwester hat, welche auch erben soll. Mehr Informationen gibt es nicht. Aufklärung erhofft sich Julie beim Vater. Der leidet jedoch an fortgeschrittener Demenz und kann deshalb nur eingeschränkt helfen. Mit Hilfe einer Rechtsanwältin begibt sich Julie nach Frankreich und versucht auf eigene Faust ihre Schwester zu finden.


Julie ist ein sehr komplexer, eigenwilliger Charakter. Auf der Suche nach ihrer Schwester lernt sie die verschiedensten Menschen kennen und wird mit ihnen konfrontiert. Auch der Leser lernt zunehmend mehr von Julie kennen, jedoch scheinen ihre Handlungen nicht immer nachvollziehbar. Je mehr man liest, desto verworrener wird es. Einzelne Bruchstücke kommen dazu, hier passiert ein bisschen, da eine winzige Information, aber so richtig weiß man noch nicht, wo es hinführen soll. Und es passieren so merkwürdige Dinge, sodass ich mich während des Lesens immer wieder frage, wer hier sein Spiel mit Julie treibt?


Die Handlung wird durch liebevolle Beschreibungen der französischen Atlantikküste und der Natur drum herum ergänzt. Gärten, Gemälde und die wunderbare Natur der Umgebung beschreibt Christa Hein einfach mit einer besonders bildhaften und lebhaften Sprache. Während des Lesens schien das manchmal fast wichtiger zu sein, als der Inhalt bzw. das Fortlaufen der Geschichte. Aber es machte auf jeden Fall Lust nach Frankreich zu fahren und sich die Gegend einmal selbst anzusehen.
Wurde am Ende nun alles klarer für mich? Einiges zumindest schon, aber andererseits waren es doch plötzlich ziemlich viele Verwicklungen und Geschehnisse! Außerdem hatte man einige von den handelnden Personen gar nicht richtig kennen lernen können.


Aber was mich am Ende dann irgendwie zufrieden stimmte war, dass Julie zum Schluss so dieses "Blasse und Farblose" abgelegt hatte. Bei ihr wusste ich nie genau, wo sie hin will. Aber sie hat ihren Weg gefunden und dann eben sogar relativ geradlinig. Das hat mir gut gefallen.

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Rezension zu "Der Glasgarten" von Christa Hein

Über Heimlichkeiten und Geheimnisse
Dreamworxvor 3 Jahren

Erst, nachdem ihre Mutter gestorben ist, erfährt Julie, dass sie eine Halbschwester namens Florence hat. Außerdem erbt sie ein Cottage an der französischen Nordatlantikküste. Julie versucht ihre Schwester ausfindig zu machen, doch gestaltet sich als sehr schwierig. Es scheint fast so, als wenn Florence keinen Kontakt wünscht. Auch ihre Verwandtschaft ist Julie keine große Hilfe, ihre Fragen werden nur ausweichend beantwortet, oder man hüllt sich in Schweigen. Erst, als Julie sich auf den Weg nach Frankreich macht, um das Cottage in Augenschein zu nehmen, gelingt es ihr, nach und nach ein Familiengeheimnis nach dem anderen zu lüften und auch ihre Schwester zu finden. Wird sich ihr Leben dadurch verändern?

Christa Hein hat mit ihrem Buch „Der Glasgarten“ einen ansprechenden Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist detailliert, dabei fast poetisch zu nennen, dabei flüssig zu lesen. Die Autorin versteht es, mit ihren Worten atmosphärische Bilder zu malen, die im Kopf des Lesers zum Leben erweckt werden. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gelungen, so dass man sich alles wunderbar vorstellen kann. Die Charaktere sind dafür leider recht einfach skizziert, der Leser findet so nur sehr schwer Zugang zur Gefühls- und Gedankenwelt der einzelnen Personen und kann zuweilen wenig Verständnis für deren Handeln aufbringen. Julie ist eine eher ruhigere Frau, die sich ihre Träume verwehrt und sich mit dem Zweitbesten zufrieden gibt. Sie wirkt emotionslos, entwickelt sich zwar etwas im Laufe der Geschichte, jedoch bleibt sie bis zum Schluss als Hauptprotagonistin leider recht farblos. Deshalb fällt es auch schwer, sich mehr auf die Handlung einzulassen und mit zu fiebern, bis die Geheimnisse entschlüsselt sind. Auch die Handlung selbst ist recht verworren und nur schwer auseinander zu dividieren. Anstatt ein Geheimnis nach dem anderen zu entwirren, türmen sich diese alle auf einmal auf, um am Ende nur zum Teil gelüftet zu werden. Durch die vielen Personen, die einen Platz im Geschehen haben, wird der Leser immer mehr verwirrt. Ein Personenverzeichnis wäre hier hilfreich gewesen.

Alles in allem ist „Der Glasgarten“ ein ambitionierter Roman, der leider zu viele Fragen offen und trotz seiner malerischen und poetischen Sprache die Emotionen vermissen lässt. Die Handlung wäre weitaus spannender und gewesen, wenn die Protagonistin mehr Gefühl zum Ausdruck gebracht hätte. So bleibt sie dem Leser einfach nur fremd und der Roman nicht lange im Gedächtnis, was angesichts der eigentlich interessanten Geschichte und der wunderschönen Sprache der Autorin sehr schade ist. Eine eingeschränkte Leseempfehlung für dieses Buch.

 

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Gespräche aus der Community

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Liebe Buchfreundinnen und -freunde,

exklusiv vor dem offiziellen Erscheinungstermin am 31. August 2015 laden wir Euch zu einer Leserunde zu Christa Heins lang erwarteten Roman Der Glasgarten ein.

Worum geht's?


Kornelkirschen, Magnolien, Feuerdorn – als Gartenarchitektin kennt Julie die Vorlieben der Pflanzen. Dicht an dicht blühen manche in ihrer ganzen Farbpracht, andere brauchen Abstand, um sich entfalten zu können. Eine lebensnotwendige Distanz, die auch Julies Verhältnis zu ihrer Mutter kennzeichnet. Alle Versuche, gegen die unsichtbare Wand aus Unverständnis und Zurückweisung anzurennen, hat sie längst aufgegeben. Nach dem plötzlichen Tod der Mutter folgt Julie wie betäubt der Verlesung des Testaments. Sie erbt unerwartet ein Cottage in der Normandie, doch ist sie nicht Alleinerbin. Zum ersten Mal hört sie von Florence, ihrer Halbschwester.

Warum wurde sie ihr verheimlicht? Julies Versuche, Florence in Frankreich aufzuspüren, schlagen fehl. Sie fährt nach Nordfrankreich, von Le Havre über Dieppe bis nach Étretat. Doch jemand versucht, ein Zusammentreffen der Schwestern zu verhindern. Auch Julies Ex-Freund, der als Galerist mit impressionistischen Gemälden aus dem 19. Jahrhundert handelt, scheint Teil des Plans zu sein. Je länger Julies Suche andauert, desto dichter wird das Geäst des Familienstammbaums und so unglaublicher auch seine Verzweigungen – bis Julie das ganze Ausmaß des Familiengeheimnisses erkennt.


Eine Leseprobe findet ihr hier.


Wer ist Christa Hein?

Christa Hein, geboren 1955 in Cuxhaven, veröffentlichte in deutscher und englischer Sprache. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin und Dozentin in Berlin.

Ihr erfolgreiches Debüt Der Blick durch den Spiegel er­schien 1998 in der Frankfurter Verlagsanstalt, es folgten die Romane Scirocco (FVA 2000) und Vom Rand der Welt (FVA 2003).

 

Für unsere Leserunde stehen 10 Freiexemplare zur Verfügung. Wer teilnehmen möchte, kann sich bis Montag, 31. August bewerben und darf folgende Frage beantworten:

Was würdet ihr tun, wenn ihr bei einer Testamentseröffnung erfahrt, dass ihr ein Geschwisterteil habt, von dem ihr bisher noch nichts wusstet?

Letzter Beitrag von  Thaliomeevor 3 Jahren
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