Christa Hein Der Glasgarten

(13)

Lovelybooks Bewertung

  • 11 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 9 Rezensionen
(2)
(7)
(4)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Der Glasgarten“ von Christa Hein

Vor der atemberaubenden Kulisse der nordfranzösischen Küstenlandlandschaft erzählt Christa Hein in 'Der Glasgarten' von der zerstörerischen Kraft lang gehüteter Geheimnisse und einer Suche nach der Wahrheit, deren glasscharfe Kanten der Protagonistin schließlich nichts mehr anhaben können; glatt geschliffen, nicht durch die Zeit, sondern von der tröstlichen Magie wiederentdeckter Wünsche. Kornelkirschen, Magnolien, Feuerdorn – als Gartenarchitektin kennt Julie die Vorlieben der Pflanzen. Dicht an Dicht blühen manche in ihrer ganzen Farbpracht, andere brauchen Abstand, um sich entfalten zu können. Eine lebensnotwendige Distanz, die auch Julies Verhältnis zu ihrer Mutter kennzeichnet. Alle Versuche, gegen die unsichtbare Wand aus Unverständnis und Zurückweisung anzurennen, hat sie längst aufgegeben. Der plötzliche Tod der Mutter macht jede Hoffnung auf eine späte Aussöhnung zunichte. Wie betäubt folgt Julie der Verlesung des Testaments. Sie erbt ein Cottage in der Normandie, doch ist sie nicht Alleinerbin. Zum ersten Mal hört sie von Florence, ihrer Halbschwester. Warum wurde sie ihr verheimlicht? Was wusste ihr Vater, der sich in eine dunkle Wolke aus Vergessen hüllt? Julies Versuche, Florence in Frankreich aufzuspüren, schlagen fehl. Und so entschließt sie sich zu einer Reise durch Nordfrankreich, von Le Havre über Dieppe bis nach Étretat. Doch jemand versucht, ein Zusammentreffen der Schwestern gezielt zu verhindern. Sogar Julies Ex-Freund, der als Galerist nach unentdeckten impressionistischen Gemälden aus dem 19. Jh forscht, scheint Teil der Wahrheit zu sein. Je länger ihre Suche andauert, desto dichter wird das Geäst des Familienstammbaums und ungeheuerlicher seine Verzweigungen.

Poetisch, geheimnisvoll, wunderschön zu lesen- ein Bücher schatz, den ich in meinem Buchregal entdeckt habe

— Buchraettin
Buchraettin

Sehr faszinierender Roman! Große Leseempfehlung!

— Schalkefan
Schalkefan

Ein klassischer Roman um eine räteselhafte Familiengeschichte. Der Sprachstil ist traumhaft, die Handlung fesselnd!

— Magena
Magena

Es war nicht schlecht, teilweise auch spannend und fesselnd aber ich hatte eindeutig mehr erwartet

— BeaSurbeck
BeaSurbeck

Julie auf der Suche nach der Wahrheit in ihrer Familie, eine Spurensuche mit kleinen Schwächen

— Bibliomarie
Bibliomarie

Die Suche nach der verheimlichten Halbschwester führt Julie in die Vergangenheit ihrer Familie

— zusteffi
zusteffi

Stöbern in Romane

Im Herzen der Gewalt

Ein wirklich tiefgreifend, feinsinniges und flüssig spannend zu lesendes Buch, welches mich nachhaltig beeindruckt hat.

HEIDIZ

Palast der Finsternis

Spannend geschrieben, tolle Grundidee - aber mir fehlt die plausible Zusammenführung der beiden Handlungsstränge.

calimero8169

Die Jugend ist ein fremdes Land

In diesem biografischen Roman, konnte ich Teile meiner Jugend wiedererkennen. Flüssig zu lesen!

Nespavanje

Schlafende Sonne

Auf der Suche nach der Handlung völlig verloren.

miss_mesmerized

Betreff: Einladung zu einer Kreuzfahrt

Literaturbetrieb in der Karibik

Aliknecht

Vintage

Etwas Gitarrengeschichte mit einem Krimi gemischt

leniks

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Der Glasgarten" von Christa Hein

    Der Glasgarten
    FrankfurterVA

    FrankfurterVA

    Liebe Buchfreundinnen und -freunde, exklusiv vor dem offiziellen Erscheinungstermin am 31. August 2015 laden wir Euch zu einer Leserunde zu Christa Heins lang erwarteten Roman Der Glasgarten ein. Worum geht's? Kornelkirschen, Magnolien, Feuerdorn – als Gartenarchitektin kennt Julie die Vorlieben der Pflanzen. Dicht an dicht blühen manche in ihrer ganzen Farbpracht, andere brauchen Abstand, um sich entfalten zu können. Eine lebensnotwendige Distanz, die auch Julies Verhältnis zu ihrer Mutter kennzeichnet. Alle Versuche, gegen die unsichtbare Wand aus Unverständnis und Zurückweisung anzurennen, hat sie längst aufgegeben. Nach dem plötzlichen Tod der Mutter folgt Julie wie betäubt der Verlesung des Testaments. Sie erbt unerwartet ein Cottage in der Normandie, doch ist sie nicht Alleinerbin. Zum ersten Mal hört sie von Florence, ihrer Halbschwester. Warum wurde sie ihr verheimlicht? Julies Versuche, Florence in Frankreich aufzuspüren, schlagen fehl. Sie fährt nach Nordfrankreich, von Le Havre über Dieppe bis nach Étretat. Doch jemand versucht, ein Zusammentreffen der Schwestern zu verhindern. Auch Julies Ex-Freund, der als Galerist mit impressionistischen Gemälden aus dem 19. Jahrhundert handelt, scheint Teil des Plans zu sein. Je länger Julies Suche andauert, desto dichter wird das Geäst des Familienstammbaums und so unglaublicher auch seine Verzweigungen – bis Julie das ganze Ausmaß des Familiengeheimnisses erkennt. Eine Leseprobe findet ihr hier. Wer ist Christa Hein? Christa Hein, geboren 1955 in Cuxhaven, veröffentlichte in deutscher und englischer Sprache. Sie lebt heute als freie Schriftstellerin und Dozentin in Berlin. Ihr erfolgreiches Debüt Der Blick durch den Spiegel er­schien 1998 in der Frankfurter Verlagsanstalt, es folgten die Romane Scirocco (FVA 2000) und Vom Rand der Welt (FVA 2003).   Für unsere Leserunde stehen 10 Freiexemplare zur Verfügung. Wer teilnehmen möchte, kann sich bis Montag, 31. August bewerben und darf folgende Frage beantworten: Was würdet ihr tun, wenn ihr bei einer Testamentseröffnung erfahrt, dass ihr ein Geschwisterteil habt, von dem ihr bisher noch nichts wusstet?

    Mehr
    • 162
  • Eine poetische Reise in die Vergangenheit

    Der Glasgarten
    Thaliomee

    Thaliomee

    29. September 2015 um 20:07

    Julie steht beruflich mitten im Leben und hat in ihrer Arbeit als Landschaftsgestalterin ihre Erfüllung gefunden. Als Julies Mutter stirbt, muss sie sich allein um alles kümmern, denn ihr Vater ist dement und lebt in einem Pflegeheim. Bei einer Anwältin erfährt sie, dass sie eine Halbschwester hat, die in Frankreich lebt. Außerdem hat Julie schon vor einer Weile ein Cottage in Frankreich geerbt, von dem sie bisher nichts wusste. Die Anwältin kann ihre Halbschwester nicht ausfindig machen und ihren Vater kann Julie nicht danach fragen. Sie beschließt sich selbst auf die Suche zu machen und fährt nach Frankreich. Dort angekommen beginnt sie selbst nachzuforschen und erfährt viel über die Vergangenheit ihrer Mutter. Leider hat mich die Story nicht fesseln können. Die Sprache ist wundervoll, die Beschreibung der Gärten, der Landschaft und der Gemälde ist absolut gelungen. Auch die Suche von Julie wird gut beschrieben, am Ende liefen für mich die Fäden aber nicht zusammen, sondern bildeten ein Knäuel, bei dem ich Mühe hatte, den Überblick zu behalten. Während die Hinreise ausführlich beschrieben wurde, blieben die Personen für mich alle eher blass. Dadurch viel es mir schwer, sie einzuordnen und alles zu einem Bild zusammenzufügen. Die Protagonistin selbst hat mich ebenfalls nicht überzeugt. Das Buch beginnt - mit dem Tod der Mutter - hochemotional und trotzdem wirkte Julie auf mich immer ein wenig emotionslos und unnahbar. Sie ist nicht unsympathisch, aber leider nicht so beschrieben, dass man sie ins Herz schließt. Für mich ein Buch, dass in malerischer Sprache über Künste und Sehnsüchte schreibt. Leider bleiben die eigentliche Handlung und die Personen, die in sie verstrickt sind dabei auf der Strecke. Eine Empfehlung für Menschen, die viel Sinn für Poesie haben!

    Mehr
  • Der Glasgarten

    Der Glasgarten
    Xanaka

    Xanaka

    27. September 2015 um 20:58

    Ich habe Julie noch gar nicht richtig kennen gelernt, da wird sie auch schon mit dem Tod ihrer Mutter konfrontiert. In den letzten Stunden vor ihrem Tod wollte sie ihrer Tochter noch etwas Wichtiges mitteilen, dazu kam sie jedoch nicht mehr. So erfährt sie erst bei der Testamentseröffnung, dass sie noch eine Schwester hat, welche auch erben soll. Mehr Informationen gibt es nicht. Aufklärung erhofft sich Julie beim Vater. Der leidet jedoch an fortgeschrittener Demenz und kann deshalb nur eingeschränkt helfen. Mit Hilfe einer Rechtsanwältin begibt sich Julie nach Frankreich und versucht auf eigene Faust ihre Schwester zu finden. Julie ist ein sehr komplexer, eigenwilliger Charakter. Auf der Suche nach ihrer Schwester lernt sie die verschiedensten Menschen kennen und wird mit ihnen konfrontiert. Auch der Leser lernt zunehmend mehr von Julie kennen, jedoch scheinen ihre Handlungen nicht immer nachvollziehbar. Je mehr man liest, desto verworrener wird es. Einzelne Bruchstücke kommen dazu, hier passiert ein bisschen, da eine winzige Information, aber so richtig weiß man noch nicht, wo es hinführen soll. Und es passieren so merkwürdige Dinge, sodass ich mich während des Lesens immer wieder frage, wer hier sein Spiel mit Julie treibt? Die Handlung wird durch liebevolle Beschreibungen der französischen Atlantikküste und der Natur drum herum ergänzt. Gärten, Gemälde und die wunderbare Natur der Umgebung beschreibt Christa Hein einfach mit einer besonders bildhaften und lebhaften Sprache. Während des Lesens schien das manchmal fast wichtiger zu sein, als der Inhalt bzw. das Fortlaufen der Geschichte. Aber es machte auf jeden Fall Lust nach Frankreich zu fahren und sich die Gegend einmal selbst anzusehen. Wurde am Ende nun alles klarer für mich? Einiges zumindest schon, aber andererseits waren es doch plötzlich ziemlich viele Verwicklungen und Geschehnisse! Außerdem hatte man einige von den handelnden Personen gar nicht richtig kennen lernen können. Aber was mich am Ende dann irgendwie zufrieden stimmte war, dass Julie zum Schluss so dieses "Blasse und Farblose" abgelegt hatte. Bei ihr wusste ich nie genau, wo sie hin will. Aber sie hat ihren Weg gefunden und dann eben sogar relativ geradlinig. Das hat mir gut gefallen.

    Mehr
  • Über Heimlichkeiten und Geheimnisse

    Der Glasgarten
    Dreamworx

    Dreamworx

    22. September 2015 um 14:51

    Erst, nachdem ihre Mutter gestorben ist, erfährt Julie, dass sie eine Halbschwester namens Florence hat. Außerdem erbt sie ein Cottage an der französischen Nordatlantikküste. Julie versucht ihre Schwester ausfindig zu machen, doch gestaltet sich als sehr schwierig. Es scheint fast so, als wenn Florence keinen Kontakt wünscht. Auch ihre Verwandtschaft ist Julie keine große Hilfe, ihre Fragen werden nur ausweichend beantwortet, oder man hüllt sich in Schweigen. Erst, als Julie sich auf den Weg nach Frankreich macht, um das Cottage in Augenschein zu nehmen, gelingt es ihr, nach und nach ein Familiengeheimnis nach dem anderen zu lüften und auch ihre Schwester zu finden. Wird sich ihr Leben dadurch verändern? Christa Hein hat mit ihrem Buch „Der Glasgarten“ einen ansprechenden Roman vorgelegt. Der Schreibstil ist detailliert, dabei fast poetisch zu nennen, dabei flüssig zu lesen. Die Autorin versteht es, mit ihren Worten atmosphärische Bilder zu malen, die im Kopf des Lesers zum Leben erweckt werden. Die Landschaftsbeschreibungen sind sehr gelungen, so dass man sich alles wunderbar vorstellen kann. Die Charaktere sind dafür leider recht einfach skizziert, der Leser findet so nur sehr schwer Zugang zur Gefühls- und Gedankenwelt der einzelnen Personen und kann zuweilen wenig Verständnis für deren Handeln aufbringen. Julie ist eine eher ruhigere Frau, die sich ihre Träume verwehrt und sich mit dem Zweitbesten zufrieden gibt. Sie wirkt emotionslos, entwickelt sich zwar etwas im Laufe der Geschichte, jedoch bleibt sie bis zum Schluss als Hauptprotagonistin leider recht farblos. Deshalb fällt es auch schwer, sich mehr auf die Handlung einzulassen und mit zu fiebern, bis die Geheimnisse entschlüsselt sind. Auch die Handlung selbst ist recht verworren und nur schwer auseinander zu dividieren. Anstatt ein Geheimnis nach dem anderen zu entwirren, türmen sich diese alle auf einmal auf, um am Ende nur zum Teil gelüftet zu werden. Durch die vielen Personen, die einen Platz im Geschehen haben, wird der Leser immer mehr verwirrt. Ein Personenverzeichnis wäre hier hilfreich gewesen. Alles in allem ist „Der Glasgarten“ ein ambitionierter Roman, der leider zu viele Fragen offen und trotz seiner malerischen und poetischen Sprache die Emotionen vermissen lässt. Die Handlung wäre weitaus spannender und gewesen, wenn die Protagonistin mehr Gefühl zum Ausdruck gebracht hätte. So bleibt sie dem Leser einfach nur fremd und der Roman nicht lange im Gedächtnis, was angesichts der eigentlich interessanten Geschichte und der wunderschönen Sprache der Autorin sehr schade ist. Eine eingeschränkte Leseempfehlung für dieses Buch.  

    Mehr
  • Der Glasgarten

    Der Glasgarten
    selda

    selda

    22. September 2015 um 13:52

    Christa Hein beschreibt Landschaften, Gärten und Kunst in einer Art und Weise, dass mein Herz vor Glück zu hüpfen anfängt. Sie schafft es, die Schönheit der Dinge Schönheit auf Papier zu bringen. Genau diese Qualität hat mich in der Leseprobe betört und in diesem Roman begeistert. Zur Geschichte: Julie macht sich auf die Reise, um ihre unbekannte Schwester zu finden und die dunklen Flecken auf der Landkarte ihrer Familiengeschichte zu erhellen. Je tiefer sie in die Schatten vordringt, desto verwirrender wird es. Der Roman bekommt im Verlauf etwas thrillermäßiges. Mir war die Geschichte zu trivial, wäre sie nicht in dieser wunderschönen Sprache erzählt worden, hätte ich das Buch sicher nicht zu Ende gelesen. Mit Sicherheit lag dieser Eindruck auch an der Gestaltung der Figuren- sie blieben allesamt blass und distanziert. Ich habe den Einblick in Julies Gefühlswelt vermisst, bei dieser intensiven persönlichen Reise, hätte es da einiges zu erzählen gegeben. Dennoch lohnt es sich dieses Buch zu lesen, die kunstvolle Sprache ist ein Genuss.

    Mehr
  • Ein klassischer Roman um eine räteselhafte Familiengeschichte

    Der Glasgarten
    Magena

    Magena

    20. September 2015 um 11:23

    Julie erfährt nach dem Tod ihrer Mutter bei der Testamenteröffnung von einer Halbschwester. Nach einem kurzen Schock macht sie sich sofort auf diese neue Schwester zu finden. Erste Spuren führen sie nach Frankreich an die Küste, doch weit kommt sie zunächst nicht, da offenbar jemand versucht ihre Recherchen zu blockieren. Nach und nach taucht sie immer tiefer ein in eine verworrende Familiengeschichte, immer mehr Rätsel tauchen auf, immer mehr Personen scheinen in ihrer Familiengeschichte verwickelt zu sein. Genau so verträumt wie die Idee eines glitzerndes Glasgartens aus bunten Glasscherben ist auch der Roman. Die Suche nach der unbekannten Halbschwester führt uns an die französische Küste an malerische Orte, die auch viele Maler verschiedener Epochen seit jeher inspiriert haben. So ist auch der Sprachstil in diesem Roman malerisch, verträumt und poetisch. Einfach wunderschön! Während der Roman den Leser mit seinem wunderschönen Sprachstil verwöhnt und umwirbt wird man immer tiefer in eine sehr verwirrende Familiengeschichte hineingesogen. Die Handlung ist fesselnd und spannend, doch auch kompliziert. Den Überblick über alle Personen und Verbindungen zu behalten fällt nicht immer leicht. Auch empfiehlt es sich gegen Ende einen Zettel & Stift parat zu haben, um während der Enthüllungen den Familienstammbaum mit seinen vielen Verzweigungen mitzuzeichnen, um die Zusammenhänge zu verstehen. Die Handlung ist fesselnd und der Sprachstil romantisch, der Hauptprotagonistin Julie fühlt man sich jedoch sehr fern. Leider gelingt es der Autorin nicht, Julies Gefühlsleben und Gedankenwelt zu transportieren, dieser Charakter bleibt einem fremd. Diese schwache Charakterzeichnung lässt einem an diesem Romane etwas vermissen. Insgesamt ist der Autorin ein wunderschöner Roman über die (impressionistische) Kunst, über die Normandie und über eine verworrende Familiengeschichte mit überraschenden Wendungen gelungen!

    Mehr
  • Gutes Buch aber es erfüllte meine Erwartungen leider nur ansatzweise

    Der Glasgarten
    BeaSurbeck

    BeaSurbeck

    19. September 2015 um 09:30

    Klappentext: Der plötzliche Tod der Mutter stellt Julie vor ein Rätsel. Zum ersten Mal hört sie von der Existenz ihrer Halbschwester, die in der Normandie leben soll. Julie hofft das eine Reise dorthin Licht ins Dunkel bringen wird. Meine Meinung: Das Cover des Buches hat mich jetzt nicht so in den Bann gezogen, aber dafür die Inhaltsangabe und der Titel um so mehr. Ich war einfach gespannt wie sich das Cover noch einfügen würde und am Schluss habe ich die Verbindung gefunden. Der Schreibstil der Autorin ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich kam trotzdem gut rein. Blumen, Gärten und Kunst stehen auf einer Stufe mit der Prota Julie. Allerdings fand ich das jetzt nicht schlimm den die Kunst und die Gärten sind auch Julies Lebensinhalte. Mir hat das Buch gut gefallen, allerdings zog es sich meiner Meinung nach etwas hin. Julie reist nach Frankreich, lernt neue Leute kennen, trifft alte Bekannten wieder und jeder scheint irgendetwas zu wissen, aber sie selbst bekommt keine Antworten. Die offenen Fragen türmen sich zu einem Berg und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit ehe sie sich Stück für Stück beantworteten. Die Vergangenheit spielt in diesem Buch eine große Rolle, ebenso die Kunst und ich hatte manchmal das Gefühl das die Suche nach der Schwester eigentlich eher nebenher läuft. Meinem Empfinden nach hätte es anders herum sein müssen. Es gab in dem Buch viele Charaktere aber so richtig ans Herz gewachsen ist mir eigentlich nur das kleine Mädchen. Sie war für mich der Fels in der Brandung. Alle anderen konnte man nicht richtig kennenlernen weil man sie entweder nur kurz ins Bild gerückt wurden oder es aber so viel Informationen gab die man nur schwer einordnen konnte. Die Charaktere wurden nur angerissen, sie kamen einem einfach nicht näher. Julie selbst mochte ich, auch wenn sie keine Emotionen zeigen konnte, aber vielleicht war das ja auch so beabsichtigt. Für mich teilweise unverständlich den es gab viele Momente wo das Gefühl einfach fehlte, wo man sich in sie reinversetzen konnte. Sei es nun die Trennung vom Freund oder aber auch das Wiedersehen mit dem Ex-Freund. Die Szenen über die Kunst, Gärten, Spiegelungen der Glasscherben bis hin zum Glashaus waren gelungen, aber alleine das macht das Buch leider nicht aus. Mein Fazit: Dieses Buch zu beschreiben fällt mir unheimlich schwer. Das Buch hatte so viel und doch fehlte mir immer irgendetwas. Ich hatte mir eindeutig mehr davon versprochen, obwohl Kunst und Gärten eine große Rolle in Julies Leben spielen hätte ich mir gewünscht, dass dies nur eine Nebenrolle spielt und der Hauptakt dabei nicht aus den Augen verloren geht - nämlich die Suche nach der Schwester. Selten hatte ich ein Buch in der Hand in dem mir die Nebencharaktere so blass erschienen. Trotz allem aber hat mich das Buch auch gefesselt, gerade zum Ende hin nahm es nochmals rasant an Fahrt auf und auch meine Fragen wurden beantwortet. Es war auch an keiner Stelle so dass ich das Buch abbrechen wollte. Echt schwer, hier eine Bewertung abzugeben und ich schwanke zwischen drei und vier Sternen. Könnte ich, würde ich 3,5 Sterne geben so aber muss ich zu 3 Sternen greifen.

    Mehr
  • Wie eine Geschichte in Glas und 3D

    Der Glasgarten
    MissWatson76

    MissWatson76

    Dieses Buch zu beschreiben ist gar nicht so einfach.  Wenn ich es in der Buchhandlung sehen würde, würde ich es aber definitiv in die Hand nehmen und sowohl das Cover als auch der Titel hätten mich neugierig gemacht. Naja und das haben sie ja auch, wenn auch zuerst bei LB. :-) Was hier das ganze Buch aufwertet und die ganze Zeit auch begleitet, ist die wunderbare, literarische Sprache der Autorin. Wenn den Inhalt jemand anderes geschrieben hätte, wäre es sicher nicht mehr geworden als ein Groschen-Liebes-Roman. Aber so fühlt man sich die ganze Zeit sehr gut begleitet und gut aufgehoben.  Die Beschreibungen und Darstellungen sind sehr gut beschrieben und detailreich, fast ein wenig als würde man ein 3-D-Buch lesen. Das hilft auch ein wenig darüber hinweig, dass der Inhalt des Buches doch oft sehr verwirrend ist und man lange nicht das Gefühl hat, dass sich überhaupt etwas aufklären würde.  Die Hauptperson Julie wird durch eine Familiengeschichte von Verwirrung, Verrat und Wahnsinn geführt und man begleitet sie allerdings auch sehr gerne. Julie ist eine angenehme Figur und man mag sie. Es geht ohne zuviel zu verraten darum, dass sie nach dem Tod ihrer Mutter erfährt, dass sie eine Halbschwester hat und nun macht sie sich auf die Suche nach Florence. Man stellt dann schnell fest, dass hier sehr viel mehr dahintersteckt und jeder, dem Julie begegnet etwas zu verbergen hat.  Die Auflösung wartet auch schon bis fast zum Ende auf sich, aber sie ist schon zufriedenstellend. Florence selbst war für mich anders als ich erwartet hatte, aber sehr schön dargestellt.  Ich persönlich hatte dann zum Ende hin aber das Gefühl, ich sei ein wenig in Hitchcocks "Psycho" geraten und gleichzeitig in eine Geistergeschichte mit Familienwahnsinn.  Das lag vielleicht auch ein wenig an der Schreibweise der Autorin, ist aber absolut nicht negativ gemeint.  Das Ende ist sehr gut gelungen, besonders natürlich für Julie. Man ist versöhnt und denkt gleichzeitig noch einmal zurück wie in einem Rücklauf als hätte man gerade einen Film geschaut.  Und es spricht nichts dagegen, das Buch noch einmal zu lesen und diesmal  noch mehr zu genießen, Wort für Wort. 

    Mehr
    • 3
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    17. September 2015 um 10:00
  • Familiengeheimnisse

    Der Glasgarten
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    12. September 2015 um 15:20

    Ein Glasgarten ist im Buch ein zauberhaftes Gebilde aus angeschwemmten, vom Meer glatt und leuchtend geschliffenen Glasscherben. Je nach Lichteinfall glitzern die Scherben wie Juwelen oder leuchten sanft. Gärten und Malerei spielen in diesem Buch eine tragende Rolle. Es sind die Frauen, die begabt sind und doch kann keine ihre Kunst unbeschwert ausleben. Als Julie nach dem Tod der Mutter von einer Halbschwester erfährt und nach vielen Recherchen und immer weiteren Rätseln erkennt, dass die Geheimnisse der Familie schon zwei weitere Generationen zurückreichen und immer wieder durch Schweigen und Scham verdeckt wurden, merkt sie erst, wie sehr auch dieses Schweigen sie prägte und in ihrer künstlerischen Entwicklung hemmte. So hat sie mit Malen aufgehört und sich lieber der Gartengestaltung  zugewandt. Aber nun ist sie gezwungen sich zu stellen und je weiter sie die Familiengeheimnisse aufschlüsselt umso tiefer gerät sie in einen Strudel aus Betrug, Rache, Neid und Besitzgier. Keiner der Menschen ist gänzlich unschuldig, schon ihre Großmutter Irma wurde gezwungen ihren außerehelichen Sohn zu verstoßen, auch ihre Mutter Claire hat kurz vor der Heirat noch eine uneheliche Tochter zur Welt gebracht und sich nicht zu diesem Kind bekennen können.  Und diese Tochter ist der Mittelpunkt dieses Romans, es dauert lange bis Julie sie findet und sie die Familie zusammenbringen kann. Dass auch ihr früherer Lebenspartner Fabian, ein Galerist und ihr erster Förderer als Malerin, schon lange vor ihr von dieser Familiengeschichte wußte und sich auch daran zu bereichern versuchte, ist verstörend für Julie. Denn ihre Schwester, geistig nicht gesund, in einer Traumwelt lebend, ist eine ausgezeichnete Malerin, die nicht weiß, dass ihre Werke als Originale impressionistischer Künstler auf den Markt gebracht wurden. Julie kommt letztendlich nicht nur dem Geheimnis ihrer Familie auf die Spur, es gelingt ihr auch mit ihrem Vater und ihrer Halbschwester eine Familie zu bilden und endlich findet sie auch wieder zurück zu ihrer Kunst: sie beginnt wieder zu malen. Ein sehr poetischer Roman, der die Farben der Landschaft, der Bilder direkt sichtbar macht. Die Sprache hat mich angerührt, die Autorin findet Sätze, die nachklingen. Aber leider bleiben die Personen für mich zu blass, zu Julie und ihrem Wesen finde ich keinen Zugang, genauso wenig, wie mir Claire, Irma oder Florence nahe kommen. Die männlichen Akteure, ob Fabian, Gilles, Henry oder auch Guillaume finde ich zu holzschnittartig skizziert. Die Handlung wird durch viele Zufälle vorangetrieben. Gegen Ende werden die Familienbeziehungen sehr verwirrend, die Auflösung durch den sterbenden Henry wirkt etwas überstürzt.  Ich bin deshalb in meinem Urteil etwas gespalten, für Stimmung, Atmosphäre und Sprache würde ich 5 Sterne vergeben, für die Handlung und die Charaktere der Personen des Romans eher 3 Sterne.

    Mehr
  • Auf der Suche nach der Halbschwester und sich selbst

    Der Glasgarten
    zusteffi

    zusteffi

    10. September 2015 um 22:06

    Zum Inhalt: Julie erfährt erst nach dem Tod ihrer Mutter von ihrer Halbschwester Florence und dass sie Erbin eines Cottage in Frankreich ist. Über eine Anwältin lässt sich kein Kontakt zu Florence herstellen und Julies Vater ist ihr keine Hilfe, da er an Demenz leidet und im Altersheim lebt. Auf sich alleine gestellt begibt sich Julie nach Frankreich, auf der Suche nach ihrer Halbschwester trifft sie auf ihren Exfreund Fabian und auf immer mehr Fragen. Mein Fazit: Leider hat es das Buch nicht geschafft mich zu fesseln, was wohl hauptsächlich daran liegt, dass ich Julie absolut nicht nahe gekommen bin. Das Buch ist voller Emotionen und neuer Eindrücke für Julie, aber diese haben mich einfach nicht erreicht.Der Schreibstil ist meiner Meinung nach eher darauf ausgelegt die Kunst in den Vordergrund zu stellen. Gärten, Gemälde, Blumen werden sehr ausgiebig beschrieben und mit bildhafter Sprache dargestellt. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich keine künstlerische Ader habe und mir deshalb beim Lesen teilweise etwas schwer getan habe. Für mich sind die Emotionen zu kurz gekommen. Deshalb habe ich wohl auch das Gefühl Julie nicht zu kennen. Sie hat einmal einen richtigen Gefühlsausbruch im Buch, an dieser Stelle habe ich die Hoffnung gehabt, dass jetzt der Knoten für mich platzt, aber das war leider nicht der Fall. Ich wusste an keiner Stelle im Buch, wie ihre Gefühlswelt wirklich aussieht und das fnde ich sehr schade.Ein Beispiel dazu: Sehr früh im Buch trennt sie sich von ihrem Freund. Darauf wird nur sehr kurz eingegangen und für mich gab es dazu keine richtige Erklärung und auch keinerlei Hinweis, was und ob Julie überhaupt etwas an dieser Beziehung lag. Die Geschichte des Buches finde ich gut und auch die vorkommenden Personen interessant. Aber die Umsetzung hat nicht meinen Geschmack getroffen, schade.

    Mehr