Christa Wolf Nachdenken über Christa T.

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Inhaltsangabe zu „Nachdenken über Christa T.“ von Christa Wolf

Die Erzählerin in diesem Roman denkt über die widersprüchliche Persönlichkeit und den schwierigen Lebensweg ihrer jung gestorbenen Freundin Christa T. nach. Sensibel für die Nichtübereinstimmung, die Diskrepanz zwischen dem Faktischen und dem utopischen Anspruch des Sozialismus, suchte Christa T. nach Wegen, das, was ist, und das, was werden soll, zusammenzubringen – und machte dabei die schmerzhafte Erfahrung, daß der Riß der Zeit durch sie selbst geht. Aus den nachgelassenen Aufzeichnungen der Christa T., der eigenen Erinnerung und Erfindungen entwirft die Erzählerin ein vielschichtiges, beunruhigendes und faszinierendes Bild der Freundin: »… Daß die Zweifel verstummen und man sie sieht. Wann, wenn nicht jetzt?«Nachdenken über Christa T., erschienen 1968, gehört zu den modernen Klassikern der deutschen Literatur. Dieser Roman begründete Christa Wolfs Weltruhm.

Ein Paar Zitate: "Einmal im Leben, zur rechten Zeit, sollte man an Unmögliches geglaubt haben." - "Wann - wenn nicht jetzt? Wann soll man leben, wenn nicht in der Zeit, die einem gegeben ist?"

— HomersEvil
HomersEvil

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  • Kluger Roman über Anpassung und Selbstverwirklichung in der DDR der 60er Jahre

    Nachdenken über Christa T.
    RosaCuisine

    RosaCuisine

    28. December 2013 um 13:40

    In "Nachedenken über Christa T." reflektiert die Ich-Erzählerin über ihre verstorbene Schulfreundin und Kommilitonin Christa T. Im Mittelpunkt steht ihre Schwierigkeit zu sich selbst zu finden und sich in die Gesellschaft einzufügen, während sie sich selbst und ihre Umgebung stets kritisch in Frage stellt und skeptisch gegenüber Allem bleibt, was vermeintlich absolut und abgeschlossen ist. Als sie mit Mitte dreißig langsam 'anzukommen' scheint und wenigstens in Teilen einen Weg findet, sich ihr Umfeld nach ihren eigenen Vorstellungen zu gestalten, stirbt sie jedoch an Leukämie. Sehr einfühlsam und reflektiert schildert Wolf nicht nur die Schwierigkeit der Protagonistin ihren Lebensweg zu finden, sondern ebenso die Problematik des Erinnerns, das immer auch Vergessen und neu Erfinden mit einschließt. Besonders im Vergleich zu seinem Vorgänger 'Der geteilte Himmel' von 1963 wird in diesem Buch Christa Wolfs deutlich veränderte Einstellung zur Kulturpolitik der DDR der 60er Jahre deutlich. Der stark subjektive Stil, der mangelnde Optimismus, kein Aufzeigen von Lösungen und die Frage, wie sehr der Tod Christa T.s in den gesellschaftliche Verhältnissen begründet ist, stellt einen starken Bruch dar, hin zur literarischen Moderne und weg von einer expliziten Bestätigung der politischen Verhältnisse.

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