Christian Günther Rost

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Inhaltsangabe zu „Rost“ von Christian Günther

Hamburg im Jahre 2079. In den Trümmern der menschlichen Zivilisation geht Aron, Bewohner einer abgeschotteten Enklave der Wohlhabenden, mit seinen Freunden auf die Jagd. Menschenjagd. Doch auf einem dieser Ausflüge bleibt er gestrandet in den Brachen zurück - und fortan bestimmt nur ein Gedanke sein Handeln: Er muss einen Weg finden, in die Stadt zurückzukehren. Um jeden Preis. ----------------------- Dieser Roman erschien im Jahr 2008 bereits als Hardcover, ist aber inzwischen vergriffen. Die Printausgabe umfasste 400 Seiten.

Für Genrefans ganz okay, aber mir fehlte das gewisse Etwas.

— GrauerVogel

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Feni

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  • Nicht schlecht, aber auch nicht spektakulär

    Rost

    GrauerVogel

    21. October 2016 um 04:53

    Die ausführliche Version gibt es hier: http://pieni-lepakko.blogspot.de/2016/10/rezension-rost.html#moreAron lebt im Hamburg des Jahres 2078 und führt ein Leben, das aus Partys und Drogen besteht. Als sein Vater stirbt, denkt er sich nichts dabei, denn eigentlich war er sowieso schon viel zu alt. Dass er von ganz oben beobachtet wird, ahnt er nicht. Doch dann läuft ein Jagdausflug gründlich schief, er wird von seinen Freunden getrennt und strandet bei denen, die er bisher zutiefst verachtet hat: Bei den Wilden, die außerhalb Hamburg leben.Ich muss sagen, dass dieses Buch zwar viele gute Ansätze hat, aber nichts wirklich Neues bietet.Vieles wurde hier auch nur angedeutet, wie etwa der Androiden-Staat Lucas Prime. Die Idee finde ich äußerst interessant, aber leider wird nie näher darauf eingegangen, das wäre doch mal was gewesen! Der kulturelle Konflikt zwischen den Bevölkerungsgruppen war ganz interessant zu beobachten, auch Arons Überforderung damit, z.B. mit den Begräbnisritualen. Allerdings muss ich sagen, dass mir auch Aron als Charakter äußerst unsympatisch war. Vielleicht kann er nichts dafür, wie er ist, aber ich mag ihn eben nicht.Ich kann dieses Buch recht gut mit einem Wort zusammenfassen: Standard.  Wer gerne Postapokalypsen und Utopien/Dystopien liest, der wird dieses Buch mögen und dabei auf ein paar bekannte Muster treffen (was ja nicht mal schlecht sein muss, wenn man diese Muster mag). Wer jedoch etwas Außergewöhnliches sucht, wird hier nicht fündig werden.

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  • Klare Leseempfehlung!

    Rost

    Schneekatze

    24. June 2016 um 21:19

    Die dystopische Cyberpunk-Welt, in der Aron, Natascha, Jules und die anderen leben, ist zweitgeteilt: Da sind die abgeriegelten scheinbar perfekten Großstädte, in denen die Menschen alles haben, was sie brauchen, und dann ist da das Draußen mit verlassenen Industrieruinen und verwahrlosten Wohnsilos, wo weder Sicherheit noch Wohlstand existiert. Hier musste ich an die Welten der Zombieapokalypsen, wie in „The Last of Us“, „DayZ“ oder anderen Computerspielen denken, nur halt ohne Zombies. Der Roman ist in kurzen Kapiteln aufgeteilt, die personalen Perspektiven wechseln, aber zum größten Teil sind sie aus Arons Sicht beschrieben, der gezwungenermaßen sein Leben, so wie es war, verlassen muss und mit spannenden und gefährlichen Situationen konfrontiert wird. Nicht immer kann er sofort die Tragweite dieser verstehen – seine Sicht ist anfangs noch beschränkt – und seine festgelegten Meinungen ändern, was ihn noch menschlicher und den Roman realistischer macht. Der Schreibstil ist sehr bildreich, die Beschreibungen zeigen deutlich die kaputte Welt, die im Kopf des Lesers zum Leben erwacht und Wirklichkeit wird: Man sieht sie nicht nur vor sich, sondern kann die Dinge fast schon riechen und schmecken. Auch die einzelnen Ideen fand ich sehr krass und neu, wie die Party in der Großen Freiheit, in der alle nur Ohrhörer tragen, um teilnehmen zu können, mit eigenem Soundtrack für jeden Einzelnen und jeder tanzt zu seiner eigenen Musik. Oder die Hosakas, „kleine autarke Reinigungseinheiten“, die die Wohnungen sauber halten und dabei nicht einmal groß auffallen. Vielleicht gab es solche Ideen bereits, aber mir waren sie neu. Fazit: 5/5 „Rost“ ist eins dieser Bücher, die man so gar nicht zu Ende lesen will, weil man noch länger mit den Protagonisten durch die Seiten reisen möchte. Bleibt einem aber nichts anderes übrig, weil sich die Spannung bis zu den letzten Seiten hält.

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