Christian Baron

 4,3 Sterne bei 43 Bewertungen
Autor von Ein Mann seiner Klasse, Klasse und Kampf und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Christian Baron

Christian Baron, geboren 1985 in Kaiserslautern, lebt als freier Autor in Berlin. Nach dem Studium der Politikwissenschaft, Soziologie und Germanistik in Trier arbeitete er mehrere Jahre als Zeitungsredakteur. 2020 erschien bei Claassen sein literarisches Debüt Ein Mann seiner Klasse, wofür er den Klaus-Michael-Kühne-Preis und den Literaturpreis »Aufstieg durch Bildung« der noon-Foundation erhielt.  Die von ihm zusammen mit Maria Barankow herausgegebene Anthologie Klasse und Kampf erschien 2021 bei Claassen.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Schön ist die Nacht (ISBN: 9783546100267)

Schön ist die Nacht

 (3)
Neu erschienen am 28.07.2022 als Gebundenes Buch bei Claassen.
Cover des Buches Schön ist die Nacht (ISBN: B0B7SLFJ3F)

Schön ist die Nacht

Neu erschienen am 28.07.2022 als Hörbuch bei HörbucHHamburg HHV GmbH.
Cover des Buches Schön ist die Nacht (ISBN: 9783844931570)

Schön ist die Nacht

Neu erschienen am 28.07.2022 als Hörbuch bei Hörbuch Hamburg.

Alle Bücher von Christian Baron

Cover des Buches Ein Mann seiner Klasse (ISBN: 9783548064673)

Ein Mann seiner Klasse

 (24)
Erschienen am 29.03.2021
Cover des Buches Klasse und Kampf (ISBN: 9783546100250)

Klasse und Kampf

 (12)
Erschienen am 29.03.2021
Cover des Buches Proleten, Pöbel, Parasiten (ISBN: 9783360013118)

Proleten, Pöbel, Parasiten

 (4)
Erschienen am 12.09.2016
Cover des Buches Schön ist die Nacht (ISBN: 9783546100267)

Schön ist die Nacht

 (3)
Erschienen am 28.07.2022
Cover des Buches Klasse und Kampf (ISBN: 9783548066073)

Klasse und Kampf

 (0)
Erschienen am 27.05.2022
Cover des Buches Ein Mann seiner Klasse (ISBN: 9783844925388)

Ein Mann seiner Klasse

 (0)
Erschienen am 17.04.2020
Cover des Buches Ein Mann seiner Klasse (ISBN: B087JN3CH7)

Ein Mann seiner Klasse

 (0)
Erschienen am 23.04.2020
Cover des Buches Schön ist die Nacht (ISBN: 9783844931570)

Schön ist die Nacht

 (0)
Erschienen am 28.07.2022

Neue Rezensionen zu Christian Baron

Cover des Buches Klasse und Kampf (ISBN: 9783546100250)
Elenchen_hs avatar

Rezension zu "Klasse und Kampf" von Christian Baron

Klasse und Kampf
Elenchen_hvor einem Monat

Deutschland gibt sich gerne als Land, in dem es keine Klassen gibt, in dem jede*r alles erreichen kann, wenn man sich nur genug anstrengt. Für viele Menschen sieht die Realität jedoch anders aus, sie stehen vor Schranken und Barrieren aufgrund ihrer sozialen, kulturellen und/oder geografischen Herkunft. In "Klasse und Kampf" werden 14 literarische Stimmen versammelt, die von Klassismus in ihrem ganz privaten Umfeld erzählen. Sie berichten von ihrem Hintergrund, teilweise vom Leben in Armut und Gewalt, von Aufstiegen und dem ewigen Gefühl, nirgendwo wirklich dazu zu gehören.


Wie in jeder Sammlung von Texten gab es auch hier Essays, Geschichten und Berichte, die mich mehr begeistert haben und welche, mit denen ich eher weniger anfangen konnte. Besonders gut und bereichernd waren für mich die Einblicke und Perspektiven, die Lucy Fricke, Sharon Dodua Otoo, Olivia Wenzel und Pinar Karabulut in ihren Kapiteln gewähren und aufzeigen. Allein für diese vier Texte hat sich das Lesen für mich schon gelohnt. Mir wurde damit die Gelegenheit gegeben, meine eigene Klassenzugehörigkeit und meine eigenen Privilegien zu reflektieren und zu hinterfragen. Andererseits gab es aber auch Beiträge, mit denen ich mich wirklich sehr unwohl gefühlt habe, die in meinen Augen durch ihre alleinige Fokussierung auf Klasse beispielsweise Rassismus, Ableismus und Sexismus reproduziert haben - und das völlig unreflektiert. 


Insgesamt ist "Klasse und Kampf" sicherlich über weite Teile sehr lesenswert, insgesamt war das Buch aber letztlich nicht so divers und mehrstimmig, wie im Vorwort angekündigt. Zudem denke ich, dass ein Buch von/mit Menschen, die den Klassenaufstieg eben nicht geschafft haben, für mich einen größeren Mehrwert gehabt hätte. Als Einstieg in den Themenkomplex Klasse aber definitiv lohnenswert! 

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Cover des Buches Schön ist die Nacht (ISBN: 9783546100267)
JayLaFleurs avatar

Rezension zu "Schön ist die Nacht" von Christian Baron

Schön ist die Nacht
JayLaFleurvor 2 Monaten

Der Klappentext hat sich für mich nach gutem Material für einen aufregenden Roman angehört - starke Figuren (sowohl Männer als auch Frauen), die wilden 1970er Jahre und alles zusammen gehalten durch Freundschaft und Familie. Vielleicht habe ich zu viel erwartet oder etwas ganz anderes, denn begeistern konnten mich die 384 Seiten leider nicht…


Wird „Schön ist die Nacht“ von Christian Baron für mich zum Paradebeispiel, warum ich mittlerweile nicht mehr allzu gerne Bücher mit emotionalem Anspruch von männlichen Autoren lese? Vielleicht. Denn um ganz ehrlich zu sein, verbindet der neueste Roman von Christian Baron alles, worüber ich nicht (mehr) gerne lese.


Der Einstieg in die Geschichte um die beiden Freunde Horst und Willy war trotz der widrigen Umstände schön, im zerbombten Deutschland am Ende des Zweiten Weltkriegs. Dort lernten sich die beiden kennen und knüpften ein Band, was ihre Freundschaft mehr oder weniger zusammenhalten sollte. Doch kann ihre Freundschaft über die Jahre bestehen bleiben?

Christian Baron erzählt offen und schonungslos über seine eigenen Großväter, erzählt ihre Lebensgeschichten, wenn auch die Figuren frei erfunden sind. Dabei ist Horst wirklich kein netter Mensch, kein guter Vater. Willy dagegen war okay, nicht so arg schlimm wie Horst, aber dennoch kein Heiliger. Beide Protagonisten haben keine Sympathie-Punkte bei mir sammeln können.


Danach wurde aber meines Erachtens nach viel Potential verschenkt. Gerne hätte ich mehr vom Treffen von unseren beiden Protagonisten gelesen, über ihr Kennenlernen, das Entstehen ihrer Freundschaft bis in die wilden 1970er Jahre. Denn wild waren sie, die 70er. Wild, unberechenbar, manchmal intensiv, aber auch ganz oft an der Grenze des guten Geschmacks.


In „Schön ist die Nacht“ kommt viel toxische Männlichkeit vor, prügelnde Männer, die ihre eigenen Kinder schlagen und beleidigen, es wird viel Alkohol getrunken, es herrscht zu viel Missgunst, Neid und Beleidigungen. Wie oft ich bei dem unterschwelligen Rassismus, Sexismus, Homofeindlichkeit und der Misogynie die Augen gerollt habe, kann ich leider mehr zählen - es war leider zu viel und zu oft. Für mich gilt hier keine Ausrede, auch nicht, dass es „halt die 1970er Jahre und andere Zeiten waren“.


Von mir gibt es leider keine Empfehlung für „Schön ist die Nacht“ von Christian Baron - leider konnte es mich aus den oben genannten Gründen nicht überzeugen… Es hätte eine schöne Geschichte über Familienbande und Freundschaft werden können, aber mit dem vielen Neid und den vielen Prügeleien und Beleidigungen war es leider nicht meins.


(„Klasse und Kampf“ von den Herausgeber*innen Maria Barankow und Christian Baron möchte ich dennoch unbedingt lesen, eventuell bekomme ich nach dem Sachbuch mehr Verständnis für „Schön ist die Nacht“.)

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Cover des Buches Schön ist die Nacht (ISBN: 9783546100267)
Leselampe_s avatar

Rezension zu "Schön ist die Nacht" von Christian Baron

Baustellenromantik
Leselampe_vor 2 Monaten

Westdeutschland in den 70ern. Wer nicht gerade auf dem Bau klotzt, bejubelt an freien Nachmittagen den FC Kaiserslautern. Am Abend versackt man gemeinsam in der Stammspelunke, wo sich mehr oder minder gescheiterte Existenzen tummeln. Die Verhältnisse sind prekär, hier scheint man das Unheil fast auf magische Art anzuziehen.

Die beiden Protagonisten sind zwei Männer. Beste Kumpel, wie sie unterschiedlicher eigentlich nicht sein könnten. Willy ist ehrgeizig und stets bemüht, durch ehrliche Arbeit einen guten Lebensstandard für sich und seine kleine Familie zu erwirtschaften. Derweil bemüht er sich als gelernter Zimmermann auf den Baustellen der Stadt, einen guten Ruf zu bewahren und mit jedem irgendwie halbwegs zurecht zu kommen. Sein bester Kumpel Horst hingegen dreht ständig krumme Dinge, kommt mit nur wenigen Menschen persönlich klar und hat schon längst aufgegeben, mit ehrlichen Mitteln die soziale Leiter nach oben erklimmen zu wollen. Er schwingt sich von einer Missetat in die Nächste, wobei er - bewusst sowie unbewusst - auch Willy immer wieder mit reinzieht. Horst ist der kleinkriminelle Antiheld in Christian Barons zweiten Roman: sein Dasein ist gezeichnet von Alkoholmissbrauch, Schmerz und Aggression, vom ständigen Scheitern und Verlieren.

„Schön ist die Nacht“ ist jedoch mehr als ein Roman über die Freundschaft und Abhängigkeit zweier Männer zueinander. Baron schreibt vom Randleben in einer westdeutschen Stadt, von prekären Existenzen, Krisen und sozialer Ungleichheit. Auf beachtenswerte Art schreibt er von zwei grundverschiedenen Männern, die in ungleichen Blickwinkeln auf die Erfüllung ihrer Lebenswege schauen. Der Eine will sein Leben ehrlich meistern und anständig sein, der andere will mit möglichst wenig Aufwand seinen Teil vom Glück abhaben. Doch gemeinsam rutschen Beide immer wieder in die tiefe Spirale des Unglücks. Armut, Elend, soziale Klassen - Themen, die in diesem auch autofiktionalem Buch auf faszinierende Weise verarbeitet werden - anhand von zwei Freunden, denen man beiden ihre Erfüllung wünscht.

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