In meiner Stadtbibliothek, bin ich auf dieses Heft im Ständer "Neuheiten", aufmerksam geworden.
Da ich neben dem Studium z. Zt. mit 10-12 Jährigen Kindern arbeite,
hatte ich an einen kuzweiligen Krimi in der Art von TKKG gedacht.
Er ist aber so schlecht - dass ich mich über den Herausgeber, Cornelsen-Verlag, stark wundere!
Eigentlich ganz nett gemacht, in ca. 40 Seiten wird ein "Fall" um den Privatdedektiv Patrick Reich aufgebaut.
Die Geschichte spielt in Kassel, und soll nicht nur Kindern kurze Zeit zum lesen und mitfiebern dienen,
sondern zum Deutsch lernen für Erwachsene sein.
Die Worterklärungen sind teilweise lächerlich, so soll jemand mit schlechten Deutschkenntnissen den Begriff Sand nicht verstehen können,
aber Wörter wie "schätzungsweise", "Intensiv" und "Manuskrip" werden vorausgesetzt!
Handlungen wie "streicheln" werden gar mehrmals erklärt - natürlich gleich - wozu??
Die genaue Beschreibung der Bezeichnung eines Stalkers soll man sich dann bei Wikipedia (kein Witz!) anlesen.
Habe bei Amazon nach dem Preis der Heftchen geschaut, und finde, für 10 Euro kann man mehr verlangen.
Die Rätselseiten am Ende sind zwar nett gemacht - aber selbst Kinder würden sich bei den Ansprüchen veräppelt fühlen!
Fazit: Unmöglich und unzumutbare - wenn auch kurze - Zeitverschwendung!
Rezension zu "Lextra - DaF-Lernkrimi: Ein Fall für Patrick Reich / A2-B1 - Liebe bis in den Tod" von Christian Baumgarten


