Christian Bouchet Aleister Crowley: Biographie eines modernen Magiers

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Inhaltsangabe zu „Aleister Crowley: Biographie eines modernen Magiers“ von Christian Bouchet

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  • DER Magier des 20. Jahrhunderts

    Aleister Crowley: Biographie eines modernen Magiers
    TheSaint

    TheSaint

    Als der britische Justizminister erfuhr, dass Aleister Crowley gestorben war, lautete seine Stellungnahme:"Wir haben die obszönste Person des vereinigten Königreichs verloren!"Edward Alexander Crowley wurde im Oktober 1875 geboren und änderte später seinen Vornamen aufgrund seines Interesses am Keltentum auf Aleister.Er war geistig frühreif, ein bekannter Schachspieler und Autor und bestieg mit 20 Jahren allein den Eiger. Weiters war er Poet, Maler und Sozialkritiker.Crowley war ein eingefleischter Reisender. Er durchstreifte die Welt, konsumierte allerlei Drogen und eroberte viele Frauen und Männer. Als Drogenexperte führte er das Peyotl (das er in Mexiko entdeckt hatte) in diversen intellektuellen Zirkeln Europas ein und gab, um initiiert zu werden, Katherine Mansfield Opium, Cole Porter Kokain, Aldous Huxley Peyotl oder H.G. Wells Haschisch.Warum wird Crowley als "DER Magier des 20. Jahrhunderts" bezeichnet?Er war der Erbe und Erneuerer einer Strömung aus dem Dunkel der Zeiten, nämlich der Magie, die er selbst und einige seiner Anhänger Magick nannten:Für ihn war dies die Gesamtheit der quasi-wissenschaftlichen Methoden, die bei jenen, die sie ausüben, bekannte und ähnliche Wirkungen hervorrufen. In früheren Zeiten galt die Magie als Entdeckung des Göttlichen im eigenen Selbst (oder die Begegnung mit dem Schutzgeist), später als das Verschwinden des Unterschieds zwischen Ich und Nicht-Ich und die Vereinigung mit dem Göttlichen (Unio Mystica). Dieses Buch widmet sich der faszinierenden und schillernden Biografie des durch falsche Medienberichte und skandalgeilen Biografen zu einem Satanisten abgestempelten Mannes nur in traurigerweise geringem Ausmaße. Der Schwerpunkt des Buches liegt in den Erläuterungen von Crowley's Magie zwischen Mystik und Messianismus. Es wird neben den zugegebenermaßen etwas verwirrenden Erläuterungen der einzelnen Lehren des Meister Therion auch auf die aus seiner geschaffenen Basis heraus entstandenen Orden und Konventikel eingegangen wie auch auf seinen Einfluss auf die moderne Kultur.Abschließend werden auch Auszüge aus weniger bekannten Dokumenten dieses faszinierenden Mannes präsentiert.Die Beatles, die Rolling Stones, David Bowie und der LSD-Papst Timothy Leary waren/sind Sympathisanten Crowley's und wer die Werke eines gewissen Lafayette Ron Hubbard, dem Begründer der Dianetik und der Scientology, liest, erkennt unschwer Hubbard's Entlehnungen aus Crowley's thelemitischen Erbe.Hubbard war Mitglied des Ordo Templi Orientis, welchen Crowley neu belebte. Einer der Söhne Hubbard's bestätigte in einem Zeitungsinterview den starken Einfluss des Magiers.Auch die neureligiöse Bewegung der "Wicca" baut auf dem O.T.O. auf.Ein interessantes Buch, welches mehr Einblick in die Lehren gibt als in das Leben eines hochinteressanten Mannes. Gibt es solch vielschichtige, beeindruckende und richtungsweisenden Männer mit schillerndem Charakter heute noch?Wer sich für die Templer, Rosenkreuzer, Geheimlogen und auch fürs Okkulte interessiert - dieses Buch ist ein passender Einstieg.

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    awogfli

    awogfli

    27. April 2016 um 19:44