Christian Brandt

Lebenslauf von Christian Brandt

Christian Brandt, 1966 in Hamburg geboren, ging nach dem Abitur nach England, wo er sich als Barkeeper, Discjockey und Taxifahrer verdingte. Heute lebt er als Übersetzer und Musikmanager in London. Er bewohnt ein Hausboot in Camden Market, das einzige, auf dem sich ein Klavier befindet.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Christian Brandt

Cover des Buches Jack (ISBN: 9783499269578)

Jack

 (11)
Erschienen am 30.05.2015
Cover des Buches Operation JFK (ISBN: 9783499272196)

Operation JFK

 (1)
Erschienen am 21.09.2016

Neue Rezensionen zu Christian Brandt

Cover des Buches Jack (ISBN: 9783499269578)einz1975s avatar

Rezension zu "Jack" von Tess Riley

Tess Riley & Christian Brandt - Jack
einz1975vor 3 Jahren

Wenn man heutzutage an Wissenschaft denkt, kommt man unweigerlich auch auf das in Genf liegende CERN. Hier arbeitet Matthieu Savary, ein außergewöhnlich intelligenter Wissenschaftler, welcher schon so einige Theorien neu aufbauen und untermauern konnte. Dennoch ist er sehr exzentrisch und führt im geheimen einen Plan durch, der die Welt verändern soll. Hier greifen die Autoren auf das zurück, was allgemein bekannt ist. Denn ob Einstein oder Hawking, beide haben Zeiteisen als Theorie zwar nie komplett ausgeschlossen, aber Beweise dafür sind bis heute nicht gefunden worden. Savary hat nun eine Idee entwickelt, wie dies in die Tat umgesetzt werden könnte.

Doch sein Experiment geht schief... oder doch nicht? Zumindest erwacht er schwer verletzt im völlig zerstörten Labor und als er endgültig im Krankenhaus die die Augen öffnet, .wird ihm ein unschlagbares Angebot gemacht. Er soll sein Experiment wiederholen, allerdings für den britischen Geheimdienst. Nicht sonderlich innovativ, aber immerhin wird so die Geschichte weitererzählt. Ein sehr pikanter Auftrag liegt nun in seiner Hand. Er soll in das Jahr 1888 zurückreisen und die Morde eines gewissen Jack untersuchen. Ja, richtig gelesen, hier geht es um Jack the Ripper. Er stellt sich sein Team zusammen, die in die Vergangenheit reisen, um die Identität des Killers festzustellen.

So zumindest der grundlegende Plan. Leider haben es die Autoren nicht wirklich für nötig gehalten die Reise in ihrer Eigenart zu erklären. Lediglich ein kleines Schwarzes Loch wird zur Hilfe genommen und damit können sie zwischen dem Jetzt und Damals wechseln. Immerhin gehen sie gut auf die Paradoxen ein, welche durch kleinste Änderungen passieren könnten. Doch schon bei dem ersten Ausflug hat das Team so seine Schwierigkeiten sich in dieser Zeit wirklich zurechtzufinden. Der Ekel, der Gestank und die Trostlosigkeit dieser Zeit, greifen unweigerlich auch auf den Leser über. Besonders wenn man später direkt aus der Sicht der Opfer von Jack liest, ist man wirklich froh jetzt und nicht damals zu leben.

Die recherchierten Augenzeugenberichte und detaillierten Autopsieschriftstücke werden hier noch einmal genau unter die Lupe genommen und auch da würgt man schon selbst wie brutal der Mörder seine Opfer verstümmelte. Bei all dem was später passiert, habe ich mich allerdings am Ende gefragt, warum man nicht zum Anfang wieder zurückgekehrt ist und einfach die Fehler vermieden hat, welche man vorher begangen hat? Außerdem gibt es sicherlich viel interessantere Orte welche man besuchen könnte... aber wer weiß schon wie Zeitreisen funktionieren? Dies ist eben die Version von Tess Riley & Christian Brandt und mit etwas mehr technischen Details und einem nachvollziehbaren Ziel, wären ein paar mehr Leser abgeholt worden.

Fazit:
Selbst ein Jack the Ripper ist in der Zukunft nichts anderes als eine Leiche. Eine Mordserie in London, welche bis heute nicht aufgelöst wurde, bekommt hier endlich eine neue Chance. Tess Riley & Christian Brandt haben viele historische Fakten einfließen lassen, eine kleine Zeitreise-Crew zusammengestellt und lassen sie einfach auf die Vergangenheit los. Ohne die Details der Reise an sich zu vertiefen, bleiben sie eher bei jedem einzelnen des Teams. Verstricken sich allerdings ein wenig im Verlauf der Story, welche zeitweise doch etwas zu schleierhaft erscheint, aber mit anschaulichen Feinheiten der damaligen Zeiten punkten kann.

Matthias Göbel

Autor: Tess Riley & Christian Brandt
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Rowohlt Verlag
Erscheinungsdatum: 30.05.2015
ISBN: 9783499269578

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Cover des Buches Jack (ISBN: 9783499269578)lievke14s avatar

Rezension zu "Jack" von Tess Riley

Schauerlich!
lievke14vor 5 Jahren

Der Forscher Matthieu Savary ist der Star im Genfer CERN. Doch heimlich arbeitet er an einem ganz anderen Projekt: Das Reisen in der Zeit. Ein erster Versuch scheitert. Bei einer Explosion wird Savary lebensgefährlich verletzt. Im Hospital besucht ihn eine Unbekannte, und sie macht ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann: Ihre Organisation wird ihm das Leben retten, offiziell ist er schon tot. Im Gegenzug soll Matthieu in die Vergangenheit reisen und zwar ins Jahr 1888. Damals beging ein Mann namens Jack Morde von beispielloser Grausamkeit. Und heute haben mächtige Namenlose größtes Interesse an deren Aufklärung.

Matthieu bekommt ein Team ausgewählter Wissenschaftler an die Seite gestellt. Gemeinsam arbeiten sie einen Plan für ihre Reise in die Vergangenheit aus und auf geht’s…. Zack….landen sie im berüchtigten East-End Londons zur Zeit von Jack the Ripper….und dieser ist gerade beängstigend aktiv….

Eine interessante Mixtur hat sich die Autorin da ausgedacht. Zeitreisen machen sich ja immer ganz gut, egal ob in Thrillern oder Jugendromanen. Hier versetzt es die Figuren aber an einen realen Ort mit einem schauderhaften historischen Hintergrund. Die Aufklärung der Morde des legendären Jack the Ripper hat bereits der Polizei im 19. Jahrhundert Rätsel über Rätsel aufgegeben und diese Ratlosigkeit ist bis heute ungebrochen. Natürlich gibt es Lösungsansätze….zahlreiche sogar….sicher ist sich aber bis heute niemand, wer hinter den schrecklichen Bluttaten steckte. Von daher bietet das Grundthema schon allein unglaublich viel Spannung und Nervenkitzel.

Matthieu und seine Teammitglieder werden zu Beginn ihres Abenteuers zusammengewürfelt. Jeder von ihnen ist ein unverbesserlicher Individualist….Teamspieler sehen anders aus. Ziemlich schnell wird aber deutlich, der ganze Haufen muss sich so schnell wie möglich zusammenraufen, denn nur gemeinsam können sie diese Aufgabe bewältigen.

Dennoch wird eines sehr schnell offenkundig: Die einzelnen Charaktere bleiben die ganze Geschichte über doch leider ziemlich eindimmensional. Besonders sympathische Züge konnte ich bei keiner einzigen Figur feststellen. Besonders vage und verschwommen  kam mir der Protagonist Matthieu vor. Auf der einen Seite ist er der herausragendste Physiker der Neuzeit....ein Genie sondersgleichen. Auf der anderen Seite probiert er seine "Zeitmaschine" quasi im Alleingang aus....unbesonnen....rücksichtslos und egoistisch und vor allem ohne Absicherung. Von einem derartig hochklassigen Physiker und Wissenschaftler hätte ich wesentlich mehr Voraussicht und Scharfsinn erwartet. Auch die anderen Heißsporne machten eigentlich alle was sie wollten und kamen auch noch durch damit. Hier kann man in möglichen Fortsetzungsbänden auf eine deutliche Ausarbeitung der einzelnen Persönlichkeiten hoffen.

Der Sprung zwischen den Zeiten ist ganz gut gelungen. Die Episoden in der Vergangenheit wurden meiner Meinung aber interessanter dargestellt als die in der Gegenwart. Das London im Jahr 1888 war genauso, wie man es sich als Leser vorstellt, bzw. wie man es aus Zeitberichten kennt….düster, schmutzig und unhygienisch. Hier wurde nicht retuschiert und nichts beschönigt. Die Zeiten waren hart und für die unterste Bevölkerungsschicht war das Leben beinahe hoffnungslos. Diese schonungslose Beschreibung hat mir sehr gut gefallen.

Trotz der etwas unzulänglichen Personendarstellungen und einiger holpriger Handlungsverläufe ist „Jack“ ein gelungener und spannender Thriller, der zwar nicht in jedem Detail überzeugen konnte, aber in seiner Auflösung doch schlüssig war.

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