Christian Buder

 3.6 Sterne bei 82 Bewertungen
Autor von Die Eistoten, Das Gedächtnis der Insel und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Das Gedächtnis der Insel

 (18)
Neu erschienen am 10.09.2018 als Taschenbuch bei Heyne.

Alle Bücher von Christian Buder

Die Eistoten

Die Eistoten

 (61)
Erschienen am 19.08.2013
Das Gedächtnis der Insel

Das Gedächtnis der Insel

 (18)
Erschienen am 10.09.2018
Der Tote im Moor

Der Tote im Moor

 (3)
Erschienen am 17.07.2015
Der Tote im Moor: Thriller

Der Tote im Moor: Thriller

 (0)
Erschienen am 17.07.2015
Die Todesstrafe, Tabu und Terror

Die Todesstrafe, Tabu und Terror

 (0)
Erschienen am 08.08.2013

Neue Rezensionen zu Christian Buder

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Frau_J_von_Ts avatar

Rezension zu "Das Gedächtnis der Insel" von Christian Buder

Stürmische Geschichte ohne Tiefgang
Frau_J_von_Tvor 6 Monaten

Der Pariser Archäologe Yann kehrt nach 30 Jahren auf seine kleine Heimatinsel in der Bretagne zurück. Eigentlich wollte er die Insel nie mehr betreten, denn zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an seine hier verbrachte Kindheit: seine Mutter Abigail kam bei einem Sturm auf dem Meer ums Leben und zu seiner Stiefmutter, die schon bald nach Abigails Tod zu seinem Vater und ihm ins Haus zieht, hat er ein schlechtes Verhältnis. Sobald er volljährig ist, verlässt er die Insel und geht seinen eigenen Weg. Doch nun wurde die Leiche seines Vaters im Hafen der Insel gefunden und Yann macht sich zur Beerdigung auf. Doch kaum auf der Insel angekommen, wird er mit seiner Vergangenheit eingeholt und genau wie damals nach dem Verschwinden seiner Mutter, kommen Fragen auf, die es zu beantworten gilt. Und dann ist da ja auch noch seine erste Liebe und ein heraufziehender Jahrhundertsturm...

„Das Gedächtnis der Insel“ - ein Roman, der mich ratlos zurücklässt. Ein Krimi? Eine Familiengeschichte? Eine Mischung aus beidem? Ich weiß es nicht. Der Einstieg in die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Buder schafft es auf klare und ansprechende Weise ein atmosphärisches Bild der kleinen bretonischen Insel zu schaffen. Auch der Spannungsaufbau ist gut gestaltet. Leider blieb dies nur am Anfang so. Die Figuren die der Autor zeichnet bleiben für mich unnahbar und flach. Man erfährt zwar teilweise etwas über Yanns Gefühlswelt, aber so richtig verstanden, wieso der denn nun von allem distanziert und eigenbrötlerisch lebt, habe ich nicht. Auch die übrigen Figuren im Buch werden mir nicht klar genug dargestellt. Vielleicht legt es daran, dass mir nicht wirklich klar ist, was der Autor mit seinem Roman aussagen will. Die Idee für die Geschichte finde ich sehr gelungen, aber man hätte an vielen Stellen einfach viel mehr in die Tiefe gehen müssen. Die ganze Handlung über tobt ein Sturm über der Insel, der zum Schluss in einer alles vernichtenden Flutwelle endet. Beim Lesen vergisst man das allerdings irgendwie schnell. Auch wenn er zwischendurch immer mal wieder kurz angesprochen wird.
Am Anfang der Geschichte rechnet man als Leser damit, dass es im Roman um die Aufklärung des Todes des Vaters geht. Aber irgendwie driftet das Ganze ganz schnell ab und es geht eher um das Verschwinden der Mutter vor mehreren Jahrzehnten. Und die Auflösung zu dieser Geschichte lässt irgendwie zu wünschen übrig.
Wie ich bereits zu Anfang sagte, bin ich ratlos, was diesen Roman betrifft. Als Krimi ist er einfach wahnsinnig vorhersehbar, als Liebes- oder Familiengeschichte ist es zu flach. Und als Naturroman geht er eben auch nicht durch, dazu rückt der Sturm und seine Begebenheiten zu sehr in den Hintergrund.
Meiner Meinung nach hätte die Geschichte mehr Raum gebraucht. Das Tempo das der Autor hier vorgibt, entspricht sicherlich dem des herannahendem Sturms, es nimmt der Tiefe der Geschichte aber leider viel zu viel.

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herrzetts avatar

Rezension zu "Das Gedächtnis der Insel" von Christian Buder

Eine Insel, ein Sturm und das große Geheimnis
herrzettvor 8 Monaten

Über Christian Buders Roman "Das Gedächtnis der Insel" bin ich bereits vor einer Weile gestoßen. Nun fiel mir dieses Buch geradezu zu und ich hab es innerhalb kürzester Zeit förmlich weggeatmet. Die Geschichte der Insel - Eine spannende Konfrontation mit der Vergangenheit und Träumen die zu Albträumen mutierten.

"Ich habe immer wieder beobachtet, wie Menschen die Liebe gerade dann als das Höchste empfinden, wenn die Liebenden dabei zugrunde gehen. Überleben die Liebenden, dann sind sie nicht mehr dieselben. Davon handelt mein Roman." - Christian Bruder

Der Tod ruft den Archäologen Yann zurück auf die kleine bretonische Insel. Der Körper seines Vaters wurde vor kurzem in einer Bucht aufgefunden und soll nun beerdigt werden. Dass ihn dieser Besuch nun vor ein großes Mysterium stellt, hätte selbst Yann bei seiner Ankunft noch nicht erwartet. Aber die Ermittlungen der französische Gendarmerie oder besser gesagt Yanns früherer Freundin Gwen, werfen in Yann noch mehr Fragen auf. Nicht nur der Selbstmord seines Vaters, sondern auch das frühere Unfalltod seiner Mutter scheinen mehr als als unzufällig zu sein. Und gerade diese Vermutung macht Yanns Besuch bei den Inselbewohnern so unbeliebt. Sie scheinen ihm etwas zu verschweigen. Gerade der drohende Jahrhundertsturm soll nun bei der Findung der Wahrheit helfen und Yanns Schicksal wird sich in Sachen Zuneigung und Liebe neu aufrollen. 

"Die kantigen Granitfelsen, das ewige Heranschlagen der Brandung, die Stürme, die selbst die Leuchttürme zum Wanken brachten, formten den wahren Charakter der Bewohner. Wer hier geboren war, hatte es in den Adern. Das Meer färbte seine Seele."

Ein Roman, ein Krimi, eine spannende Geschichte... Über dieses Buch habe ich bereits einige interessante Unterhaltungen geführt. So kamen auch erstaunte Fragen wie: Und kam dir da nichts komisch vor? Dass sie bei dem Wahnsinnssturm über die schmalen Wege gehen zum Beispiel? Und dazu kann ich nur sagen: Nein, ich war so gebannt von dieser Geschichte, dass solche Elemente für mich zur Spannungssteigerung einfach dazugehörten. Das Einzige was für mich nicht rund war, waren ein paar vereinzelte Sprünge innerhalb des Plots, die plötzlich neue Informationen hervorzauberten und Fragen aufwarfen. Ansonsten habe ich dieses Buch geliebt. Ich war ergriffen, berührt und auch ein bisschen begeistert und habe mit Yann und Gwen bis zur letzten Seite mitgefiebert. 

"Sein Tod wäre kein Erdbeben, für niemanden. Jeden Tag starben Menschen auf diesem Planeten. Sie zerplatzen wie Regentropfen. Jeder zerplatzt, jeder kommt irgendwann einmal unten an."

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Gulans avatar

Rezension zu "Das Gedächtnis der Insel" von Christian Buder

Plot mit Bart.
Gulanvor einem Jahr

„Jacques hat sich seinen Verstand über die Jahre weggesoffen. Wenn du einen Rat von mir willst: Begrabe deinen Vater und verlasse die Insel.“

„Du weißt, warum meine Mutter rausgefahren ist.“
Rose konnte nicht ruhig stehen. Sie blieb in Bewegung, als hinge ihr Leben davon ab. „Jeder hat damals mitbekommen, was passiert ist. Die Insel ist kein guter Ort von Geheimnisse.“
„Für die Geheimnisse, die jeder begraben will, ist es der perfekte Ort.“ (S.182)


Der Archäologe Yann kehrt erstmals nach zwanzig Jahren zurück auf seine Heimalinsel vor der bretonischen Küste, um seinen Vater zu beerdigen. Dieser soll sich mit einem Sprung von der Fähre ins kalte Wasser selbst umgebracht haben. Doch als er auf der Insel eintrifft, begegnet ihm als erstes seine Jugendfreundin Gwenn, die inzwischen bei der Gendarmerie arbeitet und ihm gegenüber Zweifel äußert, ob es sich beim Tod seines Vaters wirklich um Selbstmord handelte.


Mit der Wiederankunft auf der Insel holt Yann auch ein altes Trauma wieder ein. Im Alter von acht Jahren fuhr seine Mutter mit einem Unbekannten auf einer Yacht aufs Meer, die dann in einem Jahrhundertsturm sank. Mit der neuen Partnerin seines Vaters, Rakel, konnte er sich nie anfreunden. So verließ Yann mit 18 die Insel. Doch nun beginnt er mit Hilfe Gwenns sowohl den Selbstmord seines Vaters als auch den Unfalltod seiner Mutter anzuzweifeln.


Von der Inselbewohnern sagte man, dass sie weder zum Festland gehörten noch zum Meer. Seit Jahrhunderten hockten sie auf einem grauen Granitfelsen und harrten aus, als warteten sie auf ein Zeichen des Aufbruchs. (S.8)

Das Setting gelingt Autor Christian Buder durchaus ansprechend. Eine (fiktive) kleine, felsige Insel an der Küste der Bretagne. Ein Leuchtturm, Steinhäuser, ein kleiner Hafen. Der Menschenschlag rau, zurückhaltend, verschwiegen. So gelingt es Yann zunächst auch nicht, das Schweigen über die Ereignisse von damals zu brechen, doch die Schuld des Mitwissens nagt schließlich doch an einigen wenigen, während andere zunehmend mit aller Macht verhindern wollen, dass Vergangenes wieder hervorgeholt wird. Und zu allem braut sich wieder ein großer Sturm zusammen – wie damals vor 30 Jahren.


Autor Christian Buder war zunächst als Journalist tätig, veröffentlichte schließlich zwei Kriminalromane und zuletzt ein philosophisches Sachbuch. Seine Intention für diesen Roman hat er auf der Rückseite formuliert: „Ich habe immer wieder beobachtet, wie Menschen die Liebe gerade dann als das Höchste empfinden, wenn die Liebenden dabei zugrunde gehen. Überleben die Liebenden, dann sind sie nicht mehr dieselben. Davon handelt mein Roman.“

Das hörte sich für mich ein wenig bedeutungsschwanger an. Aber ich hätte mir vorstellen können, dass dieses Unterfangen dem Autor gelungen wäre, wenn er sich auf die Aspekte von Trauma, Schuld und Vergangenheitsbewältigung in dieser isolierten Inselatmosphäre vollständig gekonzentriert hätte. Stattdessen konstruiert er einen Kriminalfall und da beginnen meine Probleme mit dem Roman.


Normalerweise bin ich ja ein ziemlicher Verfechter, dass dem Krimigenre endlich mal auch der literarische Wert anerkannt wird. Hier allerdings muss ich konstatieren, dass die Kriminalgeschichte der Handlung nicht gut tut. Je weiter die Geschichte kommt, desto vorhersehbarer wird der Plot. Die Story entpuppt sich als Gier- und Eifersuchtsdrama, dass man schon x-mal in ähnlichen Varianten erleben durfte. Echte Spannung kommt erst spät und dann noch sehr spärlich auf. Obwohl der Roman literarisch ansprechend geschrieben ist, war der Plot für mich hintenheraus ziemlich enttäuschend. Mit dem passenden Drehbuch könnte diese Geschichte durchaus auch sonntags um 20:15 Uhr im ZDF laufen. Das ist vielleicht ein wenig hart, aber ein wenig mehr Finesse hätte man durchaus erwarten können.

Kommentare: 6
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Gespräche aus der Community

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Aleshanees avatar
Hallo ihr Lieben!

Ich wünsche euch allen einen schönen 2. Advent :)

Nachdem der Gewinner für mein 2. Advents-Gewinnspiel nun feststeht, starte ich gleich das nächste.  Zum 3. Advent, den 15.12. gibt es

"Die Eistoten" von Christian Buder zu gewinnen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und es soll auch ein Folgeband in Arbeit sein, worüber ich mich sehr freue. Wenn ihr das Buch gewinnen wollt, schaut auf meinem Blog vorbei, da steht alles, was ihr wissen müsst :)

Gewinnspiel auf Weltenwanderer

Ich wünsche euch viel Glück!
Zur Buchverlosung
muchobookloves avatar

Eine Mädchenleiche, die aufrecht mitten im Wald steht. Ein Mörder, der seit Jahren unerkannt tötet. Ein elfjähriges Mädchen mit einem besonderen Helfer: dem toten Philosophen Wittgenstein.

Die Tage werden wieder kürzer und es wird gleichzeitig dunkler. Das ist die perfekte Zeit für einen mystischen, spannenden und philosophischen Thriller! Mit seinem ersten Roman "Die Eistoten" hat Autor Christian Buder einen Thriller der Extraklasse geschaffen, der euch schlaflose Nächte bereiten wird. 

Mehr zum Buch:
Alice ist elf Jahre alt, sehr intelligent und das, was man in ihrer Allgäuer Heimat als besserwisserisch bezeichnet. Und sie hat eine besondere Gabe: Sie spricht mit dem Philosophen Wittgenstein, der 1951 gestorben ist. Er taucht auf, wo sie es am wenigsten erwartet, und verschwindet auch ebenso geheimnisvoll. Als Alice in ihrem Dorf die erfrorene Leiche eines Mädchens findet, ist sie überzeugt, dem Mörder auf der Spur zu sein, der vor Jahren auch ihre Mutter getötet hat. Gemeinsam mit Ludwig Wittgenstein beginnt sie zu ermitteln. Doch niemand schenkt den Vermutungen einer Elfjährigen Gehör, bis auf einen und der will sie zum Schweigen bringen.

Mehr zum Autor:
Christian Buder wurde 1968 in Memmingen geboren. Er studierte erst Betriebswirtschaft und dann Philosophie in Marburg, Paris und Chicago. Als freier Autor und Journalist schrieb Christian Buder Artikel für "Die Zeit" und andere Zeitschriften. Er lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Berlin. 

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Gemeinsam mit dem Aufbau Verlag suchen wir 25 Testleser für diesen spannenden Thriller. Wenn du dich zeitnah mit anderen Lesern hier in der Leserunde austauschen kannst und abschließend eine Rezension zum Buch verfassen möchtest, dann bewirb dich jetzt mit einem Beitrag und beantworte folgende Frage:

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