Christian Döring Bibel statt Parteibuch

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Inhaltsangabe zu „Bibel statt Parteibuch“ von Christian Döring

„Wie war das Leben damals in der DDR als Christ? Fragt man zehn Menschen, wird man zehn unterschiedliche Antworten bekommen. Meiner Meinung nach sollten wir voneinander wissen, was früher war, vor allem deshalb habe ich 25 Geschichten zum 25. Jahrestag des Mauerfalls aufgeschrieben.“ Christian Döring
Mit seinen 25 selbst erlebten, authentischen Geschichten wirft Christian Döring 25 Schlaglichter auf die ganz besonderen Umstände, die den Alltag eines DDR-Bürgers bestimmten. Er stellt sich den Fragen von Christian Heinritz, einem gleichaltrigen „Westler“, und gewährt tiefe Einblicke in sein Aufwachsen und Leben als Christ in der DDR.
Für die, die erlebt haben, was es heißt, als „politisch Unzuverlässiger“ in einem sozialistischen Staat zu leben, holen sie das entsprechende Lebensgefühl aus der immer stärker hereinbrechenden Dämmerung des Vergessens und helfen ein kleines Stück weit, selbst Erlebtes zu verarbeiten.
Für die, die im Westen aufgewachsen sind, eröffnen sie ein Universum ebenso unbekannter wie spannender Erfahrungen, die helfen, die jüngste deutsche Geschichte besser zu verstehen.
Christian Döring nimmt uns alle mit auf eine faszinierende Reise in die Vergangenheit.

Wer sich dafür interessiert, wie es "damals" war, der lese dieses Buch.

— Esther_Chaja

Ein wunderbares Buch über leben und überleben in der DDR als Christ.

— heaven4u

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    Bibel statt Parteibuch

    kira35

    In einem Dialog mit Christian Heinritz lässt Christian Döring Geschichten aus seinem Leben in der damaligen DDR lebendig werden. Er gibt Einblicke in seinen ganz privaten Lebensraum und wie es ihm gelang im atheistischen Arbeiter- und Bauernstaat seinem Glauben an Gott treu zu bleiben. *********** In diesen fünfundzwanzig Kapiteln beschreibt Christian Döring Lebensereignisse  - von seiner Geburt bis zum Mauerfall. Man merkt, schon der "kleine Christian" macht sich früh Gedanken und eckt mit seinen aufgeweckten Fragen oft an. Schnell aber lernt er, was er fragen/sagen darf und was er besser für sich behält und entwickelt sich mit den Jahren zu einem aufmerksamen Beobachter. Für jemanden der mit dem Alltag der damaligen DDR nicht vertraut ist, sind seine Beschreibungen über die Misstände in der Versorgung des täglichen Lebens kaum nachzuvollziehen. Und wie schlimm musste es sein, wenn man seine Ansichten und Meinungen oft nicht ohne Konsequenzen frei äußern konnte? Interessant und auch teilweise spannend ist es zu lesen, wie er seinen Alltag beschreibt und mit welchen Hindernissen er zu kämpfen hatte. Doch niemals wäre er auf den Gedanken gekommen, seine Heimat zu verlassen und in den Westen zu gehen. Auch wenn es sich bei diesem Buch um eine ganz persönliche Schilderung handelt, so wird es wohl vielen Menschen ähnlich ergangen sein. Ein lesenswertes Buch, vom Autor mit persönlichen Bildern bereichert, über die jüngste deutsche Geschichte.

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  • Wie war das eigentlich, damals?

    Bibel statt Parteibuch

    Esther_Chaja

    05. October 2014 um 15:10

    Christian Döring hat hier gemeinsam mit Christian Heinritz ein wahres Geschicht(s)enbuch erarbeitet. Anhand von persönlich erlebten, längeren und kürzeren Episoden gibt Christian Döring einen Einblick in sein Leben als Christ in der DDR. Durch klug gestellte, interessante Fragen bringt Christian Heinritz das Gespräch in Gang, die nachfolgenden Antworten hätten auch an einem Abend im Familienkreis erzählt werden können. Besonders gut gefällt mir, dass durch diesen persönlichen Erfahrungsbericht jedoch ein weitaus größerer Einblick in das Leben in der DDR eröffnet wird. Denn Dinge wie Mangel an bestimmten Lebensmitteln oder Arbeitsmitteln wie sie heute für uns völlig selbstverständlich jederzeit verfügbar sind oder das ständige Abwägen dessen was man laut äußert oder was man besser für sich behält, betraf ja alle Bürger. Auch wenn mir vor der Lektüre des Buches einiges bereits bekannt war, so ist es doch nochmal sehr eindrücklich zu lesen, wie sehr damals die Eingriffe des Staates bzw. seiner Vertreter doch das Leben eines Menschen in vielerlei Hinsicht geprägt und gelenkt haben. Das Buch hätte für mein Empfinden noch dicker sein dürfen, ich hätte gerne weitergelesen. Aber wer weiß, vielleicht gibt es eines Tages eine Fortsetzung... Der Inhalt wird von einem sehr schön gestalteten Einband im "Parteibuch"-Stil in roter Lederoptik sowie einem Bilderteil in der Buchmitte abgerundet. Wer sich also für gelebte Geschichte interessiert, wer vielleicht niemanden persönlich kennt, der ihm erzählen könnte wie es damals war, oder wer wissen möchte, was es mit einer Roller-Latscher-Rüstzeit auf sich hat, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

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  • Ein wunderbares Buch über leben und überleben in der DDR als Christ

    Bibel statt Parteibuch

    heaven4u

    10. September 2014 um 23:50

    Leben als Christ in der DDR - ein Thema was heute gern unter den Teppich gekehrt wird. Ist vorbei, muss man nicht mehr drüber reden, alle genießen ihre Freiheit nach der Wiedervereinigung. Dennoch ist es ein wichtiges Thema, wie ich finde. Hauptgrund zum Griff dieses Buch war aber auch, dass ich selbst ein paar Jahre in der DDR aufgewachsen bin und gespannt war ob ich einiges wiederentdecke, was meine Familie und ich auch erlebt haben. Christian Döring hat das Buch zusammen mit Christian Heinritz in einer Art Interview geschrieben. So stellt Christian Heinritz gezielte Fragen und Christian Döring schreibt dazu seine Erlebnisse. Herausgekommen ist eine etwas andere Biografie, die zwar nicht wie üblich detailiert das Leben des Autors schildert sondern vielmehr für ihn wichtige Begebenheiten zeigt. Zwar störten mich die Fragen manchmal etwas im Lesefluss, dennoch bereiten sie quasi etwas das Erlebte  vor und bieten einen Einstieg. Christian Döring schreibt humorvoll, flüssig und lebensnah. Viele in der DDR typische Abkürzungen werden dem Nichtwissendem Leser übersetzt und erläutert. Manchmal mit einem Augenzwinkern. Für mich als "Insider" war natürlich vieles nicht neu, dennoch war es interessant, es aus einer anderen Perspektive zu lesen. Andere Erlebnisse - etwa seine Zeit als Autor und seine diakonische Arbeit waren für mich neu und spannend. Bei allem verfällt Christian Döring aber nicht ins jammern wie schlecht es Christen ging, sondern beleuchtet einfach seine Sicht der Dinge. Trotz der Tatsache, dass der Autor meist ein Einzelgänger war, hat er viel erlebt und bewegt in seiner Zeit in der DDR. Oft kam er mit einem blauen Auge davon, manchmal musste er zurückstecken oder wurde sehr zweifelhaft behandelt. Das was ihn immer wieder Mut machte und Kraft gab war und ist sein Glaube an Gott, den er oft auch sehr waghalsig und nicht immer ohne Gefahr vertritt. Selbst seinen sicheren Job gibt er auf um seinen Horizont zu erweitern und fängt an bei der Diakonie zu arbeiten - ohne Mindestlohn und Überstundenbezahlung und dennoch endlich angekommen. Leider ist das Buch viel zu schnell ausgelesen, ich hätte gern noch viel mehr gelesen. Am Schluss gibt es die Aufforderung, seine eigenen Geschichte rund um die DDR zu erzählen und an den Autor zu schicken. Wer weiß - vielleicht wird das sein nächstes Buch. Ich jedenfalls würde es sehr gern lesen!

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